Unternehmensberatung für die Automobilindustrie – Mit Branchenbuch

Das Thema Unternehmensberatung Automobilindustrie ist äußerst interessant. Denn die Automobilbranche ist der mit Abstand wichtigste Wirtschaftszweig in Deutschland (370,98 Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2014).

Gleichzeitig steht die deutsche wie internationale Automobilindustrie unter einem permanenten Innovations- und Veränderungsdruck.

Hierdurch ergeben sich sowohl für die Großen der Branche als auch für spezialisierte Unternehmensberatungen enorme Chancen.

Welche dies im Einzelnen sind, werde ich nachfolgend an Hand der Megatrends in der Automobilindustrie ausführen.

Analyse der Situation aus Sicht einer Unternehmensberatung

Aus Sicht einer Unternehmensberatung entstehen die jüngsten Herausforderungen durch nötige Investitionen in alternative Antriebe, die stets geforderte Entwicklung neuer Modelle, die steigende Variantenvielfalt und damit eine zunehmende Komplexität der Produktion sowie die Verlagerung von Teilen der Produktion in Standorte von Wachstumsregionen.

Auch verändern sich die Mobilitätsbedürfnisse der Autofahrer, Automobilhersteller müssen daher neue Nischen besetzen.

Hinzu kommen neue Wettbewerber in den aufstrebenden Staaten Asiens und Lateinamerikas, chinesische SUVs fahren inzwischen auf deutschen Straßen.

All das zwingt Stammwerke und OEMs (Erstausrüster) zum Umdenken und zu flexiblen Strategien.

Eine Unternehmensberatung gliedert die Problematik in verschiedene Fragestellungen auf, die gesonderter Antworten bedürfen.

Die anspruchsvolle Wachstumsdynamik des Jahrzehnts birgt Chancen, aber auch für einige Hersteller das Risiko einer neuen Segmentierung auf dem Automobilmarkt, dem kleinere Produzenten nicht gewachsen sein könnten.

Wer am besonderen Wachstum positiv partizipieren will, muss nachfolgend genannte Fragen beantworten können

Wie präsent ist ein Hersteller in Wachstumsmärkten? Besonders China spielt eine essenzielle Rolle.

In diesen Märkten sollte das Unternehmen eine lokale Infrastruktur aufbauen, bestehend aus Händlernetzwerk, Produktionsstätten und Entwicklungsressourcen.

Welche Produkte wünschen die dortigen Kunden? Welcher Lokalisierungsanteil ist erforderlich?

Bereich Antriebstechnologie: Wann rentieren sich alternative Antriebe, wie ist die nötige Akzeptanz der Kunden sicherzustellen? In welchem Mix sollte der Hersteller konventionelle und alternative Antriebe anbieten?

Welche Partnerschaften sind für neuartige E-Mobility-Businessmodelle erforderlich?

Unternehmensberatungen mit besonderen Kompetenzen

Natürlich stellen sich die Hersteller auch selbst solche Fragen, jedoch bringen Unternehmensberater einen unverstellten Blick auf die Märkte mit.

Es gibt positive Entwicklungen wie die Zunahme von wohlhabenden Einkommensschichten in den BRIC-Staaten, die das Premiumsegment überproportional wachsen lassen.

Darauf müssen Premiumhersteller und -OEMs auf besondere Weise reagieren. Eine Unternehmensberatung ist dabei behilflich, die entsprechenden Kundensegmente zu identifizieren und auf diese Kunden zugeschnittene Angebote zu überprüfen.

Eine weitere Kompetenz durch übergreifende Branchenkenntnis ergibt sich hinsichtlich der Beurteilung von projektbasierten Kooperationsmodellen zwischen Herstellern, OEMs und branchenfremden Unternehmen.

Der Zwang zur Investitionsoptimierung bei gleichzeitigem Aufbau neuer E-Mobility-Geschäftsmodelle lässt solche Kooperationen als effizient erscheinen. Sie bildeten sich in den 2000er Jahren, inzwischen liegen Erfahrungswerte vor.

Diese Erfahrungen evaluieren Unternehmensberatungen, messen den Erfolg, ermitteln Erfolgsfaktoren und untersuchen, wie Projekte in solchen Allianzen optimal zu steuern sind.

Kompetenzen ergeben sich durch die Entwicklung und Begleitung von Wachstumsstrategien, das Entwerfen von Optimierungsprogrammen, die Arbeit an komplexen Unternehmensintegrationen und das Initiieren von Turnarounds in Unternehmen der Automobilindustrie.

Eine gute Unternehmensberatung verfügt über eine hohe Expertise in allen Segmenten der Branche sowie zu sämtlichen Elementen der Wertschöpfungskette.

Die Kunden sind Automobilhersteller, OEMs, Lieferanten und Vertriebspartner, auch staatliche Behörden mit Aufgabenstellungen im Verkehrsbereich lassen sich diesbezüglich beraten.

Das Ziel ist stets eine ganzheitliche Lösung für ein Unternehmen der globalisierten Automobilindustrie.

Einzelleistungen von Unternehmensberatern in der Automobilbranche

Eines der wesentlichsten Merkmale in der Kooperation mit Kunden ist das Enablement, also die Befähigung der Selbstorganisation des Kunden.

Etwas anderes ist in diesem Sektor auch gar nicht möglich, die beauftragenden Firmen verfügen schließlich selbst über ein mitdenkendes Management.

Die gefundenen Lösungen müssen individuell und langfristig ausfallen. Wenn das Team einer Unternehmensberatung den Kunden verlässt, muss dieser die Projektthemen selbstständig fortführen können.

Als Voraussetzungen von Seiten der Unternehmensberatung gelten

– das Vorhandensein vielfach erprobter und bewährter Methoden und Standardtools,

– tiefes Branchen-Know-how der gesamten Beratungsmannschaft,

– ein möglichst weltweit gespanntes Expertennetzwerk, das vielfach aus Senior Advisors gebildet wird (ehemalige Executives der Branche) sowie

– ein global vernetztes Automotive-Research.

Unter diesen Voraussetzungen kann eine Unternehmensberatung für ein Unternehmen der Automobilindustrie hinsichtlich der Strategie und Portfoliogestaltung einiges leisten.

Das betrifft die Teilbereiche der Produkte, der Abläufe, der Regionen und der Technologien.

Die Geschäftsmodelloptimierung bietet Leistungen in den folgenden Sektoren

– Kooperationen und Joint-Ventures

– Mergers & Acquisitions

– Wertschöpfungstiefe

– Reorganisation, Performance-Kultur und Delayering

– F&E-Optimierung (Entwicklungsmanagement und -kosten, Prozessoptimierung)

– Restrukturierung und Turnaround-Management

– Lean- und Qualitätsmanagement, Mitteleinsatzsteuerung, Produktionsnetzwerk

Auch für den Bereich des Einkaufs und Vertriebs werden Unternehmensberater mit ihrer Expertise tätig, so in Bezug auf das Commodity-Management, das Low-Cost-Country-Sourcing, den Vertrieb und Aftersales.

Nicht zuletzt stehen IT und Finanzen im Fokus einer Unternehmensberatung.

Wer schreibt hier eigentlich und warum?

Mein Name ist Peter Demmler und ich veröffentliche auf www.consultingunternehmen.net seit 2012 regelmäßig Blogbeiträge rund um die Themen Wirtschaft, Gesellschaft, Politik, Geschichte, Unternehmensberatung, Karriere und Büroarbeit.

Als bekennender, zeitgeist- und massenkritischer Freidenker interessiere ich mich insbesondere für alle aktuellen Entwicklungen, die einen grundlegenden Einfluss auf unser gemeinschaftliches Zusammenleben ausüben.

Das selbstständige Denken ist die wichtigste Ressource, die wir Bürger im 21. Jahrhundert haben. Lassen Sie uns gemeinsam alles dafür tun, den noch bestehenden Spielraum hierfür zu erhalten und erneut zu alter Geistesgröße auszubauen.

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