Strategieberatung

Die Strategieberatung ist eines der klassischen Tätigkeitsfelder von Unternehmensberatern. Sie bieten Unternehmen Beratungen als Dienstleistungen an. Neben der Strategie- und Managementberatung stellen die IT-Beratung und die Personalberatung zwei weitere klassische Tätigkeitsfelder der Unternehmensberatung dar.

Der Markt für Strategieberatung in Deutschland

Die meisten der circa 13.850 Gesellschaften für Unternehmensberatung und 87.350 Unternehmensberater (Angaben: Bundesverband Deutscher Unternehmensberater e.V., BDU) haben sich auf das Gebiet der Strategieberatung und Managementberatung spezialisiert. Weniger als ein halbes Prozent (circa 63 Beratungsunternehmen) decken in Deutschland etwa 45 Prozent des gesamten Marktvolumens ab.

Der Beratermarkt, insbesondere für Strategie- und Managementberatung, wird daher von einigen wenigen großen Gesellschaften wie McKinsey & Companie Inc. (Düsseldorf), The Boston Consulting Group GmbH (Düsseldorf, München), Roland Berger Strategy Consultants GmbH (München), Oliver Wyman Group (München) oder Booz & Company GmbH (Düsseldorf) dominiert, um nur die nach Umsatz und Mitarbeiterzahl fünf größten in Deutschland tätigen Beratungsgesellschaften zu nennen.

Dem gegenüber stehen eine Vielzahl von kleinen und kleinsten Managementberatungsunternehmen, oftmals bestehend aus nur einem einzigen Berater. Die Kunden von Strategieberatung in Deutschland stammen vor allem aus der Industrie. Besonders hervorzuheben sind die Automobilindustrie mit 12,5 Prozent, Chemie und Pharmazie mit 11,2 Prozent sowie die Bereiche Energie, Verkehr und Logistik mit 10,8 Prozent.

Nach dem Industriesektor folgt der Finanzdienstleistungssektor wie etwa Banken mit 15,3 Prozent und Versicherungen mit 6,0 Prozent. Die Angaben entstammen der Analyse für das Jahr 2011der Lünendonk GmbH aus Kaufbeuren, die seit Mitte der 1990er Jahr den Markt für Managementberatung kontinuierlich beobachtet und analysiert.

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Was ist eigentlich eine Strategieberatung?

Die Strategieberatung und Managementberatung ist ein wesentliches Arbeitsfeld von Unternehmensberatern. Im Rahmen der Strategie- und Managementberatung beschäftigen sich die Berater vor allem mit Fragen des strategischen Managements.

Dieses stellt einen Zweig der Betriebswirtschaftslehre dar, der sich vor allem mit der Entwicklung, Planung und der Umsetzung von inhaltlichen Zielen und der Ausrichtung von Organisationen, insbesondere der Privatwirtschaft, beschäftigt.

Das strategische Management umfasst dabei einen Zeithorizont von circa zwei bis fünf Jahre. Dadurch lässt sich ungefähr abschätzen, wie lange durchschnittlich eine Strategieberatung und Managementberatung dauern kann. Dabei sind kürzere oder längere Engagements nicht unüblich, abhängig vom Beratungsauftrag, Lage und Größe des Unternehmens et cetera.

Zwar kann man „strategisch“ nicht mit „langfristig“ gleichsetzen, aber strategisches Management und damit auch Strategieberatung umfasst einen längerfristigen Zeithorizont.

Aus dem St. Gallener Management-Modell ist ersichtlich, dass das strategische Management mit vielen anderen Bereichen des Managements (zum Beispiel Marketing, Produktpolitik oder den Stakeholdern eines Unternehmens) zusammenspielt.

Daher ist es nicht verwunderlich, wenn der Begriff strategisches Management stark mit dem Begriff Unternehmensführung assoziiert wird und in diesem Sinne „ Strategieberatung“ im gleichen Atemzug mit „Managementberatung“ genannt wird.

Viele Unternehmensberater und Unternehmen verwenden beide Begriffe synonym, da die Verzahnung zwischen Strategie- und Managementberatung sehr eng ist und eine strikte Trennung zuweilen akademischen Charakter annimmt.

Die Bereiche der Strategie- und Managementberatung

Der Begriff ist vor allem durch die Überlegungen aus der Spieltheorie geprägt. In diesem Rahmen stellt diese einen vollständigen Plan des Spielers dar, mit dem es möglich ist, in allen erdenklichen Spielsituationen die richtige Entscheidung zu treffen.

Im Zusammenhang mit unternehmerischen Grundsatzentscheidungen des Managements rücken in einer modernen und globalisierten Welt auch immer Fragen der grundsätzlichen, zukünftigen Ausrichtung der Aktivitäten eines Unternehmens in den Fokus der Aufmerksamkeit.

Daher können folgende Felder in der Strategieberatung und Managementberatung Schwerpunkt der Beratung sein:

  • Strategie: Das planmäßige Vorgehen eines Unternehmens bestimmt deren Ausrichtung, legt die langfristigen Unternehmens- und Geschäftsziele sowie die Positionierung des Unternehmens am Markt fest und dient der Identifizierung und dem Ausbau wettbewerbsrelevanter Ressourcen.
  • Struktur: Mit der Struktur ist zunächst einmal ganz allgemein die Gestaltung eines Unternehmens gemeint. Darüber hinaus legt die Struktur die Organisationen und die Art der Arbeitsteilung innerhalb des Unternehmens fest und ermöglicht dadurch die arbeitsteilige Aufgabenerfüllung im Unternehmen zu koordinieren.
  • System: Im Rahmen der strategischen Managementberatung dürfen nicht nur Einzelteile betrachtet und die anderen Teile dabei ausgeblendet werden. Ein Unternehmen ist ein hochkomplexes System, dass sich wiederum in einem hochkomplexen System (der Sozialen Marktwirtschaft, der Gesellschaft, der globalisierten Weltwirtschaft et cetera) bewegt. Da aber nicht alle Systeme im Rahmen der Beratung betrachtet werden können, konzentrieren sich Unternehmensberater beispielsweise auf Infrastruktur, Führungsinstrumente, Managementinformationssysteme und –anreizsysteme des Unternehmens.

Die Vorgehensweise in der Strategieberatung

Folgende Vorgehensweise beziehungsweise Ablauf stellt einen idealtypischen Prozess im Rahmen der Strategie- und Managementberatung dar. Abweichungen und Erweiterungen des Prozesses sind je nach Auftrag, Konzept und Ausrichtung in jeder Phase möglich.

Die Analysephase

In der Analysephase werden das Umfeld des Unternehmens und das Unternehmen selbst analysiert. Bei der Umfeldanalyse wird unter anderem ein Blick auf die Konkurrenz, die Strukturen und Dynamiken der Branchen geworfen, in der das Unternehmen aktiv ist.

Bei der Unternehmensanalyse soll ein objektives Bild des gegenwärtigen Zustands (IST-Zustand) erstellt werden und anschließend vor dem Hintergrund der Stärken und Schwächen des Unternehmens der zukünftige Zustand (SOLL-Zustand) ermittelt. Ähnlich wie bei einer SWOT-Analyse soll bei der Formulierung des SOLL-Zustands Chancen und Risiken identifiziert, erste genutzt und letzte möglichst umfahren werden.

Die Planungsphase

Die Planungsphase dient zur Vorbereitung der Strategieformulierung und deren Bewertung durch das Management. In diesem Zusammenhang werden in der Planungsphase strategische Ziele des Unternehmens formuliert. Im Rahmen des strategischen Managements spielt die Zielformulierung eine wesentliche Rolle, da durch diese Ziele die langfristige Entwicklung des Unternehmens festgelegt wird.

Sie dienen folglich der langfristigen Ausrichtung und Orientierung des Unternehmens, des Managements und der Mitarbeiter. Die Formulierung strategischer Ziele ist nicht unbedingt einfach, da sie in den Strategieprozess des Unternehmens als solche eingeplant, in Beziehung gesetzt und konkretisiert werden müssen.

Ziele haben für das Unternehmen und dessen Management unter anderem Selektions-, Steuerungs- Orientierungs- und Koordinierungsfunktion. Darüber hinaus erfüllen sie für das Management und die Mitarbeiter eine Anreiz- und Motivationsfunktion und übernehmen im Sinne der Zielerreichung auch eine Bewertungs- und Kontrollfunktion.

Die Formulierungs- und Bewertungsphase

Nachdem in der Planungsphase alle Vorbereitungen für die Zielformulierung getroffen und strategische Ziele formuliert wurden, müssen nun Strategien zur Zielerreichung entwickelt werden. Dabei ist es wichtig, dass diese Strategien der Informationen und Ergebnissen der Umfeld- und Unternehmensanalyse gerecht werden.

Da es zur Erreichung der Ziele nicht nur eine einzige Zielstrategie gibt, müssen die Strategien vor dem Hintergrund der Ergebnisse der Analyse- und Planungsphase durch das Management bewertet werden.

Die Umsetzungsphase

In der Umsetzungsphase werden die formulierten und bewerteten Strategien umgesetzt. Scheitert eine effiziente Implementierung der Strategien in das Unternehmen, bleibt auch das strategische Management weitgehend wirkungslos.

Unternehmensberater, die sich auf dieses Beratungsfeld spezialisiert haben, unterstützen das strategische Management beziehungsweise die Unternehmensführung in allen Phasen des Prozesses. Eine explizite Kontrolle findet nicht statt, da diese in allen Phasen implementiert ist. Wie erfolgreich die Strategieberatung und Managementberatung war, lässt sich unter anderem bei einer erneuten Analyse des IST- und SOLL-Zustands ermitteln.

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