Work-Life-Balance – Alles was Sie zu dem Thema Wissen müssen

Geregelte Arbeitszeiten gelten in vielen Berufen als Selbstverständlichkeit. So beginnen viele Handwerker früh ihren Tag und beenden ihn am Nachmittag. Jobs im Büro dagegen fangen meist nicht nur später an.

Sondern sie enden entsprechend zuweilen auch erst am frühen Abend. Doch ihnen allen ist gleich, dass es überhaupt feste Zeiten gibt, nach denen sich der Werktätige seine Work Life Balance aufbauen kann.

Denn nicht nur das Arbeitsleben selbst lässt sich damit organisieren. Daran anknüpfend ergeben sich immer auch Freizeiten, die für die Familie, Freunde und diverse Unternehmungen eingeplant werden können.

Das ist ein erheblicher Vorteil zu jenen Berufsfeldern, in denen eine solche Regelung nicht vorgesehen ist. In anderen wiederum existiert sie zwar, kann aber nur schwer eingehalten werden.

Gerade Außendienstmitarbeiter, Unternehmensberater oder Handelsvertreter kennen das Leid, nur in begrenztem Maße über die eigene freie Zeit verfügen zu können.

Gerade in Unternehmensberatungen können lange Arbeitszeiten, spontane Geschäftsreisen oder ein kurzfristig anberaumtes Meeting jeden sorgfältig geplanten Termin zunichtemachen.

Doch es empfiehlt sich, selbst in solchen Branchen das eigene Wohl nicht zu vernachlässigen.

Denn wenn der Ausgleich zwischen der Arbeit und dem Privatleben nicht bewältigt werden kann, leidet nicht selten die Gesundheit.

So kann die Überanstrengung nicht nur körperliche, sondern auch geistige Symptome zeitigen. Es lohnt sich also, die Balance im Auge zu behalten.

Was ist die Work-Life-Balance?

Zwar gehen Beruf und Freizeit oftmals fließend ineinander über und Sie bestimmen das Leben jedes Einzelnen. Immer mehr Meinungen plädieren jedoch dafür, diese strikt zu trennen.

Sowohl die Arbeit als auch das Privatleben würden demnach nebeneinander existieren. Weitergehend ließe sich sogar sagen, dass sie unabhängig vom jeweils anderen ihren festen Platz einnehmen.

Doch damit stellt sich immer auch die Frage, zu welchen Anteilen beide gewichtet werden sollen.

So ließe sich durch eine Mehrarbeit zwar die Produktivität erhöhen und das monatliche Einkommen steigern.

Demgegenüber würde die freie Zeit vernachlässigt und das Wohlbefinden früher oder später beeinträchtigt.

Sowohl der Beruf als Unternehmensberater als auch das Privatleben müssen daher in Einklang gebracht werden. Hierfür wurde der Begriff der Work-Life-Balance entwickelt.

Er besagt, dass beide Lebensbereiche nicht nur in einem bestimmten Verhältnis zueinander stehen müssen – sondern dass sie das Gleichgewicht zu halten haben.

Das geht jedoch nur dann, wenn jede Stunde Arbeit auch mit einer Stunde Freizeit kompensiert würde. In den meisten Berufen lässt sich dieses Verhältnis einhalten.

Allerdings ist dieses Privileg nicht jedem Werktätigen gegeben. Gerade in den freien Branchen wie der Unternehmensberatung herrscht oft ein Ungleichgewicht, das deutlich zugunsten der Arbeit ausschlägt.

Familienfreundliche Arbeitszeiten – Illusion in der Unternehmensberatung?

Der Ausgleich zwischen Beruf und Freizeit ist jedoch nicht immer wörtlich zu nehmen. So dient nicht jeder Moment fernab der Arbeit tatsächlich der Entspannung. Vielmehr wird ein Großteil dieser Zeiten für die Familie eingesetzt.

Die Kinder wollen in die Schule gebracht sowie von dort abgeholt werden. Ebenso ist es sinnvoll, dem Nachwuchs beim Erledigen der Hausaufgaben zu helfen.

Einkäufe müssen erledigt und das Essen muss vorbereitet sein. Gänge zum Arzt, zu Ämtern, zum Friseur oder für sonstige Termine beanspruchen zusätzliche Zeit.

Sie wiederum kann aber nur aufwenden, wer neben dem Beruf tatsächlich über freie Momente verfügt. Gerade daher ist die Work-Life-Balance wichtig.

Gleichfalls zeigt sie an, dass der Ausgleich der werktätigen Stunden nicht immer nur am Abend stattfinden kann.

Zu einer Zeit also, wo die meisten Geschäfte, Ämter und Dienstleister bereits geschlossen haben und sich viele Erledigungen nicht mehr bewältigen lassen.

Der ideale Ausgleich zwischen dem Beruf als Unternehmensberater und der Freizeit muss daher so stattfinden, dass alle wichtigen Vorhaben im Familienleben nicht beeinträchtigt werden.

Immer mehr Unternehmen gehen dazu über, diese familienfreundlichen Arbeitszeiten einzuhalten. So sind Modelle im Schichtdienst oder mit versetztem Arbeitsbeginn denkbar.

Etwa dann, wenn für einen freien Vormittag mal am Abend der Dienst erfüllt wird oder wenn Aufgaben von zuhause aus bewältigt werden können.

Die Beraterbranche: wenig Aussicht auf Erholung

Alle Überlegungen zu einem soliden Ausgleich zwischen Privatleben und Beruf können jedoch nur in solchen Tätigkeitsfeldern gelingen, in denen eine grundsätzliche Regelung über die Arbeitszeiten besteht.

In anderen Branchen dagegen existieren diese lediglich auf dem Papier. Ein nennenswertes Beispiel hierfür ist der Unternehmensberater.

Er wird oft selbst nach dem Feierabend tätig. Zumeist dann, wenn er auf Basis einer Provision agiert oder von Auftraggebern abhängig ist, denen feste Zeiten fremd sind.

Zudem wird der Unternehmensberater nicht nur in seinem nahen Umfeld aktiv, sondern ist mitunter zu längeren Reisen gezwungen.

Neben der reinen Arbeitszeit wäre in einem solchen Fall also noch der Flug oder die Fahrt in die Überlegungen zur Work-Life-Balance einzubeziehen.

Denn auch sie beanspruchen den Körper und den Geist und müssten demnach kompensiert werden können.

Das jedoch ist schwierig in einem Beruf, der an sich nur wenig Freizeit kennt und der zudem einen hohen Druck aufweist.

So ist die Konkurrenz hart und oft können sich nur jene Berater langfristig behaupten, die über lange Arbeitszeiten verfügen und auch imstande sind, diese einerseits klaglos hinzunehmen, sie andererseits aber auch ohne Beeinträchtigung der eigenen Leistung regelmäßig ausführen zu können.

Ansätze zur Work-Life-Balance im Beraterberuf

Doch ist es nicht gänzlich unmöglich auch in der Beratungsbranche die dringend notwendige Erhöhung der Work-Life-Balance zu schaffen, obwohl unregelmäßige Arbeitszeiten zum Standard gehören.

Ein erster Ansatzpunkt ist, das Büro öfters in die eigenen vier Wände zu verlegen. Eine Vernetzung mit dem Arbeitgeber kann via Telefon und Internet auf hohem Niveau hergestellt werden.

Damit wäre gesichert, dass der Unternehmensberater seiner Pflicht nachkommt, nebenbei aber immer ein paar freie Minuten mit der Familie verbringen kann.

Ebenso ist es denkbar, Geschäftsreisen durch Videokonferenzen zu ersetzen. So verhandeln die jeweiligen Parteien nicht an einem zentralen Treffpunkt, sondern agieren von ihrem Büro aus.

Zudem stellt sich die Notwendigkeit, auch einmal einige Monate oder ein Jahr für eine berufliche Auszeit einplanen zu können, ohne direkt den Arbeitsplatz zu verlieren. Gerade dann, wenn das Babyjahr in Anspruch genommen werden soll.

So könnte ein gesetzlicher Schutz die Weiterbeschäftigung sichern, einmal ganz davon zu schweigen, dass das ohnehin die moralische Pflicht eines jeden Arbeitgebers sein sollte.

Wie wir sehen, sind Verbesserungen auch bei Unternehmensberatungen möglich. So dürfte es auch dem Unternehmensberater künftig möglich sein, die eigenen Work-Life-Balance etwas zu verbessern.

Wer schreibt hier eigentlich und warum?

Mein Name ist Peter Demmler und ich veröffentliche auf www.consultingunternehmen.net seit 2012 regelmäßig Blogbeiträge rund um die Themen Wirtschaft, Gesellschaft, Politik, Geschichte, Unternehmensberatung, Karriere und Büroarbeit.

Als bekennender, zeitgeist- und massenkritischer Freidenker interessiere ich mich insbesondere für alle aktuellen Entwicklungen, die einen grundlegenden Einfluss auf unser gemeinschaftliches Zusammenleben ausüben.

Das selbstständige Denken ist die wichtigste Ressource, die wir Bürger im 21. Jahrhundert haben. Lassen Sie uns gemeinsam alles dafür tun, den noch bestehenden Spielraum hierfür zu erhalten und erneut zu alter Geistesgröße auszubauen.

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