Weiterbildungsberatung – Alles was Sie dazu wissen müssen

Weiterbildungsberatung - Qualität definieren, gestalten, reflektieren von Frank Schröder und Peter Schlögl
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Der deutsche Markt für berufliche Weiterbildung befindet sich in einem starken Wandel. Viele Anbieter lebten (und leben) hauptsächlich oder zumindest teilweise von Weiterbildungsmaßnahmen, die durch die Bundesagentur für Arbeit finanziert werden. Über sogenannte Bildungsgutscheine sollen nach dem Willen der Politik Arbeitslose wieder für das Berufsleben fit gemacht werden.

Dabei steuert die Arbeitsagentur die Zahl der Weiterbildungen und wählt die Branchen aus, für die gezielt Kurse zur Verfügung gestellt werden. Oftmals gingen jedoch die Weiterbildungsinitiativen der Arbeitsämter in den letzten Jahren am Bedarf der Wirtschaft vorbei. Trotz erfolgreich absolvierter Fortbildung ist es vielen Arbeitslosen nicht gelungen, eine feste Anstellung zu finden.

Vieles im Markt hängt noch von der Bundesagentur für Arbeit ab

Inzwischen hat die Agentur für Arbeit angekündigt, die Weiterbildungsangebote deutlich zu verringern. Bis zum Jahr 2015 sollen im Bereich der Arbeitsmarktförderung 15 Milliarden Euro eingespart werden. Das hat drastische Veränderungen am Weiterbildungsmarkt zur Folge. Die Weiterbildungsinstitute müssen ihre Angebote umstellen und sie so attraktiv machen, dass Unternehmen diese finanzieren werden.

Die Weiterbildungen und Schulungen müssen flexibel und individuell anpassbar sein, sie müssen genau den Bedürfnissen des Unternehmens entsprechen. Ein Trend, der zu einer Bereinigung des Weiterbildungsmarktes führen wird. Neben den öffentlich oder betrieblich finanzierten Weiterbildungen gibt es außerdem noch Anbieter, bei denen die Kurse und Seminare durch die Teilnehmer selbst finanziert werden. Dieser Markt ist sehr stabil und kann auch weiterhin gute Wachstumsaussichten vorweisen.

Weiterbildungsberatung ist noch eine junge Dienstleistung

Jedes Weiterbildungsunternehmen, das auch künftig erfolgreich am Markt teilnehmen möchte, muss sich seine Kunden verstärkt in der privaten Wirtschaft suchen. Das bedeutet vor allem, dass es seine Angebote jetzt genau auf den Bedarf der Betriebe ausrichten muss. Eine Möglichkeit ist, mit ausgewählten Unternehmen eine enge Kooperation einzugehen und ihnen eine Weiterbildungsberatung anzubieten. Diese ist für beide Seiten von Nutzen. Das Unternehmen erkennt, welche Schulungen für Ihre Mitarbeiter notwendig sind. Dafür werden die Entwicklung der Auftragslage, die Unternehmensplanungen der nächsten Jahre und auch die Entwicklung der Personalstruktur genau analysiert.

Weiterbildungsberatung hilft knappe Ressourcen effektiv einzusetzen

Welche Kenntnisse und Fähigkeiten müssen die Mitarbeiter besitzen, um die betrieblichen Vorgaben effektiv umzusetzen? Welche neuen Märkte sollen erschlossen werden? Dabei geht es unter anderem um den Einsatz computergestützter Technik, es geht um Beherrschung von Software, aber auch um soziale Fähigkeiten oder spezielle Sprachkenntnisse.

Das Weiterbildungsinstitut kann dann genau die Kurse entwickeln, die das Unternehmen benötigt. Damit erfährt es ganz genau, was aktuell nachgefragt wird und kann die Weiterbildungsmaßnahmen dann auch anderen Kunden anbieten. Maßnahmen, die in großen Unternehmen erfolgreich durchgeführt wurden, können durchaus auch für kleine Betriebe nützlich sein, wie zum Beispiel Schweißerlehrgänge, Softwareschulungen oder Führungsseminare.

Qualität und Effizienz werden am Weiterbildungsmarkt entscheident

Betrieblich finanzierte Weiterbildungen erfordern ein Umdenken der Institute für Weiterbildung. Die Praxis der Arbeitsagenturen, die Aufträge an den billigsten Anbieter zu vergeben, führte zu einem Preiskampf, bei dem die Qualität nicht selten vernachlässigt wurde. Der Erfolg einer Maßnahme war nur schwer nachprüfbar.

Zu viele andere Faktoren waren entscheidend dafür, ob der Arbeitslose danach einen Job bekam. Das wird nun anders sein. Die Unternehmen werden genau Rechenschaft fordern, welche Inhalte vermittelt wurden und wie viele Teilnehmer die Kurse erfolgreich beendet haben. Die Ergebnisse werden in der betrieblichen Arbeit sofort sichtbar sein.

Nicht der günstigste Anbieter wird mit der Weiterbildung beauftragt, sondern der mit dem besten Kosten-Nutzen-Verhältnis. Qualitativ hochwertige Ausbildung darf seinen Preis haben. Gut ausgebildetes und motiviertes Personal ist für die Unternehmen ein Vorteil im Wettbewerb. Die Institute müssen solche Kursformen entwickeln, die sich flexibel an die Unternehmensabläufe anpassen.

Neue Ausbildungsformen verändern den Weiterbildungsmarkt

Die Umstellungen, die in den Weiterbildungsinstituten notwendig sind, um erfolgreich zu sein, können vielfältig sein. In Großbetrieben wird es einfacher, wenn die Seminare vor Ort stattfinden, vielleicht auch sogar mit betriebseigener Technik. Die Ausrüstungsgegenstände werden spezifischer sein, die Anschaffung solcher Geräte muss überlegt sein.

Große Schulungsgebäude mit kostenintensiver Computertechnik werden damit überflüssig. Die Anzahl der fest angestellten Lehrkräfte wird sich verringern. Künftig sind Fachleute aus der Wirtschaft gefragt. Damit wird der Anteil an Honorarkräften zunehmen. Bei Kursen, die jetzt noch über die Bildungsgutscheine des Arbeitsamtes abgerechnet werden, sinken die Teilnehmerzahlen.

E-Learning-Konzepte kommen immer häufiger zum Einsatz

Trotzdem ein breit gefächertes Kurssystem anzubieten erfordert höhere Anstrengungen. Kooperationen mit anderen Weiterbildungsinstituten oder die Nutzung von E-Learning-Systemen können hier ein Ausweg sein. Der Trend zur betrieblich finanzierten Weiterbildung erfordert ein ausgedehntes Marketing der Institute. Unternehmen müssen aktiv umworben und intensiv betreut werden, um in diesem privaten Segment Erfolg zu haben.

Beratungsstellen zur Förderung der beruflichen Bildung

Beratungsstellen spielen sowohl für Arbeitgeber als auch für Arbeitnehmer eine wichtige Rolle, um an Informationen zur Beratung und zur Förderung der beruflichen Bildung zu gelangen. Hier erhalten Sie auch aktuelle Informationen zu Themen wie der Bildungsprämie und weiteren Unterstützungsleistungen. Daher habe ich Ihnen nachfolgend einmal eine Liste mit den wichtigsten Anlaufstellen für eine Weiterbildungsberatung zusammengetragen. Bei Fragen können Sie so ganz bequem Kontakt zu der Beratungsstelle ihrer Wahl aufnehmen. Gerne können Sie mir noch fehlende Beratungsinstitute melden:

weiterbildungsberatung-hannover.de

www.weiterbildungsberatung.nrw

www.weiterbildung-hamburg.de

www.bildungsmarkt-sachsen.de

Weiterbildungsberatung der Stadt München

Beratung der Stadt Bremen

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