Unternehmensberatung und Social Media – Alles Wichtige auf einen Blick

Social Media und die Auswirkungen auf die Beratungsbranche

Das Internet und insbesondere Social Media haben einen besonderen Einfluss auf das Nutzungsverhalten seiner User. Das Internet ist für viele erste Informationsquelle über Produkte, Dienstleistungen und Unternehmen geworden.

Bewertungen, Meinungen und ganz allgemein Empfehlungsmarketing via Social Media werden immer wichtiger. Dieser Trend macht auch vor der Beratungsbranche nicht halt und wird immer mehr zu einem Erfolgsfaktor.

Wer heute im Business erfolgreich sein will, kommt um das Internet und wahrscheinlich auch Social Media nicht mehr herum. Vor allem Unternehmensberater, die über gar keine oder nur wenige Mitarbeiter verfügen, sind auf eine Webpräsenz als Visitenkarte angewiesen.

Und auch große Beratungshäuser kommen ohne einen attraktiven und ansprechenden Webauftritt nicht mehr aus. Die Zeiten, in denen eine Visitenkarte und eine Telefonnummer und evtl. noch ein Flyer ausreichten, sind längst vorbei.

Die Mehrheit der Gesellschaft nutzt mehrfach täglichen oder wenigsten regelmäßig das Internet für beruflich und private Zwecke. Zwar ist die Empfehlung eines Beraters durch einen guten Freund oder Bekannten immer noch eine der häufigsten Gründe zur Kontaktierung, jedoch wird der empfohlene Berater meist vorher „gegooglet“, um herauszufinden, wer das ist, was er kann, was er macht und ob er meinen Vorstellungen und speziellen Bedürfnissen überhaupt entspricht. Beinahe könnte man sagen, dass die eigene Webpräsenz den klassischen Flyer abgelöst hat, da die Homepage im Internet u.a. genau diese Aufgaben erfüllt.

Nutzung von Internet und Social Media

Das Internet ist ein weiter und unbegrenzter Raum. Um überhaupt von den großen Suchmaschinen gefunden zu werden, reicht eine einfache Homepage im „Do-It-Yourself-Style“ wahrscheinlich nicht mehr aus. Die eigene Website ist innerhalb kurzer Zeit von einem etwas stiefmütterlichen „Nice-To-Have“ zu einem wesentlichen Kommunikations- und Akquiseinstrument, einem „Must-Have“, geworden.

Es ist nicht unüblich, dass sich Unternehmensberater vor Eintritt in den Markt eine Webpräsenz von professionellen Webdesignern und Textern erstellen lassen. Ähnlich wie an einem Markt- oder Informationsstand, können sich hier potentielle Kunden und Interessenten über Leistungen, berufliche und persönliche Hintergründe und in der Regel auch Preise sowie Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) informieren und den ersten Kontakt aufnehmen.

Da jedoch das Internet sehr groß ist, sollte man sich nicht nur von der Konkurrenz abheben (z.B. Unique-Selling-Point), sondern auch gefunden zu werden. Was nützt die beste Homepage, ein hervorragendes Preis-Leistungsverhältnis und super Konditionen, wenn potentielle Kunden nichts davon erfahren? Auch das ist ein Grund, sich eines professionellen Webdesigns zu bedienen. Suchmaschinenoptimierung ist das Stichwort.

Um seine eigene Seite in den Suchergebnissen nach vorne zu bringen, gibt es verschiedene technische und inhaltliche Möglichkeiten. Grundsätzlich kann man sagen: Je besser die Webseite von Suchmaschinen gelesen werden kann und je mehr relevante Keywords sinnvoll in den Inhalten des Internetauftritts vorkommen, desto höher wird das sogenannte Suchmaschinen-Ranking. Und je höher das Ranking, desto höher steigt man in den Suchergebnissen auf.

Und je höher man in den Suchergebnisse nach oben rutscht, desto eher wird man von Interessenten und potentiellen Kunden gefunden. Und je besser man gefunden wird und je mehr potentielle Kunden man über die Homepage auf den Berater und seine Dienstleistungen aufmerksam werden, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit eines Vertragsabschlusses.

Alle diese Funktionen kosten natürlich Geld. Die Kosten für die eigene Webpräsenz sind in vielen Beratungsunternehmen mittlerweile fester Bestandteil der notwendigen Betriebsausgaben und in der Regel im Bereich (Online-)Marketing, seltener im Bereich Vertrieb (Unterstützungsinstrument des Vertriebs bzw. zur Kundenakquise) angesiedelt.

Expertenstatus: auf- und ausbauen

Das Internet ermöglicht es jedem Unternehmensberater auf seinem Spezialgebiet oder seiner Nische eine Art Expertenstatus zu erreichen. Dies kann auf ganz unterschiedlichen Wegen passieren. Wie bereits angedeutete, gibt es bei der Suchmaschinenoptimierung mehrere Möglichkeiten, ein möglichst gutes Ranking zu erreichen. Neben der technischen Seite spielt beim erarbeiten eines Expertenstatus vor allem die inhaltliche Seite eine wesentliche Rolle.

Zunächst einmal kann man seine Webpräsenz strategisch mit anderen relevanten Webseiten verlinken. Diese sogenannten Backlinks (gegenseitige Verlinkung und Verweisung) spielen für das Suchmaschinen-Ranking eine wichtige Rolle, betreffen jedoch vor allem die technische Seite der Suchmaschinenoptimierung.

Die eigene Webpräsenz stellt jedoch auch ein hervorragendes Kommunikationsinstrument dar. Das heißt, um den eigenen Status als Experte aufzubauen und zu pflegen, kann man beispielsweise Studien, Analysen, Ausarbeitungen zu relevanten Themen auf seiner Homepage einstellen.

Ein eigener Blog dient nicht nur dazu, ständig neue Inhalte auf der Homepage zu präsentieren, Aktualität ist ebenfalls ein wichtiges Suchmaschinenkriterium, sondern sich zu aktuellen und der Dienstleistung entsprechenden Themen zu äußern und seine Meinung kundzutun.

Über Gästebücher Newsletter aber viel mehr noch über die Kommentarfunktionen kann man sich mit Lesern und Kunden direkt austauschen und die Netzwelt an seinen Gedanken teilhaben lassen. Je reger die Aktivität auf einer Homepage, desto mehr wird der Unternehmensberater von Besuchern als Experte bewertet.

Das gleiche gilt für Foren, Gruppenmitgliedschaften auf Plattformen wie Xing oder Social Media Aktivitäten. Durch regelmäßige und vor allem relevante (!) Beiträge kann man sich schnell einen Expertenstatus aufbauen, der so manchen interessierten Leser zum Kunden werden lässt. Darüber hinaus kann es nicht schaden, seine Aktivitäten als Berater zu dokumentieren (unter Einbehaltung alle datenschutzrechtlichen Regeln versteht sich).

Nicht umsonst haben viele Berater und Beratungsunternehmen teilweise recht lange Referenzlisten auf ihrer Webpräsenz. Noch besser als solche Listen sind Meinungen, Einschätzungen und Bewertungen von (ehemaligen) Kunden. Auch dafür ist die eigene Webpräsenz der richtige Ort, um auf solche Testimonials aufmerksam zu machen.

Social Media Marketing

Social Media und vor allem Social Media Marketing hat in den letzten Jahren rasant an Bedeutung gewonnen. Die meist kostenlosen Social Media Tools wie etwa Twitter, Facebook oder Youtube sind für viele Unternehmensberater zu einem wichtigen Kommunikations- und Marketingtool geworden (Selfmarketing).

Über diese unterschiedlichen Kanäle lassen sich, je nach Zielgruppe und deren Internetznutzungsverhalten, verschiedene Themen oder Marketingmaßnahmen platzieren bzw. durchführen. Beispielsweise kann mit Hilfe des Kurznachrichtendienst Twitter auf wichtige oder weiterführende Informationen, Veranstaltungen, Tipps und Ratschläge verwiesen werden.

Auch ohne Profi zu sein, kann man mit einer guten Videokamera und einem ordentlichen Mikrofon ein eigenes Werbevideo von sich und seinen Beratungsdienstleistungen erstellen. Anschließend kann der Film auf Youtube hochgeladen und mit der eigenen Homepage verlinkt werden.

Potentielle Kunden erhalten dadurch nicht nur die Möglichkeit den Berater und seine Dienstleistung kennenzulernen, sondern auch den Berater in Aktion (Bewegung) zu sehen und vor allem zu hören!

Auch an Facebook scheint im Moment kein Weg vorbeizuführen. Neben den Nachteilen, vor allem im Bereich des Datenschutzes, bietet dieses kostenlose Social Media Tool viele Vorteile. Hier lassen sich u.a. berufliche wie private Dinge austauschen, auf Informationen hinweisen und intensiv mit Menschen in Kontakt treten. Wer dabei worüber spricht und wie viel er über sich mitteilt, muss jeder selbst entscheiden.

Für den gewerblichen Zweck kann es sich lohnen, bei Facebook eine Unternehmensseite anzulegen und dort entsprechend alles rund um seine Beratungsdienstleistung (z.B. Termine, Informationen, Hinweise, Kommentare, Studien, Verlinkung etc.) einstellen.

Wichtig beim Einsatz von Social Media ist vor allem der Mehrwert. Informationen, Mitteilungen oder Angebote sollten für den Leser einen Mehrwert haben, damit er auch gelesen wird. Andernfalls werden solche Inhalte als lästig und schlimmstenfalls als Spam behandelt, was der Zielerreichung nicht gerade förderlich ist.

Fazit und Schlussbemerkung

Abschließend kann man sagen, dass das Internet und der Einsatz von Social Media die Beratungsbranche um viele nützliche und hilfreiche Tools zur Informationsverbreitung, Kommunikation und Akquise bereichert hat. Doch in der Vielfalt liegt auch die Gefahr. Gerade Berater die allein oder nur mit wenigen Mitarbeitern arbeiten, sollten bedenken, dass die Pflege einer Internetpräsenz und Social Media Anwendungen Zeit kostet.

Zeit, die für andere Aufgaben nicht mehr zur Verfügung steht. Entweder lässt man sich durch(Online-)Marketing-Experten oder spezialisierte Agenturen beraten und unterstützten, wie es bevorzugt große Beratungsunternehmen machen und was mit teilweise hohe Kosten verbunden ist.

Die andere Möglichkeit besteht darin, sich nicht auf alle Kanäle zu stürzen und dann verkümmern zu lassen, weil man keine Zeit zur Pflege und Ideen für Inhalte hat, sondern sich auf einige wenige Tools (ein bis zwei) beschränken, diese aber dafür dauerhaft und regelmäßig zu pflegen. Sowohl die Suchmaschinen und vor allem die Kunden werden es einem danken.

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