Unternehmensberatung und Kennzahlen – Der große Ratgeber

Betriebliche Kennzahlen und Kennzahlensyteme spiegeln das Geschehen einer Organisation wider und dienen häufig als wichtige Entscheidungsgrundlage.

Schon in kleinen und mittleren Betrieben ereignen sich tagtäglich Hunderte von Geschäftsvorfällen.

Viele von diesen laufen ganz selbstverständlich ab und werden im Normalfall von Sachbearbeitern erledigt. Andere wiederum haben strategische Bedeutung und wirken in die Zukunft.

Damit die Vielzahl an Geschäftsvorfällen transparent und kontrollierbar bleibt, ist es notwendig, innerhalb des Unternehmens ein Kennzahlensystem aufzubauen.

Die Unternehmensprozesse werden dadurch abgebildet und sichtbar gemacht. Hierbei kann der passende Unternehmensberater Unternehmen eine wichtige Hilfe leisten.

Kennzahlen bilden Unternehmensprozesse ab und liefern Hilfestellung für Entscheidungen

Um diesem Anspruch gerecht werden zu können, müssen Kennzahlen spezifische Aufgaben erfüllen:

1.) Sie schaffen Transparenz

2.) Sie liefern Entscheidungsgrundlagen und Argumenta­tionshilfen

3.) Sie sind integraler Bestandteil von Berichten, die an interne Entscheidungsträger oder an externe Interessengruppen adressiert sind.

Kennzahlen sind also Teil eines Regelkreises, mit dessen Hilfe die Aktivitäten eines Unternehmens gesteuert werden können.

In diesem Zusammenhang muss auch klar sein, dass der Definition, Auswahl, Messung und Anwendung von Kennzahlen eine zentrale Bedeutung zukommt.

Es müssen die für das jeweilige Unternehmen richtigen Bezugsgrößen ermittelt und definiert werden.

Daher gilt es zu überlegen, welche Kennzahlen im eigenen Unternehmen genutzt werden und was diese abbilden.

Arten und zeitlicher Bezug von Kennzahlen

Kennzahlen, die nur für sich alleine stehen, haben wenig Aussagekraft. Erst durch Vergleiche und Verhältnisangaben entstehen praktische Information und damit verwertbares Wissen.

Allgemein kann unterschieden werden zwischen absoluten und relativen Zahlen.

Absolute Zahlen können sein: der Preis, der Umsatz, der Cashflow, die Bilanzsumme und so weiter. Diese Zahlen reichen vielfach nicht aus, um als Entscheidungsgrundlage zu dienen.

Deshalb ist es notwendig, Verhältniszahlen zu bilden, wie Eigenkapitalquote, ROI, Fortbildungsstunden je Mitarbeiter, Fehlerquote.

Die Aussagekraft kann gesteigert werden, wenn die Zahlen in Beziehung zur Zeit gesetzt werden, wie Entwicklung des Lagerbestandes in den letzten vier Jahren, Umsatzentwicklung der vergangenen drei Jahre, Anzahl von Kundenreklamationen.

Wichtig ist jedoch, dass sich die Kennzahlen sowohl auf die Vergangenheit als auch auf die Zukunft eines Unternehmens beziehen. In diesem Zusammenhang kann zwischen Frühindikatoren und Spätindikatoren unterschieden werden.

Frühindikatoren sind Kennzahlen, die auf die Zukunft gerichtet sind, und damit eine erhebliche strategische Bedeutung besitzen. Sie geben Auskunft darüber, ob ein Unternehmen auch in Zukunft seine Ziele erreichen kann.

Eventuelle unerwünschte Entwicklungen können somit rechtzeitig erkannt werden. Frühindikatoren sind meistens individuell auf das Unternehmen bezogen.

Solche Indikatoren können für die verschiedenen Unternehmensbereiche definiert werden, wie den Finanzbereich, die Materialwirtschaft, den Absatzbereich, die Produktion, das Personalwesen und die Forschung.

Spätindikatoren hingegen sind vergangenheitsorientiert. Sie zeigen auf, inwieweit die Ziele erreicht worden sind und die Strategien gut oder weniger gut waren.

Viele klassische Kennzahlensysteme, die in Unternehmen eingesetzt werden, setzen sich größtenteils aus Spätindikatoren zusammen, so den Umsatz, Gewinn, Marktanteil.

Die Messung von Kennzahlen

Kennzahlen sollen ein Spiegelbild der Unternehmensrealität darstellen. Aus diesem Grund muss gewährleistet sein, dass die zugrunde liegenden Daten korrekt sind. Um dies sicherzustellen, ist die Berücksichtigung folgender Faktoren wichtig:

1.) Quellen: Woher kommt das Datenmaterial? Müssen Zahlen bearbeitet werden? Werden sie vom System automatisch generiert?

2.) Aktualität: Wie oft muss die Kennzahl ermittelt werden, damit der zeitliche Bezug möglichst aktuell ist?

3.) Verlässlichkeit: Gibt das Mess­ergebnis tatsächlich das wieder, was mit der Kennzahl ausgedrückt werden soll?

4.) Aufwand: Ist der zeitliche und finanzielle Aufwand zur Ermittlung der Kennzahl überhaupt gerechtfertigt?

Fragen, die sich Unternehmer immer wieder von neuem stellen sollten

Wie viele Kennzahlen braucht ein Unternehmen mindestens und wie viele Kennzahlen sollte er maximal haben? Letztlich ist es die jeweilige Unternehmensstrategie, die die Kennzahlen vorgibt.

Sehr oft haben Unternehmen auch zu viele Kennzahlen. In der Folge ist niemand mehr in der Lage, die vielen Daten und Informationen zu erheben, zu überblicken und auch steuernd damit einzugreifen.

Deshalb gilt es sich zu fragen: Wie will ich mein Unternehmen entwickeln? Wie sieht mein Weg dahin aus? Wie ist die Strategie?

Und welches sind die Schlüsselindikatoren und Schlüsselkennzahlen, anhand derer ich erkennen kann, ob ich mich noch auf dem richtigen Weg befinde oder ob ich mich von meiner Planung entfernt habe.

Inwieweit sind Anpassungen an den Plan zulässig, wenn man merkt, dass man die geplanten Kennzahlen nicht mehr erbringen kann? Und inwieweit darf sogar das Ziel geändert werden?

Strategische Ziele immer langfristig im Blick behalten

Das langfristige, strategische Ziel, das gesetzt wurde, sollte ein Unternehmen immer im Blick behalten.

Die Route aber darf natürlich Änderungen erfahren. Jedoch sollten diese Änderungen noch immer der Strategie entsprechen, die sozusagen die Leitplanken vorgibt.

Aber natürlich muss ein Unternehmer jederzeit flexibel reagieren. Zum Beispiel wenn das prognostizierte Wachstum nicht eintritt und oder wichtige Aufträge wegbrechen.

Das ist eine große Herausforderung. Der Unternehmer muss unter Umständen in die Kostenstruktur des Betriebes eingreifen, um den Rückgang irgendwie aufzufangen.

Die Herausforderung ist, sich bewusst zu überlegen, welche Kosten wirklich abgeschnitten werden können und welche trotz allem fortgeführt werden müssen, damit das Unternehmen zukunftsfähig ist.

Werden sämtliche Kostenstellen unüberlegt gekürzt, spart sich das Unternehmen zu Tode, denn sobald es konjunkturell wieder aufwärts geht, hat es die Kapazitäten nicht mehr, um den Aufschwung mitzumachen.

Deshalb gibt es die meisten Insolvenzen auch nicht, wenn sich die Wirtschaft in der Talsohle befindet, sondern wenn die Konjunktur wieder anzieht.

Wer schreibt hier eigentlich und warum?

Mein Name ist Peter Demmler und ich veröffentliche auf www.consultingunternehmen.net seit 2012 regelmäßig Blogbeiträge rund um die Themen Wirtschaft, Gesellschaft, Politik, Geschichte, Unternehmensberatung, Karriere und Büroarbeit.

Als bekennender, zeitgeist- und massenkritischer Freidenker interessiere ich mich insbesondere für alle aktuellen Entwicklungen, die einen grundlegenden Einfluss auf unser gemeinschaftliches Zusammenleben ausüben.

Das selbstständige Denken ist die wichtigste Ressource, die wir Bürger im 21. Jahrhundert haben. Lassen Sie uns gemeinsam alles dafür tun, den noch bestehenden Spielraum hierfür zu erhalten und erneut zu alter Geistesgröße auszubauen.

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