Unternehmensberatung

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Unternehmensberatung – Der große Ratgeber

Inhaltsverzeichnis

Branchenverzeichnis für Deutschland

Der Markt für Unternehmensberatung in Deutschland ist auf Wachstumskurs, insbesondere in den Bereichen strategische Planung und M & A (einschließlich Integration nach der Fusion).

Dabei haben Kunden die Wahl zwischen renommierten internationalen Beratungsgesellschaften, den Consulting-Abteilungen großer Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und mittelständischen Unternehmensberatungen. Diese weisen meist einen hohen Grad an Spezialisierung auf.

Die zehn größten Unternehmensberatungen in Deutschland stelle ich Ihnen daher nachfolgend vor. Weitere Beratungsdienstleister finden Sie über die Suchfunktion auf den regionalen Branchenseiten.

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McKinsey & Company

Die US-amerikanische Beratungsgesellschaft McKinsey ist die unumstrittene Nummer eins unter den Consulting-Organisationen. Auch in Deutschland ist McKinsey die führende Unternehmensberatung, von der sich die Mehrheit der im DAX notierten Aktiengesellschaften unterstützen lässt.

Unter der Führung des Deutschlandchefs Frank Mattern konnte McKinsey hierzulande stark expandieren. Experten gehen davon aus, dass die Gesellschaft an ihren sieben deutschen Standorten (Berlin, Frankfurt, Düsseldorf, Köln, Hamburg, München und Stuttgart) einen Jahresumsatz von mindestens 600 Millionen Euro erzielt.

McKinsey selbst begreift sich als Generalist, Beratungsschwerpunkte sind dabei die strategische Grundsatzplanung, insbesondere die Erschließung neuer Geschäftsfelder, die Vorbereitung und Begleitung von M&A-Aktivitäten sowie allgemeine Organisationsberatung.

The Boston Consulting Group

Hauptsitz der Boston Consulting Group ist Boston, in Deutschland betreibt die Partnerorganisation insgesamt sieben Niederlassungen in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München sowie Stuttgart.

Boston Consulting besitzt einen exzellenten Ruf für die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und die Konzeption von Wettbewerbsstrategien, auch im Rahmen von Gründungs- und Start-up-Beratungen.

So wurde zum Beispiel auch die Portfolio-Matrix, mit der verschiedene Geschäftsfelder systematisch auf ihre Wettbewerbsfähigkeit analysiert werden können, von dieser Beratungsgesellschaft entwickelt.

Aber auch in Krisenzeiten hat Boston Consulting bei der Beratung und Begleitung von Restrukturierungen überzeugen können. Der Jahresumsatz in Deutschland wird von Fachleuten auf einen Wert von knapp 500 Millionen Euro geschätzt.

Roland Berger Strategy Consultants

Diese Unternehmensberatung mit Hauptsitz in München ist vor allem international für ihre hervorragende Strategieberatung bekannt. Weltweit beschäftigt Roland Berger rund 2.500 Mitarbeiter in insgesamt 36 Ländern.

Roland Berger legt besonders viel Wert auf individuelle Lösungen und Konzepte sowie deren erfolgreiche Umsetzung in die Praxis. Viele bekannte deutsche Unternehmen des Mittelstandes vertrauen der Expertise dieser Beratungsfirma.

Bain & Company

Bain ist eine relativ junge Unternehmensberatung, die im Jahre 1973 in Boston von ehemaligen Mitarbeitern der Boston Consulting Group gegründet wurde. Hauptsitz der deutschen Gesellschaft ist München.

Darüber hinaus besitzt Bain Standorte in Frankfurt und Düsseldorf. Die Ausrichtung dieser Gesellschaft ist mit strategischer Planung und Sanierung ähnlich wie die der Boston Consulting Group, wobei Bain eher kleinere Unternehmen zu seinen Kunden zählt.

Booz & Company

Die englische Beratungsgesellschaft Booz & Company ist in Deutschland neben dem Hauptsitz in Düsseldorf auch in München, Frankfurt, Berlin und Stuttgart vertreten. Booz wurde bereits im Jahre 1914 gegründet und gilt damit als eine der weltweit ersten Unternehmensberatungsgesellschaften.

Sie hat bei der Entwicklung von bedeutenden Analyse-Tools wie dem Produktlebenszyklus und der Konzeption des Supply-Chain-Managements mitgewirkt. Kunden schätzen insbesondere die große Kommunikationsfähigkeit und die gute Zusammenarbeit mit den Consultants von Booz.

Deloitte Consulting

Die Beratungssparte der großen internationalen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte & Touche bietet Unterstützung in den drei Bereichen Human Capital, Strategy & Operations sowie Technology an.

Als führende Prüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft für den Mittelstand rekrutiert Deloitte aus diesem Segment auch einen Großteil seiner Kunden für Beratungsleistungen. Deloitte Consulting ist bekannt für individuelle maßgeschneiderte Lösungen, die genau auf die Situation des zu beratenden Unternehmens abgestimmt sind.

BearingPoint

BearingPoint setzt den Schwerpunkt seiner Beratungstätigkeit auf strategische Planung, IT-Optimierung und Organisationsanalyse- und -umstrukturierung. BearingPoint wurde im Jahre 2002 in den Niederlanden gegründet und besitzt eine deutsche Hauptniederlassung in Frankfurt. Außerdem ist BearingPoint an den Standorten Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Leipzig, München, Walldorf und Stuttgart vertreten.

zeb/rolfes.schierenbeck.associates

Diese deutsche Unternehmensberatung aus Münster hat sich auf Kunden aus der Finanzdienstleistungsbranche spezialisiert. Zunächst hat zeb nur deutsche Kreditinstitute beraten. Mittlerweile werden Leistungen für alle Finanzdienstleiter im deutschsprachigen Raum angeboten. Der Umsatz, der mit über 700 Mitarbeitern erzielt wird, wird auf knapp 750 Millionen geschätzt.

Capgemini

Die französische Unternehmensberatungsgesellschaft Capgemini mit Hauptsitz in Paris wurde im Jahre 1967 gegründet und besitzt weltweit rund 120.000 Mitarbeiter in 40 Ländern. Die Geschäftsbereiche von Capgemini gliedern sich in die Felder Consulting, Outsourcing und Technology.

In Berlin befindet sich die Europazentrale von Capgemini, außerdem gibt es deutsche Standorte unter anderem in Düsseldorf, Hamburg, Lübeck, Hannover, Köln, München und Nürnberg.

Oliver Wyman

Die New Yorker Strategieberatungsgesellschaft Oliver Wyman ist in den letzten Jahren auch verstärkt in Deutschland tätig. Sie leistet Managementberatung für Kunden aller Branchen. Insbesondere auch im Bereich des RiskManagement konnte sich Oliver Wyman einen Namen machen. In Deutschland wird die Hauptniederlassung in Frankfurt unterhalten.

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Die Unternehmensberatungsbranche in Deutschland

Unter dem Sammelbegriff „Unternehmensberatung“ verbirgt sich eine Vielzahl verschiedener Dienstleistungen, die für ein Unternehmen erbracht werden können. Unternehmen jeder Branche und Größe nehmen für sich die Dienste von Unternehmensberatungen in Anspruch, um ihren Erfolg zu maximieren.

Der wohl bekannteste Unternehmensberater ist in gewisser Weise der Steuerberater. Kaum ein Betrieb könnte ohne einen Steuerberater existieren, da den Betreibern einerseits die erforderliche Fachkenntnis in dieser hochkomplexen und zudem sich ständig wandelnden Materie fehlen, häufig aber vor allem die erforderliche Zeit nicht zur Verfügung steht.

Unternehmensberatung auch für Kleinunternehmen interessant

Eine weitere Form der Beratung wird auch bereits für kleine Unternehmen von einer Werbeagentur erbracht. Schon für eine Gaststätte kann eine schön gestaltete Speisekarte, die von einem professionellen Designer erstellt wird, ein Wettbewerbsvorteil gegenüber konkurrierenden Gaststätten sein.

Auch Anwaltskanzleien oder Arztpraxen sind auf eine seriöse Geschäftsausstattung angewiese, die mit einem unverwechselbaren Corporate Design korrespondiert. Das gilt auch für anspruchsvollere Handwerksbetriebe.

Die Werbeagentur fungiert hier als Unternehemensberatung im klassischen Sinn, da sie über das Corporate Design die Eigenheiten der Firma herausstellt und somit dem Unternehmen hilft, sich in einem speziellen Marktsegment zu positionieren.

Professionelle Hilfe für Marketing und Vertrieb

Firmen, die darüber hinaus über Werbung oder Inserate auf sich aufmerksam machen möchten, werden von einer Werbeagentur im Sinne eines Beratungsunternehmens dahingehend unterstützt, dass die Agentur eine Konzeption erstellt, welches Medium oder welcher Werbeträger für die jeweilige Unternehmung geeignet ist.

Und wie die Kampagne möglichst kostensparend bei maximalem Erfog für die Unternehmung umgesetzt werden kann. Mittelständische Klienten sind eines der großen Betätigungsfelder von Unternehmensberatungen.

Da die meisten Mittelstandsunternehmen in Deutschland einen Gutteil ihrer Geschäfte mit dem Ausland abwickeln und sich dieser Trend in den nächsten Jahren vermutlich verstärken wird, stößt ein familiär geführter mittelständischer Betrieb hier rasch an seine Grenzen.

Zu kompliziert sind die verschiedenen Bestimmungen und auch die jeweiligen Gesprächs- und Geschäftspartner, um solche Geschäfte tatsächlich zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen. An dieser Stelle kann eine Interkulturelle Beratungsgesellschaft tätig werden.

Die großen Beratungsfirmen dominieren das Image

Die berühmten Unternehmensberatungen sind große Firmen wie „Roland Berger“ oder „McKinsey“. Diese Firmen stehen zum Teil in einem schlechten Ruf, da sie zumeist mit Massenentlassungen in Zusammenhang gebracht werden. Dem ist indes nicht immer so.

Diese Unternehmensberatungen arbeiten für beinahe jedes große Unternehmen, da sie über ein spezialisiertes Know-How verfügen, das selbst ein Großkonzern in den eigenen Reihen nicht aktivieren kann.

Ins Rampenlicht geraten solche Firmen jedoch meist, wenn es darum geht, dass ein großes Unternehmen Arbeitsplätze abbauen muss oder Stellen ins Ausland verlagert, um dort billiger produzieren zu können.

Die Unternehmensberatung ist in der Regel jedoch nicht schuld an der wirtschaftlichen Schieflage, in der sich ein Unternehmen befindet sondern sie wird erst dann eingeschaltet, wenn es nur noch darum geht, das Unternehmen zu retten.

Unternehmensberater als Feuerwehr

Die Firma „Schlecker“ etwa hätte vermutlich nicht ein so trauriges Ende gefunden, hätte man dort rechtzeitig eine Unternehmensberatung engagiert, die der Drogeriemarktkette zu einem zeitgemäßen Image und einer angemessenen Reaktion auf die zunehmende Konkurrenz verholfen hätte.

Gerade in wirtschaftlich turbulenten Zeiten kann das Einschalten einer renommierten Beratungsfirma durchaus schlichtend wirken. Sie ist in der Regel frei von sentimentalen Erwägungen und betrachtet etwa die Rentabilität eines gewissen Standorts oder auch einer Filiale aus der Welt der Zahlen.

So lassen sich Betriebsräte und Firmenbosse häufig wieder an einen Tisch bringen, um gemeinsam über Auswege aus dem Dilemma anhand der vorgelegten Zahlen zu suchen.

In Zeiten wie diesen ist es sicher populär, Firmenberater ähnlich wie Investmentbanker als rücksichtslose und kaltherzige Egomanen darzustellen, die lediglich auf ihr eigenes Wohl bedacht sind.

… und als strategische Visionäre

Dies ist indes nur selten der Fall: Die deutsche Wirtschaft stünde weitaus schwächer da und viele weitere Arbeitsplätze wären verloren gegangen, wenn Unternehmensberatungen nicht unternehmerische Wege aus der Krise gewiesen hätten, die sich zumeist am Ende als erfogreich herausgestellt haben.

So mancher Mittelständler hätte die neue Konkurrenz durch den globalen Markt nicht überstanden, wenn sie auf sich alleine gestellt geblieben wären.

Dies gilt auch für die großen Automobilhersteller und viele andere Zugpferde unserer Wirtschaft. Eine Welt mit globalen Herausforderungen braucht Experten für jede erdenkliche Situation.

Unternehmensberatungen helfen hierbei, den Standort Deutschland konkurrenzfähig zu halten. In aller Regel verhalten sie sich hier äußerst verantwortungsbewusst. Sie sind daher ein wichtiger Pfeiler der einheimischen Wirtschaft.

Leistungen von Unternehmensberatern sind heute ein selbstverständlicher und kaum mehr wegzudenkender Bestandteil in einer globalisierten und arbeitsteiligen Wirtschaftswelt. Das Prinzip ist einfach: Unternehmensberater bieten anderen Unternehmen Beratung als Dienstleistung an.

Gegenstand der Beratung ist in der Regel das Kundenmanagement oder fachliche Entscheidungen und Veränderung innerhalb des Unternehmens. Darüber hinaus gibt es noch weitere Leistungen. Beipielsweise eine Unterstützung bei speziellen Dienstleistungen oder eine Beratung bei Personalfragen.

Historische Entwicklung der Unternehmensberatung in Deutschland

Die ersten Beratungsunternehmen in Deutschland entstanden zu Beginn der 1920er Jahre. Schwerpunkte waren damals vor allem produktionstechnische Fragen, Kostenrechnung und Kostenplanung sowie Betriebsorganisation.

Bedingt durch die anziehende wirtschaftliche Konjunktur erfuhr die noch junge Branche in den 1930er Jahren einen rasanten Aufschwung. Mit der Gründung des Bundesverbands Deutscher Unternehmensberater e.V. (BDU) etablierte sich ab 1954 auch die Berufsbezeichnung „Unternehmensberater“ in Deutschland.

In den 1960er Jahren setzte eine Ausweitung der Unternehmensberatung ausgehend von den USA ein und dominierte bald auch den Beratermarkt in Deutschland. Seit 1964 ist beispielsweise McKinsey & Company Inc. mit Sitz in Düsseldorf in Deutschland präsent.

Drei Jahre später, 1967, gründete Roland Berger in München seine Beratungsgesellschaft. Der Beratungsschwerpunkt wandelte sich von produktionstechnischen Fragen hin zu Fragen und Problemen des Absatzes und des Marketings.

In den 1970er Jahren veränderte sich der Beratungsschwerpunkt in Richtung Organisations- und Personalentwicklung, bevor ab den 1980er Jahren die EDV- und später die IT-Beratung hinzukamen. Heute dominieren Themen wie Strategie, Organisation, Führung, Betriebswirtschaft, Logistik und Marketing die Tätigkeit von Unternehmensberatern.

Die Nachfrage nach Beratung Seitens der Industrie, Wirtschaft und Verwaltung ist seit den 1950er Jahren kontinuierlich gewachsen. Wachsende Komplexität, die sich rasant ausbreitende Globalisierung und immer schnellere Veränderungsrhythmen haben zur Ausweitung des Beratungsbedarfs wesentlich beigetragen.

Die Grundsätze der Beratung

Die meisten Unternehmensberatungen orientieren sich an Grundsätzen und ethischen Richtlinien. Solche Berufs- oder Ehrenkodizes enthalten in der Regel folgende Elemente:

Unabhängigkeit

Damit ist die Unabhängigkeit des Unternehmensberaters von Dritten gemeint. Dies ist vor allem dann wichtig, wenn Schwerpunkt der Beratung Entscheidungen über Lieferanten oder andere (Markt-)Partner sind.

Objektivität

Objektivität der Berater wird von den Klienten grundsätzlich vorausgesetzt und bedeutet, dass der Beratungsdienstleister alle Chancen und Risiken berücksichtigt und ausgewogen bewertet.

Kompetenz

Unternehmensberater sollten Klienten nur in Feldern beraten, in welchen die Berater auch nachweislich Kompetenzen haben. Man sollte zwar meinen, dass dies selbstverständlich ist.

Doch der Konkurrenzdruck am Markt ist groß, vor allem durch die großen, international agierenden Unternehmensberatungen, die aufgrund ihrer hohen Mitarbeiterzahl eine riesige Palette von Themenbereichen abdecken können.

Vertraulichkeit

Da der Consultant bei einer Unternehmensberatung sehr detaillierte Einblicke in das Unternehmen erhält, ist Vertraulichkeit und Verschwiegenheit gegenüber Dritten absolutes Gebot.

Die im Beratungsprozess erworbenen Kenntnisse und Informationen dürfen im Interesse des Klienten und des Beraters nicht an Dritte weitergegeben werden. Dabei sollten Klienten ihre Consulting Company auch auf mögliche Interessenkonflikte hin überprüfen.

Die Arbeitsweise von Unternehmensberatungen

Wie bei allen Beratungsprozessen so ist auch bei der Unternehmensberatung der Prozess durch stetig wiederkehrende Elemente geprägt. Der Unternehmensberater soll zunächst den IST-Zustand im Rahmen einer Situationsanalyse ermitteln.

Anschließend soll im Rahmen einer möglichst präzisen Zielformulierung der SOLL-Zustand festgelegt werden. Sobald IST- und SOLL-Zustand ermittelt wurden, kann der voraussichtliche Beratungsaufwand kalkuliert werden.

Anschließend erfolgt die Entwicklung einer Beratungskonzeption und einer entsprechenden Präsentation. Hinzu können weitere Schritte kommen, wie etwa Hilfe bei der Umsetzung und Implementierung der vorgeschlagenen Maßnahmen (zum Beispiel durch Coaching) sowie beim Controlling der Maßnahmen.

Dadurch kann ständig überprüft werden, inwieweit das gewünschte Ziel schon erreicht wurde beziehungsweise ob und wie die Maßnahmen der Entwicklung angepasst werden müssen.

So etwas wie eine Produkthaftung gibt es bei einer Beratungsdienstleistung allerdings nicht. Ausnahme ist, wenn nachweislich durch falsche Auskünfte des Beraters Schäden entstanden sind. Auf jeden Fall sollten Sie darauf Wert legen, das ihr Berater über eine Beraterhaftpflichtversicherung verfügt.

Für Ausführungsfehler kann ein Berater in der Regel nicht haftbar gemacht werden, da er grundsätzlich nicht oder nur zu einem geringen Teil an der Umsetzung der erarbeiteten Lösungs- und Handlungsmöglichkeiten beteiligt ist.

Auch für Ratschläge und Konzeptionen, die auf falschen oder fehlerhaften Angaben des Klienten beruhen, kann der Dienstleister nicht haftbar gemacht werden.

Hauptkritikpunkte an der Arbeitsweise von Unternehmensberatern

  1. fragwürdige Konzepte oder aber immer wiederkehrende Standardrezepte der Berater
  2. haltlose Versprechen und damit einhergehend das regelmäßige Verfehlen der versprochenen Ziele
  3. ungenügende Beratung vor dem Hintergrund des Abschlusses von Folgeaufträgen mit dem Kunden
  4. Erzeugung von (möglicherweise dauerhaften) Abhängigkeiten des Unternehmens vom Unternehmensberater beziehungsweise von der Unternehmensberatungsgesellschaft
  5. Ausbeutung des unternehmensspezifischen Wissens der Klienten
  6. Schwere Überprüfbarkeit der Qualität der Beratung

Chancen und Herausforderungen für die Zukunft der Branche

Im Bereich Strategie- und Managementberatung ist und bleibt die Entwicklung und Implementierung von Unternehmensstrategien sowohl aus Kunden- als auch aus Beratersicht eines der wichtigsten Betätigungsfelder von Unternehmensberatern.

Im Bereich Organisations- und Prozessberatung scheinen die Themen Finance & Controlling sowie Supply Chain Management und Customer Relationship Management sowohl aus Kunden- als auch aus Beratersicht weiterhin wichtige Schwerpunkte der Beratungstätigkeit zu bleiben.

Das gleiche gilt auch für Beratungsleistungen im Bereich Human Resource Management und Information Technology und hier vor allem im Bereich Enterprise Resource Planing (ERP).

Im Bereich Cost & Lean Management dagegen wird mit einer Zunahme der Relevanz für die Kunden gerechnet, so dass davon auszugehen ist, dass die Nachfrage nach Beratung in diesem Bereich steigen könnte.

Auch im Bereich Merger & Aquisition wird mit einem leichten Anstieg gerechnet, was vor dem Hintergrund des wirtschaftlich erfolgreichen Jahres 2015 nicht unbedingt verwunderlich ist. Vor allem der Mittelstand verfügt derzeit über ein Eigenkapitalniveau wie seit Beginn der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise 2008 nicht mehr.

Da die deutsche Wirtschaft vor allem durch mittelständische und familiengeführte Unternehmen geprägt ist, stehen jährlich circa 70.000 Unternehmensnachfolgen an.

Daher bleibt die Begleitung von Unternehmensnachfolgen vom Senior auf den Junior oder auf einen externen Nachfolger auch ein wichtiges Segment in der Tätigkeit von Unternehmensberatern.

Unternehmensberatung – eine allgemeine Definition

Unternehmensberatung bezeichnet eine Dienstleistung, welche sich der Aufarbeitung betriebswirtschaftlicher Problemstellungen in Betrieben widmet.

Die Beratungsleistungen werden entweder durch externe Unternehmensberater oder durch angestellte Inhouse Consultants erbracht. Teilweise werden die Bezeichnungen Wirtschaftsberatung und Consulting synonym verwendet.

Diese bildet jedoch im engeren Sinn jenen Teilbereich des Consulting, der sich auf den spezifischen Organisationstyp der Unternehmung fokussiert.

Der Großteil der Beratungsleistungen entfällt nach wie vor auf Unternehmen. Zunehmend werden diese Dienstleistungen aber auch von der öffentlichen Verwaltung oder Not-Profit-Organisationen nachgefragt.

Der Tätigkeitsschwerpunkt liegt in der Unterstützung bei gegenwärtigen und zukünftigen Problemen sowie bei der Ermittlung von Chancen und Risiken der Klienten. Die Beauftragung externer Consultants ermöglicht eine unabhängige und objektive Sichtweise der unternehmensinternen Prozesse.

Der Beratungsprozess

Eine Beratung ist als Prozess zu verstehen, welche aus einzelnen Teilaufgaben besteht. Diese beinhalten:

  • die Informationsbeschaffung
  • die Erkennung des Problems
  • die Diagnose
  • die Empfehlung konkreter Maßnahmen
  • sowie die Unterstützung bei der Implementierung der einzelnen Maßnahmen im Unternehmen.

Im Rahmen des Beratungsprozesses werden die Ziele der Beratungsleistung definiert. Zudem wird ein individueller Katalog an konkreten Maßnahmen ausgearbeitet, welche als erforderlich erachtet werden, um den angestrebten Soll-Zustand zu erreichen.

Das Maßnahmen-Controlling sorgt als ergänzende Aufgabe für eine laufende Überprüfung des tatsächlichen Fortschritts bei der Umsetzung durch die Durchführung von Soll-Ist-Vergleichen. In der Unternehmensberatung sind neben fachlichem Know-how soziale Kompetenz und Kommunikationsfähigkeiten in besonderem Maße gefragt.

Während des gesamten Prozesses ist die Mithilfe durch die jeweiligen Akteure des Unternehmens erforderlich. Die betriebwirtschaftlichen Problemstellungen können nur in Form einer beiderseitigen Zusammenarbeit zwischen den beauftragten Beratern und dem Unternehmen erfolgreich aufgearbeitet und gelöst werden.

Der Beratungsgegenstand

Je nach konkreter Problemstellung bilden Management (Managementberatung), Personalmanagement (Personalberatung), IT-Bereich (IT-Beratung), Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung oder Ingenieur-Dienstleistungen den Gegenstand der Beratung.

Die Managementberatung gilt als besonders komplex, zumal bei ihr grundlegende  Unternehmensbereiche wie die Strategie, Organisation, Führung, Marketing, Produktion und Logistik des Unternehmens im Mittelpunkt der Betrachtung stehen.

Die Personalberatung unterstützt unter anderem bei Fragestellungen der Personalpolitik, Personalstrategie, Personalentwicklung, Personalbeschaffung, Personaladministration, des Personalmarketings sowie des Personalabbaus.

Im Rahmen der IT-Beratung werden technische Dienstleistungen im Zusammenhang mit Implementierung, Wartung und Weiterentwicklung von betrieblichen IT-Systemen erbracht.

Die Wirtschaftsprüfung prüft die Finanzberichterstattung des Unternehmens unter Berücksichtigung der gesetzlichen Rechnungslegungsvorschriften, insbesondere die gesetzlich normierte Jahresabschlussprüfung.

Buchhaltung und Bilanzierung werden gleichsam erfasst. Gegenstand der Steuerberatung sind hingegen die steuerlichen Aspekte der unternehmerischen Tätigkeit.

Eine Beratertätigkeit kann jedoch auch im technischen Bereich ansetzen. Hierbei geht es hauptsächlich um eine Beratung im Bereich der Produktionstechnologie sowie um die Bereiche Produktentwicklung und Innovation.

Die Beratungsthemen

Im Rahmen der genannten Beratungsgegenstände werden häufig sehr spezifische Themenbereiche bearbeitet. Die Fragestellungen umfassen mit der Gründung, Umwandlung, Übernahme, Nachfolge und Liquidation alle möglichen Entwicklungsphasen eines Unternehmens.

Kooperationen und Joint Ventures werden ebenso behandelt wie Mergers & Acquisitions und Management Buy-Out. Grundlegende Punkte sind die Entwicklung, Planung und Umsetzung unternehmenskonsistenter Strategien.

Im Beratungsgegenstand Organisation stehen Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Organisationsentwicklung im Mittelpunkt.

Die unterstützenden Dienstleistungen in Marketing betreffen Themen wie die Entwicklung von Konzepten und Strategien, Analyse, Beobachtung und Prognose des relevanten Marktes sowie Aufbau und Steuerung des Vertriebs.

Die Beratung im Aufgabengebiet der Produktion befasst sich beispielsweise mit Produktentwicklung, Produktdesign, Planung und Steuerung der Produktion sowie Fertigungstechnik und Qualitätsmanagement.

Im Bereich der Logistik geht es unter anderem um die beratende Unterstützung bei logistischen Konzepten der Beschaffung, Produktion und Distribution, Lager- und Bestandmanagement, Auswahl von Logistiksystemen sowie um Transportoptimierung.

Die Unternehmensberatung erstreckt sich auch auf Finanz- und Investitionsplanungen, Produktivitäts-, Rentabilitäts- und Liquiditätsanalysen sowie auf Kostensenkungen. Insgesamt deckt die Unternehmensberatung ein breites und vielfältiges Spektrum an unternehmensrelevanten Fragestellungen ab.

Das 3-Phasen-Modell des Beratungsprozesses

Zu keiner Zeit waren die Anforderungen so hoch gesteckt wie heute, ein Unternehmen zu gründen, zu führen oder zu verändern. Die Politik hat viele Fallstricke, aber auch Chancen geschaffen, mit einer Firma erfolgreich zu sein oder zu scheitern.

Aber auch der europäische Binnenmarkt hat die Perspektiven innovativ denkender und arbeitender Firmen wesentlich erweitert. Mit Weitsicht und fachlichem Wissen, aber auch dem Mut zu neuen Wegen stehen heute Firmen Möglichkeiten offen, wie sie zu keiner früheren Zeit bestanden haben.

Aber auch das Gegenteil kann der Fall sein. Firmen geraten in Schwierigkeiten, weil ihnen die schlechte Zahlungsmoral ihrer Kunden den zustehenden Umsatz versagt. Unzureichend geschultes und motiviertes Personal schmälert die Leistungsfähigkeit oder veraltete Produkte und Dienstleistungen finden keine Abnehmer mehr.

Zu all diesen Themenfeldern ist eine umfangreiche Expertise erforderlich, über die das einzelne Unternehmen selbst kaum verfügen wird. An dieser Stelle kann sinnvollerweise eine Unternehmensberatung mit ins Boot geholt werden.

Unternehmensberatung schon vor und während der Firmengründung sinnvoll

Den Traum von der eigenen Selbstständigkeit erfüllen sich jährlich viele tausend Neueinsteiger. Sie haben eine Geschäftsidee, die sie von nun an mit großem Eifer verfolgen und präzisieren.

Diese Eigenschaft ist die Grundvoraussetzungen für unternehmerischen Erfolg, denn ohne eigene Überzeugung kann kein Geschäft erfolgreich sein.

Viele dieser Neueinsteiger verschließen jedoch aus dem eigenen Enthusiasmus heraus den Blick vor den Risiken. Ohne Risiko wird sich kaum ein Unternehmen gründen lassen.

Es muss jedoch in vertretbarem Rahmen gehalten werden und dieser schwungvolle Enthusiasmus muss durch die unabhängige Betrachtung eines Unternehmensberaters auf seine realistische Umsetzung hin hinterfragt werden.

„Würden Sie Ihre Leistung selbst kaufen und was sind Sie selbst bereit, für Ihre Leistung zu bezahlen“, sind zwei der ersten Fragen eines Gründungsberaters.

Neben der Erarbeitung einer tragfähigen Geschäftsidee unterstützt er den Gründer aber auch bei allen Fragen zu möglichen Förderprogrammen, der Wahl der Rechtsform und der ersten Kundenakquise.

Ein guter Gründungsberater beobachtet die Umsatzzahlen der ersten Monate und spürt Fehlentwicklungen frühzeitig auf. Eine gute Beratungsgesellschaft hält bestehende Firmen auf Kurs Fast in jeder Firma schleicht sich, oft über lange Zeit unbemerkt, die Gewohnheit ein.

Die Produktionsprozesse laufen ohne systematische Kontrolle und für die buchhalterischen Aufgaben wurde ein Schema aufgebaut, welches Monat für Monat abgearbeitet wird.

Oftmals erst mit dem Rückgang der Umsatzzahlen wird deutlich, dass das bisherige Geschäftsmodell nicht mehr marktfähig ist. Im schlimmsten Fall ist bereits ein Teil des Kundenstammes zum Konkurrenten abgewandert, der ein kostengünstigeres oder auch innovativeres Produkt anbietet.

Aber auch die betrieblichen Strukturen können einer unabhängigen Betrachtung bedürfen. Egal ob ein ungewöhnlich hoher Krankenstand oder fehlende Qualifikationen, mit einer unabhängigen Betrachtungsweise und Beratung lassen sich Veränderungsbedarfe oftmals am Besten herausarbeiten.

Mit einer einmaligen Hau-Ruck-Aktion wird man allerdings nur schwerlich eine nachhaltige Verbesserung der unternehmerischen Situation erzielen. Eine erfolgreiche Unternehmensberatung ist immer ein langfristiger Prozess, der durch alle Beteiligten und auf allen unternehmerischen Ebenen getragen und gestaltet werden muss.

Unternehmensberatung bei entstandener Schieflage des Unternehmens

Egal ob groß oder klein, vor einer unternehmerischen Schieflage ist kein Betrieb geschützt. Die unterschiedlichsten Weichenstellungen können dazu geführt haben, dass das wirtschaftliche Konzept einer Firma ins Wanken geraten ist.

Zahlungsausfälle, fehlende Marktfähigkeit, aber auch Missmanagement sind nur einige der Ursachen. Oftmals leiten Unternehmen dann auch noch Rettungsmaßnahmen ein, die die Situation nur weiter zuspitzen (falsche Einsparungen, überteuerte Finanzspritzen).

Die Aufgabe eines Sanierungsberaters besteht nun darin, den Istzustand der Firma als Außenstehender, den nur die wirtschaftlichen Zusammenhänge und Erfordernisse interessieren, unter die Lupe zu nehmen. Daraus resultieren dann kurzfristige Entscheidungen, welche ohne nostalgische Emotionen umzusetzen sind.

Nicht immer führt dieser Weg zurück in eine stabile Existenz des Unternehmens. In einem solchen Fall muss der Unternehmensberater alle Vorbereitungen für eine geordnete Insolvenz mit seiner Beratung einleiten und begleiten.

Das vorrangige Ziel ist es jedoch, aus den vorhandenen Möglichkeiten neue Konzepte zu entwickeln, um dem Unternehmen eine Reetablierung am Markt zu ermöglichen. Eine gute Sanierungsberatung umfasst dabei alle Bereiche von der Marktanalyse bis hin zur Reorganisation der Firmenstruktur.

Das Image der Unternehmensberatungen

Nur wenige Branchen lösen bei einzelnen Bevölkerungsgruppen so unterschiedliche Erwartungshaltungen und emotionale Reaktionen aus wie die Unternehmensberatungen.

Eigentümer eines Unternehmens sehen darin häufig die Retter bei sinkenden Ergebnissen oder Marktanteilen oder weil sie mehr Entscheidungssicherheit bei geplanten Zukäufen beziehungsweise Integrationshilfen bei bereits vollzogenen benötigen.

Für das Top-Management kann das Beratungsunternehmen Bestätigung des eingeschlagenen Wegs und damit Unterstützung bedeuten oder aber den Verlust des Arbeitsplatzes.

Je nach Standpunkt – Top oder Flop

Letzteres erwarten die meisten Beschäftigten einschließlich des mittleren Managements. Dass während der letzten 20 Jahre viele der Massenentlassungen infolge drastischer Umstrukturierungen auf Empfehlung von Unternehmensberatungen zustande kamen, erklärt diese nahezu einmütige Abneigung in Arbeitnehmerkreisen und ihr schlechtes Image.

Hinzu kommt die Medienkritik an einem eher schablonenhaften Maßnahmenkatalog, der wenig Rücksicht auf Besonderheiten des analysierten Unternehmens und gar keine auf gewachsene Strukturen nimmt.

Kostenreduktion soll überwiegend zu Lasten des Personals erreicht werden: Auslagerung von Betriebsteilen, Entlassungen, Streichung von Sonderzahlungen, mehr Zeitverträge. Damit etablierte sich auch bei zahlreichen nicht direkt Beteiligten ein Negativbild dieser Branche.

Dirk Lippold – Die Unternehmensberatung

Nachfolgend lesen Sie eine Rezension des Buches Dirk Lippold – Die Unternehmensberatung – Von der strategischen Konzeption zur praktischen Umsetzung.

Sowohl die inhaltliche Breite als auch die fast 600 Seiten Umfang machen dieses Buch zu einem echten Grundlagenwerk zum Thema Unternehmensberatung.

Das Buch unterteilt sich in 6 inhaltlich abgeschlossene Kapitel, wobei sich am Ende eines jeden Kapitels ein umfangreicher Literaturapparat befindet. Das Werk ist 2013 im Springer Gabler Verlag erschienen. Seit Dezember 2015 ist das Buch in zweiter Auflage erhältlich.

Das Buch zeichnet sich durch eine starke Praxisnähe aus, was wesentlich in der Biographie des Autors begründet liegt. Prof. Dr. Dirk Lippold war rund drei Jahrzehnte in der Beratungsbranche tätig, zuletzt als Geschäftsführer von Capgemini Deutschland.

Seitdem ist er in der Wissenschaft aktiv, unter anderem als Gastprofessor an der Humboldt-Universität zu Berlin sowie an der SRH Hochschule Berlin.

Was ist und wozu braucht man ein Beratungsunternehmen?

Fakt ist: die Beratungsbranche ist in den letzten 30 Jahren mit einer Dynamik gewachsen wie kaum eine Branche sonst. So waren 1970 rund 1.500 Unternehmensberater in Deutschland tätig. Diese Zahl ist bis heute auf rund 100.000 angewachsen.

Der wesentliche Grund ist der ständige wirtschaftliche, gesellschaftliche und technologische Wandel, mit dem sich Unternehmen konfrontiert sehen und zu dessen erfolgreicher Bewältigung sie sich benötigtes externes Wissen ins Haus holen.

Auf welchen Beratungsfeldern dabei welche Beratungsdienstleistungen erbracht werden und welche Erwartungen dabei auf der Auftraggeberseite bestehen, ist ein wesentlicher Teil dieses ersten Kapitels.

Trotz dieser offensichtlichen Notwendigkeit von Beratungsdienstleistungen begegnet uns Unternehmensberatern immer wieder Skepsis in Bezug auf die Notwendigkeit, die Qualität und die ethische Vertretbarkeit unserer Arbeit.

Wie Dirk Lippold schonungslos ehrlich ausführt, hat dies auch mit einer ganzen Reihe von schwarzen Schafen zu tun, die unsere Branche durch ihr fragwürdiges Handeln immer wieder in Verruf bringen.

Um so wichtiger ist es, die eigene Beratungstätigkeit sowohl auf ein fachlich solides als auch ein ethisches Fundament zu stellen.

Hierzu zählt der Autor insbesondere die Punkte Glaubwürdigkeit, Vertrauenswürdigkeit, Zuverlässigkeit, Verantwortung, Berufswürdigkeit, Integrität und Objektivität.

Auf welchem Gestaltungskonzept baue ich meine Beratung auf?

Ausgangspunkt der Tätigkeit einer Unternehmensberatung ist ihr Gestaltungskonzept. Dieses kann man gewissermaßen als die Grundkonfiguration der jeweiligen Beratungstätigkeit verstehen.

Am Anfang stehen dabei die eigenen Qualifikationen und Interessen (und gegebenenfalls die der Partner). Daraus bestimmt sich die inhaltliche Ausrichtung des Beratungsangebotes und die Definition der Geschäftsfelder.

Flankiert wird dieser Prozess durch eine umfassende Markt-, Umfeld- und Chancen-Risiken-Analyse, für die der Autor einen systematischen Fragenkatalog an die Hand gibt.

Daraus wiederum leitet sich eine eventuelle Spezialisierung nach Beratungsthemen, Branchen und Kundengröße ab. Abgerundet wird dieses zweite Kapitel durch eine Darstellung der drei kritischen Ressourcen einer jeden Unternehmensberatung: Wissen, Kundenbeziehung und Reputation.

Daran anschließend entwickelt der Autor vier Szenarien für eine mögliche Entwicklungsstrategie, um die eigenen Beratungsdienstleistungen im Markt voranzubringen. Alles in allem ist dieser zweite Abschnitt ein echtes Grundlagenkapitel.

Das heißt, es ließt sich nicht nebenbei. Dafür regt es zu einem grundsätzlichen Nachdenken über die strategische und inhaltliche Ausrichtung des eigenen Beratungsunternehmens an.

Wie verkaufe ich meine Dienstleistung an meine potentiellen Kunden?

Wie der Autor im ersten Kapitel an Hand aktueller Zahlen skizziert, gibt es in Deutschland eine große Zahl von Unternehmensberatungen.

Und trotz anhaltenden Marktwachstums ist der zu verteilende Kuchen ganz grundsätzlich beschränkt (aktuelles Marktvolumen rund 22 Milliarden Euro).

In der Folge muss sich der Großteil der Beratungsunternehmen aktiv und kontinuierlich um Beratungsaufträge bemühen. Hierfür entwickelt Dirk Lippold eine an die Spezifika der Branche angepasste Variante der Marketing-Gleichung.

Deren Grundgedanke ist es, die Kompetenzen der eigenen Problemlösungs- und Beratungstechnologien zielführend für die Bedürfnisse der bestehenden und potentiellen Kunden einzusetzen.

Darauf aufbauend skizziert der Autor sechs Einzelaspekte einer erfolgreichen Marketingstrategie:

  1. die Segmentierung (Auswahl attraktiver Marktsegmente)
  2. die Positionierung (Abheben vom Wettbewerb im gewählten Segment)
  3. die Kundenkommunikation (Schaffung und Optimierung der Kundenwahrnehmung)
  4. den Vertrieb (Vertriebsformen, Vertriebskanäle, Vertriebskooperationen)
  5. die Akquisition (der persönliche Verkauf der Dienstleistung im Neu- und Folgegeschäft)
  6. die Kundenbetreung (zufriedene Kunden als Referenzgeber, Folgegeschäft)

Alles in allem stellt der Autor mit diesem sehr praktisch orientierten Kapitel eine gute Grundlage für eine erfolgreiche Marketingstrategie von Unternehmensberatungen zur Verfügung.

Wie erbringe ich meine Beratungsleistung ganz konkret?

Dem erfolgreichen Marketing folgt der Kundenauftrag und damit die Verpflichtung zur „Produktion“ der vertraglich vereinbarten Beratungsleistung.

Der Kern und das Ziel dieser Beratungsleistung ist dabei immer eine Form von Problemlösung im Kundeninteresse.

Hierfür gibt Dirk Lippold dem Leser ein Set an grundsätzlichen Beratungstechnologien an die Hand. Er geht dabei ein auf:

  • Planungs- und Kreativitätstechniken
  • Tools zur Strategiewahl
  • Portfoliotechniken
  • und Tools zur Formulierung der strategischen Stoßrichtung

Darauf aufbauend stellt der Autor die wesentlichen Tools und Techniken zur Implementierung vor.

Mit welchen Mitarbeitern führe ich meine Unternehmensberatung zum Erfolg?

Der Erfolg einer Beratungsgesellschaft steht in einem engen Verhältnis zur Qualifikation und Motivation der Partner und Mitarbeiter.

Daher kommt den Themen Personalauswahl, Personalgewinnung und Personalbindung eine zentrale Bedeutung im Beratungsgeschäft zu. Entsprechend ausführlich gestaltet Dirk Lippold dieses wichtige Kapitel.

In enger Anlehnung an die bereits bekannte Marketing-Gleichung entwickelt der Autor eine spezielle Personalmarketing-Gleichung für die Beratungsbranche.

Diese entfaltet sich entlang der personellen Wertschöpfungskette und kennt im wesentlichen zwei Stoßrichtungen, welche detailliert und praxisnah dargestellt werden:

  1. die Phase der Personalbeschaffung und
  2. die Phase der Personalbetreuung.

Wie kontrolliere und organisiere ich mein Consultingunternehmen?

Das letzte Kapitel des Buches widmet sich der Frage, wie sich eine Unternehmensberatung überhaupt sicher kontrollieren und effizient organisieren lässt.

Diese Herausforderung besteht insbesondere vor dem Hintergrund der projektförmigen Organisation des Beratungsgeschäfts.

Ausgangspunkt ist dabei eine ausführliche Analyse der eigenen Kostenstruktur, um das interne Controlling zielgerichtet einsetzen zu können.

Der Autor geht dabei auf die verschiedenen Modellparameter ein und stellt exemplarisch zwei Modellrechnungen vor.

Dem schließen sich einige grundsätzliche wie praktische Überlegungen zur richtigen Organisationsform von Unternehmensberatungen an.

Mein Fazit zu Dirk Lippolds Buch

Das Buch bietet seinen Lesern rund 600 Seiten geballtes Wissen aus Theorie und Praxis der Beratungsbranche und ist damit sicherlich keine Lektüre für nebenbei.

Dem steht der Lohn des Leseaktes gegenüber, ein grundsätzliches Wissen um die vielfältigen Anforderungen und Herausforderungen des Beratungsgeschäfts. Allen, die dieses Leseziel verfolgen, kann ich das Buch daher nur empfehlen.

Ein guter Berater sorgt für Kompetenzvergrößerung im Unternehmen

Beratung ist nicht gleich Beratung. Jedes Beratungskonzept beruht auf Grundpfeilern und hat Spezialgebiete entwickelt, die sich stark voneinander unterscheiden können. Beratungssuchende Unternehmen und die Unternehmensberatung, die sie unterstützt, müssen je nach Problem und Ziel aufeinander abgestimmt sein.

Unternehmen auf der Suche nach fachkundiger Beratungsleistung sollten deswegen auf der Suche nach einem klaren Schema vorgehen und hinterfragen, welche Form von Beratung Sie brauchen und wo Sie diese finden. Spätestens in einer unternehmerischen Krise ist die Hilfe eines kompetenten Unternehmensberaters oftmals unabdingbar.

Vor dem Einsatz externer Berater ist einiges abzuklären

Aber auch schon vorher stößt das Management oftmals an die Grenzen der vorhandenen Kompetenzen und erkennt, dass ein Beratungsunternehmen ihnen helfen könnte.

Doch wo liegen die konkreten Probleme, Kompetenz-Engpässe und Hürden, die es zu überwinden gilt? Eine umfassende Ist-Analyse soll diese Frage klar beantworten. Dadurch klärt sich auch die Frage, wo die Fachbereiche der in Frage kommenden Unternehmensberater zu liegen haben.

Im zweiten Schritt geht es um die Frage, wohin der Weg führen soll und worin die konkreten Ziele des Unternehmens bestehen. Daraus ergibt sich auch ein Überblick darüber, welche Meilensteine bereits erreicht wurden und bei welchen Schritten der Beratungsdienstleister helfen soll. So wiederum ergibt sich ein noch klareres Anforderungsprofil an die zu findende Beratungsfirma.

Suchen und Finden verlagert sich zunehmend ins Internet

Ganz grundsätzlich gibt es zwei Wege, die passenden Experten für ihr Projekt zu finden:

  1. über qualifizierte Empfehlungen von Geschäftsfreunden und Geschäftspartnern auf der Grundlage eigener Erfahrungen
  2. die eigene Suche. Ersteres ist der Idealfall, welcher allerdings nur selten eintreffen wird.

Für den Fall der eigenen Suche ist das Internet der erste und zentrale Anlaufpunkt. Hierbei kann man sowohl auf verschiedene Beraterdatenbanken als auch die Webseiten der einzelnen Beratungsunternehmen zugreifen, um eine Liste mit in Frage kommenden Anbietern zu erstellen.

Und dann heißt es, Konzepte und Referenzen aufzeigen lassen und die einzelnen Anbieter miteinander zu vergleichen. Dadurch wird zumindest klarer, ob sich die Zusammenarbeit als fruchtbar und gewinnbringend für beide Seiten erweisen kann.

Informationen und Referenzen vorher einholen

Auch bisherige Referenzen der Berater sollte man genau unter die Lupe nehmen. Je mehr Informationen und Empfehlungen zufriedener Kunden man sich über eine Beratungsgesellschaft einholen kann, desto sicherer kann man sich der Professionalität Ihrer Beratungsdienstleistung sein.

Grundsätzlich gilt, dass natürlich eine Qualifikation hinter dem Berater stehen muss, dass seine konzeptionelle Denkweise aber auch zu den definierten Unternehmenszielen passen muss.

Wenn man nicht zusammenkommt, ist das keine Frage der Professionalität. Vielmehr lagen dann die Profession der Beratungsgesellschaft und die Bedürfnisse der Firma zu weit auseinander, was in einem so hoch spezialisierten Feld wie der Beratung von Unternehmen immer der Fall sein kann.

Das einzig Konstante ist der Wandel

Als Folge der Finanzkrise haben große Wirtschaftsunternehmen, und damit Auftraggeber für die Beratungsbranche, Budgets und Mandate zusammengestrichen.

Selbstkritische Erkenntnisse in Beraterkreisen, dass die bis dato vertretenen Empfehlungen oft zu kurzsichtig und auf das eigentliche Kerngeschäft ausgelegt waren, ließen die Begehrlichkeiten in Richtung Mittelstand wandern, der von jeher bevorzugt langfristig denkt.

Dieser benötigt aber naturgemäß weniger eine globale Strategieberatung, sondern insbesondere eine praktisch-operative Unterstützung des Managements.

Dass in der Folge der wirtschaftlichen Verschiebungen hier zunehmend die Branchengrößen unter den Unternehmensberatern anzutreffen sind, ist dem zunehmenden Druck geschuldet.

Trend I – Allrounder gefragt

Der gute Name reicht nicht mehr aus, um an lukrative Beratungsaufträge zu gelangen. Die finanziell schwergewichtigen Wirtschaftsprüfungen, wie zum Beispiel PricewaterhouseCoopers oder Deloitte, kaufen sich Beratungskompetenz im großen Stil ein. So stellen Sie als Full-Service-Anbieter eine echte Konkurrenz zu den renommierten Unternehmensberatergesellschaften dar.

Es ist also auf der einen Seite eine Konzentration zu verzeichnen, die sich auch auf zusätzliche Services, wie zum Beispiel IT-Entwicklung oder Strategy Consulting, ausdehnt. Ein praktisches Beispiel dafür hat Deloitte geliefert, der mit der Übernahme von Monitor nun auch im strategischen Bereich den bislang unangefochtenen Spezialisten Konkurrenz machen kann.

Trend II – Spezialisierung wird groß geschrieben

Auf der anderen Seite sind die Erarbeitung, Besetzung und Verteidigung von Marktnischen durch Spezialisierung für viele Unternehmensberatungen die geeignete Strategie, um sich gegen die Übermacht der Branchengrößen behaupten zu können. Geeignete Felder können dabei neben der IT-Entwicklung auch das Personalmanagement sein.

Zwar wird es auch bei den Spezialisten zu Übernahmen kommen, allerdings sind die Chancen mit innovativem Know-how und kreativen Ansätzen sehr gut, sich insbesondere im Mittelstand oder durch Zusammenarbeit zu behaupten. Eine ähnlich gelagerte Entwicklung lässt sich aber auch in der Industrie selbst feststellen, die zunehmend mit Inhouse Consulting arbeitet.

Die innerhalb des Unternehmens etablierte Full-Service- Unternehmensberatung muss sich dabei genauso an Ausschreibungen für Projekte beteiligen, wie externe Berater, hat allerdings den Vorteil, dass die internen Abläufe und Eigenheiten bekannt und spezifisches Branchenwissen vorhanden sind.

Trend III – Kundenverhalten ändert sich

Die Erkenntnisse aus den vergangenen Jahren lassen Unternehmen vorsichtiger werden, wenn es um hochdotierte Beratungsaufträge geht. Und der wachsende Konkurrenz- und damit Preisdruck in der Unternehmensberatungsbranche spielt ihnen in die Hände.

Bei der Auswahl entscheidet nicht mehr das Renommee, sondern insbesondere die vorzuweisenden Erfolge in der Umsetzung, die sich klar an Resultaten messen lassen.

Dies sind zunehmend die stärksten Argumente. Kleine, überschaubare und detailliert abrechenbare Projekte setzen sich gegen großvolumige Aufträge ebenso durch wie die erfolgsabhängige Vergütung.

Es geht immer häufiger um die schnell messbare Optimierung der Managementqualität, die die ausführlichen Analysen ablösen. Der Schwerpunkt aus Kundensicht liegt also auf der pragmatischen und zügigen Umsetzbarkeit sowie messbaren Resultaten in kleineren Projekten.

Trend IV – Andere Themen im Mittelpunkt

Sicher auch als Folge der Ereignisse der letzten Jahre stehen Beratungen zum großen Thema Coporate Governance und den damit verbundenen effektiven Controlling-Instrumenten ganz oben auf der Themenliste.

Darüber hinaus fordern die globalisierten Märkte eine Konzentration auf Supply-Chain-Management-Konzepte, die Spezialisierung und Konzentration erfordern und unternehmensübergreifend gestaltet werden müssen.

IT-gestützte Prozessoptimierungen sind hier unerlässlich und stellen ein stark nachgefragtes Beratungssegment dar. Ein weiterer Schwerpunkt sind die Kundenbeziehungen, die mit Hilfe neuer Technologien auf eine andere Qualität gehoben werden sollen.

Dabei geht es aber nicht nur um technologische Neuerungen. Insbesondere die konzeptionelle Gestaltung, wie zum Beispiel Kundensegmentierung, Marketingkonzepte und Vertriebsstrategien sowie Organisation, stehen im Beratungsmittelpunkt.

Trend V – Neue Branchen mit verstärktem Beratungsbedarf

Waren bisher die größten Auftraggeber für Unternehmensberatungen im gesamten Finanzbereich, der IT- und Telekommunikationsbranche sowie dem Maschinen- und Anlagenbau zu finden, geht diese Nachfrage permanent zurück, was nicht zuletzt den Inhouse-Beratungstrends zuzuschreiben ist.

Andere Bereiche der Wirtschaft, aber auch Einrichtungen der öffentlichen Hand, geraten dafür immer mehr unter Marktdruck, so dass die Dienstleistungen der Unternehmensberatungen stärker nachgefragt werden.

Ein sehr gutes Beispiel ist die Energiebranche, in der sich die Anbieter gerade vor dem Hintergrund der Energiewende mit neuen Konzepten und gegen starke Wettbewerber am Markt behaupten müssen. Auch im Gesundheitswesen bringt mehr Transparenz größeren Wettbewerbsdruck und damit Betätigungsfelder für Berater.

Trend VI – Veränderungen in der Beraterzunft selbst

Work-Life-Balance, flexible Arbeitszeitmodelle und die Möglichkeit zur Teilzeitarbeit sind nur einige Eckpunkte, auf die die junge Beratergeneration großen Wert legt.

Die Zeiten der exzessiven Arbeitsbelastung sind vorbei, wie zum Beispiel die Einführung der Personal Time im Unternehmen McKinsey eindrücklich zeigt. Unternehmensberatungen müssen sich attraktiv machen, wollen sie talentierten Beraternachwuchs einstellen.

Das digitale Zeitalter ist in der Beratungsbranche angekommen

Das digitale Zeitalter bietet auch für Unternehmensberatungen die Möglichkeit, neue Angebote und Formen ihrer Umsetzung zu entwickeln. Eine dieser Entwicklungen ist das Thema Onlineberatung. Bei einer Onlineberatung wird der persönliche Kontakt zum Unternehmensberater durch den digitalen Kontakt ersetzt.

Während sich diese Form der Beratung für größere Unternehmen und komplexe Problemstellungen nicht unbedingt eignet, bietet sie sich jedoch in kleineren Betrieben und für klare Fragestellungen an. Denn sie spart Zeit und Geld. Im Wesentlichen sind Telefon, Mail und Work-Flow-Plattformen die eingesetzte Form der Kommunikation.

Zunächst muss jedoch geklärt werden, ob die Onlineberatung bei dem anliegenden Problem angebracht ist. Dies geschieht generell in einem ersten Telefonat, bei dem der Kunde sein Anliegen vorstellt. Der Unternehmensberater schätzt auf der Grundlage dieser Angaben die Möglichkeiten ab.

Wie läuft eine Online-Unternehmensberatung ab?

Fällt die Entscheidung zugunsten der Onlineberatung aus, finden alle weiteren Gespräche, Informationsvermittlungen und Beratungen wahlweise telefonisch oder per Email statt. Ein großer Vorteil dieser Art der Beratung liegt darin, dass für den Kunden keine Reisekosten durch den Berater anfallen.

Eine deutliche Kostenersparnis. Außerdem wird Zeit gespart, da der Kontakt per Telefon beziehungsweise Email und ohne persönlichen Besuch viel schneller und effizienter abläuft.

Bei welchen Einsatzgebieten bietet sich die Onlineberatung an?

Es gibt eine Vielzahl von Themen und Fragestellungen, die sich relativ leicht online klären lassen. Hierzu gehören Fragen zu Personalentscheidungen, zu einer Unternehmensnachfolge, zu Krediten und anderen finanziellen Punkten, Werbe- und PR-Maßnahmen oder eine Markt- und Vertriebsanalyse.

Bei diesen und ähnlichen Themenkomplexen ist die Onlineberatung sinnvoll, denn die Informationen, die der Berater für seine Beratung benötigt, lassen sich ohne großen Zeitaufwand telefonisch oder per Email übermitteln.

Es besteht bei diesen Aspekten, die nicht übermäßig komplex und kompliziert sind, kein Risiko, dass durch die nicht persönlich stattfindende Informationsübermittlung eine Verzerrung des Gesamtbildes entsteht.

Die Beratung kann bei Themen dieser Art auch online beziehungsweise telefonisch grundsätzlich kompetent und umfassend erfolgen. Dadurch ist eine erhebliche Zeitersparnis möglich.

Verschiedene Methoden der Onlineberatung sind möglich

Findet die Beratung per Telefon statt, erfolgen die Gespräche in der Regel in Form eines Telefoncoachings. Der Kunde ruft mit seinen Fragen an. Häufig zu festgelegten Zeiten, so ist sein persönlicher Berater für ihn auch erreichbar.

Und der Berater kann nun die Fragen beantworten. Häufig erarbeiten Berater und Kunde ein Thema am Telefon auch gemeinsam. Dies ist ohnehin der optimale Weg, gerade bei personellen oder finanziellen Aspekten.

Softwarelösungen unterstützen den Beratungsprozess

Bei einer Onlineberatung per Email werden wahlweise die Mails und alle nötigen Angaben hin- und hergeschickt oder es wird eine spezielle Work-Flow-Software eingesetzt, die auf die jeweiligen Aufgaben abgestimmt ist. Informationen, Checklisten, Antworten und alles Weitere lassen sich hiermit optimal austauschen und für den Kunden einsetzen.

Flexibler Einsatz der Methoden führt zum Erfolg

Natürlich ist es bei Bedarf möglich, beide Formen der Beratung, Telefon und Mail, miteinander zu verbinden. Wirft beispielsweise eine Email mit Checklisten, die der Kunde für eine Auswertung ausfüllen soll, Fragen auf, ruft er seinen Berater an und klärt, wie die Liste optimal ausgefüllt wird.

Ebenso können Berater und Kunde einen Vorgang auf ihren Bildschirmen haben und miteinander telefonieren. Dieser intensive, individuelle Kontakt ermöglicht es, auch etwas komplexere Vorgänge schnell und effektiv zu bearbeiten.

Onlineberatung funktioniert insbesondere bei kleineren Projekten

Immer mehr Unternehmensberater bieten diese Form der Projektumsetzung an. Hiermit reagieren Sie auch auf den Trend, dass das zusätzliche Wachstum in der Branche hauptsächlich aus zeitlich und inhaltlich begrenzten Fachprojekten kommt.

Und gerade für kleinere Unternehmen ist eine Onlineberatung immer dann sinnvoll, wenn die zu klärenden Fragen nicht übermäßig kompliziert sind. In diesem Fall führt dieser Service zu einer spürbaren Geld- und Zeitersparnis und sollte daher intensiv genutzt werden.

Zielgruppendefinition für Unternehmensberater – So geht es

Zu keiner Zeit in früheren Jahren waren die Anforderungen so hoch gesteckt wie heute, ein Unternehmen zu gründen, zu führen oder zu verändern. Die Politik hat viele Fallstricke, aber auch Chancen geschaffen, mit einer Firma erfolgreich zu sein oder zu scheitern.

Aber auch der europäische Binnenmarkt hat die Perspektiven innovativ denkender und arbeitender Firmen wesentlich erweitert. Mit Weitsicht und fachlichem Wissen, aber auch dem Mut zu neuen Wegen stehen heute derart unerschöpfliche Möglichkeiten offen, wie sie zu keiner früheren Zeit bestanden haben.

Aber auch das Gegenteil ist der Fall. Firmen geraten in Schwierigkeiten, weil ihnen die schlechte Zahlungsmoral ihrer Kunden den zustehenden Umsatz versagt. Unzureichend geschultes und motiviertes Personal schmälert die Leistungsfähigkeit oder veraltete Produkte und Dienstleistungen finden keine Abnehmer mehr.

Zu all diesen Bereichen ist umfangreiche Beratung erforderlich, die der Unternehmer selbst kaum überblicken kann. Selbst, wenn er sich im Selbststudium über Möglichkeiten der Effizienzsteigerung und unzähliger anderer Dinge kundig machen würde.

Es werden ihm immer nützliche Aspekte entgehen, die ihm vorenthalten bleiben. Zur Unternehmensberatung zieht er vorzugsweise einen Vertrauten hinzu, der ihm den Raum für seine eigentlichen Aufgaben lässt. Wann beginnt ein Unternehmensberater mit seiner Aufgabe?

Unternehmensberatung vor der Firmengründung

Den Traum von der eigenen Selbstständigkeit erfüllen sich jährlich viele tausende Neueinsteiger. Sie haben eine Geschäftsidee, die sie von nun an mit großem Eifer verfolgen und präzisieren.

Diese Eigenschaften sind die Grundvoraussetzungen zum Erfolg, denn ohne eigene Überzeugung kann kein Geschäft erfolgreich sein. Viele dieser Neueinsteiger verschließen jedoch aus dem eigenen Enthusiasmus heraus den Blick vor den Risiken.

Ohne Risiko wird sich kaum ein Unternehmen gründen lassen. Es muss jedoch in vertretbarem Rahmen sein und dieser schwungvolle Enthusiasmus muss durch die unabhängige Betrachtung eines Unternehmensberaters auf seine realistische Umsetzung hin hinterfragt werden.

„Würden Sie Ihre Leistung selbst kaufen und was sind Sie selbst bereit, für Ihre Leistung zu bezahlen“, sind zwei der ersten Fragen eines Unternehmensberaters.

Er will dem Gründer nicht den Wind aus seinen voll aufgeblähten Segeln nehmen, sondern ihn nur vor unüberlegten Schritten bewahren.

Der Unternehmensberater unterstützt den Gründer aber auch bei allen Fragen der Fördermöglichkeiten, Gesellschaftsform der Firma und erster Kundenakquise. Er beobachtet die Umsatzzahlen der ersten Monate und spürt Ungereimtheiten auf.

Die Beratung bestehender Firmen

Fast in jeder Firma schleicht sich, oft über lange Zeit unbemerkt, die Gewohnheit ein. Die Produktionsprozesse laufen ohne Kontrolle ab und für die buchhalterischen Aufgaben wurde ein Schema aufgebaut, welches Monat für Monat abgearbeitet wird.

Oftmals erst mit dem Rückgang der Umsatzzahlen wird deutlich, dass das bisherige Geschäftsmodell nicht mehr marktfähig ist. Dann ist jedoch bereits wertvolle Handlungsperspektive verstrichen.

Im schlimmsten Fall ist bereits ein Teil des Kundenstammes zum Konkurrenten abgewandert, der ein neues und innovatives Produkt anbietet. Aber auch die betrieblichen Strukturen bedürfen einer unabhängigen Betrachtung durch einen Unternehmensberater.

Ungewöhnlich hohe Krankenstände beispielsweise werden aus sozialer Betrachtungsweise heraus oftmals zu spät hinterfragt oder die Ausbildung der Beschäftigten ermöglicht nicht die Herstellung eines neuen Produktes.

Überall in diesen Bereichen ist eine unabhängige Betrachtungsweise und Beratung über Veränderungsmöglichkeiten notwendig. Sie darf nicht erst einsetzen, wenn der Schaden bereits eingetreten ist, sondern muss kontinuierlich begleitend zu den beständigen Betriebsabläufen erfolgen.

Diese Leistung bietet ein Unternehmensberater, der unabhängig von persönlichen Verknüpfungen zu den betrieblichen Strukturen die Wirtschaftlichkeit der Firma betrachtet.

Der Unternehmensberater wird aber auch in die Konzeption neuer Produkte und Dienstleistungen einbezogen. Er überprüft deren Marktfähigkeit und eröffnet Möglichkeiten der nahezu unerschöpflichen Förderprogramme, die die Politik besonders bei Innovationen zur Verfügung stellt.

Consulting bei entstandener Schieflage des Unternehmens

Auch dieser Fall tritt leider nur allzu oft auf und es gilt, kühlen Kopf zu bewahren. Die unterschiedlichsten Situationen können dazu geführt haben, dass das wirtschaftliche Konzept einer Firma ins Wanken geraten ist. Zahlungsausfälle, fehlende Marktfähigkeit, aber auch Missmanagement sind nur wenige der Ursachen.

Die Chefs geben sich meist selbst die Schuld an diesem Zustand und versuchen, Rettungsmaßnahmen einzuleiten. Sie sind sehr oft kontraproduktiv, indem sie sich mit radikalen Einsparungen oder überteuerten Finanzspritzen selbst den letzten Strohhalm abschneiden.

Der Unternehmensberater betrachtet den Istzustand dieser Firma als Außenstehender, den nur die wirtschaftlichen Zusammenhänge interessieren. Sie müssen es auch, den jetzt sind kurzfristige Entscheidungen ohne soziale Emotionen erforderlich.

Nicht immer führt dieser Weg zurück in eine stabile Existenz der Firma. In einem solchen Fall muss der Unternehmensberater alle Vorbereitungen in eine geordnete Insolvenz mit seiner Beratungsdienstleistung begleiten.

Ziel ist es jedoch vielmehr, aus den vorhandenen Möglichkeiten neue Konzepte zu entwickeln und Neues einzufügen, womit sich die Firma völlig neu am Markt platzieren kann.

Seine Beratung umfasst dabei alle Bereiche von der Marktanalyse bis hin zur Firmenstruktur. Unternehmensberatung ist die komplexe Tätigkeit aus unabhängiger Beratung und Vertrauensverhältnis zum Unternehmen, welches begleitet wird.

Nachwuchssorgen in der Unternehmensberatung?

Etwa 15.000 Unternehmen mit insgesamt rund 100.000 Beratern erbringen in Deutschland Beratungsdienstleistungen, auch unter der Bezeichnung Managementberatung oder Consulting. Davon erwirtschaften etwa 11.000 Beratungsgesellschaften einen Jahresumsatz unter 500.000 Euro, während die 10 größten Gesellschaften (alle international operierend) allein hierzulande jeweils über 250 Mio. Euro erlösen.

Dabei konzentrieren sich die Consultants vor allem auf Strategie-Themen, wie Neuausrichtungen und Restrukturierungen, die typischerweise von Veränderungen des Marktes, neuen Wettbewerbssituationen und dem daraus entstehenden Kostendruck ausgelöst werden. Eng damit verknüpft sind Personal- und Führungsaspekte sowie die Neugestaltung und Anpassung von Organisation und Prozessabläufen. Fundamentale Bedeutung aus Kosten- und Sicherheitsgründen hat heute auch die Beratung zur Informationstechnologie.

Das Image der Beratungsbranche

Nur wenige Branchen lösen bei einzelnen Bevölkerungsgruppen so unterschiedliche Erwartungshaltungen und emotionale Reaktionen aus wie die Beratungsgesellschaften. Eigentümer eines Unternehmens sehen darin häufig die Retter bei sinkenden Ergebnissen oder Marktanteilen oder weil sie mehr Entscheidungssicherheit bei geplanten Zukäufen beziehungsweise Integrationshilfen bei bereits vollzogenen benötigen.

Für das (angestellte) Top-Management kann das Beratungsunternehmen Bestätigung des eingeschlagenen Wegs und damit Unterstützung bedeuten oder aber den Verlust des Arbeitsplatzes. Letzteres erwarten die meisten Beschäftigten einschließlich des mittleren Managements. Dass während der letzten 20 Jahre ein Großteil der Massenentlassungen infolge drastischer Umstrukturierungen auf Empfehlung von Beratungen zustande kam, erklärt diese nahezu einmütige Abneigung in Arbeitnehmerkreisen.

Hinzu kommt die Medienkritik an einem eher schablonenhaften Maßnahmenkatalog, der wenig Rücksicht nimmt auf Besonderheiten des analysierten Unternehmens und gar keine auf gewachsene Strukturen, die bei vielen Mitarbeitern die Loyalität zum Unternehmen begründen. Kostenreduktion soll überwiegend zu Lasten des Personals erreicht werden: Auslagerung von Betriebsteilen, Entlassungen, Streichung von Sonderzahlungen, mehr Zeitverträge. Damit etablierte sich auch bei zahlreichen nicht direkt Beteiligten ein Negativbild dieser Branche.

Mitarbeiter in Unternehmensberatungen

Gerne genommen wird die Elite eines Hochschulabschluss-Jahrgangs. Danach bedeutet dies für die Absolventen: 50 – 90 Wochenstunden an unterschiedlichen Einsatzorten, beständig Berge von Informationen sichten und bewerten, meist aus dem Koffer leben, stets korrekt gekleidet uneingeschränkt Leistungen erbringen und vor allem immer unter Termindruck stehen. Consultants bringen zwangsläufig zusätzliche Unruhe in bereits verunsicherte Belegschaften, und die Auftraggeber fordern schnellstmöglich umsetzbare Ergebnisse.

Nur der Erfolg zählt: entweder aufsteigen oder gehen (müssen). Der Aufstieg erfordert irgendwann auch eigene Akquisition von Aufträgen, so dass neben der Beratungstätigkeit gleichwertig die Neukunden-Gewinnung steht oder zumindest der Abschluss von Folgeprojekten. Dieser fortgesetzt extrem hohen Arbeitsbelastung und dem nie nachlassenden Erfolgsdruck können oder wollen sich viele nicht über einen langen Zeitraum aussetzen. Trotz der bekannt hohen Theorielastigkeit dieser Berufserfahrung ist danach ein Wechsel insbesondere in Konzern-Umgebungen aussichtsreich.

Die Nachwuchssituation aktuell

Auch wenn sich die Angebotssituation auf dem Arbeitsmarkt generell zu Lasten der nachfragenden Arbeitgeber ändern (Fachkräftemangel) sollte und das Negativ-Image der Beratungsunternehmen erhalten bliebe, die Großen der Branche werden weiterhin Bewerber anziehen. Die Gründe dafür liegen vor allem im renommierten Namen, der jeden Lebenslauf ziert, und in den schnell zu erwartenden lukrativen Jahreseinkommen im oberen fünfstelligen Bereich.

Vielleicht wird die Fluktuation in diesen Beratungsunternehmen noch höher, weil insbesondere für die Hochschulabsolventen alternative Lebenszuschnitte schon nach wenigen Jahren ihren Reiz entfalten, doch ein echter Personalengpass ist nicht sehr wahrscheinlich. Für alle anderen stellt sich irgendwann die Frage, wie sie ihren Personalbestand bei vergleichbaren Anforderungen an die Mitarbeiter, doch deutlich weniger Attraktivität bei Marktwert, Internationalität und Einkommen erhalten und ausgeschiedene Kräfte ersetzen können.

Da der Konkurrenzdruck bestimmt nicht nachlassen wird, ist der finanzielle Spielraum gering. Kreative organisatorische Maßnahmen sind gefragt. Bei Außeneinsätzen lassen sich die Arbeitszeiten wegen des Termin- und Kostendrucks nicht beeinflussen. Allerdings würde eine sorgfältige Auswahl der Unterbringung unter Berücksichtigung angemessener Arbeits- und Kurzzeit-Entspannungsangebote nicht nur spontan motivieren.

Außerdem wären nach einem Projektabschluss Freizeitausgleich oder zumindest vorübergehend flexiblere Arbeitszeiten realisierbar. Sonderleistungen könnten neben dem notwendigen Firmenwagen und der mobilen Informations- und Kommunikationstechnik beispielsweise die Finanzierung einer Haushaltshilfe beinhalten, eines Hemden-Services, Fitness-Center-Abos oder Wellness-Aufenthalts. Familienfreundlicher wird dieser Arbeitgeber dadurch zwar nicht, doch wer diese anspruchsvolle Arbeit in ständig neuen Umgebungen liebt, erhielte eine komfortablere Freizeit.

Flexiblere Mitarbeitergewinnung

Quer einsteigende Naturwissenschaftler, Juristen oder Berufserfahrene aus anderen Sparten werden nicht nur wegen ihrer spezifischen Branchenkenntnisse in weniger großen Beratungsunternehmen benötigt. Sie verbessern auch mit ihrer Ergänzung des Kompetenzprofils die für Neuabschlüsse wichtige Außenwirkung des Beratungsunternehmens.

Als Anreize böten sich beispielsweise eine kostenlose Berater-Qualifikation, eine großzügig bemessene Einarbeitungszeit und eine komfortable Nutzungsregelung für Dienstwagen und elektronische Arbeitsgeräte an. Auch wenn viele Arbeitnehmer ihre Sicherheitserwartungen nur in einem unbefristeten Arbeitsvertrag erfüllt sehen, ist zu beobachten, dass auch und vielleicht sogar zunehmend ältere Menschen es begrüßen würden, ein ganzes Projekt oder definierbare Teilbereiche daraus innerhalb eines überschaubaren Zeitraums auf Basis einer freien Mitarbeit übernehmen zu können.

Das Thema Geheimhaltungsverpflichtung ließe sich bestimmt auf einzelvertraglicher Basis zuverlässig abhandeln. Auf diese Weise entstünde auch ein praktikabler Kompromiss zwischen der produktiven Nutzung der Lebens- und entsprechenden Berufserfahrung älterer Menschen und der für diese Altersgruppe nicht zuträglichen Dauerbelastung durch die unvermeidlich hohe Wochenarbeitsstundenzahl in einem Beratungsunternehmen.

Verantwortungsbewusstsein in der Unternehmensberatung?

Verantwortung beinhaltet das Wort „Antwort“ und impliziert die Idee, dass eine Person oder Organisation einer anderen Person oder Organisation Rechenschaft schuldig ist für ihre Handlungen und die daraus entstehenden Konsequenzen. Wir sollten also letztlich in der Lage sein, jemandem eine gute Antwort darauf geben zu können, warum wir etwas tun.

Ein Unternehmensberater hat zunächst natürlich ein Verantwortungsgefühl für das eigene Unternehmen und dessen Mitarbeiter. Eine besondere Verpflichtung erwächst aber aus der beratenden Tätigkeit. Schließlich kommen andere Firmen mit dem Auftrag, ihnen bei ihrer Geschäftstätigkeit zu helfen.

Die angebotene Beratungsdienstleistung hat unter Umständen massive Auswirkungen auf das Wohlergehen einer anderen, fremden Organisation und damit deren Eigentümern, Lieferanten, aber vor allem auch deren Mitarbeitern.

Den Kunden in die Verantwortung nehmen

Im Idealfall liegt die Verantwortlichkeit und damit auch das Risiko für den Erfolg oder Misserfolg eines Unternehmens bei deren Eigentümern beziehungsweise dem mit der Leitung beauftragten Management.

Diese Verpflichtung sollte unbedingt gewahrt werden. Das heißt eine Unternehmensberatung sollte auf keinen Fall Entscheidungen der Unternehmer oder des Managements abnehmen.

Häufig werden Unternehmensberatungen aber gerade herangezogen, um unangenehme Entscheidungen abzunehmen oder zu legitimieren. Das Problem dabei: Die Konsequenzen dieser Entscheidungen bekommen meist nicht die Unternehmensberater zu spüren.

Wenn überhaupt indirekt über neue Aufträge und Empfehlungen im Erfolgsfall, oder über keine neuen Aufträge im Misserfolgsfall. Direkt betroffen von der Qualität der Beratung ist aber das beratene Unternehmen, dessen Existenz im Extremfall davon abhängen kann.

Besonders betroffen sind daher häufig die Mitarbeiter des beratenen Unternehmens. Im Gegensatz zu Eigentümern und Managern haben diese häufig kein Mitspracherecht bei wichtigen Entscheidungen und profitieren nicht von hohen Residualgewinnen, wenn das Unternehmen erfolgreich ist.

Dies wird häufig damit argumentiert, dass die Eigentümer und Manager damit auch das Risiko tragen, in schlechten Zeiten weniger zu verdienen, während die Mitarbeiter konjunkturunabhängig mit einem festen Gehalt rechnen können.

In der Praxis ist dieses theoretische Versprechen aber im Krisenfall wenig wert, wenn Mitarbeiter von Kostensenkungsprogrammen, Entlassungen oder Standortverlagerungen betroffen sind.

Wie eingangs beschrieben bedeutet Verantwortungsbewusstsein, den Betroffenen der eigenen Handlungen gegenüber Rede und Antwort zu stehen.

Wenn das Management sich bei wichtigen Entscheidungen auf externe Berater beruft, die im Zweifelsfall nach getaner Arbeit wieder aus dem Betrieb verschwunden sind, bedeutet das Wegducken vor Rechenschaft.

Ein wichtiger Teil der verantwortungsvollen Beratertätigkeit ist daher, die Konsequenzen der Beratungsleistung auch für die Belegschaft des Kunden mit zu bedenken und dafür Rede und Antwort zu stehen.

Ein anderer wichtiger Aspekt ist aber auch, die auftraggebenden Entscheidungsträger in der verantwortungsvollen Ausübung ihrer Tätigkeit als Führungskraft zu stärken und in die Verpflichtung zu nehmen, ihre Rolle im Unternehmen verantwortungsvoll wahrzunehmen.

Verantwortungsimplusion in komplexen Systemen

Mit der Verantwortungsethik wird es im Gegensatz zur Gesinnungsethik teilweise kompliziert. Gerade in komplexen Systemen, wie es große Konzerne nun einmal sind, und bei dynamischen, durch große Unsicherheiten geprägten Umwelten, wird es extrem schwierig die genauen Konsequenzen einer Strategie, oder bestimmter Maßnahmen, die ein Unternehmen setzt, vorherzusagen.

Manche sprechen bei der Unternehmenssteuerung schon von einem „Fahren auf Sicht“. Bei den vielen verschiedenen Faktoren, die den Erfolg einer Strategie beeinflussen:

  • Wechselkursentwicklungen
  • Rohstoffpreise
  • politische Umbrüche
  • Insolvenzen von wichtigen Zulieferern oder Abnehmern
  • Strategieimplementierung

kann Verantwortung leicht diffundieren und die Ursache für bestimmte eingetretene Konsequenzen kann leicht auf jemand anderen geschoben werden.

Wie soll bei solch einem unverständlichen System von wechselseitigen Abhängigkeiten und uneindeutigen Ursache-Wirkungs-Zusammenhängen die Verantwortlichkeit für eine Handlung übernommen werden.

Wenn die Konsequenzen gar nicht vorhersehbar waren oder unter Umständen von ganz anderen Dingen außerhalb meines Einflussbereichs beeinflusst wurden?

Eine Möglichkeit der Komplexität des zu beratenden Systems zu begegnen wäre, die Komplexität des Beratungssystems zu erhöhen und die Komplexität und die Fähigkeiten des zu beratenden Systems zu nutzen.

Anstatt im kleinen Beraterkreis an einer Problemkösung zu arbeiten, anschließend dem Kundensystem zu präsentieren, um dies dann zu implementieren (oder implementieren zu lassen).

In der Hoffnung, es wird schon alles so wie vom Berater angenommen, könnte das Kundensystem von Anfang an in die Lösungserstellung mit einbezogen werden (Stichwort „Komplementärberatung“).

Damit könnten zumindest mögliche Reaktionsweisen innerhalb des Unternehmens rechtzeitig mit bedacht werden. Einfach gesagt: Die Betroffenen zu Beteiligten machen.

Mein Fazit zum Thema Unternehmensverantwortung

Verantwortungsbewusstsein lohnt sich auch für den Unternehmensberater. Häufig tragen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eines Unternehmens die Konsequenzen für eine gute oder schlechte Beratung.

Wie gezeigt kann die Einbindung der Mitarbeiter im Beratungsprozess aber die Qualität der Beratung und die Wahrscheinlichkeit für eine erfolgreiche Umsetzung der Maßnahmen erhöhen. Dies hilft durch neue Aufträge und Weiterempfehlungen letztlich auch den Beratungsunternehmen.

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