Unternehmensberatung


Unternehmensberatung – Der große Ratgeber

Inhaltsverzeichnis

Das große Branchenverzeichnis für Deutschland, Österreich und die Schweiz

Nachfolgend finden Sie eine große Zahl von Beratungsunternehmen mit ihrem Leistungsprofil regional sortiert. Gerne können Sie mir noch fehlende Beratungsgesellschaften zukommen lassen.

Die 10 größten Beratungsunternehmen in Deutschland

Der Beratungsmarkt in Deutschland ist auf Wachstumskurs. Insbesondere in den Bereichen strategische Planung und M & A, einschließlich Integration nach der Fusion.

Dabei haben Klienten die Wahl zwischen renommierten internationalen Beratungsgesellschaften, den Consulting-Abteilungen großer Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und mittelständischen Unternehmensberatungen.

Diese weisen meist einen hohen Grad an Spezialisierung auf. Die zehn größten Unternehmensberatungen in Deutschland stelle ich Ihnen nachfolgend vor.

McKinsey & Company

Die US-amerikanische Beratungsgesellschaft McKinsey ist die unumstrittene Nummer eins unter den Consulting-Organisationen. Auch in Deutschland ist McKinsey die führende Unternehmensberatung, von der sich die Mehrheit der im DAX notierten Aktiengesellschaften unterstützen lässt.

Unter der Führung des Deutschlandchefs Frank Mattern konnte McKinsey hierzulande stark expandieren. Experten gehen davon aus, dass die Gesellschaft an ihren sieben deutschen Standorten (Berlin, Frankfurt, Düsseldorf, Köln, Hamburg, München und Stuttgart) einen Jahresumsatz von mindestens 600 Millionen Euro erzielt.

McKinsey selbst begreift sich als Generalist, Beratungsschwerpunkte sind dabei die strategische Grundsatzplanung, insbesondere die Erschließung neuer Geschäftsfelder, die Vorbereitung und Begleitung von M&A-Aktivitäten sowie allgemeine Organisationsberatung.

The Boston Consulting Group

Hauptsitz der Boston Consulting Group ist Boston, in Deutschland betreibt die Partnerorganisation insgesamt sieben Niederlassungen in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München sowie Stuttgart.

Boston Consulting besitzt einen exzellenten Ruf für die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und die Konzeption von Wettbewerbsstrategien, auch im Rahmen von Gründungs- und Start-up-Beratungen.

So wurde zum Beispiel auch die Portfolio-Matrix, mit der verschiedene Geschäftsfelder systematisch auf ihre Wettbewerbsfähigkeit analysiert werden können, von dieser Beratungsgesellschaft entwickelt.

Aber auch in Krisenzeiten hat Boston Consulting bei der Beratung und Begleitung von Restrukturierungen überzeugen können. Der Jahresumsatz in Deutschland wird von Fachleuten auf einen Wert von knapp 500 Millionen Euro geschätzt.

Roland Berger Strategy Consultants

Diese Unternehmensberatung mit Hauptsitz in München ist vor allem international für ihre hervorragende Strategieberatung bekannt. Weltweit beschäftigt Roland Berger rund 2.500 Mitarbeiter in insgesamt 36 Ländern.

Roland Berger legt besonders viel Wert auf individuelle Lösungen und Konzepte sowie deren erfolgreiche Umsetzung in die Praxis. Viele bekannte deutsche Unternehmen des Mittelstandes vertrauen der Expertise dieser Beratungsfirma.

Bain & Company

Bain ist eine relativ junge Unternehmensberatung, die im Jahre 1973 in Boston von ehemaligen Mitarbeitern der Boston Consulting Group gegründet wurde. Hauptsitz der deutschen Gesellschaft ist München.

Darüber hinaus besitzt Bain Standorte in Frankfurt und Düsseldorf. Die Ausrichtung dieser Gesellschaft ist mit strategischer Planung und Sanierung ähnlich wie die der Boston Consulting Group, wobei Bain eher kleinere Unternehmen zu seinen Kunden zählt.

Booz & Company

Die englische Beratungsgesellschaft Booz & Company ist in Deutschland neben dem Hauptsitz in Düsseldorf auch in München, Frankfurt, Berlin und Stuttgart vertreten. Booz wurde bereits im Jahre 1914 gegründet und gilt damit als eine der weltweit ersten Unternehmensberatungsgesellschaften.

Sie hat bei der Entwicklung von bedeutenden Analyse-Tools wie dem Produktlebenszyklus und der Konzeption des Supply-Chain-Managements mitgewirkt. Kunden schätzen insbesondere die große Kommunikationsfähigkeit und die gute Zusammenarbeit mit den Consultants von Booz.

Deloitte Consulting

Die Beratungssparte der großen internationalen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte & Touche bietet Unterstützung in den drei Bereichen Human Capital, Strategy & Operations sowie Technology an.

Als führende Prüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft für den Mittelstand rekrutiert Deloitte aus diesem Segment auch einen Großteil seiner Kunden für Beratungsleistungen. Deloitte Consulting ist bekannt für individuelle maßgeschneiderte Lösungen, die genau auf die Situation des zu beratenden Unternehmens abgestimmt sind.

BearingPoint

BearingPoint setzt den Schwerpunkt seiner Beratungstätigkeit auf strategische Planung, IT-Optimierung und Organisationsanalyse- und -umstrukturierung. BearingPoint wurde im Jahre 2002 in den Niederlanden gegründet und besitzt eine deutsche Hauptniederlassung in Frankfurt. Außerdem ist BearingPoint an den Standorten Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Leipzig, München, Walldorf und Stuttgart vertreten.

zeb/rolfes.schierenbeck.associates

Diese deutsche Unternehmensberatung aus Münster hat sich auf Kunden aus der Finanzdienstleistungsbranche spezialisiert. Zunächst hat zeb nur deutsche Kreditinstitute beraten. Mittlerweile werden Leistungen für alle Finanzdienstleiter im deutschsprachigen Raum angeboten. Der Umsatz, der mit über 700 Mitarbeitern erzielt wird, wird auf knapp 750 Millionen geschätzt.

Capgemini

Die französische Unternehmensberatungsgesellschaft Capgemini mit Hauptsitz in Paris wurde im Jahre 1967 gegründet und besitzt weltweit rund 120.000 Mitarbeiter in 40 Ländern. Die Geschäftsbereiche von Capgemini gliedern sich in die Felder Consulting, Outsourcing und Technology.

In Berlin befindet sich die Europazentrale von Capgemini, außerdem gibt es deutsche Standorte unter anderem in Düsseldorf, Hamburg, Lübeck, Hannover, Köln, München und Nürnberg.

Oliver Wyman

Die New Yorker Strategieberatungsgesellschaft Oliver Wyman ist in den letzten Jahren auch verstärkt in Deutschland tätig. Sie leistet Managementberatung für Kunden aller Branchen. Insbesondere auch im Bereich des RiskManagement konnte sich Oliver Wyman einen Namen machen. In Deutschland wird die Hauptniederlassung in Frankfurt unterhalten.

Die Unternehmensberatungsbranche in Deutschland

Unter dem Sammelbegriff „Unternehmensberatung“ verbirgt sich eine Vielzahl verschiedener Dienstleistungen, die für ein Unternehmen erbracht werden können. Unternehmen jeder Branche und Größe nehmen für sich die Dienste von Unternehmensberatungen in Anspruch, um ihren Erfolg zu maximieren.

Der wohl bekannteste Unternehmensberater ist in gewisser Weise der Steuerberater. Kaum ein Betrieb könnte ohne einen Steuerberater existieren, da den Betreibern einerseits die erforderliche Fachkenntnis in dieser hochkomplexen und zudem sich ständig wandelnden Materie fehlen, häufig aber vor allem die erforderliche Zeit nicht zur Verfügung steht.

Unternehmensberatung auch für Kleinunternehmen interessant

Eine weitere Form der Beratung wird auch bereits für kleine Unternehmen von einer Werbeagentur erbracht. Schon für eine Gaststätte kann eine schön gestaltete Speisekarte, die von einem professionellen Designer erstellt wird, ein Wettbewerbsvorteil gegenüber konkurrierenden Gaststätten sein.

Auch Anwaltskanzleien oder Arztpraxen sind auf eine seriöse Geschäftsausstattung angewiese, die mit einem unverwechselbaren Corporate Design korrespondiert. Das gilt auch für anspruchsvollere Handwerksbetriebe.

Die Werbeagentur fungiert hier als Unternehemensberatung im klassischen Sinn, da sie über das Corporate Design die Eigenheiten der Firma herausstellt und somit dem Unternehmen hilft, sich in einem speziellen Marktsegment zu positionieren.

Professionelle Hilfe für Marketing und Vertrieb

Firmen, die darüber hinaus über Werbung oder Inserate auf sich aufmerksam machen möchten, werden von einer Werbeagentur im Sinne eines Beratungsunternehmens dahingehend unterstützt, dass die Agentur eine Konzeption erstellt, welches Medium oder welcher Werbeträger für die jeweilige Unternehmung geeignet ist.

Und wie die Kampagne möglichst kostensparend bei maximalem Erfog für die Unternehmung umgesetzt werden kann. Mittelständische Klienten sind eines der großen Betätigungsfelder von Unternehmensberatungen.

Da die meisten Mittelstandsunternehmen in Deutschland einen Gutteil ihrer Geschäfte mit dem Ausland abwickeln und sich dieser Trend in den nächsten Jahren vermutlich verstärken wird, stößt ein familiär geführter mittelständischer Betrieb hier rasch an seine Grenzen.

Zu kompliziert sind die verschiedenen Bestimmungen und auch die jeweiligen Gesprächs- und Geschäftspartner, um solche Geschäfte tatsächlich zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen. An dieser Stelle kann eine Interkulturelle Beratungsgesellschaft tätig werden.

Die großen Beratungsfirmen dominieren das Image

Die berühmten Unternehmensberatungen sind große Firmen wie „Roland Berger“ oder „McKinsey“. Diese Firmen stehen zum Teil in einem schlechten Ruf, da sie zumeist mit Massenentlassungen in Zusammenhang gebracht werden. Dem ist indes nicht immer so.

Diese Unternehmensberatungen arbeiten für beinahe jedes große Unternehmen, da sie über ein spezialisiertes Know-How verfügen, das selbst ein Großkonzern in den eigenen Reihen nicht aktivieren kann.

Ins Rampenlicht geraten solche Firmen jedoch meist, wenn es darum geht, dass ein großes Unternehmen Arbeitsplätze abbauen muss oder Stellen ins Ausland verlagert, um dort billiger produzieren zu können.

Die Unternehmensberatung ist in der Regel jedoch nicht schuld an der wirtschaftlichen Schieflage, in der sich ein Unternehmen befindet sondern sie wird erst dann eingeschaltet, wenn es nur noch darum geht, das Unternehmen zu retten.

Unternehmensberater als Feuerwehr

Die Firma „Schlecker“ etwa hätte vermutlich nicht ein so trauriges Ende gefunden, hätte man dort rechtzeitig eine Unternehmensberatung engagiert, die der Drogeriemarktkette zu einem zeitgemäßen Image und einer angemessenen Reaktion auf die zunehmende Konkurrenz verholfen hätte.

Gerade in wirtschaftlich turbulenten Zeiten kann das Einschalten einer renommierten Beratungsfirma durchaus schlichtend wirken. Sie ist in der Regel frei von sentimentalen Erwägungen und betrachtet etwa die Rentabilität eines gewissen Standorts oder auch einer Filiale aus der Welt der Zahlen.

So lassen sich Betriebsräte und Firmenbosse häufig wieder an einen Tisch bringen, um gemeinsam über Auswege aus dem Dilemma anhand der vorgelegten Zahlen zu suchen.

In Zeiten wie diesen ist es sicher populär, Firmenberater ähnlich wie Investmentbanker als rücksichtslose und kaltherzige Egomanen darzustellen, die lediglich auf ihr eigenes Wohl bedacht sind.

… und als strategische Visionäre

Dies ist indes nur selten der Fall: Die deutsche Wirtschaft stünde weitaus schwächer da und viele weitere Arbeitsplätze wären verloren gegangen, wenn Unternehmensberatungen nicht unternehmerische Wege aus der Krise gewiesen hätten, die sich zumeist am Ende als erfogreich herausgestellt haben.

So mancher Mittelständler hätte die neue Konkurrenz durch den globalen Markt nicht überstanden, wenn sie auf sich alleine gestellt geblieben wären.

Dies gilt auch für die großen Automobilhersteller und viele andere Zugpferde unserer Wirtschaft. Eine Welt mit globalen Herausforderungen braucht Experten für jede erdenkliche Situation.

Unternehmensberatungen helfen hierbei, den Standort Deutschland konkurrenzfähig zu halten. In aller Regel verhalten sie sich hier äußerst verantwortungsbewusst. Sie sind daher ein wichtiger Pfeiler der einheimischen Wirtschaft.

Leistungen von Unternehmensberatern sind heute ein selbstverständlicher und kaum mehr wegzudenkender Bestandteil in einer globalisierten und arbeitsteiligen Wirtschaftswelt. Das Prinzip ist einfach: Unternehmensberater bieten anderen Unternehmen Beratung als Dienstleistung an.

Gegenstand der Beratung ist in der Regel das Kundenmanagement oder fachliche Entscheidungen und Veränderung innerhalb des Unternehmens. Darüber hinaus gibt es noch weitere Leistungen. Beipielsweise eine Unterstützung bei speziellen Dienstleistungen oder eine Beratung bei Personalfragen.

Historische Entwicklung der Unternehmensberatung in Deutschland

Die ersten Beratungsunternehmen in Deutschland entstanden zu Beginn der 1920er Jahre. Schwerpunkte waren damals vor allem produktionstechnische Fragen, Kostenrechnung und Kostenplanung sowie Betriebsorganisation.

Bedingt durch die anziehende wirtschaftliche Konjunktur erfuhr die noch junge Branche in den 1930er Jahren einen rasanten Aufschwung. Mit der Gründung des Bundesverbands Deutscher Unternehmensberater e.V. (BDU) etablierte sich ab 1954 auch die Berufsbezeichnung „Unternehmensberater“ in Deutschland.

In den 1960er Jahren setzte eine Ausweitung der Unternehmensberatung ausgehend von den USA ein und dominierte bald auch den Beratermarkt in Deutschland. Seit 1964 ist beispielsweise McKinsey & Company Inc. mit Sitz in Düsseldorf in Deutschland präsent.

Drei Jahre später, 1967, gründete Roland Berger in München seine Beratungsgesellschaft. Der Beratungsschwerpunkt wandelte sich von produktionstechnischen Fragestellungen hin zu Fragen und Problemen des Absatzes und des Marketings.

In den 1970er Jahren veränderte sich der Beratungsschwerpunkt in Richtung Organisations- und Personalentwicklung, bevor ab den 1980er Jahren die EDV- und später die IT-Beratung hinzukamen. Heute dominieren Themen wie Strategie, Organisation, Führung, Betriebswirtschaft, Logistik und Marketing die Tätigkeit von Unternehmensberatern.

Die Nachfrage nach Beratung Seitens der Industrie, Wirtschaft und Verwaltung ist seit den 1950er Jahren kontinuierlich gewachsen. Wachsende Komplexität, die sich rasant ausbreitende Globalisierung und immer schnellere Veränderungsrhythmen haben zur Ausweitung des Beratungsbedarfs wesentlich beigetragen.

Die Grundsätze der Beratung

Die meisten Unternehmensberatungen orientieren sich an Grundsätzen und ethischen Richtlinien. Solche Berufs- oder Ehrenkodizes enthalten in der Regel folgende Elemente:

Unabhängigkeit

Damit ist die Unabhängigkeit des Unternehmensberaters von Dritten gemeint. Dies ist vor allem dann wichtig, wenn Schwerpunkt der Beratung Entscheidungen über Lieferanten oder andere (Markt-)Partner sind.

Objektivität

Objektivität der Berater wird von den Klienten grundsätzlich vorausgesetzt und bedeutet, dass der Beratungsdienstleister alle Chancen und Risiken berücksichtigt und ausgewogen bewertet.

Kompetenz

Unternehmensberater sollten Klienten nur in Feldern beraten, in welchen die Berater auch nachweislich Kompetenzen haben. Man sollte zwar meinen, dass dies selbstverständlich ist.

Doch der Konkurrenzdruck am Markt ist groß, vor allem durch die großen, international agierenden Unternehmensberatungen, die aufgrund ihrer hohen Mitarbeiterzahl eine riesige Palette von Themenbereichen abdecken können.

Vertraulichkeit

Da der Consultant bei einer Unternehmensberatung sehr detaillierte Einblicke in das Unternehmen erhält, ist Vertraulichkeit und Verschwiegenheit gegenüber Dritten absolutes Gebot.

Die im Beratungsprozess erworbenen Kenntnisse und Informationen dürfen im Interesse des Klienten und des Beraters nicht an Dritte weitergegeben werden. Dabei sollten Klienten ihre Consulting Company auch auf mögliche Interessenkonflikte hin überprüfen.

Die Arbeitsweise von Unternehmensberatungen

Wie bei allen Beratungsprozessen so ist auch bei der Unternehmensberatung der Prozess durch stetig wiederkehrende Elemente geprägt. Der Unternehmensberater soll zunächst den IST-Zustand im Rahmen einer Situationsanalyse ermitteln.

Anschließend soll im Rahmen einer möglichst präzisen Zielformulierung der SOLL-Zustand festgelegt werden. Sobald IST- und SOLL-Zustand ermittelt wurden, kann der voraussichtliche Beratungsaufwand kalkuliert werden.

Anschließend erfolgt die Entwicklung einer Beratungskonzeption und einer entsprechenden Präsentation. Hinzu können weitere Schritte kommen, wie etwa Hilfe bei der Umsetzung und Implementierung der vorgeschlagenen Maßnahmen (zum Beispiel durch Coaching) sowie beim Controlling der Maßnahmen.

Dadurch kann ständig überprüft werden, inwieweit das gewünschte Ziel schon erreicht wurde beziehungsweise ob und wie die Maßnahmen der Entwicklung angepasst werden müssen.

So etwas wie eine Produkthaftung gibt es bei einer Beratungsdienstleistung allerdings nicht. Ausnahme ist, wenn nachweislich durch falsche Auskünfte des Beraters Schäden entstanden sind. Auf jeden Fall sollten Sie darauf Wert legen, das ihr Berater über eine Beraterhaftpflichtversicherung verfügt.

Für Ausführungsfehler kann ein Berater in der Regel nicht haftbar gemacht werden, da er grundsätzlich nicht oder nur zu einem geringen Teil an der Umsetzung der erarbeiteten Lösungs- und Handlungsmöglichkeiten beteiligt ist.

Auch für Ratschläge und Konzeptionen, die auf falschen oder fehlerhaften Angaben des Klienten beruhen, kann der Dienstleister nicht haftbar gemacht werden.

Hauptkritikpunkte an der Arbeitsweise von Unternehmensberatern

  1. fragwürdige Konzepte oder aber immer wiederkehrende Standardrezepte der Berater
  2. haltlose Versprechen und damit einhergehend das regelmäßige Verfehlen der versprochenen Ziele
  3. ungenügende Beratung vor dem Hintergrund des Abschlusses von Folgeaufträgen mit dem Kunden
  4. Erzeugung von (möglicherweise dauerhaften) Abhängigkeiten des Unternehmens vom Unternehmensberater beziehungsweise von der Unternehmensberatungsgesellschaft
  5. Ausbeutung des unternehmensspezifischen Wissens der Klienten
  6. Schwere Überprüfbarkeit der Qualität der Beratung

Chancen und Herausforderungen für die Zukunft der Branche

Im Bereich Strategie- und Managementberatung ist und bleibt die Entwicklung und Implementierung von Unternehmensstrategien sowohl aus Kunden- als auch aus Beratersicht eines der wichtigsten Betätigungsfelder von Unternehmensberatern.

Im Bereich Organisations- und Prozessberatung scheinen die Themen Finance & Controlling sowie Supply Chain Management und Customer Relationship Management sowohl aus Kunden- als auch aus Beratersicht weiterhin wichtige Schwerpunkte der Beratungstätigkeit zu bleiben.

Das gleiche gilt auch für Beratungsleistungen im Bereich Human Resource Management und Information Technology und hier vor allem im Bereich Enterprise Resource Planing (ERP).

Im Bereich Cost & Lean Management dagegen wird mit einer Zunahme der Relevanz für die Kunden gerechnet, so dass davon auszugehen ist, dass die Nachfrage nach Beratung in diesem Bereich steigen könnte.

Auch im Bereich Merger & Aquisition wird mit einem leichten Anstieg gerechnet, was vor dem Hintergrund des wirtschaftlich erfolgreichen Jahres 2015 nicht unbedingt verwunderlich ist. Vor allem der Mittelstand verfügt derzeit über ein Eigenkapitalniveau wie seit Beginn der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise 2008 nicht mehr.

Da die deutsche Wirtschaft vor allem durch mittelständische und familiengeführte Unternehmen geprägt ist, stehen jährlich circa 70.000 Unternehmensnachfolgen an.

Daher bleibt die Begleitung von Unternehmensnachfolgen vom Senior auf den Junior oder auf einen externen Nachfolger auch ein wichtiges Segment in der Tätigkeit von Unternehmensberatern.

Unternehmensberatung – eine allgemeine Definition

Unternehmensberatung bezeichnet eine Dienstleistung, welche sich der Aufarbeitung betriebswirtschaftlicher Problemstellungen in Betrieben widmet.

Die Beratungsleistungen werden entweder durch externe Unternehmensberater oder durch angestellte Inhouse Consultants erbracht. Teilweise werden die Bezeichnungen Wirtschaftsberatung und Consulting synonym verwendet.

Diese bildet jedoch im engeren Sinn jenen Teilbereich des Consulting, der sich auf den spezifischen Organisationstyp der Unternehmung fokussiert.

Der Großteil der Beratungsleistungen entfällt nach wie vor auf Unternehmen. Zunehmend werden diese Dienstleistungen aber auch von der öffentlichen Verwaltung oder Not-Profit-Organisationen nachgefragt.

Der Tätigkeitsschwerpunkt liegt in der Unterstützung bei gegenwärtigen und zukünftigen Problemen sowie bei der Ermittlung von Chancen und Risiken der Klienten. Die Beauftragung externer Consultants ermöglicht eine unabhängige und objektive Sichtweise der unternehmensinternen Prozesse.

Der Beratungsprozess

Eine Beratung ist als Prozess zu verstehen, welche aus einzelnen Teilaufgaben besteht. Diese beinhalten:

  • die Informationsbeschaffung
  • die Erkennung des Problems
  • die Diagnose
  • die Empfehlung konkreter Maßnahmen
  • sowie die Unterstützung bei der Implementierung der einzelnen Maßnahmen im Unternehmen.

Im Rahmen des Beratungsprozesses werden die Ziele der Beratungsleistung definiert. Zudem wird ein individueller Katalog an konkreten Maßnahmen ausgearbeitet, welche als erforderlich erachtet werden, um den angestrebten Soll-Zustand zu erreichen.

Das Maßnahmen-Controlling sorgt als ergänzende Aufgabe für eine laufende Überprüfung des tatsächlichen Fortschritts bei der Umsetzung durch die Durchführung von Soll-Ist-Vergleichen. In der Unternehmensberatung sind neben fachlichem Know-how soziale Kompetenz und Kommunikationsfähigkeiten in besonderem Maße gefragt.

Während des gesamten Prozesses ist die Mithilfe durch die jeweiligen Akteure des Unternehmens erforderlich. Die betriebwirtschaftlichen Problemstellungen können nur in Form einer beiderseitigen Zusammenarbeit zwischen den beauftragten Beratern und dem Unternehmen erfolgreich aufgearbeitet und gelöst werden.

Der Beratungsgegenstand

Je nach konkreter Problemstellung bilden Management (Managementberatung), Personalmanagement (Personalberatung), IT-Bereich (IT-Beratung), Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung oder Ingenieur-Dienstleistungen den Gegenstand der Beratung.

Die Managementberatung gilt als besonders komplex, zumal bei ihr grundlegende  Unternehmensbereiche wie die Strategie, Organisation, Führung, Marketing, Produktion und Logistik des Unternehmens im Mittelpunkt der Betrachtung stehen.

Die Personalberatung unterstützt unter anderem bei Fragestellungen der Personalpolitik, Personalstrategie, Personalentwicklung, Personalbeschaffung, Personaladministration, des Personalmarketings sowie des Personalabbaus.

Im Rahmen der IT-Beratung werden technische Dienstleistungen im Zusammenhang mit Implementierung, Wartung und Weiterentwicklung von betrieblichen IT-Systemen erbracht.

Die Wirtschaftsprüfung prüft die Finanzberichterstattung des Unternehmens unter Berücksichtigung der gesetzlichen Rechnungslegungsvorschriften, insbesondere die gesetzlich normierte Jahresabschlussprüfung.

Buchhaltung und Bilanzierung werden gleichsam erfasst. Gegenstand der Steuerberatung sind hingegen die steuerlichen Aspekte der unternehmerischen Tätigkeit.

Eine Beratertätigkeit kann jedoch auch im technischen Bereich ansetzen. Hierbei geht es hauptsächlich um eine Beratung im Bereich der Produktionstechnologie sowie um die Bereiche Produktentwicklung und Innovation.

Die Beratungsthemen

Im Rahmen der genannten Beratungsgegenstände werden häufig sehr spezifische Themenbereiche bearbeitet. Die Fragestellungen umfassen mit der Gründung, Umwandlung, Übernahme, Nachfolge und Liquidation alle möglichen Entwicklungsphasen eines Unternehmens.

Kooperationen und Joint Ventures werden ebenso behandelt wie Mergers & Acquisitions und Management Buy-Out. Grundlegende Punkte sind die Entwicklung, Planung und Umsetzung unternehmenskonsistenter Strategien.

Im Beratungsgegenstand Organisation stehen Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Organisationsentwicklung im Mittelpunkt.

Die unterstützenden Dienstleistungen in Marketing betreffen Themen wie die Entwicklung von Konzepten und Strategien, Analyse, Beobachtung und Prognose des relevanten Marktes sowie Aufbau und Steuerung des Vertriebs.

Die Beratung im Aufgabengebiet der Produktion befasst sich beispielsweise mit Produktentwicklung, Produktdesign, Planung und Steuerung der Produktion sowie Fertigungstechnik und Qualitätsmanagement.

Im Bereich der Logistik geht es unter anderem um die beratende Unterstützung bei logistischen Konzepten der Beschaffung, Produktion und Distribution, Lager- und Bestandmanagement, Auswahl von Logistiksystemen sowie um Transportoptimierung.

Die Unternehmensberatung erstreckt sich auch auf Finanz- und Investitionsplanungen, Produktivitäts-, Rentabilitäts- und Liquiditätsanalysen sowie auf Kostensenkungen. Insgesamt deckt die Unternehmensberatung ein breites und vielfältiges Spektrum an unternehmensrelevanten Fragestellungen ab.

Das 3-Phasen-Modell des Beratungsprozesses

Zu keiner Zeit waren die Anforderungen so hoch gesteckt wie heute, ein Unternehmen zu gründen, zu führen oder zu verändern. Die Politik hat viele Fallstricke, aber auch Chancen geschaffen, mit einer Firma erfolgreich zu sein oder zu scheitern.

Aber auch der europäische Binnenmarkt hat die Perspektiven innovativ denkender und arbeitender Firmen wesentlich erweitert. Mit Weitsicht und fachlichem Wissen, aber auch dem Mut zu neuen Wegen stehen heute Firmen Möglichkeiten offen, wie sie zu keiner früheren Zeit bestanden haben.

Aber auch das Gegenteil kann der Fall sein. Firmen geraten in Schwierigkeiten, weil ihnen die schlechte Zahlungsmoral ihrer Kunden den zustehenden Umsatz versagt. Unzureichend geschultes und motiviertes Personal schmälert die Leistungsfähigkeit oder veraltete Produkte und Dienstleistungen finden keine Abnehmer mehr.

Zu all diesen Themenfeldern ist eine umfangreiche Expertise erforderlich, über die das einzelne Unternehmen selbst kaum verfügen wird. An dieser Stelle kann sinnvollerweise eine Unternehmensberatung mit ins Boot geholt werden.

Unternehmensberatung schon vor und während der Firmengründung sinnvoll

Den Traum von der eigenen Selbstständigkeit erfüllen sich jährlich viele tausend Neueinsteiger. Sie haben eine Geschäftsidee, die sie von nun an mit großem Eifer verfolgen und präzisieren.

Diese Eigenschaft ist die Grundvoraussetzungen für unternehmerischen Erfolg, denn ohne eigene Überzeugung kann kein Geschäft erfolgreich sein.

Viele dieser Neueinsteiger verschließen jedoch aus dem eigenen Enthusiasmus heraus den Blick vor den Risiken. Ohne Risiko wird sich kaum ein Unternehmen gründen lassen.

Es muss jedoch in vertretbarem Rahmen gehalten werden und dieser schwungvolle Enthusiasmus muss durch die unabhängige Betrachtung eines Unternehmensberaters auf seine realistische Umsetzung hin hinterfragt werden.

„Würden Sie Ihre Leistung selbst kaufen und was sind Sie selbst bereit, für Ihre Leistung zu bezahlen“, sind zwei der ersten Fragen eines Gründungsberaters.

Neben der Erarbeitung einer tragfähigen Geschäftsidee unterstützt er den Gründer aber auch bei allen Fragen zu möglichen Förderprogrammen, der Wahl der Rechtsform und der ersten Kundenakquise.

Ein guter Gründungsberater beobachtet die Umsatzzahlen der ersten Monate und spürt Fehlentwicklungen frühzeitig auf. Eine gute Beratungsgesellschaft hält bestehende Firmen auf Kurs Fast in jeder Firma schleicht sich, oft über lange Zeit unbemerkt, die Gewohnheit ein.

Die Produktionsprozesse laufen ohne systematische Kontrolle und für die buchhalterischen Aufgaben wurde ein Schema aufgebaut, welches Monat für Monat abgearbeitet wird.

Oftmals erst mit dem Rückgang der Umsatzzahlen wird deutlich, dass das bisherige Geschäftsmodell nicht mehr marktfähig ist. Im schlimmsten Fall ist bereits ein Teil des Kundenstammes zum Konkurrenten abgewandert, der ein kostengünstigeres oder auch innovativeres Produkt anbietet.

Aber auch die betrieblichen Strukturen können einer unabhängigen Betrachtung bedürfen. Egal ob ein ungewöhnlich hoher Krankenstand oder fehlende Qualifikationen, mit einer unabhängigen Betrachtungsweise und Beratung lassen sich Veränderungsbedarfe oftmals am Besten herausarbeiten.

Mit einer einmaligen Hau-Ruck-Aktion wird man allerdings nur schwerlich eine nachhaltige Verbesserung der unternehmerischen Situation erzielen. Eine erfolgreiche Unternehmensberatung ist immer ein langfristiger Prozess, der durch alle Beteiligten und auf allen unternehmerischen Ebenen getragen und gestaltet werden muss.

Unternehmensberatung bei entstandener Schieflage des Unternehmens

Egal ob groß oder klein, vor einer unternehmerischen Schieflage ist kein Betrieb geschützt. Die unterschiedlichsten Weichenstellungen können dazu geführt haben, dass das wirtschaftliche Konzept einer Firma ins Wanken geraten ist.

Zahlungsausfälle, fehlende Marktfähigkeit, aber auch Missmanagement sind nur einige der Ursachen. Oftmals leiten Unternehmen dann auch noch Rettungsmaßnahmen ein, die die Situation nur weiter zuspitzen (falsche Einsparungen, überteuerte Finanzspritzen).

Die Aufgabe eines Sanierungsberaters besteht nun darin, den Istzustand der Firma als Außenstehender, den nur die wirtschaftlichen Zusammenhänge und Erfordernisse interessieren, unter die Lupe zu nehmen. Daraus resultieren dann kurzfristige Entscheidungen, welche ohne nostalgische Emotionen umzusetzen sind.

Nicht immer führt dieser Weg zurück in eine stabile Existenz des Unternehmens. In einem solchen Fall muss der Unternehmensberater alle Vorbereitungen für eine geordnete Insolvenz mit seiner Beratung einleiten und begleiten.

Das vorrangige Ziel ist es jedoch, aus den vorhandenen Möglichkeiten neue Konzepte zu entwickeln, um dem Unternehmen eine Reetablierung am Markt zu ermöglichen. Eine gute Sanierungsberatung umfasst dabei alle Bereiche von der Marktanalyse bis hin zur Reorganisation der Firmenstruktur.

Das Image der Unternehmensberatungen

Nur wenige Branchen lösen bei einzelnen Bevölkerungsgruppen so unterschiedliche Erwartungshaltungen und emotionale Reaktionen aus wie die Unternehmensberatungen.

Eigentümer eines Unternehmens sehen darin häufig die Retter bei sinkenden Ergebnissen oder Marktanteilen oder weil sie mehr Entscheidungssicherheit bei geplanten Zukäufen beziehungsweise Integrationshilfen bei bereits vollzogenen benötigen.

Für das Top-Management kann das Beratungsunternehmen Bestätigung des eingeschlagenen Wegs und damit Unterstützung bedeuten oder aber den Verlust des Arbeitsplatzes.

Je nach Standpunkt – Top oder Flop

Letzteres erwarten die meisten Beschäftigten einschließlich des mittleren Managements. Dass während der letzten 20 Jahre viele der Massenentlassungen infolge drastischer Umstrukturierungen auf Empfehlung von Unternehmensberatungen zustande kamen, erklärt diese nahezu einmütige Abneigung in Arbeitnehmerkreisen und ihr schlechtes Image.

Hinzu kommt die Medienkritik an einem eher schablonenhaften Maßnahmenkatalog, der wenig Rücksicht auf Besonderheiten des analysierten Unternehmens und gar keine auf gewachsene Strukturen nimmt.

Kostenreduktion soll überwiegend zu Lasten des Personals erreicht werden: Auslagerung von Betriebsteilen, Entlassungen, Streichung von Sonderzahlungen, mehr Zeitverträge. Damit etablierte sich auch bei zahlreichen nicht direkt Beteiligten ein Negativbild dieser Branche.

Dirk Lippold – Die Unternehmensberatung

Nachfolgend lesen Sie eine Rezension des Buches Dirk Lippold – Die Unternehmensberatung – Von der strategischen Konzeption zur praktischen Umsetzung.

Sowohl die inhaltliche Breite als auch die fast 600 Seiten Umfang machen dieses Buch zu einem echten Grundlagenwerk zum Thema Unternehmensberatung.

Das Buch unterteilt sich in 6 inhaltlich abgeschlossene Kapitel, wobei sich am Ende eines jeden Kapitels ein umfangreicher Literaturapparat befindet. Das Werk ist 2013 im Springer Gabler Verlag erschienen. Seit Dezember 2015 ist das Buch in zweiter Auflage erhältlich.

Das Buch zeichnet sich durch eine starke Praxisnähe aus, was wesentlich in der Biographie des Autors begründet liegt. Prof. Dr. Dirk Lippold war rund drei Jahrzehnte in der Beratungsbranche tätig, zuletzt als Geschäftsführer von Capgemini Deutschland.

Seitdem ist er in der Wissenschaft aktiv, unter anderem als Gastprofessor an der Humboldt-Universität zu Berlin sowie an der SRH Hochschule Berlin.

Was ist und wozu braucht man ein Beratungsunternehmen?

Fakt ist: die Beratungsbranche ist in den letzten 30 Jahren mit einer Dynamik gewachsen wie kaum eine Branche sonst. So waren 1970 rund 1.500 Unternehmensberater in Deutschland tätig. Diese Zahl ist bis heute auf rund 100.000 angewachsen.

Der wesentliche Grund ist der ständige wirtschaftliche, gesellschaftliche und technologische Wandel, mit dem sich Unternehmen konfrontiert sehen und zu dessen erfolgreicher Bewältigung sie sich benötigtes externes Wissen ins Haus holen.

Auf welchen Beratungsfeldern dabei welche Beratungsdienstleistungen erbracht werden und welche Erwartungen dabei auf der Auftraggeberseite bestehen, ist ein wesentlicher Teil dieses ersten Kapitels.

Trotz dieser offensichtlichen Notwendigkeit von Beratungsdienstleistungen begegnet uns Unternehmensberatern immer wieder Skepsis in Bezug auf die Notwendigkeit, die Qualität und die ethische Vertretbarkeit unserer Arbeit.

Wie Dirk Lippold schonungslos ehrlich ausführt, hat dies auch mit einer ganzen Reihe von schwarzen Schafen zu tun, die unsere Branche durch ihr fragwürdiges Handeln immer wieder in Verruf bringen.

Um so wichtiger ist es, die eigene Beratungstätigkeit sowohl auf ein fachlich solides als auch ein ethisches Fundament zu stellen.

Hierzu zählt der Autor insbesondere die Punkte Glaubwürdigkeit, Vertrauenswürdigkeit, Zuverlässigkeit, Verantwortung, Berufswürdigkeit, Integrität und Objektivität.

Auf welchem Gestaltungskonzept baue ich meine Beratung auf?

Ausgangspunkt der Tätigkeit einer Unternehmensberatung ist ihr Gestaltungskonzept. Dieses kann man gewissermaßen als die Grundkonfiguration der jeweiligen Beratungstätigkeit verstehen.

Am Anfang stehen dabei die eigenen Qualifikationen und Interessen (und gegebenenfalls die der Partner). Daraus bestimmt sich die inhaltliche Ausrichtung des Beratungsangebotes und die Definition der Geschäftsfelder.

Flankiert wird dieser Prozess durch eine umfassende Markt-, Umfeld- und Chancen-Risiken-Analyse, für die der Autor einen systematischen Fragenkatalog an die Hand gibt.

Daraus wiederum leitet sich eine eventuelle Spezialisierung nach Beratungsthemen, Branchen und Kundengröße ab. Abgerundet wird dieses zweite Kapitel durch eine Darstellung der drei kritischen Ressourcen einer jeden Unternehmensberatung: Wissen, Kundenbeziehung und Reputation.

Daran anschließend entwickelt der Autor vier Szenarien für eine mögliche Entwicklungsstrategie, um die eigenen Beratungsdienstleistungen im Markt voranzubringen. Alles in allem ist dieser zweite Abschnitt ein echtes Grundlagenkapitel.

Das heißt, es ließt sich nicht nebenbei. Dafür regt es zu einem grundsätzlichen Nachdenken über die strategische und inhaltliche Ausrichtung des eigenen Beratungsunternehmens an.

Wie verkaufe ich meine Dienstleistung an meine potentiellen Kunden?

Wie der Autor im ersten Kapitel an Hand aktueller Zahlen skizziert, gibt es in Deutschland eine große Zahl von Unternehmensberatungen.

Und trotz anhaltenden Marktwachstums ist der zu verteilende Kuchen ganz grundsätzlich beschränkt (aktuelles Marktvolumen rund 22 Milliarden Euro).

In der Folge muss sich der Großteil der Beratungsunternehmen aktiv und kontinuierlich um Beratungsaufträge bemühen. Hierfür entwickelt Dirk Lippold eine an die Spezifika der Branche angepasste Variante der Marketing-Gleichung.

Deren Grundgedanke ist es, die Kompetenzen der eigenen Problemlösungs- und Beratungstechnologien zielführend für die Bedürfnisse der bestehenden und potentiellen Kunden einzusetzen.

Darauf aufbauend skizziert der Autor sechs Einzelaspekte einer erfolgreichen Marketingstrategie:

  1. die Segmentierung (Auswahl attraktiver Marktsegmente)
  2. die Positionierung (Abheben vom Wettbewerb im gewählten Segment)
  3. die Kundenkommunikation (Schaffung und Optimierung der Kundenwahrnehmung)
  4. den Vertrieb (Vertriebsformen, Vertriebskanäle, Vertriebskooperationen)
  5. die Akquisition (der persönliche Verkauf der Dienstleistung im Neu- und Folgegeschäft)
  6. die Kundenbetreung (zufriedene Kunden als Referenzgeber, Folgegeschäft)

Alles in allem stellt der Autor mit diesem sehr praktisch orientierten Kapitel eine gute Grundlage für eine erfolgreiche Marketingstrategie von Unternehmensberatungen zur Verfügung.

Wie erbringe ich meine Beratungsleistung ganz konkret?

Dem erfolgreichen Marketing folgt der Kundenauftrag und damit die Verpflichtung zur „Produktion“ der vertraglich vereinbarten Beratungsleistung.

Der Kern und das Ziel dieser Beratungsleistung ist dabei immer eine Form von Problemlösung im Kundeninteresse.

Hierfür gibt Dirk Lippold dem Leser ein Set an grundsätzlichen Beratungstechnologien an die Hand. Er geht dabei ein auf:

  • Planungs- und Kreativitätstechniken
  • Tools zur Strategiewahl
  • Portfoliotechniken
  • und Tools zur Formulierung der strategischen Stoßrichtung

Darauf aufbauend stellt der Autor die wesentlichen Tools und Techniken zur Implementierung vor.

Mit welchen Mitarbeitern führe ich meine Unternehmensberatung zum Erfolg?

Der Erfolg einer Beratungsgesellschaft steht in einem engen Verhältnis zur Qualifikation und Motivation der Partner und Mitarbeiter.

Daher kommt den Themen Personalauswahl, Personalgewinnung und Personalbindung eine zentrale Bedeutung im Beratungsgeschäft zu. Entsprechend ausführlich gestaltet Dirk Lippold dieses wichtige Kapitel.

In enger Anlehnung an die bereits bekannte Marketing-Gleichung entwickelt der Autor eine spezielle Personalmarketing-Gleichung für die Beratungsbranche.

Diese entfaltet sich entlang der personellen Wertschöpfungskette und kennt im wesentlichen zwei Stoßrichtungen, welche detailliert und praxisnah dargestellt werden:

  1. die Phase der Personalbeschaffung und
  2. die Phase der Personalbetreuung.

Wie kontrolliere und organisiere ich mein Consultingunternehmen?

Das letzte Kapitel des Buches widmet sich der Frage, wie sich eine Unternehmensberatung überhaupt sicher kontrollieren und effizient organisieren lässt.

Diese Herausforderung besteht insbesondere vor dem Hintergrund der projektförmigen Organisation des Beratungsgeschäfts.

Ausgangspunkt ist dabei eine ausführliche Analyse der eigenen Kostenstruktur, um das interne Controlling zielgerichtet einsetzen zu können.

Der Autor geht dabei auf die verschiedenen Modellparameter ein und stellt exemplarisch zwei Modellrechnungen vor.

Dem schließen sich einige grundsätzliche wie praktische Überlegungen zur richtigen Organisationsform von Unternehmensberatungen an.

Mein Fazit zu Dirk Lippolds Buch

Das Buch bietet seinen Lesern rund 600 Seiten geballtes Wissen aus Theorie und Praxis der Beratungsbranche und ist damit sicherlich keine Lektüre für nebenbei.

Dem steht der Lohn des Leseaktes gegenüber, ein grundsätzliches Wissen um die vielfältigen Anforderungen und Herausforderungen des Beratungsgeschäfts. Allen, die dieses Leseziel verfolgen, kann ich das Buch daher nur empfehlen.

Ein guter Berater sorgt für Kompetenzvergrößerung im Unternehmen

Beratung ist nicht gleich Beratung. Jedes Beratungskonzept beruht auf Grundpfeilern und hat Spezialgebiete entwickelt, die sich stark voneinander unterscheiden können. Beratungssuchende Unternehmen und die Unternehmensberatung, die sie unterstützt, müssen je nach Problem und Ziel aufeinander abgestimmt sein.

Unternehmen auf der Suche nach fachkundiger Beratungsleistung sollten deswegen auf der Suche nach einem klaren Schema vorgehen und hinterfragen, welche Form von Beratung Sie brauchen und wo Sie diese finden. Spätestens in einer unternehmerischen Krise ist die Hilfe eines kompetenten Unternehmensberaters oftmals unabdingbar.

Vor dem Einsatz externer Berater ist einiges abzuklären

Aber auch schon vorher stößt das Management oftmals an die Grenzen der vorhandenen Kompetenzen und erkennt, dass ein Beratungsunternehmen ihnen helfen könnte.

Doch wo liegen die konkreten Probleme, Kompetenz-Engpässe und Hürden, die es zu überwinden gilt? Eine umfassende Ist-Analyse soll diese Frage klar beantworten. Dadurch klärt sich auch die Frage, wo die Fachbereiche der in Frage kommenden Unternehmensberater zu liegen haben.

Im zweiten Schritt geht es um die Frage, wohin der Weg führen soll und worin die konkreten Ziele des Unternehmens bestehen. Daraus ergibt sich auch ein Überblick darüber, welche Meilensteine bereits erreicht wurden und bei welchen Schritten der Beratungsdienstleister helfen soll. So wiederum ergibt sich ein noch klareres Anforderungsprofil an die zu findende Beratungsfirma.

Suchen und Finden verlagert sich zunehmend ins Internet

Ganz grundsätzlich gibt es zwei Wege, die passenden Experten für ihr Projekt zu finden:

  1. über qualifizierte Empfehlungen von Geschäftsfreunden und Geschäftspartnern auf der Grundlage eigener Erfahrungen
  2. die eigene Suche. Ersteres ist der Idealfall, welcher allerdings nur selten eintreffen wird.

Für den Fall der eigenen Suche ist das Internet der erste und zentrale Anlaufpunkt. Hierbei kann man sowohl auf verschiedene Beraterdatenbanken als auch die Webseiten der einzelnen Beratungsunternehmen zugreifen, um eine Liste mit in Frage kommenden Anbietern zu erstellen.

Und dann heißt es, Konzepte und Referenzen aufzeigen lassen und die einzelnen Anbieter miteinander zu vergleichen. Dadurch wird zumindest klarer, ob sich die Zusammenarbeit als fruchtbar und gewinnbringend für beide Seiten erweisen kann.

Informationen und Referenzen vorher einholen

Auch bisherige Referenzen der Berater sollte man genau unter die Lupe nehmen. Je mehr Informationen und Empfehlungen zufriedener Kunden man sich über eine Beratungsgesellschaft einholen kann, desto sicherer kann man sich der Professionalität Ihrer Beratungsdienstleistung sein.

Grundsätzlich gilt, dass natürlich eine Qualifikation hinter dem Berater stehen muss, dass seine konzeptionelle Denkweise aber auch zu den definierten Unternehmenszielen passen muss.

Wenn man nicht zusammenkommt, ist das keine Frage der Professionalität. Vielmehr lagen dann die Profession der Beratungsgesellschaft und die Bedürfnisse der Firma zu weit auseinander, was in einem so hoch spezialisierten Feld wie der Beratung von Unternehmen immer der Fall sein kann.

Das einzig Konstante ist der Wandel

Als Folge der Finanzkrise haben große Wirtschaftsunternehmen, und damit Auftraggeber für die Beratungsbranche, Budgets und Mandate zusammengestrichen.

Selbstkritische Erkenntnisse in Beraterkreisen, dass die bis dato vertretenen Empfehlungen oft zu kurzsichtig und auf das eigentliche Kerngeschäft ausgelegt waren, ließen die Begehrlichkeiten in Richtung Mittelstand wandern, der von jeher bevorzugt langfristig denkt.

Dieser benötigt aber naturgemäß weniger eine globale Strategieberatung, sondern insbesondere eine praktisch-operative Unterstützung des Managements.

Dass in der Folge der wirtschaftlichen Verschiebungen hier zunehmend die Branchengrößen unter den Unternehmensberatern anzutreffen sind, ist dem zunehmenden Druck geschuldet.

Trend I – Allrounder gefragt

Der gute Name reicht nicht mehr aus, um an lukrative Beratungsaufträge zu gelangen. Die finanziell schwergewichtigen Wirtschaftsprüfungen, wie zum Beispiel PricewaterhouseCoopers oder Deloitte, kaufen sich Beratungskompetenz im großen Stil ein. So stellen Sie als Full-Service-Anbieter eine echte Konkurrenz zu den renommierten Unternehmensberatergesellschaften dar.

Es ist also auf der einen Seite eine Konzentration zu verzeichnen, die sich auch auf zusätzliche Services, wie zum Beispiel IT-Entwicklung oder Strategy Consulting, ausdehnt. Ein praktisches Beispiel dafür hat Deloitte geliefert, der mit der Übernahme von Monitor nun auch im strategischen Bereich den bislang unangefochtenen Spezialisten Konkurrenz machen kann.

Trend II – Spezialisierung wird groß geschrieben

Auf der anderen Seite sind die Erarbeitung, Besetzung und Verteidigung von Marktnischen durch Spezialisierung für viele Unternehmensberatungen die geeignete Strategie, um sich gegen die Übermacht der Branchengrößen behaupten zu können. Geeignete Felder können dabei neben der IT-Entwicklung auch das Personalmanagement sein.

Zwar wird es auch bei den Spezialisten zu Übernahmen kommen, allerdings sind die Chancen mit innovativem Know-how und kreativen Ansätzen sehr gut, sich insbesondere im Mittelstand oder durch Zusammenarbeit zu behaupten. Eine ähnlich gelagerte Entwicklung lässt sich aber auch in der Industrie selbst feststellen, die zunehmend mit Inhouse Consulting arbeitet.

Die innerhalb des Unternehmens etablierte Full-Service- Unternehmensberatung muss sich dabei genauso an Ausschreibungen für Projekte beteiligen, wie externe Berater, hat allerdings den Vorteil, dass die internen Abläufe und Eigenheiten bekannt und spezifisches Branchenwissen vorhanden sind.

Trend III – Kundenverhalten ändert sich

Die Erkenntnisse aus den vergangenen Jahren lassen Unternehmen vorsichtiger werden, wenn es um hochdotierte Beratungsaufträge geht. Und der wachsende Konkurrenz- und damit Preisdruck in der Unternehmensberatungsbranche spielt ihnen in die Hände.

Bei der Auswahl entscheidet nicht mehr das Renommee, sondern insbesondere die vorzuweisenden Erfolge in der Umsetzung, die sich klar an Resultaten messen lassen.

Dies sind zunehmend die stärksten Argumente. Kleine, überschaubare und detailliert abrechenbare Projekte setzen sich gegen großvolumige Aufträge ebenso durch wie die erfolgsabhängige Vergütung.

Es geht immer häufiger um die schnell messbare Optimierung der Managementqualität, die die ausführlichen Analysen ablösen. Der Schwerpunkt aus Kundensicht liegt also auf der pragmatischen und zügigen Umsetzbarkeit sowie messbaren Resultaten in kleineren Projekten.

Trend IV – Andere Themen im Mittelpunkt

Sicher auch als Folge der Ereignisse der letzten Jahre stehen Beratungen zum großen Thema Coporate Governance und den damit verbundenen effektiven Controlling-Instrumenten ganz oben auf der Themenliste.

Darüber hinaus fordern die globalisierten Märkte eine Konzentration auf Supply-Chain-Management-Konzepte, die Spezialisierung und Konzentration erfordern und unternehmensübergreifend gestaltet werden müssen.

IT-gestützte Prozessoptimierungen sind hier unerlässlich und stellen ein stark nachgefragtes Beratungssegment dar. Ein weiterer Schwerpunkt sind die Kundenbeziehungen, die mit Hilfe neuer Technologien auf eine andere Qualität gehoben werden sollen.

Dabei geht es aber nicht nur um technologische Neuerungen. Insbesondere die konzeptionelle Gestaltung, wie zum Beispiel Kundensegmentierung, Marketingkonzepte und Vertriebsstrategien sowie Organisation, stehen im Beratungsmittelpunkt.

Trend V – Neue Branchen mit verstärktem Beratungsbedarf

Waren bisher die größten Auftraggeber für Unternehmensberatungen im gesamten Finanzbereich, der IT- und Telekommunikationsbranche sowie dem Maschinen- und Anlagenbau zu finden, geht diese Nachfrage permanent zurück, was nicht zuletzt den Inhouse-Beratungstrends zuzuschreiben ist.

Andere Bereiche der Wirtschaft, aber auch Einrichtungen der öffentlichen Hand, geraten dafür immer mehr unter Marktdruck, so dass die Dienstleistungen der Unternehmensberatungen stärker nachgefragt werden.

Ein sehr gutes Beispiel ist die Energiebranche, in der sich die Anbieter gerade vor dem Hintergrund der Energiewende mit neuen Konzepten und gegen starke Wettbewerber am Markt behaupten müssen. Auch im Gesundheitswesen bringt mehr Transparenz größeren Wettbewerbsdruck und damit Betätigungsfelder für Berater.

Trend VI – Veränderungen in der Beraterzunft selbst

Work-Life-Balance, flexible Arbeitszeitmodelle und die Möglichkeit zur Teilzeitarbeit sind nur einige Eckpunkte, auf die die junge Beratergeneration großen Wert legt.

Die Zeiten der exzessiven Arbeitsbelastung sind vorbei, wie zum Beispiel die Einführung der Personal Time im Unternehmen McKinsey eindrücklich zeigt. Unternehmensberatungen müssen sich attraktiv machen, wollen sie talentierten Beraternachwuchs einstellen.

Das digitale Zeitalter ist in der Beratungsbranche angekommen

Das digitale Zeitalter bietet auch für Unternehmensberatungen die Möglichkeit, neue Angebote und Formen ihrer Umsetzung zu entwickeln. Eine dieser Entwicklungen ist das Thema Onlineberatung. Bei einer Onlineberatung wird der persönliche Kontakt zum Unternehmensberater durch den digitalen Kontakt ersetzt.

Während sich diese Form der Beratung für größere Unternehmen und komplexe Problemstellungen nicht unbedingt eignet, bietet sie sich jedoch in kleineren Betrieben und für klare Fragestellungen an. Denn sie spart Zeit und Geld. Im Wesentlichen sind Telefon, Mail und Work-Flow-Plattformen die eingesetzte Form der Kommunikation.

Zunächst muss jedoch geklärt werden, ob die Onlineberatung bei dem anliegenden Problem angebracht ist. Dies geschieht generell in einem ersten Telefonat, bei dem der Kunde sein Anliegen vorstellt. Der Unternehmensberater schätzt auf der Grundlage dieser Angaben die Möglichkeiten ab.

Wie läuft eine Online-Unternehmensberatung ab?

Fällt die Entscheidung zugunsten der Onlineberatung aus, finden alle weiteren Gespräche, Informationsvermittlungen und Beratungen wahlweise telefonisch oder per Email statt. Ein großer Vorteil dieser Art der Beratung liegt darin, dass für den Kunden keine Reisekosten durch den Berater anfallen.

Eine deutliche Kostenersparnis. Außerdem wird Zeit gespart, da der Kontakt per Telefon beziehungsweise Email und ohne persönlichen Besuch viel schneller und effizienter abläuft.

Bei welchen Einsatzgebieten bietet sich die Onlineberatung an?

Es gibt eine Vielzahl von Themen und Fragestellungen, die sich relativ leicht online klären lassen. Hierzu gehören Fragen zu Personalentscheidungen, zu einer Unternehmensnachfolge, zu Krediten und anderen finanziellen Punkten, Werbe- und PR-Maßnahmen oder eine Markt- und Vertriebsanalyse.

Bei diesen und ähnlichen Themenkomplexen ist die Onlineberatung sinnvoll, denn die Informationen, die der Berater für seine Beratung benötigt, lassen sich ohne großen Zeitaufwand telefonisch oder per Email übermitteln.

Es besteht bei diesen Aspekten, die nicht übermäßig komplex und kompliziert sind, kein Risiko, dass durch die nicht persönlich stattfindende Informationsübermittlung eine Verzerrung des Gesamtbildes entsteht.

Die Beratung kann bei Themen dieser Art auch online beziehungsweise telefonisch grundsätzlich kompetent und umfassend erfolgen. Dadurch ist eine erhebliche Zeitersparnis möglich.

Verschiedene Methoden der Onlineberatung sind möglich

Findet die Beratung per Telefon statt, erfolgen die Gespräche in der Regel in Form eines Telefoncoachings. Der Kunde ruft mit seinen Fragen an. Häufig zu festgelegten Zeiten, so ist sein persönlicher Berater für ihn auch erreichbar.

Und der Berater kann nun die Fragen beantworten. Häufig erarbeiten Berater und Kunde ein Thema am Telefon auch gemeinsam. Dies ist ohnehin der optimale Weg, gerade bei personellen oder finanziellen Aspekten.

Softwarelösungen unterstützen den Beratungsprozess

Bei einer Onlineberatung per Email werden wahlweise die Mails und alle nötigen Angaben hin- und hergeschickt oder es wird eine spezielle Work-Flow-Software eingesetzt, die auf die jeweiligen Aufgaben abgestimmt ist. Informationen, Checklisten, Antworten und alles Weitere lassen sich hiermit optimal austauschen und für den Kunden einsetzen.

Flexibler Einsatz der Methoden führt zum Erfolg

Natürlich ist es bei Bedarf möglich, beide Formen der Beratung, Telefon und Mail, miteinander zu verbinden. Wirft beispielsweise eine Email mit Checklisten, die der Kunde für eine Auswertung ausfüllen soll, Fragen auf, ruft er seinen Berater an und klärt, wie die Liste optimal ausgefüllt wird.

Ebenso können Berater und Kunde einen Vorgang auf ihren Bildschirmen haben und miteinander telefonieren. Dieser intensive, individuelle Kontakt ermöglicht es, auch etwas komplexere Vorgänge schnell und effektiv zu bearbeiten.

Onlineberatung funktioniert insbesondere bei kleineren Projekten

Immer mehr Unternehmensberater bieten diese Form der Projektumsetzung an. Hiermit reagieren Sie auch auf den Trend, dass das zusätzliche Wachstum in der Branche hauptsächlich aus zeitlich und inhaltlich begrenzten Fachprojekten kommt.

Und gerade für kleinere Unternehmen ist eine Onlineberatung immer dann sinnvoll, wenn die zu klärenden Fragen nicht übermäßig kompliziert sind. In diesem Fall führt dieser Service zu einer spürbaren Geld- und Zeitersparnis und sollte daher intensiv genutzt werden.

Zielgruppendefinition für Unternehmensberater – So geht es

Zu keiner Zeit in früheren Jahren waren die Anforderungen so hoch gesteckt wie heute, ein Unternehmen zu gründen, zu führen oder zu verändern. Die Politik hat viele Fallstricke, aber auch Chancen geschaffen, mit einer Firma erfolgreich zu sein oder zu scheitern.

Aber auch der europäische Binnenmarkt hat die Perspektiven innovativ denkender und arbeitender Firmen wesentlich erweitert. Mit Weitsicht und fachlichem Wissen, aber auch dem Mut zu neuen Wegen stehen heute derart unerschöpfliche Möglichkeiten offen, wie sie zu keiner früheren Zeit bestanden haben.

Aber auch das Gegenteil ist der Fall. Firmen geraten in Schwierigkeiten, weil ihnen die schlechte Zahlungsmoral ihrer Kunden den zustehenden Umsatz versagt. Unzureichend geschultes und motiviertes Personal schmälert die Leistungsfähigkeit oder veraltete Produkte und Dienstleistungen finden keine Abnehmer mehr.

Zu all diesen Bereichen ist umfangreiche Beratung erforderlich, die der Unternehmer selbst kaum überblicken kann. Selbst, wenn er sich im Selbststudium über Möglichkeiten der Effizienzsteigerung und unzähliger anderer Dinge kundig machen würde.

Es werden ihm immer nützliche Aspekte entgehen, die ihm vorenthalten bleiben. Zur Unternehmensberatung zieht er vorzugsweise einen Vertrauten hinzu, der ihm den Raum für seine eigentlichen Aufgaben lässt. Wann beginnt ein Unternehmensberater mit seiner Aufgabe?

Unternehmensberatung vor der Firmengründung

Den Traum von der eigenen Selbstständigkeit erfüllen sich jährlich viele tausende Neueinsteiger. Sie haben eine Geschäftsidee, die sie von nun an mit großem Eifer verfolgen und präzisieren.

Diese Eigenschaften sind die Grundvoraussetzungen zum Erfolg, denn ohne eigene Überzeugung kann kein Geschäft erfolgreich sein. Viele dieser Neueinsteiger verschließen jedoch aus dem eigenen Enthusiasmus heraus den Blick vor den Risiken.

Ohne Risiko wird sich kaum ein Unternehmen gründen lassen. Es muss jedoch in vertretbarem Rahmen sein und dieser schwungvolle Enthusiasmus muss durch die unabhängige Betrachtung eines Unternehmensberaters auf seine realistische Umsetzung hin hinterfragt werden.

„Würden Sie Ihre Leistung selbst kaufen und was sind Sie selbst bereit, für Ihre Leistung zu bezahlen“, sind zwei der ersten Fragen eines Unternehmensberaters.

Er will dem Gründer nicht den Wind aus seinen voll aufgeblähten Segeln nehmen, sondern ihn nur vor unüberlegten Schritten bewahren.

Der Unternehmensberater unterstützt den Gründer aber auch bei allen Fragen der Fördermöglichkeiten, Gesellschaftsform der Firma und erster Kundenakquise. Er beobachtet die Umsatzzahlen der ersten Monate und spürt Ungereimtheiten auf.

Die Beratung bestehender Firmen

Fast in jeder Firma schleicht sich, oft über lange Zeit unbemerkt, die Gewohnheit ein. Die Produktionsprozesse laufen ohne Kontrolle ab und für die buchhalterischen Aufgaben wurde ein Schema aufgebaut, welches Monat für Monat abgearbeitet wird.

Oftmals erst mit dem Rückgang der Umsatzzahlen wird deutlich, dass das bisherige Geschäftsmodell nicht mehr marktfähig ist. Dann ist jedoch bereits wertvolle Handlungsperspektive verstrichen.

Im schlimmsten Fall ist bereits ein Teil des Kundenstammes zum Konkurrenten abgewandert, der ein neues und innovatives Produkt anbietet. Aber auch die betrieblichen Strukturen bedürfen einer unabhängigen Betrachtung durch einen Unternehmensberater.

Ungewöhnlich hohe Krankenstände beispielsweise werden aus sozialer Betrachtungsweise heraus oftmals zu spät hinterfragt oder die Ausbildung der Beschäftigten ermöglicht nicht die Herstellung eines neuen Produktes.

Überall in diesen Bereichen ist eine unabhängige Betrachtungsweise und Beratung über Veränderungsmöglichkeiten notwendig. Sie darf nicht erst einsetzen, wenn der Schaden bereits eingetreten ist, sondern muss kontinuierlich begleitend zu den beständigen Betriebsabläufen erfolgen.

Diese Leistung bietet ein Unternehmensberater, der unabhängig von persönlichen Verknüpfungen zu den betrieblichen Strukturen die Wirtschaftlichkeit der Firma betrachtet.

Der Unternehmensberater wird aber auch in die Konzeption neuer Produkte und Dienstleistungen einbezogen. Er überprüft deren Marktfähigkeit und eröffnet Möglichkeiten der nahezu unerschöpflichen Förderprogramme, die die Politik besonders bei Innovationen zur Verfügung stellt.

Consulting bei entstandener Schieflage des Unternehmens

Auch dieser Fall tritt leider nur allzu oft auf und es gilt, kühlen Kopf zu bewahren. Die unterschiedlichsten Situationen können dazu geführt haben, dass das wirtschaftliche Konzept einer Firma ins Wanken geraten ist. Zahlungsausfälle, fehlende Marktfähigkeit, aber auch Missmanagement sind nur wenige der Ursachen.

Die Chefs geben sich meist selbst die Schuld an diesem Zustand und versuchen, Rettungsmaßnahmen einzuleiten. Sie sind sehr oft kontraproduktiv, indem sie sich mit radikalen Einsparungen oder überteuerten Finanzspritzen selbst den letzten Strohhalm abschneiden.

Der Unternehmensberater betrachtet den Istzustand dieser Firma als Außenstehender, den nur die wirtschaftlichen Zusammenhänge interessieren. Sie müssen es auch, den jetzt sind kurzfristige Entscheidungen ohne soziale Emotionen erforderlich.

Nicht immer führt dieser Weg zurück in eine stabile Existenz der Firma. In einem solchen Fall muss der Unternehmensberater alle Vorbereitungen in eine geordnete Insolvenz mit seiner Beratungsdienstleistung begleiten.

Ziel ist es jedoch vielmehr, aus den vorhandenen Möglichkeiten neue Konzepte zu entwickeln und Neues einzufügen, womit sich die Firma völlig neu am Markt platzieren kann.

Seine Beratung umfasst dabei alle Bereiche von der Marktanalyse bis hin zur Firmenstruktur. Unternehmensberatung ist die komplexe Tätigkeit aus unabhängiger Beratung und Vertrauensverhältnis zum Unternehmen, welches begleitet wird.

Nachwuchssorgen in der Unternehmensberatung?

Etwa 15.000 Unternehmen mit insgesamt rund 100.000 Beratern erbringen in Deutschland Beratungsdienstleistungen, auch unter der Bezeichnung Managementberatung oder Consulting. Davon erwirtschaften etwa 11.000 Beratungsgesellschaften einen Jahresumsatz unter 500.000 Euro, während die 10 größten Gesellschaften (alle international operierend) allein hierzulande jeweils über 250 Mio. Euro erlösen.

Dabei konzentrieren sich die Consultants vor allem auf Strategie-Themen, wie Neuausrichtungen und Restrukturierungen, die typischerweise von Veränderungen des Marktes, neuen Wettbewerbssituationen und dem daraus entstehenden Kostendruck ausgelöst werden. Eng damit verknüpft sind Personal- und Führungsaspekte sowie die Neugestaltung und Anpassung von Organisation und Prozessabläufen. Fundamentale Bedeutung aus Kosten- und Sicherheitsgründen hat heute auch die Beratung zur Informationstechnologie.

Das Image der Beratungsbranche

Nur wenige Branchen lösen bei einzelnen Bevölkerungsgruppen so unterschiedliche Erwartungshaltungen und emotionale Reaktionen aus wie die Beratungsgesellschaften. Eigentümer eines Unternehmens sehen darin häufig die Retter bei sinkenden Ergebnissen oder Marktanteilen oder weil sie mehr Entscheidungssicherheit bei geplanten Zukäufen beziehungsweise Integrationshilfen bei bereits vollzogenen benötigen.

Für das (angestellte) Top-Management kann das Beratungsunternehmen Bestätigung des eingeschlagenen Wegs und damit Unterstützung bedeuten oder aber den Verlust des Arbeitsplatzes. Letzteres erwarten die meisten Beschäftigten einschließlich des mittleren Managements. Dass während der letzten 20 Jahre ein Großteil der Massenentlassungen infolge drastischer Umstrukturierungen auf Empfehlung von Beratungen zustande kam, erklärt diese nahezu einmütige Abneigung in Arbeitnehmerkreisen.

Hinzu kommt die Medienkritik an einem eher schablonenhaften Maßnahmenkatalog, der wenig Rücksicht nimmt auf Besonderheiten des analysierten Unternehmens und gar keine auf gewachsene Strukturen, die bei vielen Mitarbeitern die Loyalität zum Unternehmen begründen. Kostenreduktion soll überwiegend zu Lasten des Personals erreicht werden: Auslagerung von Betriebsteilen, Entlassungen, Streichung von Sonderzahlungen, mehr Zeitverträge. Damit etablierte sich auch bei zahlreichen nicht direkt Beteiligten ein Negativbild dieser Branche.

Mitarbeiter in Unternehmensberatungen

Gerne genommen wird die Elite eines Hochschulabschluss-Jahrgangs. Danach bedeutet dies für die Absolventen: 50 – 90 Wochenstunden an unterschiedlichen Einsatzorten, beständig Berge von Informationen sichten und bewerten, meist aus dem Koffer leben, stets korrekt gekleidet uneingeschränkt Leistungen erbringen und vor allem immer unter Termindruck stehen. Consultants bringen zwangsläufig zusätzliche Unruhe in bereits verunsicherte Belegschaften, und die Auftraggeber fordern schnellstmöglich umsetzbare Ergebnisse.

Nur der Erfolg zählt: entweder aufsteigen oder gehen (müssen). Der Aufstieg erfordert irgendwann auch eigene Akquisition von Aufträgen, so dass neben der Beratungstätigkeit gleichwertig die Neukunden-Gewinnung steht oder zumindest der Abschluss von Folgeprojekten. Dieser fortgesetzt extrem hohen Arbeitsbelastung und dem nie nachlassenden Erfolgsdruck können oder wollen sich viele nicht über einen langen Zeitraum aussetzen. Trotz der bekannt hohen Theorielastigkeit dieser Berufserfahrung ist danach ein Wechsel insbesondere in Konzern-Umgebungen aussichtsreich.

Die Nachwuchssituation aktuell

Auch wenn sich die Angebotssituation auf dem Arbeitsmarkt generell zu Lasten der nachfragenden Arbeitgeber ändern (Fachkräftemangel) sollte und das Negativ-Image der Beratungsunternehmen erhalten bliebe, die Großen der Branche werden weiterhin Bewerber anziehen. Die Gründe dafür liegen vor allem im renommierten Namen, der jeden Lebenslauf ziert, und in den schnell zu erwartenden lukrativen Jahreseinkommen im oberen fünfstelligen Bereich.

Vielleicht wird die Fluktuation in diesen Beratungsunternehmen noch höher, weil insbesondere für die Hochschulabsolventen alternative Lebenszuschnitte schon nach wenigen Jahren ihren Reiz entfalten, doch ein echter Personalengpass ist nicht sehr wahrscheinlich. Für alle anderen stellt sich irgendwann die Frage, wie sie ihren Personalbestand bei vergleichbaren Anforderungen an die Mitarbeiter, doch deutlich weniger Attraktivität bei Marktwert, Internationalität und Einkommen erhalten und ausgeschiedene Kräfte ersetzen können.

Da der Konkurrenzdruck bestimmt nicht nachlassen wird, ist der finanzielle Spielraum gering. Kreative organisatorische Maßnahmen sind gefragt. Bei Außeneinsätzen lassen sich die Arbeitszeiten wegen des Termin- und Kostendrucks nicht beeinflussen. Allerdings würde eine sorgfältige Auswahl der Unterbringung unter Berücksichtigung angemessener Arbeits- und Kurzzeit-Entspannungsangebote nicht nur spontan motivieren.

Außerdem wären nach einem Projektabschluss Freizeitausgleich oder zumindest vorübergehend flexiblere Arbeitszeiten realisierbar. Sonderleistungen könnten neben dem notwendigen Firmenwagen und der mobilen Informations- und Kommunikationstechnik beispielsweise die Finanzierung einer Haushaltshilfe beinhalten, eines Hemden-Services, Fitness-Center-Abos oder Wellness-Aufenthalts. Familienfreundlicher wird dieser Arbeitgeber dadurch zwar nicht, doch wer diese anspruchsvolle Arbeit in ständig neuen Umgebungen liebt, erhielte eine komfortablere Freizeit.

Flexiblere Mitarbeitergewinnung

Quer einsteigende Naturwissenschaftler, Juristen oder Berufserfahrene aus anderen Sparten werden nicht nur wegen ihrer spezifischen Branchenkenntnisse in weniger großen Beratungsunternehmen benötigt. Sie verbessern auch mit ihrer Ergänzung des Kompetenzprofils die für Neuabschlüsse wichtige Außenwirkung des Beratungsunternehmens.

Als Anreize böten sich beispielsweise eine kostenlose Berater-Qualifikation, eine großzügig bemessene Einarbeitungszeit und eine komfortable Nutzungsregelung für Dienstwagen und elektronische Arbeitsgeräte an. Auch wenn viele Arbeitnehmer ihre Sicherheitserwartungen nur in einem unbefristeten Arbeitsvertrag erfüllt sehen, ist zu beobachten, dass auch und vielleicht sogar zunehmend ältere Menschen es begrüßen würden, ein ganzes Projekt oder definierbare Teilbereiche daraus innerhalb eines überschaubaren Zeitraums auf Basis einer freien Mitarbeit übernehmen zu können.

Das Thema Geheimhaltungsverpflichtung ließe sich bestimmt auf einzelvertraglicher Basis zuverlässig abhandeln. Auf diese Weise entstünde auch ein praktikabler Kompromiss zwischen der produktiven Nutzung der Lebens- und entsprechenden Berufserfahrung älterer Menschen und der für diese Altersgruppe nicht zuträglichen Dauerbelastung durch die unvermeidlich hohe Wochenarbeitsstundenzahl in einem Beratungsunternehmen.

Verantwortungsbewusstsein in der Unternehmensberatung?

Verantwortung beinhaltet das Wort „Antwort“ und impliziert die Idee, dass eine Person oder Organisation einer anderen Person oder Organisation Rechenschaft schuldig ist für ihre Handlungen und die daraus entstehenden Konsequenzen. Wir sollten also letztlich in der Lage sein, jemandem eine gute Antwort darauf geben zu können, warum wir etwas tun.

Ein Unternehmensberater hat zunächst natürlich ein Verantwortungsgefühl für das eigene Unternehmen und dessen Mitarbeiter. Eine besondere Verpflichtung erwächst aber aus der beratenden Tätigkeit. Schließlich kommen andere Firmen mit dem Auftrag, ihnen bei ihrer Geschäftstätigkeit zu helfen.

Die angebotene Beratungsdienstleistung hat unter Umständen massive Auswirkungen auf das Wohlergehen einer anderen, fremden Organisation und damit deren Eigentümern, Lieferanten, aber vor allem auch deren Mitarbeitern.

Den Kunden in die Verantwortung nehmen

Im Idealfall liegt die Verantwortlichkeit und damit auch das Risiko für den Erfolg oder Misserfolg eines Unternehmens bei deren Eigentümern beziehungsweise dem mit der Leitung beauftragten Management.

Diese Verpflichtung sollte unbedingt gewahrt werden. Das heißt eine Unternehmensberatung sollte auf keinen Fall Entscheidungen der Unternehmer oder des Managements abnehmen.

Häufig werden Unternehmensberatungen aber gerade herangezogen, um unangenehme Entscheidungen abzunehmen oder zu legitimieren. Das Problem dabei: Die Konsequenzen dieser Entscheidungen bekommen meist nicht die Unternehmensberater zu spüren.

Wenn überhaupt indirekt über neue Aufträge und Empfehlungen im Erfolgsfall, oder über keine neuen Aufträge im Misserfolgsfall. Direkt betroffen von der Qualität der Beratung ist aber das beratene Unternehmen, dessen Existenz im Extremfall davon abhängen kann.

Besonders betroffen sind daher häufig die Mitarbeiter des beratenen Unternehmens. Im Gegensatz zu Eigentümern und Managern haben diese häufig kein Mitspracherecht bei wichtigen Entscheidungen und profitieren nicht von hohen Residualgewinnen, wenn das Unternehmen erfolgreich ist.

Dies wird häufig damit argumentiert, dass die Eigentümer und Manager damit auch das Risiko tragen, in schlechten Zeiten weniger zu verdienen, während die Mitarbeiter konjunkturunabhängig mit einem festen Gehalt rechnen können.

In der Praxis ist dieses theoretische Versprechen aber im Krisenfall wenig wert, wenn Mitarbeiter von Kostensenkungsprogrammen, Entlassungen oder Standortverlagerungen betroffen sind.

Wie eingangs beschrieben bedeutet Verantwortungsbewusstsein, den Betroffenen der eigenen Handlungen gegenüber Rede und Antwort zu stehen.

Wenn das Management sich bei wichtigen Entscheidungen auf externe Berater beruft, die im Zweifelsfall nach getaner Arbeit wieder aus dem Betrieb verschwunden sind, bedeutet das Wegducken vor Rechenschaft.

Ein wichtiger Teil der verantwortungsvollen Beratertätigkeit ist daher, die Konsequenzen der Beratungsleistung auch für die Belegschaft des Kunden mit zu bedenken und dafür Rede und Antwort zu stehen.

Ein anderer wichtiger Aspekt ist aber auch, die auftraggebenden Entscheidungsträger in der verantwortungsvollen Ausübung ihrer Tätigkeit als Führungskraft zu stärken und in die Verpflichtung zu nehmen, ihre Rolle im Unternehmen verantwortungsvoll wahrzunehmen.

Verantwortungsimplusion in komplexen Systemen

Mit der Verantwortungsethik wird es im Gegensatz zur Gesinnungsethik teilweise kompliziert. Gerade in komplexen Systemen, wie es große Konzerne nun einmal sind, und bei dynamischen, durch große Unsicherheiten geprägten Umwelten, wird es extrem schwierig die genauen Konsequenzen einer Strategie, oder bestimmter Maßnahmen, die ein Unternehmen setzt, vorherzusagen.

Manche sprechen bei der Unternehmenssteuerung schon von einem „Fahren auf Sicht“. Bei den vielen verschiedenen Faktoren, die den Erfolg einer Strategie beeinflussen:

  • Wechselkursentwicklungen
  • Rohstoffpreise
  • politische Umbrüche
  • Insolvenzen von wichtigen Zulieferern oder Abnehmern
  • Strategieimplementierung

kann Verantwortung leicht diffundieren und die Ursache für bestimmte eingetretene Konsequenzen kann leicht auf jemand anderen geschoben werden.

Wie soll bei solch einem unverständlichen System von wechselseitigen Abhängigkeiten und uneindeutigen Ursache-Wirkungs-Zusammenhängen die Verantwortlichkeit für eine Handlung übernommen werden.

Wenn die Konsequenzen gar nicht vorhersehbar waren oder unter Umständen von ganz anderen Dingen außerhalb meines Einflussbereichs beeinflusst wurden?

Eine Möglichkeit der Komplexität des zu beratenden Systems zu begegnen wäre, die Komplexität des Beratungssystems zu erhöhen und die Komplexität und die Fähigkeiten des zu beratenden Systems zu nutzen.

Anstatt im kleinen Beraterkreis an einer Problemkösung zu arbeiten, anschließend dem Kundensystem zu präsentieren, um dies dann zu implementieren (oder implementieren zu lassen).

In der Hoffnung, es wird schon alles so wie vom Berater angenommen, könnte das Kundensystem von Anfang an in die Lösungserstellung mit einbezogen werden (Stichwort „Komplementärberatung“).

Damit könnten zumindest mögliche Reaktionsweisen innerhalb des Unternehmens rechtzeitig mit bedacht werden. Einfach gesagt: Die Betroffenen zu Beteiligten machen.

Mein Fazit zum Thema Unternehmensverantwortung

Verantwortungsbewusstsein lohnt sich auch für den Unternehmensberater. Häufig tragen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eines Unternehmens die Konsequenzen für eine gute oder schlechte Beratung.

Wie gezeigt kann die Einbindung der Mitarbeiter im Beratungsprozess aber die Qualität der Beratung und die Wahrscheinlichkeit für eine erfolgreiche Umsetzung der Maßnahmen erhöhen. Dies hilft durch neue Aufträge und Weiterempfehlungen letztlich auch den Beratungsunternehmen.

Next-Offizin Apothekenberatung

Bismarckstrasse 14 in 76530 Baden-Baden

Webseite: www.next-offizin.de

CON-PHARM Apothekenberater

Kippenhauser Straße 13 in 88677 Markdorf

Website: www.con-pharm.de

Apothekenberatung Schmidt

Göttinger Straße 38c in 37120 Bovenden

Webseite: www.apothekenberatung-schmidt.de

Paracelsus Beratung GmbH

Heinrich Heine Straße 15b in 76706 Dettenheim bei Karlsruhe

Website: paracelsus-beratung.de

Apothekenberatung und Entwicklung Ullrich

Obererlenbacherstraße 22 in 61381 Friedrichsdorf

Webseite: www.apothekenberatung-ullrich.de

Innovations-Akademie Deutscher Apotheken

Eschachweg 19 in 89264 Weißenhorn

Website: www.ida-akademie.de

ApoSanitas KG

Paul-Münch-Straße 8 in 67117 Limburgerhof

Webseite: www.aposanitas.de

ABAKUS Apothekenberatung GmbH

Erwin-Stein-Strasse 18a in 35305 Grünberg / Hessen

Website: www.aba-kus.com

Horstrup – Training, Coaching & Beratung

Emsort 1 in 48336 Sassenberg

Webseite: horstrup.de

So nutzen Apotheken ihr Potential voll aus

Viele deutsche Apotheker stellen fest, dass ihr Apothekenbetrieb in den letzten Jahren immer anspruchsvoller geworden ist. Zum einen steht die wachsende Konkurrenz der Online-Apotheken, welche zunehmend versucht, Kunden für sich zu gewinnen. Und zum anderen sind die gesetzlichen Rahmenbedingen seitens der Gesundheitspolitik und der Krankenkassen immer komplizierter geworden.

Daher ist es für ihren erfolgreichen Apothekenbetrieb unerlässlich, das Sie alle nur erdenklichen Optimierungspotentiale aktivieren. Ein erster wichtiger Punkt ist, dass Sie konsequent und langfristig eine schlüssige und auf ihre Patienten abgestimmte Marketingstrategie umsetzen.

Drehen Sie Stellschraube um Stellschraube

Damit Sie sich erfolgreich am Markt behaupten, stehen Ihnen eine ganze Reihe von Stellschrauben zur Verfügung. Dies beginnt bereits bei der Apothekengründung. Es setzt sich fort im laufenden Apothekenbetrieb. Und es findet seinen entscheidenden Höhepunkt bei einem möglichen Apothekenverkauf.

Dabei steht für Sie als Apotheker auf allen Stufen ihrer Geschäftsentwicklung die folgende Frage. Können und wollen Sie die Herausforderungen alleine stemmen? Oder ob Sie sich einen externen Unternehmensberater mit dem Schwerpunkt Apothekenberatung ins Boot holen wollen.

Ich will Ihnen mit diesem Beitrag dabei behilflich sein, die möglichen Einsatzfelder für einen Apothekenberater abzustecken. Und ich will Ihnen aufzeigen, auf was Sie bei der Verpflichtung eines Apothekenberaters unbedingt achten müssen. Wenn Sie sich hierzu entschließen, steht Ihnen das von mir persönlich recherchierte Anbieterverzeichnis mit vielen spezialisierten Apothekenberatern zur Verfügung.

Mehr Umsatz und eine bessere Kundenbindung

Wie für andere Unternehmen, so gilt auch für Apotheken. Mit einem fundierten Marketingkonzept, das sich nach den aktuellen Vertriebsstrategien und Vertriebsprinzipien richtet, kann jedes Unternehmen seinen Geschäftserfolg und seine Umsätze spürbar verbessern. Und da kommt die Hilfe eines Apothekenberaters ins Spiel. Dieser analysiert ihren Ist-Zustand. Daraufhin entwickelt dieser ein Konzept, das ihre Vermarktung und damit ihren Erfolg auf eine feste und strukturierte Basis stellt.

Einnahmen steigern über die Präsentation

Der erste Eindruck zählt. Dementsprechend wichtig ist das äußere Erscheinungsbild ihres Geschäfts. Oftmals bringt ein Umbau nach modernen visuellen und marketingorientierten Kriterien schnell deutlich mehr Umsatz. Ihre Apothekenkunden fühlen sich wohler und kommen gern wieder.

Dabei sollte ein Umbau nach einer sorgfältig durchdachten Strategie erfolgen. Dieser muss die typische Wahrnehmung der Kundschaft sowie weitere Aspekte wie Arbeitsschutz und Ergonomie berücksichtigen. Die Präsentation der Waren spielt beispielsweise beim Umbau eine Rolle. Oder auch die Gestaltung der Zonen, in denen ihre Patienten warten, bis sie an der Reihe sind.

Hier können Sie durch ein geschicktes Design eine angenehme und verkaufsfördernde Atmosphäre schaffen. Ein guter Apothekenberater kennt außerdem Betriebe, die auf die Innenarchitektur von Apotheken spezialisiert sind. Und die entsprechend einen guten Service und die optimalen Produkte anbieten.

Gewinnmpotentiale voll ausschöpfen

Im Bereich der Gewinnmaximierung haben viele Apotheken ihr Potential noch nicht umfassend ausgeschöpft. Hierzu gehören Beratungen bezüglich des Einkaufs und der vorhandenen Konditionen und Rabatte. Mögliche Optimierungen dieser Punkte sowie Trainings und Coachings für Verhandlungen. Derart geschult, lassen sich Einkaufs- und Preisverhandlungen wesentlich souveräner und vorteilhafter führen.

Das Qualitätsmanagement stärken

Das Qualitätsmanagement spielt auch in der Apothekenbranche eine zunehmende Rolle. Durch die Unternehmensberatung wird ein effektives QM-System nach den aktuell gültigen ISO-Normen eingeführt. Dies dient nicht nur der Verbesserung aller Abläufe und dem Qualitätsbewusstsein der Mitarbeiter.

Sondern die Zertifizierung besitzt auch eine enorme Wirkung nach außen auf ihre Kundschaft und Einkaufspartner. Die Zertifizierung stellt klar heraus, dass Sie Wert auf Qualität und Transparenz legen. Zu den Leistungen des Apothekenberaters gehört:

  • die Hinführung zur Zertifizierung
  • die Erstellung des QM-Handbuchs
  • die Kontaktherstellung zu akkreditierten Zertifizierern.

Behalten Sie ihr Controlling immer im Blick

Für effiziente und finanziell optimale Abläufe empfiehlt sich ein Controlling durch die Unternehmensberatung. Diese analysiert ihre Buchhaltung und die Handelsabrechnung gründlich. Und gestaltet diese transparent und übersichtlich. Mögliche Schwachstellen lassen sich schnell entdecken und abstellen. So setzen Sie ihre finanziellen Mittel jederzeit in bester Weise ein.

Apothekenberater helfen bei der Weiterbildung

Schulungen und In-House-Seminare dienen der Weiterbildung ihrer Mitarbeiter und der Stärkung der Professionalität von Ihnen selbst. Zum Beispiel bezogen auf die Kundenorientierung und die Kundenkommunikation. Jeder Apothekenstandort benötigt hier individuelle Veranstaltungen, die die Berater eigens auf sie abstimmen.

Sie können alle Arten von Schulungen flexibel buchen und auch zeitlich an ihre Bedürfnisse anpassen. Es wird also deutlich. Eine fundierte Unternehmensberatung bietet viele Vorteile, die sich im Alltag schnell auswirken. Und die ihre Marktposition nachhaltig stärken.

Apothekenberater unterstützen ihre Gründung

Eine professionelle Apothekenberatung begleitet sowohl die Gründung als auch die Regelung einer anstehenden Nachfolge. Beide Bereiche sind äußerst komplex. Sie sind nicht nur mit finanziellen Risiken verbunden, sondern auch mit zahlreichen gesetzlichen Richtlinien und Vorgaben.

Kein Existenzgründer kann es sich leisten, diese Regeln nicht zu kennen beziehungsweise nicht einzuhalten. Hier unterstützt die Beratung jeden ihrer Schritte. Eine Übernahmeberatung gehört hier ebenso zum Service wie die Vermittlung passender Objekte und geeigneter Kooperationspartner.

Apothekenberater begleiten beim Verkauf

Falls das Gegenteil der Fall ist, nämlich eine Nachfolge, so bietet die Unternehmensberatung Ihnen Hilfe beim Verkauf oder der Verpachtung. Sie vermittelt mögliche Nachfolger und unterstützt Sie bei der Übergabe vor Ort.

Beide Aspekte sind jederzeit von aufkommenden wichtigen Fragen begleitet, auf die Sie schnell fundierte Antworten benötigen. Der Apothekenberater ihres Vertrauens hat diese Antworten. Und zusätzlich viel Erfahrung mit diesen existentiellen Themen.

Analyse der Situation aus Sicht einer Unternehmensberatung

Das Thema Unternehmensberatung und Automobilindustrie ist äußerst interessant. Denn die Automobilbranche ist der mit Abstand wichtigste Wirtschaftszweig in Deutschland (370,98 Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2014). Gleichzeitig steht die deutsche wie internationale Autoindustrie unter einem permanenten Innovations- und Veränderungsdruck.

Hierdurch ergeben sich sowohl für die Großen der Branche als auch für spezialisierte Unternehmensberatungen enorme Chancen. Welche dies im Einzelnen sind, werde ich nachfolgend an Hand der Megatrends in der Autoindustrie ausführen.

Aus Sicht einer Unternehmensberatung entstehen die jüngsten Herausforderungen durch nötige Investitionen in alternative Antriebe, die stets geforderte Entwicklung neuer Modelle, die steigende Variantenvielfalt und damit eine zunehmende Komplexität der Produktion sowie die Verlagerung von Teilen der Produktion in Standorte von Wachstumsregionen.

Auch verändern sich die Mobilitätsbedürfnisse der Autofahrer, Automobilhersteller müssen daher neue Nischen besetzen. Hinzu kommen neue Wettbewerber in den aufstrebenden Staaten Asiens und Lateinamerikas, chinesische SUVs fahren inzwischen auf deutschen Straßen. All das zwingt Stammwerke und OEMs (Erstausrüster) zum Umdenken und zu flexiblen Strategien.

Eine Unternehmensberatung gliedert die Problematik in verschiedene Fragestellungen auf, die gesonderter Antworten bedürfen. Die anspruchsvolle Wachstumsdynamik des Jahrzehnts birgt Chancen, aber auch für einige Hersteller das Risiko einer neuen Segmentierung auf dem Automobilmarkt, dem kleinere Produzenten nicht gewachsen sein könnten.

Wer am Wachstum partizipieren will, muss sich folgende Fragen beantworten

Wie präsent ist ein Hersteller in Wachstumsmärkten? Besonders China spielt eine essenzielle Rolle. In diesen Märkten sollte das Unternehmen eine lokale Infrastruktur aufbauen, bestehend aus Händlernetzwerk, Produktionsstätten und Entwicklungsressourcen. Welche Produkte wünschen die dortigen Kunden? Welcher Lokalisierungsanteil ist erforderlich?

Bereich Antriebstechnologie: Wann rentieren sich alternative Antriebe, wie ist die nötige Akzeptanz der Kunden sicherzustellen? In welchem Mix sollte der Hersteller konventionelle und alternative Antriebe anbieten? Welche Partnerschaften sind für neuartige E-Mobility-Businessmodelle erforderlich?

Unternehmensberatungen mit besonderen Kompetenzen

Natürlich stellen sich die Hersteller auch selbst solche Fragen, jedoch bringen Unternehmensberater einen unverstellten Blick auf die Märkte mit. Es gibt positive Entwicklungen wie die Zunahme von wohlhabenden Einkommensschichten in den BRIC-Staaten, die das Premiumsegment überproportional wachsen lassen.

Darauf müssen Premiumhersteller und -OEMs auf besondere Weise reagieren. Eine Unternehmensberatung ist dabei behilflich, die entsprechenden Kundensegmente zu identifizieren und auf diese Kunden zugeschnittene Angebote zu überprüfen.

Eine weitere Kompetenz durch übergreifende Branchenkenntnis ergibt sich hinsichtlich der Beurteilung von projektbasierten Kooperationsmodellen zwischen Herstellern, OEMs und branchenfremden Unternehmen.

Der Zwang zur Investitionsoptimierung bei gleichzeitigem Aufbau neuer E-Mobility-Geschäftsmodelle lässt solche Kooperationen als effizient erscheinen. Sie bildeten sich in den 2000er Jahren, inzwischen liegen Erfahrungswerte vor.

Diese Erfahrungen evaluieren Unternehmensberatungen, messen den Erfolg, ermitteln Erfolgsfaktoren und untersuchen, wie Projekte in solchen Allianzen optimal zu steuern sind.

Kompetenzen ergeben sich durch die Entwicklung und Begleitung von Wachstumsstrategien, das Entwerfen von Optimierungsprogrammen, die Arbeit an komplexen Unternehmensintegrationen und das Initiieren von Turnarounds in Unternehmen der Automobilindustrie.

Eine gute Unternehmensberatung verfügt über eine hohe Expertise in allen Segmenten der Branche sowie zu sämtlichen Elementen der Wertschöpfungskette.

Die Kunden sind Automobilhersteller, OEMs, Lieferanten und Vertriebspartner, auch staatliche Behörden mit Aufgabenstellungen im Verkehrsbereich lassen sich diesbezüglich beraten. Das Ziel ist stets eine ganzheitliche Lösung für ein Unternehmen der globalisierten Autoindustrie.

Einzelleistungen von Unternehmensberatern in der Automobilbranche

Eines der wesentlichsten Merkmale in der Kooperation mit Kunden ist das Enablement, also die Befähigung der Selbstorganisation des Kunden. Etwas anderes ist in diesem Sektor auch gar nicht möglich, die beauftragenden Firmen verfügen schließlich selbst über ein mitdenkendes Management.

Die gefundenen Lösungen müssen individuell und langfristig ausfallen. Wenn das Team einer Unternehmensberatung den Kunden verlässt, muss dieser die Projektthemen selbstständig fortführen können.

Als Voraussetzungen von Seiten der Unternehmensberatung gelten

  1. das Vorhandensein vielfach erprobter und bewährter Methoden und Standardtools,
  2. tiefes Branchen-Know-how der gesamten Beratungsmannschaft,
  3. ein möglichst weltweit gespanntes Expertennetzwerk, das vielfach aus Senior Advisors gebildet wird (ehemalige Executives der Branche) sowie
  4. ein global vernetztes Automotive-Research.

Unter diesen Voraussetzungen kann eine Unternehmensberatung für ein Unternehmen der Autoindustrie hinsichtlich der Strategie und Portfoliogestaltung einiges leisten. Das betrifft die Teilbereiche der Produkte, der Abläufe, der Regionen und der Technologien.

Die Geschäftsmodelloptimierung bietet Leistungen in den folgenden Sektoren

  1. Kooperationen und Joint-Ventures
  2. Mergers & Acquisitions
  3. Wertschöpfungstiefe
  4. Reorganisation, Performance-Kultur und Delayering
  5. F & E-Optimierung (Entwicklungsmanagement und -kosten, Prozessoptimierung)
  6. Restrukturierung und Turnaround-Management
  7. Lean- und Qualitätsmanagement, Mitteleinsatzsteuerung, Produktionsnetzwerk

Auch für den Bereich des Einkaufs und Vertriebs werden Unternehmensberater mit ihrer Expertise tätig, so in Bezug auf das Commodity-Management, das Low-Cost-Country-Sourcing, den Vertrieb und Aftersales. Nicht zuletzt stehen IT und Finanzen im Fokus einer Unternehmensberatung.

Bauen ist ein komplexer Prozess

Bauen ist ein komplexes Programm mit hohem Wertungspotential. Das gilt für den privaten Bereich ebenso, wie für den öffentlichen Sektor. Nicht nur das Endprodukt, ein Bauwerk, stets ein Unikat, wird in seiner Gestaltung und Nutzung bewertet. Sondern auch die Planung sowie der gesamte Bauverlauf.

Mehrere Interessensgruppen bewerten diesen vielschichtigen Prozess. Insbesondere von den unterschiedlichen Auftraggebern, den Genehmigungsbehörden und Prüfbehörden, den Auftragnehmern (Bauunternehmen, Handwerkern) sowie umfassend von der Öffentlichkeit. Insbesondere sind es solche sichtbaren Faktoren wie:

  • Ablauf und Technologie
  • Bauzeit
  • Randbedingungen (Bauorganisation)
  • Baumängel (Qualität)
  • das Auftreten der Akteure (Kommunikation)

die das Bild des konkreten Bauens prägen. Es ist jedoch vor allem eine Aufgabe, deren Bewältigung einer qualifizierten Planung, Vorbereitung, Entscheidung und Umsetzung bedarf.

Das gilt für Neubauten ebenso, wie für Umbau und Ausbau im Bestand oder komplexe Reparatur- und Restaurierungsleistungen. Diese, nicht zu unterschätzende „Unternehmung“, erfordert eine professionelle Beratung und Begleitung, die Bauberatung. Quasi eine „Sonderform der Unternehmensberatung“.

Die Aufgaben eines Bauberaters

Die Bauberatung ist eine besondere Form der Entscheidungs- und Umsetzungshilfe für bauwillige Partner. Egal ob private oder öffentliche Bauherren. Art und Umfang hängen von der konkreten Bauaufgabe und den dazu festgelegten oder vereinbarten Rahmenbedingungen ab.

Wesentlicher Inhalt ist die professionelle, fachliche Unterstützung des Bauauftraggebers, beginnend in der Entscheidungsphase. Hierbei geht es um wichtige Fragen, wie:

  • Ob Sie oder ob Sie nicht bauen werden?
  • Wo und was bauen Sie?
  • Wie bauen Sie?
  • Die Finanzierung, Planung, Genehmigung, Ausschreibung der Leistungen einschließlich Auswahl der ausführenden Unternehmen und Handwerker
  • Bauablauf, Bauabnahme, Gewährleistung und künftige Nutzung.

Mit der Bauberatung wird der Prozess von der Idee bis zum Endprodukt gedanklich aufgearbeitet und für den Bauherren begleitend bearbeitet. Diese ist damit ein wichtiger und zunehmend erfolgsentscheidender Faktor für die qualifizierte Sicherung einer Bauaufgabe mit Komponenten wie:

  • Standortwahl
  • Objektplanung
  • Baufinanzierung
  • Genehmigung
  • Realisierung

Diese Aufgabe verlangt den Einsatz eines professionellen Bauberaters als Baupartner und Mittler in Einem.

Die Anforderungen an den Bauberater

Bauberater sollte sein:

  • eine fachlich gut ausgebildete
  • sich im speziellen Baumetier auskennende
  • kompetente und zuverlässeige Person
  • mit hohem Erfahrungspotential und Verantwortungsbewusstsein
  • sowie einer besonderen Fähigkeit zur konsequenten und zugleich moderierenden Kommunikation im Sinne des Auftraggebers.

Damit kommt neben der fachlichen auch einer sozialen Kompetenz hinzu. Und ganz wichtig ist das hohe Vertrauen und die Akzeptanz bei den beteiligten Partnern. Selbstverständlich werden grundsätzliche sowie spezielle, anwendungsreife Kenntnisse in allen baurechtlichen, fachlichen und finanziellen, sowie weiteren Belangen vorausgesetzt.

Situatives Reagieren auf Normabweichungen, veränderte Anforderungen des Bauherren und weitere Flexibilitätsfaktoren runden das Bild eines qualizierten Bauberaters ab. Der erfolgreiche Bauberater hat in jahrelanger Arbeit an unterschiedlichen Projekten und Aufgaben seine Erfahrungen gesammelt. Und er hat hier seine Kompetenz unter Beweis gestellt.

Er kann dies durch echte Referenzen belegen. Bauberater ist kein Ausbildungsberuf, Studienfach oder Berufseinstieg, sondern eine spezielle Tätigkeit, die umfangreiches Wissen, Erfahrung und Einfühlungsvermögen erfordert.

Bauberater ist kein gesetzlich geschützter Titel. In der deutschen Praxis jedoch eine gängige, überwiegend freiberufliche Tätigkeit (Unabhängigkeit). Und das mit klar definierter, sowie (zumeist) vertraglich vereinbarter Aufgabe, Kompetenz und Verantwortung.

Dabei kommt der versicherungsrechtlichen Relevanz (Berufshaftpflicht) sowie einer entsprechenden Kammerzugehörigkeit eine besondere Bedeutung zu. Zum Beispiel als Beratender Ingenieur in der Ingenieurkammer. Und das ist nicht zu unterschätzen.

Spezielle Aspekte des Beratungsprozesses

Eine Bauherrenberatung unterscheidet sich je nach Auftraggeber und zu bauenden Objekt.

Der Privatsektor

Im privatem Bereich geht es vor allem um die Entscheidungsvorbereitung und Entscheidungsfindung für eine Bauaufgabe. Zum Beispiel der Bau eines Wohnhauses. Sowie den damit verbundenen, umfangreichen Planungs-, Genehmigungs- und Vorbereitungsprozess.

Von besonderer Bedeutung für den Privatbauherren ist überdies eine qualifizierte Ausschreibung der Bauaufgabe. Nur so erlangen Sie einen günstigen Baupreises. Und das ist auch der Weg, um einen entsprechenden Ausführungspartner zu finden.

Da er die allseitige Entscheidungsfreiheit hat, ist die Beratung sehr persönlich und die Kommunikation mitunter auch emotional geprägt. Dafür ist der Entscheidungsweg meist kurz.

Wichtig ist zudem eine vertrauensvolle Begleitung der Bauausführung einschließlich einer konsequenten und zeitnahen Reaktion auf Abweichungen von den vereinbarten Vorgaben. Das persönliche Vertrauenverhältnis der Baupartner ist dabei erfolgsentscheidend.

Öffentlicher und unternehmerischer Bereich

Hier gilt Analoges zum Privatsektor. Ein entscheidender Unterschied liegt im Verfahren und den handelnden Personen. Im öffentlichen Bereich gilt die Öffentliche Ausschreibung. Das heißt die Wahl der Partner für Planung und insbesondere Ausführung erfolgt über das wirtschaftlichste Angebot.

Überdies handeln die Entscheidungspersonen im Auftrag. Damit ist die Rolle des Bauberaters vertraglich verbindlicher definiert. Und Sie ist entsprechend gewertet. Das Verhältnis und mitunter auch die Kommunikation sind oft „nüchtern“, die Entscheidungswege länger.

Fazit zum Thema Bauberatung

Qualifizierte Bauberatung ist eine besondere Dienstleistung. Diese ist zunehmend am Markt nachgefragt. Da Bauprozesse, Planung, Genehmigung und Finanzierung besonders eingeschlossen, immer komplexer und komplizierter werden.

Deshalb werden bei der Beratung und ihren Akteuren hohe fachliche, unternehmerische und moderierend-kommunikative Kompetenzen vorausgesetzt. Nur so ist ein erfolgreicher Bauprozess und letztendlich gelungener Bauabschluß gewährleistet.

Die Schwerpunkte der Beratung

 

Betriebswirte helfen bei vielen Fragen

Unter einer betriebswirtschaftlichen Beratung kann die professionelle und umfassende Unterstützung und Hilfestellung bei der Führung von Unternehmen in verschiedenen Branchen verstanden werden.

Als Teil der Wirtschaftswissenschaften, basiert die Betriebswirtschaftslehre oder auch Betriebsökonomie genannt, auf der Annahme, dass alle Güter grundsätzlich knapp sind und daher einen ökonomischen Umgang erfordern.

Die Betriebswirtschaftslehre nimmt dabei den Blick eines einzelnen Unternehmens ein. Das Ziel der Betriebswirtschaftslehre ist es, Entscheidungsprozesse in Unternehmen zu beschreiben, zu erklären und konkret zu unterstützen.

Diese Beratungsdienstleistung ist demnach eine Dienstleistung, die von spezialisierten Unternehmens-, Wirtschafts- oder Steuerberatern zur Unterstützung bei der Unternehmensführung angeboten wird.

Die unternehmerischen Herausforderungen wachsen

Unsere Wirtschaft unterliegt der hohen Dynamik eines gesellschaftlichen, technologischen und wirtschaftlichen Wandels, der besondere Herausforderungen an Unternehmen aller Größenordnungen stellt.

Im Zuge der Globalisierung nimmt der nationale und internationale Wettbewerbs- und Rationalisierungsdruck beständig zu.

Die Herausforderungen und Anforderungen an die Unternehmensleitung werden in diesem Zuge immer komplexer und bedürfen nicht selten externer Unterstützungsleistung in Form von Beratungsdienstleistern.

Manager müssen immer komplexere Entscheidungen treffen

Entscheidungsträger in Unternehmen haben es mit einem immer höher werdenden Grad an Komplexität zu tun, was zu mehr Informationsaufwand, steigender Verantwortung und zunehmender Unsicherheit führen kann.

Die Dienstleistungen externer Berater sind daher in vielen Bereichen der Wirtschaft und in allen Branchen zur Selbstverständlichkeit geworden, um Fragen und Entscheidungsprobleme zu beraten und zu lösen.

Insbesondere der Mittelstand braucht verstärkt externe Beratung

Vor allem in unserer mittelständischen Wirtschaft ist ein Verzicht auf Expertenberatung kaum noch denkbar. In mittelständischen Betrieben übernehmen Berater oftmals die Rolle von Experten oder Stabsstellen, um Entscheidungen der Unternehmensleitung vorzubereiten.

Daher nimmt ihre Bedeutung seit Jahren kontinuierlich zu. Dies hat dazu geführt, dass immer mehr Einzelberater, Beratungsgesellschaften und freie Beratungsberufe auf dem Gebiet der Betriebswirtschaft ihre Expertise anbieten.

Das sind die wichtigsten Beratungsleistung

Die Betriebswirtschaftslehre bezieht sich auf eine Vielzahl von unterschiedlichen Fragen von Unternehmen und Unternehmensteilen.

Dabei können verschiedene Ansätze und Themenbereiche voneinander abgegrenzt werden, die auch noch je nach Branche unterschiedliche Auswirkungen haben, verschiedene Heran- und Vorgehensweisen, Instrumente und Methoden erfordern.

Kaufmännische Berater können Firmen also auf vielfältige Weise unterstützen, beispielsweise bei:

  • Prozessanalyse
  • Geschäftsanalyse
  • Konzeption
  • Marketing
  • Finanzierung
  • Kosten- und Leistungsrechnung
  • Unternehmensbewertung
  • Controlling

Jeder Kunde hat individuelle Anforderungen

Was die betriebswirtschaftlichen Berater leisten sollen, ist abhängig von den Wünschen der Kunden und den Anforderungen der zu beratenden Unternehmen.

Grundsätzlich aber sollten die Berater über ein sehr breites Portfolio verfügen und möglichst breit aufgestellt sein sowie über sehr gute Kenntnisse auf vielen Gebieten der Betriebswirtschaftslehre verfügen.

Zu den Beratungsleistungen gehören in den meisten Fällen Beratungen im Bereich der Organisation (Aufbau- und Ablauforganisation) sowie in der Analyse und Verbesserung von Arbeitsprozessen.

Betriebswirtschaftliche Beratung hat Alles im Blick

Die kaufmännische Beratung lässt sich nicht so einfach in die klassischen Beratungssegmente Strategieberatung, Prozess- und Organisationsberatung, Personalberatung und IT-Beratung einordnen.

Das liegt daran, dass diese klassischen Beratungsfelder unter der Oberkategorie kaufmännische Beratung zusammengefasst werden können.

Das heißt im Umkehrschluss auch, dass kaufmännische Berater nicht auf einen oder mehrere Beratungsbereiche spezialisiert sind, sondern in der Lage sein müssen, alle Beratungsbereiche gleichmäßig abzudecken.

Die Betriebswirtschaft als Schnittstelle

Große Uneinigkeit in der Beratungsbranche gibt es bezüglich der Frage, wer diese Beratungsleistung anbieten darf und wer nicht. Grundsätzlich sind die Begriffe „Berater“, „Unternehmensberater“, „Betriebswirtschaftliche Berater“ keine geschützten Begriffe.

Das heißt, jeder der über einen akademischen Abschluss verfügt, darf sich so nennen und entsprechende Dienstleistungen anbieten. Anders sieht es dagegen bei Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern aus.

Diese Begriffe unterliegen gesetzlichen Regelungen was die Ausbildung, Zulassung zur Prüfung und Berufung als solche sowie deren Organisation angeht.

Unternehmensberater, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer verfügen in der Regel über eine gleiche beziehungsweise ähnliche berufliche Ausbildung und Qualifikation. Auch die Berufsbilder und Tätigkeitsfelder weisen viele Übereinstimmungen auf.

Betriebswirtschaftliche Beratung und ihr Verhältnis zur Steuerberatung

Vor allem die Steuerberater, federführend durch die Bundesteuerberaterkammer, beanspruchen neben ihrer steuerlichen Kerntätigkeit die betriebswirtschaftliche Beratung als ein wesentliches Merkmal ihrer Tätigkeit.

Während Unternehmensberater in aller Regel auf einige ausgewählte Gebiete oder Branchen spezialisiert sind.

Hintergrund für die Beanspruchung durch die Steuerberater ist die enge Verknüpfung zwischen betriebswirtschaftlichen und steuerlichen Problemstellungen.

Das heißt, eine steuerliche Optimierung wäre ohne eine umfassende kaufmännische Beratung gar nicht mehr möglich. Das gilt vor allem für die Gestaltung wirtschaftlicher Sachverhalte in Unternehmen.

Betriebswirtschaftliche Beratung und ihr Verhältnis zur Wirtschaftsprüfung

Diese Berufsgruppe dagegen qualifiziert sich besonders für den (finanz-)mathematischen und steuerlichen Bereich von Unternehmensentscheidungen.

Vorrangige Aufgabe ist die betriebswirtschaftliche Prüfung von Jahresabschlüssen, Lageberichten sowie Konzernabschlüssen und Konzernlageberichten (durch Gesetz vorgeschriebene Prüfungen).

Die Prüfungstätigkeit von Wirtschaftsprüfern umfasst auch die Prüfung von Jahres- und Konzernabschlüssen, die nach international anerkannten Rechnungslegungsgrundsätzen aufgestellt wurden.

Darüber hinaus gibt es noch Sonderprüfungen, wie sie beispielsweise im Aktiengesetz vorgeschrieben sind.

Außerdem hat jeder Betrieb die Möglichkeit sind im Rahmen der Transparenz freiwillig einer Wirtschaftsprüfung zu unterziehen.

Wirtschaftsprüfer sind die Detektive unter den Beratern

Vor dem Hintergrund ihrer besonderen Befähigung kommen Sie auch bei Prüfungen von sonstigen betriebswirtschaftlichen Sachverhalten zum Einsatz, etwa im Rahmen von Due-Diligence-Prüfungen und Unterschlagungsprüfungen.

Zwar treten diese nicht in Konkurrenz zu Steuerberatern, aber sie dürfen unbeschränkte, das heißt geschäftsmäßige Hilfe in Steuersachen leisten einschließlich der Vertretung ihrer Mandanten vor den Finanzbehörden und den Finanzgerichten.

Zu ihren weiteren Aufgaben zählt die Gutachten- und Sachverständigentätigkeit in allen Bereichen der Unternehmensführung.

Zum Beispiel bei der Unternehmensbewertung. Aus diesem Grund dürfen diese auch Firmen in unternehmerischen und wirtschaftlichen Fragestellungen und Angelegenheit beraten.

Welche Qualifikationen sind notwendig?

Unternehmensberater, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater sind für diese Beratung durch Aus-, Fort- und Weiterbildung besonders qualifiziert.

Neben der rechtlichen Ausbildung (Steuerberater und Wirtschaftsprüfer) verfügen insbesondere Unternehmensberater über eine fundierte betriebswirtschaftliche Ausbildung.

Diese haben Sie sowohl im Rahmen eines Hochschulstudiums als auch mehrjähriger beruflicher Praxis erworben. Diese müssen Sie im Rahmen der Zulassung zur Steuerberaterprüfung beziehungsweise Prüfung zum Wirtschaftsprüfer nachweisen.

Unternehmensberater müssen formal solche Voraussetzungen nicht ausweisen, jedoch stellt der Bundesverband Deutscher Unternehmensberater e.V. (BDU) ähnlich hohe Anforderungen für die Aufnahme in den Verband, was als Qualitätsmerkmal und Gütesiegel für Unternehmensberater verstanden werden kann.

Damit verfügen alle drei Berufe über das notwendige ökonomische Wissen, die Anforderungen und Gewichtung von Normen und Verfahren sowie die Beherrschung und Anwendung von wirtschaftswissenschaftlichen Methoden, Instrumenten und Formaten.

Betriebswirtschaftliche Beratung ist wichtig

Die kaufmännische Beratung ist ein umfassendes Beratungsfeld auf dem sich die unterschiedlichsten Berufsgruppen und freien Beratungsberufe tummeln.

Wer nun der richtige Berater ist, liegt in der Anforderung der Firma an die Beratungsleistung. Wer vor allem eine steuerliche Optimierung wünscht, ist ganz klar beim Steuerberater an der richtigen Adresse.

Wer vor allem Beratung bei der Einführung und Optimierung der (finanz-)mathematischen Rechnungslegung, Buchführung oder der internationalen Rechnungslegung benötigt, sollte sich an einen Wirtschaftsprüfer halten.

Wer dagegen Prozesse im Unternehmen optimieren möchte oder allgemeine Unterstützung bei der Unternehmensführung sowie Vorbereitung von Unternehmensentscheidungen benötigt, sollte sich einen erfahrenen Unternehmensberater, in Abhängigkeit von den individuellen Bedürfnissen eventuell sogar mit einer Spezialisierung, ins Haus holen. So können Sie die Weichen für ihre unternehmerische Zukunft erfolgreich stellen.

Energieberater helfen Privatpersonen und Unternehmen

Immer höhere Strom- und Heizrechnungen schmälern das Budget jedes einzelnen Haushaltes und auch Unternehmen werden zunehmend durch ihre Energieausgaben belastet. Energieberater können mit ihrem Wissen helfen, den Strom-, Gas- und Ölbedarf zu senken.

Die Experten beraten sowohl Privatpersonen als auch Gewerbetreibende, analysieren den Energieverbrauch, decken Einsparpotentiale auf und empfehlen energiesparende Alternativen.

Zusätzlich kennen sie sich bestens mit den staatlichen Förderprogrammen aus, mit denen energiesparende Maßnahmen oder Investitionen zur Nutzung erneuerbarer Energien mittels Zuschüssen oder zinsgünstigen Krediten gefördert werden.

Eine qualifizierte Beratung ist nicht nur aus ökonomischen Gründen sinnvoll. Sie ist gleichzeitig ein Beitrag zum Schutz der Umwelt.

Quasi alle Verbraucher haben ein Einsparpotential

Je höher die Preise für Strom, Heizöl und Erdgas steigen, desto größer wird auch bei Privatleuten das Bedürfnis, den täglichen Energieverbrauch zu senken. Bei genauem Hinsehen lassen sich selbst im kleinsten Haushalt Einsparpotentiale aufdecken.

Wer anstelle der alten Glühlampen Energiesparlampen oder LED für die Beleuchtung nutzt, Fernseher und andere elektronische Geräte nicht im Stand-by-Betrieb laufen lässt, in die Jahre gekommene Haushaltsgeräte durch energieeffizientere Modelle ersetzt oder die Wohnraumtemperatur um 1 oder 2 °C absenkt, verringert den Energieverbrauch seines Haushaltes deutlich.

Dass solche Einsparungen aus ökologischer Sicht zu begrüßen sind, leuchtet jedem verantwortungsbewusstem Menschen ein, aber lässt sich durch solche Investitionen wirklich Geld sparen? Für Laien ist es nicht einfach, eine Antwort auf diese Frage zu finden.

Im Wärmeschutz von Gebäuden steckt viel Potential

Noch schwieriger ist es, den energetischen Zustand eines Gebäudes zu beurteilen. Etwa 40 % der Energie wird in Deutschland für die Heizung von Gebäuden verbraucht.

In vielen Gebäuden entweicht zu viel Wärme durch Wände, Dächer und Fenster. Veraltete Heizungssysteme nutzen die Energie des Heizöls oder Gases nur zum Teil und tragen dadurch zur Energieverschwendung bei.

Mit Hilfe der Energieeinsparverordnung (EnEV) will der Gesetzgeber in Deutschland höhere Standards beim Bau und bei der Sanierung von Gebäuden durchsetzen, um die ehrgeizigen Pläne zur Senkung der CO2-Emissionen und des Energiebedarfs langfristig durchzusetzen.

Bis zum Jahr 2050 sollen alle Gebäude in Deutschland klimaneutral ausgestattet sein. Teil dieser Verordnung ist die Einführung des Energieausweises. Wird ein Gebäude neu errichtet, modernisiert oder erweitert, muss ein Energieausweis ausgestellt werden.

In diesem Dokument wird die Energieeffizienz des Gebäudes beschrieben, sodass ein Käufer oder Mieter frühzeitig erkennen kann, welche Energiekosten auf ihn zukommen könnten.

Energiekosten beeinflussen die Rentabilität von Unternehmen

Den Kosten für Energie kommt auch in betriebswirtschaftlichen Rechnungen der Firmen immer mehr Bedeutung zu. Selbst Firmen, in denen keine besonders energieintensiven Prozesse laufen, haben in der Regel ein erhebliches Potential, wertvolle Energie effizienter einzusetzen.

Geht es um bauliche Maßnahmen innerhalb des Unternehmens, sind die Vorschriften der EnEV ebenfalls zu beachten. In einigen Firmen gibt es qualifizierte Mitarbeiter, die sich mit Energiefragen beschäftigen. Andere Firmen beauftragen externe Spezialisten mit diesen Aufgaben.

Das Tätigkeitsspektrum eines Energieberaters

Der Bedarf an Spezialisten, die den Energiebedarf von Gebäuden berechnen können, einen Überblick über energiesparende Technologien und Produkte haben und sich mit erneuerbaren Energien auskennen, wächst seit einigen Jahrzehnten und hat dazu geführt, dass immer mehr Berater als Dienstleister für Privatpersonen und Unternehmen tätig werden.

Nach und nach entwickeln sich erste Berufsstandards

Ein spezielles Berufsbild Energieberatung mit verbindlichen Standards und Regelungen hinsichtlich der Ausbildung gibt es bisher nicht. Die Bezeichnung ist nicht geschützt. In den letzten Jahren werden von verschiedenen Bildungsträgern wie:

  • Hochschulen
  • Ingenieurkammern
  • Industrie- und Handelskammern
  • Architektenkammern
  • Handwerkskammern

Weiterbildungen angeboten, sodass Heizungsbauer, Architekten oder Bauingenieure durch diese Weiterbildung zusätzlich zu kompetenten Energieberatern werden.

So finden Sie eine kompetente Energieberatung

Wie können Verbraucher oder Unternehmen eine kompetente Beratungsfirma finden? Familien können sich beispielsweise an die Verbraucherschutzzentralen wenden. Privatpersonen bekommen hier gegen Zahlung einer geringen Gebühr eine kompetente Energieberatung.

Für einkommensschwache Familien wird die Beratung sogar kostenlos angeboten. Energieversorger bieten ebenfalls immer häufiger Beratungen zum Thema Energiesparen an.

Mieter und Eigentümer, die Modernisierungsarbeiten an Gebäuden und eine energetische Sanierung planen, sollten die Homepage des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) besuchen.

Eine umfassende Energiesparberatung, die sogenannte Vor-Ort-Beratung, wird durch das Bundesamt mit einem Zuschuss gefördert. Diese Beratung darf nur von Energieberatern durchgeführt werden, die vom BAFA anerkannt sind.

Die Berichte dieser geförderten Beratung müssen definierte Mindestanforderungen erfüllen. Diese Anforderungen gelten mittlerweile als Standard für solche Beratungen. Wer zur Ausstellung eines Energieausweises berechtigt ist, wird in den Bundesländern unterschiedlich geregelt.

Um den Eigentümern das Finden von kompetenten Ansprechpartnern zu erleichtern, hat die Deutsche Energie-Agentur (dena) eine Datenbank mit Anschriften von Energieberatern, die Energieausweise ausstellen, in das Netz gestellt. Die Nachfrage nach Energieberatungen wächst noch immer an.

Das hängt einerseits mit den steigenden Energiekosten zusammen. Andererseits lassen die verschärften gesetzlichen Vorschriften den Bedarf weiter wachsen.

Hinzu kommt die Einsicht der Verbraucher, die sowohl den ökologischen als auch den ökonomischen Nutzen einer solchen kompetenten Beratung immer deutlicher erkennen.

Keine Existenzgründungsberatung ohne Businessplan

Ein ausgereifter und umfassender Businessplan ist das A und O für eine erfolgreiche Gründung. Dieser dient sowohl Ihnen selbst als auch möglichen Kapitalgebern.

Letztere forden einen Geschäftsplan sogar standardmäßig von Ihnen ein, um auf dieser Grundlage über eine mögliche Finanzierung ihrer Gründung zu entscheiden.

Doch auch für Sie ist ein solcher Plan unerläßlich, um sich über das eigene Geschäftsvorhaben, seine Chancen und Risiken und seine Herausforderungen im Klaren zu sein.

So besitzen Sie für ihr zukünftiges Unternehmen einen ausgereiften Fahrplan. Daher wird bei einer guten Existenzgründungsberatung die Erstellung eines solchen Businessplanes einer der Grundpfeiler der Beratungsdienstleistung darstellen.

Für alle Interessierten, die sich einen Überblick über die relevanten Fragen verschaffen wollen, verlinke ich nachfolgend einen Service des Bundeswirtschaftsministeriums: Gliederung für einen Businessplan

Die Entwicklung des Existenzgründungsgeschehens

Existenzgründerberater begleiten Existenzgründer auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit. Unternehmensgründer können solche Beratungsleistung vor, während und bis zu fünf Jahre nach der Gründung in Anspruch nehmen.

Bei der Existenzgründerberatung werden Gründer auf verschiedene Aspekte der Selbstständigkeit vorbereitet. Das geht los:

  • bei der Ideenentwicklung
  • dem Schreiben eines Businessplans
  • Unterstützung bei der Beantragung verschiedener Fördermöglichkeiten
  • Vorbereitung auf das Bankgespräch
  • sowie der betriebswirtschaftlichen Vorbereitung auf die Selbstständigkeit (Buchhaltung, Marketing, Investitionsrechnung, Steuern und Abgaben).

Deutschland ist nicht unbedingt ein Land der Existenzgründer. So ist deren Zahl im Jahr 2017 mit 557.000 auf den tiefsten Stand seit der Jahrtausendwende gefallen. Im Vergleich zu den aktuellen Zahlen gab es im Jahre 2001 noch 1.548.000 Gründer in Deutschland.

Dies hängt insbesondere mit der jeweiligen und aktuellen Arbeitsmarktsituation zusammen. So war die Jahrtausendwende durch eine hohe und strukturelle Arbeitslosigkeit und eine enorme Förderung von Sologründungen geprägt.

Diese Verhältnisse haben sich spürbar verändert. Das heißt, die Zahl der Existenzgründungen in Deutschland verläuft indirekt proportional zur wirtschaftlichen Gesamtentwicklung.

Daher lässt sich folgendes Phänomen beobachten: Wächst die Wirtschaft und nimmt damit auch die Zahl der Arbeitsplätze zu, verringert sich die Zahl der Selbstständigen.

Nimmt dagegen die wirtschaftliche Entwicklung ab und steigt die Zahl der Arbeitslosen, so steigt auch die Zahl der Existenzgründungen. Für viele Menschen stellte die Selbstständigkeit bisher nur ein Mittel dar, um der Arbeitslosigkeit zu entkommen.

Die Selbstständigkeit wird bislang nur von wenigen Menschen als erstrebenswerte Alternative zum hauptberuflichen Angestelltendasein angesehen. Dafür spricht auch die anhaltende hohe Zahl der nebenberuflich Selbstständigen.

Das sind Menschen, die einem festen Hauptberuf nachgehen und nach Feierabend noch eine nebenberufliche Tätigkeit haben. Dabei gilt Deutschland als das Land mit den meisten und umfassendsten Angeboten zur Aufnahme einer Selbstständigkeit.

Die Anbieter von Existenzgründerberatungen

Die Beratungsdienstleistungen für Existenzgründer sind vielfältig. Genauso vielfältig ist der Markt für Existenzgründungsberatungen. Neben staatlichen Stellen, bieten auch Kammern und Verbände, Vereine und Dienstleistungsunternehmen und freie Berater Existenzgründerberatung an.

Auf staatlicher Seite findet man vor allem die Agenturen für Arbeit. Allerdings findet hier eine Beratung eher in Form von Erstgesprächen statt und wenn ein Existenzgründer den Gründungszuschuss in Anspruch nehmen will. Ansonsten wird die Agentur für Arbeit nur vermittelnd tätig.

Das heißt, wenn ein arbeitslos Gemeldeter Bedarf an Schulungen beispielsweise im betriebswirtschaftlichen Bereich anmeldet, um mit der Existenzgründung erfolgreich sein zu können, kann der Sachbearbeiter der Agentur für Arbeit den Antragsteller in entsprechende Qualifikationsmaßnahmen vermitteln.

Als Berater selbst wird sie in der Regel jedoch nicht tätig. Verbände und Kammern wie etwa die örtlichen Industrie- und Handelskammern oder Handwerkskammern bieten ebenfalls umfassende Beratungsdienstleistungen für Existenzgründer an.

Das heißt, hier werden Existenzgründer nicht nur mit Informationen zur Existenzgründung versorgt, sondern die Verbände und Kammern treten auch als Anbieter von Weiterqualifikationsmaßnahmen auf.

In der Regel bieten sie nicht nur spezielle vorbereitende Kurse und Trainings zur Existenzgründung für ihre Mitglieder an, sondern auch allgemeine Qualifizierungsmaßnahmen für existenzgründungswilligen Interessenten, die nicht unbedingt ihre Selbstständigkeit in einem Berufsfeld der jeweiligen Kammer beziehungsweise Verband aufnehmen wollen.

Existenzberatungsdienstleistung in Form von freien Dienstleistungen ist die dritte Säule in der Beratung von Existenzgründern. Hierbei handelt es sich meist um Berater, die ihre Dienstleistung als freiberufliche Selbstständige anbieten.

Freie Existenzgründungsberater haben den Vorteil, dass sie unabhängig von Institutionen oder Anbietern handeln können.

Außerdem findet die Beratung in aller Regel nicht in Gruppenformaten wie etwa bei Trainings- und Qualifizierungsmaßnahmen bei der Agentur für Arbeit oder den lokalen Industrie- und Handels- beziehungsweise Handwerkskammern sondern als Einzelberatung statt.

Dadurch können sich die Existenzgründungsberater voll und ganz auf die speziellen Bedürfnisse ihrer Klienten konzentrieren. Darüber hinaus kann der Existenzgründungsberater seinen Klienten vor, während und nach der Gründung durchgehend begleiten und intensiv beraten.

Allerdings hat so eine intensive Begleitung auch ihren Preis. Während die Angebote der Arbeitsagentur in der Regel an Arbeitslose gerichtet ist und im Rahmen der Vorbereitung auf die Existenzgründung kostenlos ist, profitieren Gründer bei den Kammern und Verbänden von Vergünstigungen und entsprechend ermäßigten Preisen.

Einen einzelnen Existenzgründungsberater müssen die Gründer dagegen selbst bezahlen, können dabei aber auch entsprechend die Inhalte mit den Beratern aushandeln und den zeitlichen Umfang selbst bestimmen.

Die Qualifikationen von Existenzgründungsberatern

Für die Ausübung des Berufs eines Existenzgründungsberaters gibt es keine vorgeschriebene curriculare Ausbildung. Demnach gibt es auch keine offizielle Akkreditierung oder staatliche Zertifizierung beziehungsweise Anerkennung für diesen Beruf und die Bezeichnung ist rechtlich auch nicht geschützt.

Als Existenzgründungsberater kann sich demnach jeder bezeichnen. Allerdings gibt es einige Kriterien, nach denen Sie die Qualität eines Beraters beurteilen können. Zunächst einmal sollte der Berater Ahnung von dem haben was er erzählt.

Das heißt, er sollte nicht nur selbst selbstständig sein, sondern möglichst bereits mehrere Existenzgründungen erfolgreich begleitet haben beziehungsweise entsprechende Hospitationen bei erfahrenen Beratern absolviert haben und nachweisen können.

Darüber hinaus kann ein betriebswirtschaftlicher Hintergrund des Beraters nicht schaden. Das heißt, er sollte über Qualifikationen in Betriebswirtschaft verfügen, die er beispielsweise im Rahmen eines Studiums, aus beruflicher Erfahrung oder im Rahmen von Weiterqualifizierungen erworben hat und entsprechend an den Existenzgründer weiter vermitteln kann.

Ein weiteres Qualitätsmerkmal ist die Zulassung als Existenzgründungsberater an der Beraterbörse der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Hier müssen die akkreditierten Existenzgründungsberater gewisse Qualifikationen und Erfahrungen nachweisen, um als Existenzgründungsberater an der KfW-Beraterbörse akkreditiert zu werden.

Berater, die hier gelistet sind, sind unter anderem dazu berechtigt, von speziellen Fördermaßnahmen zu profitieren. Das heißt, Existenzgründer können sich die Honorare ihrer Berater für die Beratungsleistungen bei der KfW wiederholen.

Über die Bedingungen zur Inanspruchnahme des Gründercoachings siehe weiter unten. Neben der Akkreditierung an der KfW-Beraterbörse können sich Berater auch bei Landesinstituten als Existenzgründungsberater listen lassen. Die Förderinstitute der Länder haben zum Teil gleiche und teilweise abweichende Anforderungen wie die KfW-Bank.

Fördermöglichkeiten für Existenzgründer

In Deutschland gibt es eine Vielzahl von Fördermöglichkeiten und Förderprogrammen. Die verschiedenen Programme auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene richten sich an unterschiedliche Zielgruppen und Branchen.

Existenzgründerberater sollten sich mit den wesentlichen Förderprogrammen auskennen, um den Gründern entsprechende Förderprogramme vorschlagen zu können und bei der Beantragung zu unterstützen.

Gründer verlieren bei der Vielzahl der Programme, Voraussetzungen und den Bedingungen schnell den Überblick, so dass die meisten auf externe Unterstützung angewiesen sind.

Darüber hinaus haben die meisten Gründer in der heißen Phase der Gründung keinen Kopf mehr dafür, um sich um solche Dinge zu kümmern.

Dabei sind die Programme mit teilweise fünf- bis sechsstelligen Euro-Beträgen verbunden, die bei vielen eine wesentliche Finanzierungsbasis darstellen.

Das Programm Gründercoaching Deutschland ist das wohl bekannteste und wichtigste Programm für Existenzgründer. Die Mittel für das Gründercoaching Deutschland kommen vom Europäischen Sozialfonds (ESF) und werden von der KfW-Bank vergeben.

Das Programm enthält unter anderem Zuschüsse für die qualifizierte Beratung durch Existenzgründerberater bis zu fünf Jahre nach der Gründung und Zuschüsse von 90 Prozent oder maximal 4.500 Euro für:

  • Beratungshonorare
  • Unterstützung bei Fragen in Bezug auf Finanzen
  • Organisation und Wirtschaft im Rahmen der Existenzgründung
  • und Unterstützung bei der Gründung aus der Arbeitslosigkeit heraus.

Darüber hinaus ist dieses Programm, wie viele andere auch, mit weiteren Fördermitteln kombinierbar.

Im Rahmen des Gründercoaching Deutschland werden Beratungsleistungen von akkreditierten Beratern der KfW-Beraterbörse gefördert.

Durch eine qualifizierte Beratung können die Aussichten für eine erfolgreiche Existenzgründung wesentlich verbessert werden. Eine solche Beratung kann sich beziehen auf:

  • die Optimierung des Businessplans
  • die Finanzierungsgespräche bei Banken und Investoren vorbereiten
  • zur Entwicklung von Marktanalysen
  • Vertriebskonzepte erstellen
  • ein internes Controlling beitragen
  • oder das eigene Personalwesen optimieren helfen.

Ausgeschlossen vom Gründercoaching Deutschland sind allerdings:

  • Beratungsleistungen vor der Gründung
  • Rechts-, Versicherungs- und Steuerberatung
  • Erstellung von Verträgen und Jahresabschlüssen
  • die Gestaltung, Erstellung und Vertrieb von Werbematerialien und Internetauftritten
  • sowie die Beschaffung von Software und Durchführung von Schulungen für EDV-Anwendungen.

Vor der Existenzgründung können sich Gründer ebenfalls bereits beraten lassen. Die Kosten dafür werden jedoch nicht durch das bundesweite Gründercoaching Deutschland getragen.

Dafür haben die verschiedenen Bundesländer eigene Angebote entwickelt, um auch die Vor-Gründungsberatung zu unterstützen.

Wer nicht mehr in den Genuss des Gründercoaching Deutschland kommen kann oder nicht dessen Voraussetzungen erfüllt, kann sich trotzdem nach der Gründung durch Unternehmensberatungen beraten lassen.

Der Bund bietet in diesem Zusammenhang Zuschüsse auf die Beratungsleistungen an. Dieses Angebot richtet sich insbesondere an kleine und mittlere Unternehmen sowie Freie Berufe.

Voraussetzung ist, das Unternehmen besteht schon mindestens ein Jahr am Markt beziehungsweise ist im Rahmen einer Unternehmensnachfolge vom alten auf den neuen Inhaber übergegangen.

Weitere Voraussetzungen sind, dass das Unternehmen weniger als 250 Personen beschäftigt, der Jahresumsatz nicht mehr als 50 Millionen Euro beziehungsweise die Jahresbilanzsumme nicht mehr als 43 Millionen Euro beträgt.

Die Schwellenwerte beziehen sich dabei auf den letzten durchgeführten Jahresabschluss des Unternehmens. Der maximale Zuschuss zu den Unternehmensberatungskosten beträgt in den alten Bundesländern 50 Prozent beziehungsweise in den neuen Bundesländern 75 Prozent des Beratungshonorars und maximal 1.500 Euro.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und die KfW-Bank haben eine umfassende Förderdatenbank aufgebaut, in denen sich Gründungswillige und Existenzgründerberater über die aktuellen Förderprogrammen des Bundes und der Länder informieren können.

Die akkreditieren Gründungsberater der KfW-Beraterbörse finden hier darüber hinaus weitere Informationen zur Beantragung, Antragsformulare, Ausfüllhilfen und Ansprechpartner.

Marktausblick und zukünftige Entwicklungen

Obwohl die Zahl der Existenzgründungen derzeit stagniert beziehungsweise sogar rückgängig ist, ist der Markt für Existenzgründungsberater groß. Vor allem in den (Groß-)Städten gibt es eine Vielzahl von Beratern.

Studien und Statistiken haben gezeigt, dass Existenzgründungen mit einer qualifizierten Beratung in der Regel erfolgreicher und dauerhaft er sind als Gründungen ohne Beratung.

Bei der Auswahl der Berater sollten Gründer durchaus genau hinschauen, denn wie überall gibt es auch hier schwarze Schafe. Die KfW-Beraterbörse ist ein Instrument, um eine kritische Vorauswahl zu treffen.

Gegebenenfalls sollte die endgültige Entscheidung erst nach einem kurzen Erstgespräch fallen, denn nicht nur die Qualifikation muss stimmen sondern auch die Chemie zwischen Berater und Klient.

Aktuelle Informationen zum Thema Franchising

Ich greife regelmäßig aktuelle Informationen aus der Franchisebranche auf und bewerte diese auf ihren Gehalt und ihre Relevanz. Gerne können Sie mir aber auch Interessantes aus der Branche zur Veröffentlichung zusenden.

Franchise Expo Frankfurt 2018 – Deutschlands größte Franchisemesse

Vom 27. bis 29. September 2018 findet in Frankfurt am Main die größte Franchisemesse von Deutschland statt. Hier haben Sie die Gelegenheit mit rund 100 Franchisemarken aus Deutschland, den USA und weiteren Ländern in Kontakt zu treten.

Vielleicht beginnt ja hier ihre erfolgreiche Karriere und Sie gründen ihr eigenes erfolgreiches Unternehmen. Weitergehende Informationen finden Sie hier auf der Webseite des Veranstalters: www.franchiseexpofrankfurt.com

Franchisebeirat – Was ist das und wie baue ich den richtig auf?

14.07.2016: Jan Schmelzle vom Deutschen Franchise Verband e.V. widmet sich dem wichtigen Thema Franchisebeirat. Mit diesem Gremium gibt ein Franchisegeber seinen System-Partnern die Möglichkeit, in einem gewissen Umfang an der Entscheidungsfindung teilzuhaben.

Ein solcher Beirat ist dabei ein reines Beratergremium, welches in beide Richtungen des Franchisesystemes wirkt. Auf was ein Unternehmen bei der Etablierung dieses Gremiums alles achten muss, beschreibt der Autor gut und knapp an Hand der Leitsätze seines Verbandes.

Basiswissen zum Thema Franchiseberatung

Ein erfolgreiches Franchising gründet auf einem gut laufenden Geschäft mit USP (unique selling proposition), also einem Alleinstellungsmerkmal, das von Konkurrenten nicht ohne weiteres nachgemacht werden kann.

Die Prozesse und Workflows müssen klar definiert sein, so dass an einem neuen Standort mit den richtigen Voraussetzungen jederzeit ein neues Franchise-Geschäft nach genau dem gleichen Prinzip aufgezogen werden kann.

Wer unternehmerische Erfahrung hat, wird sich jetzt zurecht die Frage stellen, wie der markenrechtliche Schutz aussieht und wer die Rechte an diesen so genau definierten Prozessen innehat.

Franchising beruht auf einer eingetragenen und geschützten Marke, meist sind auch die konkreten Geschäftsprozesse und das Geschäftsmodell geschützt.

Ist dieser Schritt erfolgt, braucht man noch eine Einführungsstrategie für die neuen Franchisenehmer, denn sie kennen das System noch nicht und müssen in ihre Tätigkeiten als Geschäftsführer ihres eigenen Standorts eingearbeitet werden.

Große, erfolgreiche Franchise-Konzepte bieten darüber hinaus Akademien für ihre Franchise-Nehmer an und sorgen so dafür, dass diese ständig mit neuem Wissen und Erkenntnissen versorgt werden.

Franchising ist ein verzweigtes und komplexes System, das auf langfristiger Planung beruht.

Was kann die Franchiseberatung tun?

Im Rahmen einer Franchiseberatung kann ein potenzielles Franchise-Konzept gründlich auf seine Tauglichkeit hin untersucht und zu dem gemacht werden, was es an Potential beinhaltet.

Zunächst gilt es, das bestehende Geschäftsmodell auf seine Eignung hin zu untersuchen und festzustellen, ob daraus ein erfolgreiches Franchise-Modell gemacht werden kann.

Es geht um klar definierte Prozesse und Reproduzierbarkeit

In den meisten Fällen bedarf es dazu einer klaren Definition der bestehenden Prozesse sowie einiger anderer Optimierungsmaßnahmen.

Anschließend wird mithilfe der Franchiseberatung die weitere Struktur des Franchise-Geschäftsmodells aufgebaut.

Denn neben klar definierten Prozessen gehören dazu auch eine reproduzierbare Marke, ein Standortkonzept und ein Realisierungsfahrplan für den Aufbau eines Unternehmens, das genauso funktioniert wie der Mutterkonzern.

Zuletzt muss sich das Ganze noch als rentabel erweisen und es müssen Standard-Verträge mit den Franchisenehmern aufgesetzt werden.

Hiermit hat die Franchiseberatung die Grundvoraussetzungen für das Bestehen eines neuen Franchise-Konzepts erfüllt.

Franchiseberatung – Und dann?

Die Franchiseberatung hilft natürlich nicht nur beim Aufbau eines Franchise-Konzepts. Es geht vielmehr auch darum, das neue Konzept der Welt bekannt zu machen und gezielt Unternehmer anzusprechen, die sich vorstellen können, nach diesem Modell ebenfalls zu gründen.

Spätestens dann stellt sich auch die Frage nach dem Kapital, denn dieses wird man auch dann brauchen, wenn die Gründer ihr eigenes Stammkapital mitbringen.

Einige Materialien sowie fachliche Unterstützung wird man ihnen zum Anfang bieten müssen.

Eine professionelle Franchiseberatung hilft bei der Entscheidung, welche Kanäle wichtig und wertvoll sind, um potenzielle Franchisenehmer zu erreichen und welche Wege zu den ersten Franchisenehmern sowie zu zahlreichen Nachfolgern führen.

Ein altes Sprichwort sagt: Erfolg nährt Erfolg

Auch für ein erfolgreich am Markt etabliertes Franchisekonzept kann die Franchiseberatung noch Hilfestellung geben und dafür sorgen, dass sich das Konzept am Markt halten und ausbauen kann.

Zwar ist das für die meisten Franchise-Interessierten noch Zukunftsmusik, aber irgendwann steht vielleicht die Internationalisierung auf dem Fahrplan und man braucht erneut eine Franchiseberatung, um sich zurechtzufinden und erfolgreich durchzustarten.

Bestenfalls kann man dann auf eine Franchise-Beratung zurückgreifen, mit der man schon positive Erfahrungen gemacht hat und in die man genug Vertrauen setzt, um sie auch ein weiteres Mal zu Rate zu ziehen.

Diverse TV-Formate steigern die Aufmerksamkeit

Eine professionelle Gastronomieberatung unterstützt Unternehmen aus der Gastronomie dabei, ihr Geschäft erfolgreich zu führen. Die Gastroberatung ist demnach eine Beratungsdienstleistung, die im Bereich der Verköstigung und des Ausschanks tätig sind. Die Art der Gastronomiebetriebe ist dabei sehr vielfältig.

So gibt es zum Beispiel Betriebe aus der Systemgastronomie, der Erlebnisgastronomie, Restaurants, Bars und Kneipen. Und auch die nachgefragten Dienstleistungen sind sehr vielfältig. Diese reichen:

  • über eine betriebswirtschaftliche Beratung
  • die bessere Organisation von Abläufen
  • die Erstellung eines Gastronomiekonzeptes
  • Beratungsleistungen im Bereich Küche und Service
  • die Optimierung der Großhandelsbeziehungen
  • der Organisation von gastronomischen Großveranstaltungen
  • und vielem mehr.

Die Gastroberatung ist eine komplexe Beratungsdienstleistung. Durch diverse TV-Formate wie

  • „Die Kochprofis“
  • „Die Küchenchefs“
  • oder „Rach, der Restauranttester“

ist die Gastronomieberatung als betriebswirtschaftliche und gastronomische Beratungsdienstleistung in den Fokus der Aufmerksamkeit der Verbraucher gerückt. Und damit natürlich auch der Nachfrager solcher Dienstleistungen.

Dadurch hat die Unternehmensberatung für die Gastronomie einen gewissen Aufschwung erfahren. Allerdings blendet das Fernsehen wesentliche Bestandteile der Gastroberatung aus.

Während der Fokus solcher TV-Formate regelmäßig auf der Küche und den Fähigkeiten der Köche und des Küchenpersonals liegt. Und zum Teil der Geschäftsführung auf die Finger schaut. Ist die Gastronomieberatung in der Praxis wesentlich umfassender und bezieht alle Aspekte der Gastronomie mit ein.

Das richtige Konzept ist ein Erfolgsschlüssel

Bereits vor der Gründung und Eröffnung eines gastronomischen Betriebes können Gastronomieberater mit den angehenden Gastronomen Dinge ausarbeiten, planen und umsetzen. Beispielsweise Gründungskonzepte und / oder Gastronomieprojekte.

Ähnlich wie Unternehmensberater auch, entwickeln Gastronomieberater in Zusammenarbeit mit ihren Klienten Ideen für Konzepte, Events, Programme und so weiter.

Die Beratungsleistung erstreckt sich in der Regel von der Ideenfindung bis hin zur Realisierung. Zum Teil unter Vermittlung entsprechenden Personals und anschließender Evaluierung.

Insbesondere Existenzgründer sollten sich durch einen erfahrenen Gastronomieberater unterstützen und begleiten lassen. Dies ist umso sinnvoller, da Gründer im Bereich der Gastronomie nur schwer an zinsgünstige Bankkredite zur Aufbau- und Anschubfinanzierung kommen.

Am Anfang der Beratung steht der Stresstest

Bevor Gastronomieberater mit ihrer Dienstleistung beginnen, unterziehen sie den Gastrobetrieb regelmäßig einen Stresstest. Oftmals erscheinen die Gastronomieberater unangekündigt und als Gäste getarnt und testen den Betrieb während des normalen Geschäftsbetriebs.

Mit diesem Lokaltest und der Restaurantkritik beginnen meistens auch die oben erwähnten TV-Formate. Entweder in dem das Fernsehteam früher als verabredet erscheint. Oder aber in dem es mehrere Speisen gleichzeitig bestellt.

Dadurch wollen sich die Experten einerseits ein Bild von der Speisekarte und dem Können des Kochs machen. Und andererseits einen Eindruck von der Organisation sowohl in der Küche als auch im Service gewinnen. Je nach Berater werden in der Regel mehrere Themenkreise untersucht. Diese präsentieren Ihnen anschließend die Ergebnisse in Form einer Restaurantkritik.

Zu den Untersuchungsgebieten gehören unter anderen die Außen- und Innenwirkung des Lokals, der Erstkontakt mit dem Service und der Bestellvorgang. Aber auch die Serviceleistung während des Tests sowie Ablauf und Dauer des Zahlvorgangs sind ein Testgegenstand. Und nicht zu vergessen die Werbepräsenz des Lokals sowie eine Bewertung des Gesamteindrucks.

Auf Basis des Lokaltests, der Restaurantkritik und gegebenenfalls weiterer Untersuchungen kann der Gastroberater ein Beratungs-, Trainings- und Coachingkonzept entwickeln. Sollte es nötig sein, kann er auch Kollegen mit ins Boot holen.

Beispielsweise einen Unternehmensberater bei Überschuldung des Betriebs. Organisationsberater, Köche und Servicefachkräfte sowie Trainer und Coaches für die Entwicklung von Führungskompetenzen. Und von anderen Soft Skills, die für die erfolgreiche Führung eines gastronomischen Betriebes notwendig sind.

Betriebswirtschaftliche Beratung ist ein Kernelement

Den wohl wesentlichsten Aspekt sparen die oben genannten Fernsehformate gerne aus beziehungsweise zeigen ihn lediglich am Rande. Das betriebswirtschaftliche Consulting gastronomischer Betriebe macht nämlich den größten Teil der Dienstleistung aus.

In diesem Fall sind Gastronomieberater nichts anderes als Unternehmensberater, die sich auf die Anforderungen und Bedürfnisse gastronomischer Betriebe spezialisiert haben. Und die meistens auch selbst aus der Gastronomie kommen.

Im Bereich der Existenzgründung nehmen Gastronomieberater die Aufgaben von Existenzgründungsberatern wahr. Immer mit dem Fokus auf den speziellen Anforderungen eines gastronomischen Unternehmens. Sie unterstützen Gründer beispielsweise bei:

  • der Erstellung und Optimierung von Kostenstrukturen
  • der Buchhaltung
  • der Werbung
  • der gastronomischen Ausrichtung
  • der Personalplanung
  • der Lieferantenauswahl
  • der Lagerwirtschaft

Auch etablierte Betriebe können profitieren

Bereits etablierte Betriebe erhalten ebenfalls in diesen Bereichen Unterstützung, wobei hier eher der Schwerpunkt auf dem Bereich Management liegt. Nichtsdestotrotz können Gastronomieberater in diesem Zusammenhang auch durchaus Aufbauhilfe leisten.

Da der Begriff des Gastronomen nicht geschützt ist. Und weil viele Branchenfremde von den Anforderungen und der hohen Komplexität des Gastgewerbes überrascht sind. Und teilweise auch überfordert. Als externe Berater geben Gastronomieberater:

  • unter anderem der Geschäftsführung und dem Küchen- und Servicepersonal Denkanstöße
  • unterstützen die Unternehmen bei der Entwicklung von Führungsstrukturen und einer Führungskultur
  • der Lieferantenstruktur
  • bei der Kostenkontrolle
  • der Zieldefinition
  • der Kundengewinnung und Kundenbindung
  • der Analyse von Ist- und Soll-Situationen
  • und entwickeln im Bereich Kostensenkung entsprechende Maßnahmen.

Ebenfalls zur Beratungsleistung gehören die Umsetzung von Hygienevorschriften und einer effektiven Lagerhaltung und Warenwirtschaft. Damit endet die Liste der Beratungsdienstleistungen der Gastronomieberater aber noch nicht.

Sie unterstützten Gastgewerbetreibende beispielsweise bei Events, gastronomischen Projekten oder Großveranstaltung. Auch hier arbeiten sie in allen Phasen von der Ideenfindung über die Planung bis hin zur Verwirklichung mit.

10 praktische Tipps für schnell mehr Umsatz

Neben der grundsätzlichen Analyse und den Empfehlungen in Hinblick auf die betriebswirtschaftlichen Aspekte. Aber auch bezüglich des eingesetzten Gastronomiekonzeptes und der Beziehungen zum Großhandel. Punktet eine Gastroberatung immer auch mit schnell umsetzbaren Ideen.

Hierfür habe ich Ihnen 10 Sofortmaßnahmen für ihr Gastronomiemarketing zusammengestellt, mit denen jeder Gastronomiebetrieb sofort mehr Umsatz erwirtschaften kann.

1. Der erfolgreiche Kundenstopper: Kaffee? Milchshake? Spaghetti?

Ein professionelles Foto von einem beliebten und leckeren Gericht (Top-Seller der aktuellen Saisonkarte). Einer heißen Tasse Kaffee mit Sahnehaube. Oder einem bunten Eisbecher mit frischem Obst. Das weckt bei Passanten den Heißhunger oder die Lust und Begierde, die vorher nicht da war.

Solche Fotos lassen sich wunderbar auf Kundenstoppern anbringen. Und anschließend auf dem Gehweg vor dem Geschäft aufstellen. Personen, die im Vorbeigehen das Foto sehen, werden Lust auf Ihre angebotenen Speisen oder Getränke bekommen. Und Sie werden gerne einkehren.

Denn das Auge isst ja bekanntlich mit. Heben Sie sich hier von der Konkurrenz ab, indem Sie wirklich eine Ihrer selbst zubereiteten Speisen oder Getränke abfotografieren. Und nicht indem Sie ein Foto kaufen, wie es die breite Masse benutzt.

2. Ansprechender und individualisierter Speisekartenkasten

Auch den im Außenbereich angebrachten Schaukasten für die Speisekarte können Sie als Werbemittel nutzen. Statt darin die komplette Speisekarte auszulegen, können Sie hier zum Beispiel persönliche Tipps zu geben.

Jeder Mitarbeiter, ob Koch, Barkeeper, Kellner oder Putzfrau, kann beispielsweise sein Lieblingsgericht von der Speisekarte empfehlen. Diese persönliche Ansprache der potentiellen Gäste schafft Vertrauen und steigert die Kundenbindung. Und auch damit hebt man sich von der Masse ab!

3. Kreative Werbeschirme als Blickfang nutzen

Viele Gastronomen nutzen im Außenbereich zum Schutz vor Sonne und Regen große Schirme. Das ist nicht nur funktional die richtige Lösung sondern auch marketingtechnisch. Denn diese können Sie gezielt für Werbung nutzen, indem sie diese individuell und aussagekräftig bedrucken.

Beispielsweise finden auf jeden Fall der Name und / oder das Logo des gastronomischen Betriebs ausreichend Platz. Und der Sonnenschirm wird schon aus größerer Distanz zum echten Hingucker. Aber nicht nur das.

So fördern Sie die Corporate Identity des Betriebs. Sie stärken ihren Wiedererkennungswert. Und Sie erhöhen ihre Bekanntheit. Da sich der Name des Restaurants oder Cafés so deutlich besser bei den Passanten einprägt. Dies ist gerade im Zuge einer Restauranteröffnung sehr wichtig. Hier finden Sie eine Auswahl sehr schöner Best-Practice-Beispiele für Werbeschirme auf Sunliner.de.

4. Mittagspause nutzen: Kostenlose und leckere Naschereien für Passanten anbieten

Gerade das Mittagsgeschäft ist für viele Gastronomen einerseits schwierig. Andererseits ist es jedoch eine gute Möglichkeit für die Gewinnung zusätzlicher Umsätze. In Ergänzung zum Abendgeschäft. Passanten lassen sich am besten von einem Besuch in einem Restaurant oder Café überzeugen, wenn ihre Geschmacksnerven angesprochen werden.

Daher lohnt sich eine kostenlose Verkostungsaktion direkt vor der Lokalität. Hier können zum Beispiel kleine Kostproben eines Spezialgerichts angeboten werden, die Lust auf mehr machen. Verkostungen können Sie selbstverständlich nicht nur im Mittagsgeschäft durchführen. Vielmehr können Sie diese auch zum Abendgeschäft ausrichten.

5. Provokant und lustig: Der Bierdeckel 2.0

Der Bierdeckel gehört neben Bierglas und Bierbankpolster fest zum Inventar der meisten Restaurants und Lokale. Mit ihm lässt sich die Bekanntheit des eigenen Ladens steigern und die Kundenbindung günstig beeinflussen.

Alles, was Sie dazu benötigen, ist ein auffälliger Bierdeckel. Häufig verwenden Gastronomen die Werbe-Bierdeckel ihrer Getränkelieferanten. Das muss nicht sein und ist auch schlichtweg langweilig.

Wer stattdessen einen lustigen oder provokanten Bierdeckel mit Spruch oder Motiv entwirft und auslegt. Der sorgt bei seinen Gästen für Gesprächsstoff. Somit sind Sie im Gedächtnis.

Häufig werden, wenn der Unterhaltungswert hoch genug ist, sogar Fotos gemacht. Diese verteilen sich dann in den sozialen Netzwerken. Und schon werden neue Kunden auf das Geschäft aufmerksam.

6. Social Media Marketing: Tagesgerichte mit Fotos, Angebote und Umfragen für neue Speisen

Die sozialen Netzwerke sind inzwischen ein fester Bestandteil des Lebens. Und alle Altersgruppen nutzen sie. Facebook, Twitter, Instagram und Youtube sind die größten Plattformen und lassen sich auch von Gastronomen wunderbar zu Werbezwecken nutzen.

Einzige Voraussetzung. Sie müssen ihr eigenes Profil regelmäßig und in kurzen Abständen mit neuen Inhalten befüllen. Im unternehmenseigenen Facebookprofil können Sie zum Beispiel wöchentlich die neue Empfehlungskarte vorstellen. Oder sie posten regelmäßig ein spezielles Tagesgericht mit einem ansprechenden Foto.

Kleine Gewinnspiele, Umfragen nach der beliebtesten Speise und andere Aktionen. Wie zum Beispiel das interaktive Zusammenstellen eines neuen Menüs oder einer neuen Pizza. Das sorgt für Leben im eigenen Profil. Somit aktivieren sie die Kunden und können so neue Stammkunden generieren.

Unser Tipp für eine Best-Practice-Umfrage. Starbucks ließ via Facebookfanpage über die Lieblingskaffeesorte der Facebook-Fans mit anschließender Teilnahme an einem Gewinnspiel abstimmen.

7. Gekonnt in Szene setzen: Leuchtreklame im Außenbereich

Wenn ein gastronomische Betrieb in den Abendstunden geöffnet hat, dann ist eine auffällige Leuchtreklame an der Fassade unverzichtbar. Sie sollte einerseits den Namen und falls vorhanden des Logo des Lokals enthalten. Und Sie sollte andererseits möglichst auffällig beleuchtet sein.

Dazu bieten sich Reklameschilder an. Alternativ können Sie zur Außenbeschriftung auch eine separate Beleuchtung installieren. Damit diese das Werbeschild in den Abendstunden gekonnt in Szene setzt.

8. Bewertungen von Gästen einholen – und daraus lernen

Gäste lassen sich gerne bei ihrer Suche nach einem Restaurant oder einer Bar von den Bewertungen anderer Gäste leiten. Deshalb sollte jeder Gastronom darauf bedacht sein, dass möglichst viele Gästebewertungen des eigenen Lokals im Internet zu finden sind.

Dazu können Sie die Gäste aktiv um eine Bewertung im Internet bitten. Insofern diese auch zufrieden mit den Speisen waren. In diesem Zusammenhang sollte man auch einen regelmäßigen Blick auf die bei den wichtigsten Plattformen abgegebenen Bewertungen haben. Somit können Sie gegebenenfalls auf ungerechtfertigte Kritik reagieren.

9. Events und Themenabende veranstalten

Mit besonderen Events macht ein gastronomischer Betrieb ebenfalls auf sich aufmerksam. Eine Bar kann beispielsweise einmal im Monat einen Themenabend zu einer bestimmten Musikrichtung veranstalten. Und hierzu die Gäste um entsprechende Kostümierung bitten. Dabei sollten natürlich auch die Mitarbeiter entsprechend gekleidet sein. Für Restaurants bietet sich Livemusik an.

Ebenso können Sie außerhalb der regulären Öffnungszeiten verschiedene Kochevents oder BBQ-Abende veranstalten. Auch hier ist es wieder eine gute Sache, die Sozialen Medien zu nutzen. Einerseits um Ideen zu sammeln, die wirklich nachgefragt werden und andererseits um für die Veranstaltungen zu werben.

10. Neue Wege testen: Heben Sie sich von der Masse ab!

Zu guter Letzt ist die eigene Kreativität der Gastronomen gefragt. Wer sich von der Masse abhebt, der bleibt im Gedächtnis und stärkt die Kundenbindung. Kreative und neue Werbeideen sind daher immer ein gutes Mittel, um die Gästezahl zu steigern.

Seien Sie mutig und probieren Sie neue Wege, ungewöhnliche Werbeformen und neue Aktionen aus. Zum Beispiel können Sie sich mit befreundeten Gastronomen zusammentun und mit Hilfe von Prospektdrehständern gegenseitig für sich werben.

Der Markt für Gastronomieberatung ist groß

Der Bedarf für professionelle Gastroberatung in Deutschland kann als hoch eingeschätzt werden. Vor dem Hintergrund des hohen Wettbewerbsdrucks in der Gastronomie rufen noch zu wenige private Gastronomen solche Beratungsdienstleistungen ab. Der Siegeszug von Franchiseketten und der Systemgastronomie scheinen dies zu bestätigen.

Interne Consultants optimieren deren Betriebsabläufe, Organisation und Werbepräsenz ständig. Dabei könnten viele Betriebe von den umfassenden Erfahrungen der Gastronomieberater profitieren. Da die meisten selbst erfolgreich ein oder mehrere Restaurants führen beziehungsweise geführt haben.

Große Unternehmen setzten auf interne Gastronomieberater

Da jeder Gastronomiebetrieb einzigartig ist, stehen die Gastroberater immer wieder vor neuen und speziellen Herausforderungen. Dabei sind auch die gastronomischen Schwerpunkte zu berücksichtigen, insbesondere im Bereich der System- und Erlebnisgastronomie.

Große Restaurant- und Fast-Food-Ketten beschäftigen daher eigene Gastronomieberater, die die angehenden Gastronomen entsprechend schulen und trainieren. Besonders im Bereich des Franchisings unterstützen die unternehmenseigenen Consultants die Franchisenehmer:

  • in der Durchführung des Franchisekonzepts
  • der Corporate Identity
  • bei der Bestellung
  • der Buchhaltung
  • der Personalführung
  • der betrieblichen Organisation der Filiale.

So finden Sie den passenden Gastronomieberater

Wenn Sie als Gastronom Bedarf an einer speziell auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Unternehmensberatung haben. Dann stehen Sie in der Regel vor der schwierigen Frage, einen passenden Beratungsdienstleister zu finden.

Dabei soll auch nicht verschwiegen werden, das die Qualität der Beratungsdienstleistungen sehr unterschiedlich sein kann. Auf jeden Fall sollten Sie sich einen spezialisierten Gastroberater mit entsprechender Erfahrung in der Branche aussuchen.

Dabei sollten Sie sowohl auf die angebotenen Leistungen als auch die bisherigen Referenzen des Beraters achten. Am Besten ist es natürlich immer, wenn man einer zuverlässigen Empfehlung folgen kann.

Weitere Möglichkeiten sind eine Recherche im Internet oder eine Erkundigung bei der örtlichen Industrie- und Handelskammer. Sie können aber auch gerne unser Branchenbuch für ihre Recherche nutzen.

Landesförderbanken – Der Ansprechpartner vor Ort

Alle 16 Bundesländer verfügen über eigene Förder- und Investitionsbanken. Diese ergänzen das Angebot der KfW und der Förderprogramme der verschiedenen Bundesministerien auf vielfältige Weise. Daher finden Sie nachfolgend als Einstieg eine Liste mit den einzelnen Instituten:

Fördermittel – Alle Möglichkeiten im Blick

Die Auswahl an verschiedenen Fördermitteltöpfen und -programmen sowie vergünstigten Finanzierungen ist so unübersichtlich und groß, dass viele Möglichkeiten aus Unkenntnis gar nicht wahrgenommen werden.

Es gibt Fördermittel nicht nur für Unternehmen in allen Entwicklungsphasen, sondern auch für den Privatbereich. Statt selbst zu recherchieren und an den vielen Vorschriften, gegenseitigen Ausschlüssen und Klauseln zu verzweifeln, ist die Beauftragung spezialisierter Fördermittelberater viel effektiver.

Allein das Privatprogramm der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und der ihr angeschlossenen Institutionen umfasst unter anderem Förderungen:

  • bei der Anschaffung oder dem Bau einer Immobilie
  • der Modernisierung und der energieeffizienten Sanierung von Bestandsimmobilien in verschiedenen Stufen
  • der Finanzierung von Studium und Weiterbildung und der Existenzgründung.

Und das in Form von Zuschüssen oder Finanzierungslinien. Dazu kommen noch weitere Töpfe, die aus EU-Mitteln oder von den Ländern, Regionen und Städten gespeist werden.

Um hier den Durchblick zu behalten und die besten Möglichkeiten und gegebenenfalls Kombinationen daraus zu ermitteln, benötigt es Fachleute, die sich auf bestimmte Gebiete spezialisieren.

Die Vielfalt für Unternehmen, die sich in der Start-up- oder Konsolidierungsphase befinden, die sich erweitern, international engagieren oder mit anderen Unternehmen kooperieren wollen, ist nämlich noch viel größer.

Fördermittelberater arbeiten oft als Spezialisten

Die Spezialisierung im Bereich Fördermittel ist für Berater unumgänglich, wenn sie auf dem Laufenden bleiben wollen, da die Regelungen, Vorschriften und Möglichkeiten sich ständig verändern.

Die Verfahren zur Beantragung und Prüfung sind mit viel Aufwand verbunden, notwendige Unterlagen sollten also bestens vorbereitet werden.

Auch dies ist eine Aufgabe des Fördermittelberaters. Da es unterschiedliche Quellen für Fördermittel gibt, sind natürlich auch verschiedene Wege zu beschreiten, Anträge zu stellen und zu verfolgen.

Zunächst ist es wichtig festzustellen, worum es sich handelt und wo die Person oder die Unternehmung angesiedelt ist. Danach selektieren sich die möglichen Programme, die dann wiederum so zusammengestellt werden müssen, dass sie sich nicht gegenseitig ausschließen.

Zu Überschneidungen kann es immer kommen, wobei die Ermittlung der gegenseitigen Anrechnung äußerst kompliziert ist. Aber es lohnt sich, denn alleine die verschiedenen Zuschüsse sind ja geschenktes Geld.

Fördermittel sind Geldgeschenke vom Staat

Gerade die Verbesserung der Energieeffizienz von Bestandsimmobilien durch Einzelmaßnahmen oder Gesamtkonzepte lässt sich der Staat einiges kosten.

Beispielsweise können Darlehen mit einem sehr günstigen Effektivzins bei der KfW in Anspruch genommen werden (Programm 151), wenn die Wohnung saniert oder eine sanierte gekauft werden soll.

Darüber hinaus gibt es einen Tilgungszuschuss in Abhängigkeit von der erreichten Energieeffizienzklasse. Aus dem Programm 430 gibt es zusätzlich einen Investitionszuschuss je Wohneinheit für diese energetischen Maßnahmen. Ebenfalls geschenktes Geld.

Ein weiterer Zuschuss für die professionelle Planung und Baubegleitung durch Sachverständige steht mit Programm 431 zur Verfügung und wenn die Heizungsanlage ausgetauscht werden soll, gibt es noch eine andere sehr günstige Kreditlinie (Programm 167).

Darüber hinaus werden in diesem Bereich verschiedene Fördermittel in den einzelnen Bundesländern angeboten, wie beispielsweise für die Energieberatung. Allerdings lassen sich diese nur teilweise mit anderen Programmen kombinieren, so dass eine ausführliche Beratung im Vorfeld dringend notwendig ist.

Große Vielfalt an Förderprogrammen in Deutschland

Die Angebote für Unternehmen unterscheiden sich nach Entwicklungsstand, Branche, Innovationsanteil und natürlich dem zuständigen Bundesland.

Beispielsweise kann ein Start-Up in Sachsen-Anhalt zum einen vom Gründerprogramm der KfW beziehungsweise ERP profitieren.

Die zum einen das mit bis zu 4.500 Euro bezuschusste Gründercoaching (Programm GCD) und sehr günstige Kredite (Programme 058, 067, 068) bereit halten, die meist von der Investitionsbank ausgegeben werden.

Außerdem gibt es Beteiligungsangebote, die gerade für Gründer wichtig sind, da sie eigenkapitalähnlichen Charakter haben.

Des Weiteren agiert in Sachsen-Anhalt die Bürgschaftsbank und reicht gerade für Gründer Bürgschaften von bis zu 80 Prozent für Investitionen in das Anlagevermögen aus, was natürlich eine Kreditaufnahme erheblich erleichtert.

Viele Regionen in Sachsen-Anhalt werden aber auch aus EU-Töpfen gefördert, so dass beispielsweise Investitionen mit bis zu 50 Prozent aus GA-Mitteln (Programm zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur) bezuschusst werden.

Das heißt für Start-Up-Unternehmen, dass nach der vergünstigt finanzierten und eventuell durch eine Bürgschaft abgesicherten Investition 50 Prozent als liquide Mittel zurückfließen, die zwar meist zur Tilgung der Kredite verwendet werden, aber den Finanzierungsaufwand sofort drastisch reduzieren. Weitere Möglichkeiten nur kurz angerissen:

Die Herstellung eines Prototyps bei Innovationen wird bezuschusst, für Forschung und Entwicklung können ebenfalls sehr attraktive Finanzierungen und Beteiligungsangebote in Anspruch genommen werden, Auslandsaktivitäten und Messebesuche zur Marktrecherche sind Gegenstand weiterer Programme, und vieles mehr.

Da die Kombination verschiedener Förderungen nicht immer oder nur teilweise möglich ist beziehungsweise die Kürzung von Fördermitteln zur Folge hat, kann nur ein spezialisierter Fördermittelberater bei dieser Vielfalt effektiv weiterhelfen.

Nach wie vor werden diese attraktiven Mittel noch nicht optimal abgerufen und damit unter dem Strich Geld verschenkt.

Aktuelle Nachrichten zu dem Förderprogramm

Das Förderprogramm Gründercoaching Deutschland hat über viele Jahre bestanden und gute Dienste in der Förderung von Existenzgründungen geleistet. Gefördert wurden:

  1. die gewerbliche Wirtschaft (Handel, Handwerk, Industrie, Gast- und Fremdenverkehrsgewerbe, Handelsvertreter und -makler, sonstiges Dienstleistungsgewerbe, Verkehrsgewerbe)
  2. von Angehörigen wirtschaftsnaher freier Berufe, sofern ihr überwiegender Geschäftszweck nicht auf die entgeltliche Unternehmensberatung ausgerichtet ist.

Zum 31. Dezember 2015 wurde das Förderprogramm allerdings eingestellt und die Europäische Förderlandschaft grundlegend umgestaltet.

Sowohl das Gründercoaching Deutschland als auch weitere Förderprogramme werden seitdem durch das ESF-Projekt Förderung unternehmerischen Know-Hows ersetzt.

Was das bisherige Gründercoaching Deutschland betrifft, wird die Förderung auf zwei Zielgruppen aufgeteilt und ausgerichtet:

  1. Existenzgründer die vor ihrer Gründung eine geförderte Beratung erhalten, zum Beispiel zur Erstellung für ihren Businessplan.
  2. Jungunternehmer deren Existenzgründung nicht länger als zwei Jahre zurückliegt. Diese erhalten die Förderung zum Beispiel für die Weiterentwicklung ihrer Produkte, Dienstleistungen und Marketingmaßnahmen.

Basiswissen zum Förderprogramm Gründercoaching Deutschland

Die Unterstützung von Existenzgründern, jungen Unternehmen oder Geschäftsführern, die Unternehmensanteile erwerben oder die Nachfolge antreten, steht im Mittelpunkt des geförderten Gründercoachings.

Gefördert werden dabei bereits gegründete Unternehmen, die sich auf eine neue Phase in der Unternehmensentwicklung vorbereiten. Förderfähig sind kleine und mittelständische Firmen, die sich entweder in einer frühen Entwicklungsphase oder vor einer größeren Veränderung befinden.

Schwerpunkt ist regelmäßig die Überarbeitung eines Geschäftskonzeptes in einen professionellen Businessplan *, der insbesondere mit Marktanalysen und dem daraus abzuleitenden Potential sowie Marketing- und Vertriebsstrategien vervollständigt werden muss.

Das gesamte Zahlenwerk, also die Umsatz- und Ertragsvorschau, Plan-Bilanz, Liquiditätsbetrachtungen und Investitionspläne sind in vielen Fällen neu zu erstellen.

Da die Unternehmen für die jeweils geplante Etappe meist eine Finanzierung benötigen, müssen diese Unterlagen immer aus Banksicht erstellt werden. Gerade die Begleitung der Finanzierungsphase ist der Kernpunkt im Gründercoaching.

Finanzierungskonzept – Fördermittel einbeziehen

Natürlich dürfen beim Gründercoaching Deutschland die Förderinstrumente aus den verschiedenen Quellen nicht außer Acht gelassen werden, da die Betriebe somit deutliche Vorteile generieren können.

Ein Berater sollte sich also in den unterschiedlichen Fördermöglichkeiten der KfW, von Bund und Ländern und aus europäischen Töpfen gut auskennen, um die optimale Zusammenstellung geeigneter Instrumente bewirken zu können.

Zum Beispiel können die verlorenen Zuschüsse von maximal 50 Prozent auf Investitionen, die im Anlagevermögen aktiviert werden, den gesamten Finanzierungsplan erheblich reduzieren, wenn alle Formalien eingehalten werden. Wobei dadurch aber andere Subventionen oder Förderungen gekürzt werden.

Vor Beantragung sind also die wesentlichen Möglichkeiten genau abzuklären. Ein Gründercoach sollte außerdem gut vernetzt sein, um die Arbeits- und Herangehensweisen von Geschäfts- und Förderbanken realistisch einschätzen und eventuell Wege im Interesse seiner Mandanten verkürzen zu können.

Förderberechtigte Unternehmen

Die Förderfähigkeit wird von der KfW an folgenden Kriterien festgemacht:

  • kleines oder mittelständisches Unternehmen
  • bereits gegründet, eine Beratung zur Gründung ist nicht förderfähig
  • ausgeschlossene Branchen: Landwirtschaft, Fischerei, Aquakultur, Unternehmens- und Steuerberater, Wirtschaftprüfer sowie Firmen in Schwierigkeiten
  • Unternehmenssitz in Deutschland
  • Existenzgründer inklusive Freiberuflern, junge Unternehmen, Geschäftsführer, die Unternehmensanteile erworben oder die Nachfolge angetreten haben

Die Zuschüsse können innerhalb von fünf Jahren ab Gründung beantragt werden. Gerade diese mittelständische Zielgruppe ist für einen Coach sehr interessant, gut überschaubar und hat Wachstumspotential.

Gefördertes Gründercoaching – KfW und ESF

Nehmen KMUs einen Gründercoach in Anspruch, werden für einen gelisteten Berater Zuschüsse in Höhe von 75 Prozent vom Honorar, maximal aber 4.500 Euro netto, ausgeschüttet.

Voraussetzung dafür ist, dass der Berater auch als Gründercoach bei der IHK und der KfW gelistet ist und damit dieses Gründercoaching durchführen darf.

Die Beantragung übernimmt der Coach, wobei die Mehrwertsteuer und der Eigenanteil von maximal 1.500 Euro netto vom Unternehmen direkt zu bezahlen sind.

Der Gründercoach muss die Buchungsbelege explizit bei der Beantragung der Fördermittel mit einreichen, um eine Bewilligung zu bewirken. Die Absprachen mit den Unternehmen müssen also glasklar getroffen werden, um in diesem Bereich nachhaltig zum Erfolg zu kommen.

IHK – Zentraler Anlaufpunkt für Gründer und Unternehmer

Die Neukundenakquise für Berater, die sich mit diesem Thema befassen möchten, ist relativ einfach, da die IHK als zentraler Auskunftspunkt auf die gelisteten Coachs verweist.

Es macht also durchaus Sinn, sich mit der zuständigen Geschäftsstelle in Verbindung zu setzen und die konkreten Voraussetzungen zu klären.

Insbesondere der große Bereich Fördermittel ist so stark gefragt, dass sich hier sehr interessante Geschäftsfelder ergeben, weil immer wieder Möglichkeiten verschenkt werden.

Unternehmensberater können sich auf diesem sich ständig ändernden Gebiet profilieren und ganz gezielt neue Mandanten akquirieren.

Das Gründercoaching ist dabei ein sehr guter Einstieg, aber es gibt viele weitere Förderungen, die speziell auf bestimmte Wirtschaftssegmente oder Unternehmensphasen zugeschnitten sind.

Betätigungsfeld mit Perspektive – Gründercoach der KfW

Um in die KfW-Beraterbörse aufgenommen zu werden, müssen Unternehmensberater ihre fachliche Qualität nachweisen, indem mindestens zwei Referenzen über entgeltlich und kompetent ausgeführte KMU-Beratungen im Bereich Betriebswirtschaft, die über das Bewertungssystem der Beraterbörse eingeschätzt wurden, eingereicht werden.

Dabei darf der Abschluss der Beratungen nicht länger als 12 Monate zurückliegen. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau legt größten Wert auf die Zuverlässigkeit und Kompetenz in allen Beratungsschwerpunkten.

So dass sowohl ein selbständiger als auch ein angestellter Unternehmensberater seine erfolgreiche Arbeit mit kleinen und mittelständischen Kunden über einen Zeitraum von mindestens drei Jahren belegen muss.

Vorher wird er nicht gelistet. Die Tätigkeit der gelisteten KfW-Berater wird regelmäßig geprüft, um die Beratungsqualität auf einem hohen Niveau zu halten.

Setzen Sie auf gelistete Berater bei der KfW

Mit der Aufnahme in die KfW-Beraterbörse ergeben sich zusätzliche und sehr interessante Betätigungsfelder, die für neue Mandanten und damit Entwicklungspotential sorgen.

Der Aufwand für die Bewerbung bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau dürfte sich also rechnen. Weitere Informationen zu Förderprogrammen findet man in der Förderdatenbank des Bundeswirtschaftsministeriums und auf den Seiten des Europäischen Sozialfonds.

Nachrichten zur Beraterhaftpflichtversicherung

Unternehmensberater sollten ihren Kunden ihren Service immer mit einer umfassend abgedeckten Haftpflichtversicherung anbieten. Hier erfahren Sie Alles, was es zu dem Thema an neuen Regelungen gibt.

Energieberater brauchen jetzt Haftpflicht für ihre Tätigkeit

22.08.2019: Auch wenn die entsprechende Neuregelung schon etwas länger gilt, möchte ich alle Energieberater darauf aufmerksam machen, dass seit dem 11. Oktober 2017 vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) eine gültige Beraterhaftpflichtversicherung zur Bedingung für die Bewilligung von Berateraufträgen gemacht werden kann.

Die Aufgaben der Beraterhaftpflichtversicherung

Unter einer Beraterhaftpflicht versteht man eine Versicherung, die auf Beratertätigkeiten zugeschnitten ist. Sie dient dazu, Berater von Unternehmen oder Einzelpersonen im Falle von wirtschaftlichen Einbußen in Folge der Beratertätigkeit zu schützen.

Die Beraterhaftpflicht versichert dabei Berater in unterschiedlichen Branchen und mit verschiedenen Beratungstätigkeiten, zum Beispiel klassische Unternehmensberater, aber auch Coaches, Personaldienstleister, Marktforscher, Recruiter und Mediatoren.

Ob eine solche Versicherung benötigt wird, hängt von der genauen Beratertätigkeit und dem Kundenstamm ab. Sowohl die Kosten als auch die abgedeckten Bereiche können dabei, je nach Versicherungsgeber, stark variieren. So gibt es zum Beispiel Versicherungen, bei denen „Empfehlungen wirtschaftlicher Geschäfte“ nicht abgedeckt sind.

Schauen Sie sich den Leistungskatalog ihrer Berufshaftpflicht vorher genau an

Welche Leistungen explizit abgedeckt werden, hängt vom Anbieter ab. Immer enthalten ist die Prüfung, ob der Anspruch auf Schadensersatz gerechtfertigt ist. Ist durch die Beratertätigkeit ein Schaden entstanden, wird dieser bis zur vereinbarten Deckungssumme übernommen.

Es gibt allerdings auch Versicherungen, in denen Schäden, die durch die Empfehlung bestimmter Geschäfte im wirtschaftlichen Bereich entstanden sind, nicht abgedeckt werden. Hier empfiehlt es sich, die Versicherungsbedingungen genau zu studieren.

Zuletzt übernimmt die Versicherung die Aufgabe, unberechtigte Ansprüche abzuwehren. Innerhalb dieses passiven Rechtsschutzes werden anfallende Verfahrenskosten übernommen.

Welche Ausgaben entstehen für eine Haftpflicht?

Die Kosten für eine Beraterhaftpflicht hängen vom Jahresumsatz, der Selbstbeteiligung und den besonderen Leistungen des jeweiligen Versicherungstarifes ab.

Bis zu einem Jahresnettoumsatz von 150.000 Euro beträgt der Jahresbeitrag in der Regel zwischen 400 und 700 Euro. Beträgt der Jahresnettoumsatz bis zu 500.000 Euro wird sich der Jahresbetrag in der Regel zwischen 500 und 800 Euro bewegen.

Die nächste Umsatzgrenze geht dann bis 1.000.000 Euro, mit Ausgaben zwischen 600 und 900 Euro. Da die Unterschiede zwischen den einzelnen Versicherern und Policen erheblich sind, empfiehlt es sich auf jeden Fall, mehrere Angebote einzuholen und diese eingehend zu prüfen.

Für wen empfiehlt sich eine Beraterhaftpflicht?

Zu dieser Frage kann ich zwar keinen generellen Rat abgeben, aber für die Einzelunternehmer unter uns, empfiehlt sich auf jeden Fall eine sehr genaue Abwägung von Kosten und Nutzen. Hierbei ist zum Beispiel die Frage, in wie weit man eine Beratung in wirtschaftlichen Fragen vornimmt.

Ist dies der Fall, so kann die Beraterhaftpflichtversicherung vor bösen Überraschungen schützen. Auf jeden Fall lohnt es sich, mehrere Angebote zu vergleichen.

Die Beraterhaftpflicht wird dabei sowohl von klassischen Allround-Versicherungen, aber auch von Spezialversicherern, wie zum Beispiel HISCOX odes Exali, angeboten.

Die wichtigsten Fragen zur Beraterhaftpflicht

Die Frage, ob Sie eine Beraterhaftpflichtversicherung benötigen, kann letztendlich nur von Ihnen selbst in Zusammenarbeit mit ihrem Versicherungsberater geklärt werden.

Auch was diese leisten muss, kann nicht pauschal beantwortet werden. Um Ihnen ihre Entscheidung zu erleichtern, habe ich noch einmal die wichtigsten Fragen kurz und bündig zusammengefasst:

  1. Welche Schadensrisiken bringt meine Beratertätigkeit überhaupt mit sich?
  2. Welche Schadensfälle werden durch die jeweilige Beraterhaftpflicht abgedeckt?
  3. Sind Auslandsschadensfälle abgedeckt?
  4. Deckt die Beraterhaftpflichtversicherung auch Eigenschäden ab?
  5. Bis zu welcher Schadenshöhe springt die Versicherung ein?
  6. Wieviel kostet mich eine Beraterhaftpflicht, mit der ich wirklich auf der sicheren Seite bin?
  7. An welche Versicherungslaufzeit bin ich mit dem Vertragsabschluss gebunden?
  8. Welche Möglichkeiten gibt es, den Versicherungsschutz zu einem späteren Zeitpunkt zu erweitern?

Diese Tätigkeiten und Risiken sind  üblicherweise mit einer Haftpflichtversicherung abgedeckt

Wie bei allen anderen Versicherungen auch, gilt für eine Haftpflicht für Berater: vorher informieren ist besser als nachher den Schaden zu haben.

Lassen Sie daher ihrem Versicherungsberater alle benötigten Informationen zu ihrer Tätigkeit und ihren Kunden zukommen, die dieser für eine qualifizierte Aussage bezüglich ihres Versicherungsschutzes benötigt.

Die nachfolgenden Tätigkeiten und Risiken sind dabei in der Regel Standardleistungen im Rahmen ihrer Berufshaftpflicht. Weiteres muss üblicherweise individuell vereinbart und zusätzlich bezahlt werden.

  1. Marketingberatung
  2. Gesundheits- und Sicherheitsberatung
  3. Buchführung, Rechnungswesen und Controlling
  4. Outsourcing, Umstrukturierung und Kostensenkung
  5. Sicherheits- und Datenschutzberatung
  6. Durchführung von Schulungen
  7. Umwelt- und Qualitätsmanagement
  8. technische und logistische Beratung
  9. Personalberatung
  10. weitere Leistungen nach individueller Vereinbarung

Anbieter von Beraterhaftpflichtversicherungen

Um Ihnen die Auswahl des für Sie passenden Versicherungsanbieters zu erleichtern, finden Sie nachfolgend eine Liste mit Anbietern von Beraterhaftpflichtversicherungen.

Wenn Sie bereits positive Erfahrungen mit einem Anbieter gemacht haben, der nicht in unserer Liste erfasst ist, würden wir uns über eine entsprechende Information sehr freuen.

Arbeitsabläufe erfolgreich optimieren

Selbstorganisation durch Ordnungssystem

Der erste Step, um effizient arbeiten zu können, ist ein gut aufgeräumter Schreibtisch. Das Gleiche gilt für den PC. Mit durchdachten Ordnungssystemen lassen sich wichtige Dokumente schneller wiederfinden.

Dazu gehören auch elektronische Rechnungseingangsbearbeitungen sowie die Digitalisierung von Ordnern und Akten. Auf dem Schreibtisch sorgt zudem ein Ablagesystem für entsprechende Ordnung. Diese auch als Schreibtischbefreier bekannten Ordnungssysteme gibt es in verschiedenen Größen und Ausführungen.

Feste Zeiten einplanen

Durch einen Wechsel zwischen verschiedenen Tätigkeiten droht ein Verlust der wertvollen Zeit. So ist es deutlich weniger effizient, zwischen dem Schreiben von zwei E-Mails ein Telefonat zu führen. Als vielmehr zuerst die E-Mails zu beantworten und sich dann an das Telefon zu setzen.

Sie können deutlich produktiver arbeiten, wenn Sie sich nur auf eine einzige Sache konzentrieren. Legen Sie sich daher am besten einen Tagesplan an mit festen Zeiten.

Arbeitszeiten analysieren

Um effektiv planen und verbessern zu können, müssen Sie natürlich auch wissen, wie lange Sie für die einzelnen Arbeitsabläufe benötigen. Erfassen Sie daher alle fortlaufend anfallenden Arbeiten über einen längeren Zeitraum mit der dafür notwendigen Zeit.

Nur so erhalten Sie verlässliche Werte. Durch diese Analyse können Sie gleichzeitig erkennen, ob Sie für Tätigkeiten mit geringer Priorität zu viel Zeit benötigen.

Software nutzen um effizienter zu arbeiten

Aufgaben manuell zu bearbeiten und zu verwalten kostet viel Zeit. Mit einem entsprechenden aufgabenspezifischen Computerprogramm können Sie sich viel Arbeit sparen. Beispiele sind:

  • CRM-Systeme
  • Buchhaltungsprogramme
  • Office-Programme

Prioritäten setzen

Setzen Sie Prioritäten. Oftmals werden Sie mehr Arbeit haben, als Sie an einen Tag erledigen können. Fertigen Sie sich daher eine Liste an und arbeiten Sie diese nach der Priorität ab. Dabei sind die wichtigsten Aufgaben immer als erstes zu erledigen.

Prozesse fortlaufend verbessern

Um effizient arbeiten zu können, sollten Sie sich immer mal wieder einzelne Bereiche vornehmen und das Arbeitsverhalten analysieren und verbessern. Mit neuen Arbeitsbereichen kommt auch immer neuer Optimierungsbedarf hinzu.

Prüfen Sie daher Ihr Arbeitsverhalten und identifizieren Sie Ihre Schwachstellen. Gerade am Arbeitsplatz steckt großes Potenzial, um Prozesse effizienter zu gestalten.

Analyse der Arbeitsprozesse

Nehmen Sie fortlaufend ihre Prozesse genauer unter die Lupe. Dergestalt konzentrieren Sie sich dabei erstrangig auf Tätigkeiten, die Sie ständig ausführen. Dabei werden Sie vermutlich auf die eine oder andere Überraschung stoßen. Denn bestimmte Tätigkeiten erledigen Sie oftmals nur aus purer Gewohnheit.

Einsparmöglichkeiten aufdecken

Haben Sie Tätigkeiten gefunden, die nicht notwendig sind? Dann werfen Sie lieber noch einmal einen kritischen Blick auf die Liste. Und überlegen Sie sich, ob es bei den angedachten Maßnahmen nicht zu unerwünschten Nebeneffekten kommen kann.

Umsetzung der Maßnahmen

Durch Ihre Analyse haben Sie sicher Bereiche gefunden, in denen es sinnvoll ist, eine Arbeitsablaufoptimierung vorzunehmen. Verwenden Sie für die Umsetzung Checklisten. Diese sind wichtig, damit Sie im Nachhinein auch wirklich nichts vergessen.

Durchführung der Optimierung

Nehmen Sie nicht zu viele Änderungen auf einmal vor und arbeiten Sie Ihre Optimierungsliste Schritt für Schritt ab. Erst wenn sich eine Änderungsmaßnahme auch tatsächlich bewährt hat, gehen Sie die nächste an.

Human Resource Beratung ist ein junges Beratungsfeld

Human Resource Beratung (oftmals auch nur als HR bezeichnet) oder auch Personalberatung gehört in das weite Feld der Unternehmensberatung. Hierbei stellen Unternehmensberater ihre Beratungskompetenz anderen Unternehmen als Dienstleistung zur Verfügung.

Das Human Resource Consulting ist im Vergleich zu anderen Tätigkeitsfeldern der Unternehmensberatung ein vergleichbar junges Beratungsfeld.

Die Personalberatung in den vergangenen Jahren jedoch einen rasanten Aufschwung erlebt. Dies vollzog sich vor dem Hintergrund des gesellschaftlichen Wandels in eine Dienstleistungsgesellschaft und Wissensökonomie.

Eine Personalberatung ergänzt die eigene Personalarbeit

Personalarbeit und Personalberatung ist ein vielfältiges, komplexes Beratungsfeld. Grundsätzlich kann man den Job der Personalarbeit so definieren.

Der richtige Mitarbeiter steht zur richtigen Zeit am richtigen Ort mit möglichst geringem Kostenaufwand zur Verfügung. Diese Definition deutet bereits die Komplexität von Personalarbeit an.

Firmen stehen oft vor dem Problem, entweder zu wenige fähige Mitarbeiter zu haben oder über einen Überschuss zu verfügen. Hinzu kommt, dass vor allem Veränderungen beim Personal viel Zeit brauchen. Der Bereich Human Resource durch rechtliche und vertragliche Regelungen jedoch an enge Vorgaben gebunden ist.

Was ist eigentlich Human Resource Consulting?

Grob lassen sich drei zentrale Themen im Bereich Human Resource Consulting unterscheiden:

  1. Das strategische Personalmanagement setzt sich mit der quantitativen und qualitativen Personalplanung auseinander und entwickelt vor allem langfristige Strategien. Ziel ist es ist, im Business ein dynamisches Personalmanagement zu etablieren. Mit diesem werden durch Maßnahmen der Flexibilisierung, Qualifizierung und Anpassung die strategischen Unternehmensziel erreicht.
  2. Das sogenannte Talent Management ist mit der Gewinnung, Bindung, Vergütung, Bewertung, Weiterentwicklung und Motivation der Mitarbeiter im Betrieb befasst. Im Sinne eines ganzheitlichen Talent Managements sollen hier alle Ebenen des Personals angesprochen werden. Von der Leitungsebene bis zum Auszubildenden.
  3. Die Personalorganisation dagegen befasst sich mit allen Verwaltungstätigkeiten im Bereich Personal und ist kompetenter Ansprechpartner für Führungskräfte in allen Personalfragen.

Bei der Suche und Auswahl von Fach- und Führungskräften begleiten Personalberater in der Regel den kompletten Findungsprozess. Darüber hinaus können Sie bei der Gestaltung und der Durchführung von Beurteilungsmaßnahmen im Unternehmen tätig sein. Wenn die Firma keine internen Kräfte dafür vorhält.

Das Aufgabenspektrum von Personalberatern ist vielfältig

Weitere Einsatzgebiete von Personalberatern können beispielsweise sein:

  • die Unterstützung der Unternehmen bei der Einführung und Implementierung von Vergütungssystemen
  • Employer Branding (grob übersetzt mit Personalmarketing)
  • Begleitung und Durchführung von Organisations- und / oder Personalentwicklung
  • sowie generell die Betreuung in strategischen und konzeptionellen Frage- und Problemstellung der gesamten betrieblichen Personalarbeit.

Früher fragte vor allem der Personalbereich eines Unternehmens die Personalberatung nach. In den vergangenen Jahren ist jedoch eine Verschiebung der Wertigkeit der Personalberatung in Betrieben feststellbar.

Immer mehr Unternehmensleitungen fragen heute ein Human Resource Consulting nach. Der Hintergrund ist, dass die Unternehmensführung wesentlich die Leistungen ihrer Mitarbeiter beeinflusst.

Diese Vorteile bietet ein Human Resource Berater

Die Personalberatung durch externe Fachkräfte hat für die eigenen Business Resources einige Vorteile. So verfügen Personalberater in der Regel über sehr gute Kenntnisse der Lage am Arbeitsmarkt sowie dessen Anforderungen und Bedürfnisse.

Personalberater verfügen meist über ein einschlägiges Hochschulstudium im Bereich Psychologie, Personalmanagement oder Betriebswirtschaften. Durch die Ausgliederung der Personalarbeit werden Ressourcen frei, die anderweitig eingesetzt werden können.

Darüber hinaus schätzen vor allem Klienten mit starken und präsenten Produkten / Marken die Diskretion und Neutralität von Personalberatern. So muss nicht das eigene Marketing und Social Media öffentlichkeitswirksam tätig werden.

Personalberater minimieren die Zahl teurer Fehlbesetzungen

Fehlbesetzungen von vakanten Stellen sind sehr kostenintensiv. Daher können Kunden durch die Auslagerung des Recruitment an Personalberatungen die Fehlerquote bei der Mitarbeiterauswahl reduzieren.

HR-Consulting gewährleistet bei der Personalauswahl in der Regel eine höhere Objektivität zwischen den Bewerbern und dem zukünftigen Arbeitgeber. Dies trägt auch zum Schutz der Marke und des Unternehmensimages bei.

Darüber hinaus verfügen Personalberater meist über mehrere spezielle eignungsdiagnostische Kompetenzen und Verfahren. Mit deren Hilfe erstellen Sie nach einer Bedarfsanalyse des Unternehmens exakte Kompetenzprofile. Somit findet der Klient die passenden Kandidaten viel leichter.

Aufgabenprofil Nummer 1: Das Profiling

Klienten beauftragen Personalberatungen in der Regel zur Rekrutierung von Fach- und Führungskräften. Dabei spielt das berufliche Profiling im Sinne eines Abgleichs von Anforderungsprofil und Kandidatenprofil eine immer größere Rolle.

Personalberater unterstützten Unternehmen bei der Formulierung von Anforderungsprofilen und Stellenanzeigen. Im Anschluß finden Sie nach der festgelegten Suchstrategie geeignete Kandidaten. Und Sie überprüfen Sie hinsichtlich ihrer Kompetenzen.

Dabei konzentrieren sich die Personalberater nicht nur auf die externe Suche von Fach- und Führungskräften. Sondern Sie berücksichtigen auch das bereits vorhandene Potential im Unternehmen.

Aufgabenprofil Nummer 2: Das Headhunting

Als Headhunting wird die direkte Suche und Ansprache potentieller Kandidaten genannt. Dieser etwas despektierliche Begriff „Headhunter“ (Kopfjäger) beschreibt spezielle Personalvermittler. Diese suchen vor allem geeignete Kandidaten für Positionen im leitenden Management. Und treten mit diesen in Kontakt.

Das besondere dabei ist, dass die potentiellen Kandidaten noch in anderen Unternehmen tätig sind. Und in der Regel nicht auf der Suche nach neuen Aufgabenbereichen oder Positionen.

Headhunting ist ein zweischneidiges Schwert im Bereich des Recruiting. Zum einen greifen viele Kunden auf diese Dienstleistung zurück. Dadurch finden Unternehmen deutlich mehr geeignete Kandidaten.

Auf der anderen Seite sehen es Unternehmen nicht gerne, wenn ihre Manager aus einem Beschäftigungsverhältnis durch Headhunter abgeworben werden. Und in der Folge möglicherweise zur direkten Konkurrenz wechseln. Das gleiche gilt natürlich auch für die Ebene der Fach- und Führungskräfte.

Aufgabenprofil Nummer 3: Die Personalauswahl

Nach der Bedarfsanalyse und der Kandidatensuche erfolgt die Sichtung und Auswahl der Bewerber. Die Analyse der Bewerbungsunterlagen potentieller Kandidaten erfolgt dabei anhand vorher festgelegter Kriterien.

Und das Unternehmen vereinbart gegebenenfalls ein Vorstellungsgespräch. Entweder übernimmt dann die Personalabteilung des Unternehmens die weitere Auswahl.

Oder die Personalberatung führt die Auswahlgespräche im Namen des Auftraggebers durch. Dabei werden neben den klassischen Bewerbungsgesprächen auch vom Personalberater konstruierte Assessment Center durchgeführt und analysiert.

Hier liegt noch ein weiterer Vorteil für Unternehmen, die eine Personalberatung mit der Bewerberauswahl beauftragt haben. Personalberater bringen in der Regel fundierte Kenntnisse in unterschiedlichen psychologischen Testverfahren mit.

Die im Bereich von Eignungstests, Kompetenz- und Potentialanalyse sowie bei der Einschätzung von Stärken und Schwächen eingesetzt werden können. Die Ergebnisse finden Anwendung zum einen bei der Auswahl des geeignetsten Bewerbers.

Und zum anderen zur Entwicklung des vorhandenen Potentials. Zum Beispiel bei internen Bewerbern in Bezug auf möglicherweise neue oder andere Arbeitsfelder (Personalentwicklung).

Im Rahmen der Personalauswahl übernehmen Personalberater auch die Überprüfung der Zeugnisse und angegebener Referenzen. Zum Beispiel durch stichprobenartige Überprüfung bei ehemaligen Arbeitgebern. Da den Personalabteilungen dafür meist keine Zeit bleibt.

Aufgabenprofil Nummer 4: Das Outplacement

Human Resource Berater werden aber nicht nur beim Findungsprozess von geeigneten Kandidaten nachgefragt. Die Freisetzung von Mitarbeitern ist ebenfalls ein Aufgabengebiet der Personalberatung.

Outplacement ist dabei als eine Dienstleistung für ausscheidende Mitarbeiter zu verstehen. Die professionelle Hilfe der Personalberater unterstützt Sie bei der beruflichen Neuorientierung. Bis hin zum Abschluss eines neuen Arbeitsvertrages.

Gründe für eine Freisetzung von Mitarbeitern gibt es viele. Im Sinne des Marken- und Imageschutzes vermittelt die Einschaltung von Outplacement Beratern auch eine Wertschätzung gegenüber den freizusetzenden Mitarbeitern.

Da die Firma deutlich signalisiert, dass Sie an einem fairen Trennungsprozess interessiert ist. Und das Sie die weitere Karriere bestmöglich unterstützt.

Bisher kamen vor allem Fach- und Führungskräfte in den Genuss von Outplacementberatung. Doch immer mehr Unternehmen unterstützen immer größere Teile der Belegschaft bei Entlassung durch spezielle Maßnahmen.

Imageberatung

Wird das Image überbewertet?

Führungskräfte und wichtige Persönlichkeiten stehen vielleicht nicht so sehr im Rampenlicht wie die Stars und Sternchen, wohl aber werden sie von Interessenten und Konkurrenten genauestens unter die Lupe genommen.

Das gilt nicht nur online, sondern auch in Bezug auf ihren zwischenmenschlichen Umgang mit Kunden, Stakeholdern und anderen fürs Unternehmen wichtigen Persönlichkeiten.

Teilweise ziehen sich die geschäftlichen Verbindungen sogar ins Privatleben und verlangen von Führungspersönlichkeiten, sich um ihr Image Gedanken zu machen. Das macht das Thema Imageberatung auch für die Unternehmensberatung interessant.

Stars und Sternchen, TV-Moderatoren, Politiker, Sie sind es, auf deren Image größter Wert gelegt wird.

Sie stehen mitten im Rampenlicht, und zwar stets und ständig. Natürlich müssen gerade sie eine Reputationsberatung in Anspruch nehmen, um nicht versehentlich schwerwiegende Fehler zu machen.

Geschäftsleute können zwar ebenfalls so öffentlich interessant werden, allerdings ist das nicht immer der Fall und sie müssen sich nicht in solchem Umfang Gedanken über ihr Image machen.

Viele machen sich tatsächlich zu viele Sorgen, und dann auch noch um die falschen Aspekte.

Beim Image eines Geschäftsmanns oder einer Business-Lady geht es nicht darum, wie sie sich bei öffentlichen Anlässen präsentieren oder wie gut sie auf dem einen oder anderen Empfang aussehen, sondern um sehr viel detailliertere Feinheiten des Images.

Imageberatung für Geschäftsleute

Das Image einer wichtigen Geschäftsperson kommt durch zwei hauptsächliche Kanäle zustande. Einerseits ist das die Online-Welt, für die viele Führungskräfte bereits ein gestärktes Bewusstsein entwickelt haben.

Die sozialen Kanäle, die auch eine Führungskraft nutzt, wollen durchdacht geführt und gemanagt werden, denn längst holen sich nicht nur Personalchefs über Bewerber ihre Informationen auf diesen Wegen und Kanälen ein.

Auch informiert sich die Öffentlichkeit über wichtige Persönlichkeiten aus dem geschäftlichen Umfeld.

Der zweite wichtige Aspekt des Images ist der ganz alltägliche Umgang einer Geschäftsperson mit Mitarbeitern, anderen Führungskräften, Stakeholdern und eigentlich jedem anderen Menschen in der direkten Umgebung.

Eine professionelle Beratung hätte diese beiden großen Aspekte zu berücksichtigen und könnte für viele Aspekte der Unternehmensberatung eine sinnvolle Ergänzung sein.

Imageberatung als Teil der Unternehmensberatung

Da ein großer Teil des Images einer Geschäftsperson von ihrer öffentlichen Wahrnehmung und damit von ihren Online-Aktivitäten ausgeht, kann die Reputationsberatung in eine Marketing-Beratung einfließen.

Und beispielsweise neben einem ganzheitlichen Marketing-Konzept für die Firma auch gezielten Umgang mit den öffentlichen Kanälen berücksichtigen, die eine Führungskraft für sich nutzt, sei es beruflich oder teils auch privat.

Auch könnte diese im Zuge einer ganzheitlichen strategischen Unternehmensberatung oder bereits bei der Gründerberatung eine Rolle spielen.

Wer bereits von Beginn an ein gutes Image aufbaut oder auch schon im Prozess der aktiven unternehmerischen Tätigkeit ein Image pflegen will, braucht dafür gezielte Beratung und nimmt sicherlich auch gerne die Dienste einer Unternehmensberatung dafür in Anspruch, wenn der Mehrwert daraus ersichtlich ist.

Reputationsberatung – nicht leicht verkäuflich

Das Image ergibt sich letztlich aus einer Summe von Aktivitäten, die eine Firma in Angriff nehmen kann. Ein gezieltes Reputationmanagement wird meist zu spät in Anspruch genommen, nämlich dann, wenn die PR-Abteilung im Zuge einer Krise um Hilfe fleht.

Unternehmensberatungen, die sich auch mit dem Thema befassen, könnten daher versuchen, sie als Teil eines größeren Konzepts zu verkaufen, beispielsweise im Rahmen des Marketings speziell für die öffentliche Wahrnehmung wichtiger Führungspersönlichkeiten.

Dadurch wäre gesichert, dass das Unternehmen die Imageberatung als Mehrwert anerkennt und sie in ein Beratungskonzept aufnimmt.

Denn wenn die Krise bereits eingetreten ist, fällt die Beratung schwer und auch mit fachübergreifenden Teams wird man eher nichts mehr machen können.

Dann hilft höchstens der Imageaufbau vom Nullpunkt an und bereitet unnötige Kosten. Auch auf diese Weise kann man einer Firma verdeutlichen, wie wichtig Imageberatung für sie und speziell für ihre wichtigsten Führungskräfte ist, damit es gar nicht erst so weit kommt.

Die Aufgaben eines Beratenden Ingenieurs

Die Berufs- und Standesbezeichnung „Ingenieur“ kennzeichnet die an einer Fachhochschule oder Universität auf einem technischen Gebiet wissenschaftlich ausgebildeten Fachkräfte. Eine Ingenieursausbildung kann in verschiedenen Fachrichtungen erfolgen und wird mit einem akademischen Grad abgeschlossen.

Während in Deutschland sowohl Ausbildung als auch Berufsausübung streng geregelt sind, gibt es in anderen europäischen Ländern teilweise weitreichende Unterschiede.

Im Zuge des Bologna-Prozesses und der Vergleichbarkeit nationaler Studienabschlüsse wurden auch in Deutschland die international gängigen akademischen Grade Bachelor of Engineering und Master of Engineering eingeführt.

Letzterer soll den nur in Deutschland verliehenen akademischen Grad eines Diplom-Ingenieurs langfristig ersetzen. Beratende Ingenieure erbringen eigenverantwortlich und unabhängig Beratungsdienstleistungen für andere Unternehmen und den öffentlichen Sektor.

Dabei können sie auf allen Gebieten des Ingenieurswesen tätig werden, vor allem aber in den Bereichen Entwicklung, Planung und Betreuung sowie in den Bereichen Kontrolle und Prüfung.

Beratende Ingenieure übernehmen in diesem Zusammenhang auch die Vertretung ihres Auftraggebers, beispielsweise im Rahmen der Wahrnehmung aller Aufgaben innerhalb eines (Teil-)Projektes, die mit dessen Vorbereitung, Leitung und Ausführung sowie der Überwachung und Abrechnung zusammenhängen.

Ein Beratender Ingenieur ist in der Regel eigenverantwortlich tätig, was ein Garant für seine Unabhängigkeit gegenüber Dritten ist.

Das heißt, ein Beratender Ingenieur ist in den meisten Fällen selbstständig, entweder als Einzelunternehmer oder Inhaber einer Kapitalgesellschaft (am häufigsten in Form einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung – GmbH) oder im Rahmen eines Zusammenschlusses mit Anderen und / oder Angehörigen anderer Berufe.

Von einer Eigenverantwortlichkeit ist aber auch dann auszugehen, wenn ein Beratender Ingenieur als leitender Angestellter in einem unabhängigen Unternehmen vornehmlich selbstständige Tätigkeiten und Arbeiten wahrnimmt.

Ebenfalls eigenverantwortlich handellt er, wenn er als Hochschullehrer seiner Beratungstätigkeit im Rahmen einer Nebentätigkeit nachgeht. Die Unabhängigkeit ist für die Ausübung seiner Beratungstätigkeit von großer Bedeutung.

Das heißt, er darf keine Provisionen, Rabatte oder andere Vergünstigungen von Dritten erhalten, die nicht sein Auftraggeber sind. Er darf solche Vergünstigungen weder für sich noch für seine Mitarbeiter annehmen.

Darüber hinaus ist ihm untersagt, eine andere gewerbliche Tätigkeit auszuüben, die im Zusammenhang mit seinen originären Berufsaufgaben steht.

Die Pflichten eines Beratenden Ingenieurs

Da es sich um eine geschützte Berufs- und Standesbezeichnung handelt, unterliegen die Träger dieser Bezeichnung besonderen Pflichten.

Dazu gehört unter anderem die Pflicht, den Beruf und die damit im Zusammenhang stehenden Erfordernise unter Berücksichtigung gesicherter technischer Erkenntnisse gewissenhaft auszuüben und zu erfüllen.

Vor allem hat ein Beratender Ingenieur alle (gewerblichen) Handlungen zu unterlassen, die gegen die guten Sitten im Wettbewerb verstoßen.

Er muss sich bei der Abrechnung seiner Vergütung an die Honorarordnung in der jeweils geltenden Fassung halten und hat die berechtigten Interessen seines Auftraggebers gegenüber Dritten jederzeit zu wahren.

Leben, Gesundheit und bedeutende Sachwerte Dritter hat der Beratende Ingenieur bei der Ausübung seines Berufes zu achten und zu schützen, sowie die Geschäfts- und Betriebsgeheimnisse seiner Auftraggeber zu wahren.

Darüber hinaus wird von ihm erwartet, dass er sich so verhält, wie man es von Angehörigen seines Berufsstandes erwarten kann.

Berufsbezeichnung „Beratender Ingenieur“

Wie bereits angedeutet, ist die Berufs- und Standesbezeichnung „Beratender Ingenieur“ in Deutschland rechtlich geschützt. Im deutschen Ingenieursgesetz ist die Berufsbezeichnung „Ingenieur“ zunächst grundsätzlich gesetzlich geschützt.

Die Bezeichnung „Beratender Ingenieur“ dagegen ist eine kammerspezifische Bezeichnung, die durch die 16 Ingenieurkammergesetze der einzelnen Bundesländer geschützt ist.

Das heißt, als Beratender Ingenieur darf sich nur bezeichnen, wer in der Liste der jeweilig zuständigen Ingenieurkammer eingetragen ist.

Die Ingenieurkammern besitzen ähnlich wie die Industrie- und Handels- und Handwerkskammern einen öffentlich-rechtlichen Status. Sie regeln die berufsständischen Angelegenheiten der Ingenieure in Selbstverwaltung.

Das Ingenieursrecht ist in Deutschland Ländersache, so dass einzelne Bestimmungen von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich sein können. Daher ist die freiberufliche Tätigkeit der Ingenieure eine länderrechtliche Angelegenheit.

Andere Wortverbindungen, die im Zusammenhang mit der Bezeichnung „Beratender Ingenieur“ stehen, dürfen nur von Personen getragen werden, die auch zum Tragen dieser Berufsbezeichnung berechtigt sind.

Dasselbe gilt auch für die Bezeichnung von Unternehmen und Zusammenschlüssen untereinander oder mit anderen Berufsgruppen.

Da die Bezeichnung „Beratender Ingenieur“ an die Eintragung in die jeweiligen Kammerlisten gebunden ist, sind Beratende Ingenieure immer Pflichtmitglieder der für ihren Wohn- oder Geschäftssitz zuständigen Ingenieurskammern.

Voraussetzungen für die Eintragung in die Liste

Um in diese Liste aufgenommen zu werden, bedarf es einiger Voraussetzungen, da eine Eintragung gleichzeitig auch ein Qualitätsmerkmal ist.

Grundsätzlich muss man zum Tragen der Berufsbezeichnung „Ingenieur“ berechtigt sein, also über einen entsprechenden Hochschul- oder Universitätsabschluss verfügen.

Weiterhin muss man eine mindestens zweijährige (Diplom-Ingenieure und Master of Engineering) beziehungsweise eine vierjährige (Bachelor of Engineering) berufspraktische Tätigkeit als Ingenieur nachweisen können.

Darüber hinaus müssen Antragsteller den Nachweis erbringen, dass sie eigenverantwortlich und unabhängig tätig sind und über eine ausreichende Berufshaftpflichtversicherung verfügen.

In die Liste wird nicht eingetragen, wem nach § 70 Strafgesetzbuch die Ausübung des Ingenieursberufs verboten ist. Das gleiche gilt auch für Ingenieure, denen nach § 35 Abs. 1 Gewerbeordnung die Ausübung einer selbstständigen Tätigkeit als Ingenieur untersagt worden ist.

Ebenfalls von einer Eintragung ausgeschlossen ist, wer wegen eines oder mehrerer Verbrechen oder Vergehen zu einer Strafe verurteilt worden ist und darüber hinaus auch nach Beurteilung des zugrundeliegenden Sachverhalts zur Erfüllung der beruflichen Aufgaben nicht geeignet ist.

Eine Eintragung in die Liste kann solange versagt werden, wie in Folge einer gerichtlichen Anordnung der Antragsteller in der Verfügung über sein Vermögen beispielsweise durch Pfändung beschränkt ist.

Eine Eintragung wird ebenfalls versagt, wenn der Antragsteller in den vergangenen fünf Jahren:

  • eine eidesstattliche Versicherung gemäß § 807 Zivilprozessordnung abgegeben hat
  • ein Kursverfahren gegen das Vermögen des Antragstellers eröffnet oder mangels Masse abgewiesen wurde
  • oder ein Vergleichsverfahren über das Vermögen des Antragstellers zur Abwendung eines Konkursverfahrens eröffnet wurde.

Diese strengen Voraussetzungen dienen der Qualitätssicherung des Berufsstandes und der Versicherung, dass Beratende Ingenieure im Falle von Falsch- oder Fehlberatungen ausreichend berufshaftpflichtversichert sind.

Vertretung der Beratenden Ingenieure

Die Berufsgruppe wird durch den Verband der Beratenden Ingenieure (VBI) vertreten. Mit über 3.500 Mitgliedern ist der VBI eine der führenden Berufsorganisationen in ganz Deutschland.

Darüber hinaus ist er eine der weltgrößten Consultingverbände und Ansprechpartner für Politik, Wirtschaft und Verwaltung gleichermaßen.

Neben der Eintragung in die Liste bei den zuständigen Ingenieurskammern, stellt die Mitgliedschaft im VBI ein weiteres Qualitätsmerkmal dieser Berufsgruppe dar, da der Verband an seine Mitglieder hohe Anforderungen an die fachliche Qualifikation und ihre Unabhängigkeit stellt.

Der Innovationsbegriff in den Wissenschaften

Gesellschaft und Wirtschaft stellen an ihre Akteure hohe Anforderung im Bezug auf Wandel, Veränderung und Weiterentwicklung. An dieser Stelle setzt in der Regel eine professionelle Innovationsberatung an.

Um den Herausforderungen gegenwärtiger und zukünftiger Probleme gewachsen zu sein, bedarf es einer ständigen Erneuerung. Das lateinische Wort für erneuern lautet „innovare“. Der Begriff Innovation wird heute umgangssprachlich etwas ungenau für Ideen und Erfindungen sowie deren wirtschaftliche Umsetzung verwandt.

Wissenschaftler sprechen in der Regel erst dann von einer Innovation, wenn eine Idee beziehungsweise Erfindung erfolgreich umgesetzt wurde. Entweder in ein oder mehrere neue Produkte, Dienstleistungen oder (technische) Verfahren. Und wenn diese dann tatsächlich am Markt erfolgreich sind und verbreitet Anwendung finden.

Die Verwendung des Begriffs Innovation im Rahmen der Wirtschaftswissenschaften geht auf den österreichischen Ökonom und Politiker Joseph Schumpeter zurück. Er definierte Innovation im betriebs- und volkswirtschaftlichen Kontext als „Aufstellung einer neuen Produktionsfunktion“.

In diesem Sinne entwickelen sich Wirtschaft und Gesellschaft unter der folgenden Bedingung weiter. Und zwar wenn die Produktionsfaktoren auf eine neue Art und Weise miteinander kombiniert werden. Der Begriff Innovation findet aber nicht nur in den Wirtschaftswissenschaften Verwendung.

Sondern auch in den Geistes- und Kulturwissenschaften. In diesem Zusammenhang wird Innovation als eine Ausprägung des forschenden Suchens verstanden. Dabei ist es das Ziel, neue Erkenntnisse beziehungsweise Lösungswege zu entdecken.

Als Voraussetzung für die Lösung von Fragen und Problemen gilt die Neugier des Suchenden (Forschenden) und die Lust auf Erneuerung. In den Geistes- und Kulturwissenschaften stehen daher die Begriffe Avantgarde und Kreativität in einer engen Beziehung mit dem Begriff Innovation.

Die historische Entwicklung des Innovationsbegriffes

Ein Blick auf die Geschichte zeigt eindeutig, dass Gesellschaften und Wirtschaftssysteme von Beginn an ihrer Entstehung einem Wandel unterliegen. Deutlich erkennbar ist, dass Wandel und Erneuerungen oftmals schubweise vorkommen.

Daraus lässt sich die These ableiten, dass es bestimmte gesellschaftliche Bedingungen geben muss, die das Auftreten von Neuerungen begünstigen. Diese gesellschaftlichen Bedingungen müssen nicht immer positiver Natur sein.

Sondern Sie können sich auch aus negativen Faktoren wie beispielsweise Missernten oder Überbevölkerung ergeben. Daher könnte auch das bekannte Sprichwort „Not macht erfinderisch“ stammen. Die Geschichte hat außerdem gezeigt, dass Innovatives sowohl zufällig als auch systematisch entstehen können.

Im letzteren Fall spricht man unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten von „Forschung und Entwicklung“ (F&E beziehungsweise R&D für „research and development“). Im unternehmerischen Bereich also manifestiert sich die systematische Innovation in der Regel in einer eigenen Abteilung innerhalb des Unternehmens.

Daher spricht man im ökonomischen Sinne erst unter der folgenden Bedingung von einer Innovation. Ein volkswirtschaftlicher Produktionsprozess erfährt eine Veränderung. Also von der Ideenentwicklung über eine konkrete Konzeptentwicklung bis Einführung und Durchdringung des Marktes.

Unterscheidung von Innovationsarten

Um die Innovationsberatung etwas abzugrenzen, ist es notwendig, kurz der Frage nachzugehen, was denn alles eine Innovation sein kann. Was im Sinne des Innovationsverständnisses „neu“ ist, ist teilweise ganz unterschiedlich zu bewerten. Anders gesprochen, es ist abhängig von der Perspektive.

Das heißt, eine Innovation kann entweder eine Weltneuheit sein. Oder es handelt sich um eine eher subjektive Neuheit. Beispielsweise wenn man eine Innovation aus der Sicht eines einzelnen Unternehmens oder eines Mitarbeiters betrachtet.

Es werden daher verschiedene Kategorien unterschieden, um relevante Beratungsfelder besser voneinander abgrenzen zu können. So kann man Innovation beispielsweise nach technischen, Service-, Geschäftsmodell-, Design- oder sozialen Gesichtspunkten unterscheiden.

Sie können aber auch eine andere Unterscheidung treffen. Hierzu betrachten wir die Art ihrer Entstehung näher. Innovationsberater unterscheiden hierbei zwischen geschlossenen und offenen Neuerungen.

Der Unterschied zwischen beiden Arten ist, dass sich bei der geschlossenen Innovation die Innovatoren innerhalb der Organisation befinden. Bei einer offenen Innovation stützt sich die Innovationskraft einer Organisation vor allem auf die Nutzung von externen Informationen und Kompetenzen.

Innovationsberatung und Innovationsmanagement

Die Frage ist nun, womit sich Innovationsberater befassen und wie sie Unternehmen im Bereich Innovation beraten und unterstützen können. Grundsätzlich umfasst diese alle Maßnahmen des Innovationsmanagements.

Das heißt, Innovationsberater helfen Unternehmen bei der Identifikation und Beobachtung von Trends und zukunftsweisenden Technologien. Innovationsberater bewerten die Tauglichkeit dieser Trends und Technologien für die jeweilige Branche.

Und Innovationsberater unterstützen Unternehmen bei der Ideenentwicklung, Konzeptionierung, Umsetzung, Einführung und Marktdurchdringung von Ideen und Erneuerungen.

Dabei bedienen sich Innovationsberater der Instrumente der systematischen Planung, Steuerung, Kontrolle und Evaluation im jeweiligen Unternehmen.

Das heißt, zur Entwicklung von Ideen kommen nicht nur Kreativitätstechniken zum Einsatz. Sondern es werden auch alle zur Verfügung stehenden Instrumente der Ideenverwertung eingesetzt. So entsteht aus einer Idee ein wirtschaftlich erfolgreiches Produkt oder eine Dienstleistung.

Da das Innovationsmanagement als ein Bestandteil der Unternehmensstrategie angesehen wird, nehmen Entscheidungen in diesem Bereich Einfluss auf:

  • Produkte
  • Dienstleistungen
  • Organisationsstrukturen
  • Fertigungsmanagement

Und viele weitere Prozesse innerhalb eines Unternehmens. Wo genau Innovationsberater tätig werden sollen, ist abhängig vom Ziel des Unternehmens.

Wollen Sie beispielsweise ein Produkt verbessern? Dann konzentriert sich die Beratung in der Regel auf die Befriedigung der Kunden durch das Produkt. Oder wollen Sie ihre Prozesse optimieren? Dann konzentriert sich der Innovationsberater entsprechend auf die Verbesserung der Effizienz und der Effektivität eines Verfahren.

Unterstützung im Innovationsprozess

Je nach wirtschaftswissenschaftlicher Ausrichtung unterscheidet man vier bis sechs Phasen in einem Innovationsprozess. Der Berater begleitet diesen Prozess professionell. Das sogenannte „Star-Gate-Modell“ unterteilt den Innovationsprozess in sechs Phasen:

  • Ideensammlung
  • Ideenbewertung
  • Produktentwicklung
  • Produkttests mit Kunden
  • Produktmarketing
  • Produktvertrieb.

Andere Modelle haben beispielsweise nur vier Phasen:

  • Ideengewinnung und -konkretisierung
  • Konzeptdefinition
  • Konzeptbewertung und -selektion
  • sowie Markteinführung.

Innovationsberater begleiten Organisationen durch jede einzelne Phase. Grundsätzlich stellen solche Berater ihr spezifisches Methodenwissen zur Verfügung. Weiterhin leiten Sie die an dem Innovationsprozess beteiligten Mitarbeiter entsprechend unterschiedlicher Methoden und Techniken an.

Der Markt für Innovationsberater

Oftmals sind in Innovationsprozesse mehrere Organisationsteile und / oder externe Dienstleister eingebunden. So ist es nicht ungewöhnlich, wenn Unternehmen spezialisierte Dienstleister in ihren Innovationsprozess einbinden.

Meistens stellen sie ihr Know-how und Methodenwissen zur Verfügung. Sie übernehmen gleichzeitig Teile des Innovationsprozesses. Und Sie führen diese selbstständig durch. Innovationsberatung wird unter anderem durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) mit dem Förderprogramm BMWi-Innovationsgutschein gefördert.

Auch die örtlichen Industrie- und Handelskammern bieten Innovationsberatung an beziehungsweise vermitteln Kontakte zu zertifizierten Innovationsberatern. Der Marktplatz für diese Beratungsleistung ist vor dem Hintergrund der sich ständig wandelnden Herausforderungen in einer globalisierten Welt recht groß.

Die systematische Innovation stellt einen wesentlichen Motor der betriebs- und volkswirtschaftlichen Entwicklung dar. Die meisten Dienstleiter bieten Innovationsberatung als Teil der Unternehmensstrategie in Verbund mit anderen Beratungsdienstleistung beispielsweise mit Change Management, Strategieberatung oder Prozessmanagement an.

Was ist Multiprojektmanagement?

Projekte sind immer ein gutes Zeichen. Solange Unternehmen in Bewegung bleiben und zu neuen Ufern aufbrechen, steht nicht zu befürchten, dass sie nächstens ihre Pforten schließen. Ja, angesichts der Projektfülle stellt sich eher die Frage, ob die Firmen auch fürderhin im Stande sind, der Herausforderungen des Projektmanagements Herr zu werden.

Hat eine Firma mehr als ein Unterfangen am Laufen, ergibt sich das Multiprojektmanagement zwangsläufig. Seine Qualität unterscheidet allerdings die Gewinner von den Verlierern. Drum ist es nicht geraten, das Multiprojektmanagement auf die leichte Achsel zu nehmen.

Der Versuch einer Definition

Um den Versuch einer Definition handelt es sich in der Tat. Immerhin spricht lediglich im deutschen Sprachraum alle Welt vom Multiprojektmanagement. Mit seinen beiden Ausprägungen, dem Programmmanagement und dem Projektportfoliomanagement, kann sich indes scheint’s jeder anfreunden. Dabei scheiden sich gerade bei diesen Unterbegriffen die Geister.

So entbrennt zwischen den Experten regelmäßig ein Streit darüber, wie sich das Programmmanagement vom Projektportfoliomanagement realiter abhebt. Und bei manchen Projektmanagern fällt das Programmmanagement überhaupt unter den Tisch.

Sie setzen schlicht und ergreifend das Projektportfoliomanagement mit dem Multiprojektmanagement gleich und machen für beide Ansätze dieselben Inhalte geltend. Um nun nicht aus dem Text zu kommen: Um und Auf des Multiprojektmanagements ist die Auswahl, Planung, Steuerung und Überwachung der Projektlandschaft eines Unternehmens.

Während die Projekte des Programmmanagements samt und sonders am selben Strang ziehen und ohne Ausnahme willkommen sind, haben die Projekte des Projektportfoliomanagements unterschiedliche Zielsetzungen und buhlen um die Gunst der Stunde. Jene, die nicht den Erwartungen der Entscheidungsträger genügen, bleiben außen vor.

Im Spannungsfeld zwischen Evolution und Revolution

Die wohl wichtigste Aufgabe besteht im Aufspüren brauchbarer Projekte. Weit gefehlt, zu glauben, dass die Entscheidungsträger nicht umhinkönnen, aus dem Kaffeesatz wahrzusagen. Im Gegenteil. Befindet sich das Unternehmen im Wachstum, wird der Fokus der Projekte naturgemäß auf die Steigerung der Produktionskapazität gelegt.

Gedenkt das Unternehmen indes, zu diversifizieren, rücken Projekte in den Brennpunkt, die der Produktentwicklung und Eroberung neuer Märkte dienen. Und falls der Betrieb dräut, den Bach hinunterzugehen, werden Rationalisierungs- und Konsolidierungsprojekte großgeschrieben.

Während nun jedoch der Lenkungsausschuss durch die Auswahl der Projekte Einfluss auf die Effektivität der Projektarbeit nimmt, obliegt es Programm-, Projektportfolio- und Projektmanagern, für die effiziente Umsetzung des Programm- oder Projektauftrags zu sorgen.

Am Projektmanagement führt über kurz oder lang kein Weg vorbei. In der Regel wird die Sache wenigstens als Programmmanagement im Multiprojektmanagement enden. Dies deshalb, weil die Revolution gezwungenermaßen irgendwann die Evolution ablöst.

Selbst der japanische Autohersteller Toyota kann seinen kontinuierlichen Verbesserungsprozess, Kaizen genannt, nicht ewig und drei Tage an einem Modell praktizieren.

Die Optimierung stößt an ihre Grenzen, wenn der Aufwand in keinem Verhältnis mehr zum Nutzen steht. Ein neues Modell muss her. Am besten gleich eins, das mit einer Fülle von Neuerungen für Schlagzeilen sorgt und durch Antrieb, Kraftübertragung und Bauweise auf der ganzen Linie überzeugt. Das Unternehmen befindet sich Knall auf Fall im Umbruch.

Es vollzieht sich eine tief greifende Umwälzung. Die Funktionsoptimierung der kleinen Veränderungen ist Schnee von gestern, die große, nachhaltige Veränderung Programm. Nicht länger ist mit trivialem Lernen Staat zu machen.

Nichttriviales Lernen verspricht den durchschlagenden Erfolg. Nachdem die kontinuierliche Verbesserung nicht anders als die Projektarbeit Unternehmensressourcen bindet, behält das Multiprojektmanagement die kleinen nicht anders als die großen Veränderungen im Auge.

Das widerspenstige Kind der Praxis

Ein schwaches Multiprojektmanagement ist nichts Halbes und nichts Ganzes. Wenn einer Unternehmung ernsthaft der Sinn nach Veränderung und mithin nach Wachstum steht, muss es den Stier bei den Hörnern packen und das Multiprojektmanagement nach besten Kräften unterstützen. Das Multiprojektmanagement muss eine fixe Größe sein und darf nicht zur Fußnote verkommen.

Natürlich sind damit Probleme vorprogrammiert. So wäre es alles andere als verwunderlich, wenn sich Projekt- und Linienorganisation nicht ins Gehege kämen. Wie leicht sich Projekt- und Linienorganisation allerdings zu arrangieren vermögen, zeigen die Stuttgarter Autohersteller mit ihrem Marktplatzkonzept eindrücklich.

So treffen sich in der Projekte-Arena der Daimler AG regelmäßig Vertreter beider Organisationen, um sich auszutauschen, in Verhandlungen einzutreten und ein vernünftiges Leistungspaket zu schnüren, mit dem beide Parteien leben können.

Es muss aber beileibe nicht die Linienorganisation sein, die Zeter und Mordio schreit. Empirischen Untersuchungen zufolge sind es vor allem die Zielkonflikte der Stakeholder, die die Arbeit des Multiprojektmanagements ungemein erschweren.

Und wenn es nicht an der Koordination der Interessen in den eigenen Reihen gebricht, fehlt den Unternehmen schlicht und ergreifend nicht selten der Überblick über die Projekte.

Nicht genug damit. Das Ressourcenmanagement wirft ebenso wie die fehlende Akzeptanz regelmäßig Fragen auf. Und gesetzt den Fall, dass mit der gegenseitigen Abstimmung der einzelnen Projekte alles im grünen Bereich ist, rebellieren unter Garantie die Projektmitarbeiter, weil sie mit dem Zeit- und Kostendruck nichts mehr am Hut haben wollen.

Namentlich dann, wenn die nötigen Daten nicht verfügbar sind oder die Unterstützung durch geeignete Werkzeuge unter jeder Kritik ist, ist die Kacke am Dampfen. Entsprechend frustriert und demotiviert sind die Projektmitarbeiter.

Waren sie erst Feuer und Flamme für das Unterfangen, sind sie nun am Boden zerstört. Nicht unbedingt das, womit sich als Multiprojektmanagement Triumphe feiern lassen.

Allen Unkenrufen zum Trotz schreckt der hohe Arbeitsaufwand kaum jemanden ab. Er ist nicht anders als die Projektpriorisierung, das Vertrauensverhältnis und die Personalfluktuation ein untergeordnetes Problem im praktischen Alltag.

Mit Multiprojektmanagement auf Erfolgskurs

Der Vorschlag von Isabelle Royer, einer Professorin am IAE Lyon, mit dem Projektkiller zu operieren, hat was für sich. Wenn jemand die Projektfortschritte laufend hinterfragt und Projekten ohne Aussicht auf Erfolg kurzerhand den Hahn abdreht, ist das zu begrüßen. Irren ist menschlich. Und der anfänglichen Euphorie folgt nicht selten Ernüchterung.

Von daher ist es allemal besser, die Scharte sofort wieder auszuwetzen, als sich falschen Illusionen hinzugeben und auf ein Wunder zu hoffen. Selbstredend ist es als Projektkiller unerlässlich, eine durchsetzungsfähige, entschlossene Person zu sein, die nicht lange fackelt, sondern vollendete Tatsachen schafft.

Wie sehr die Praxis teils der Theorie hinterherhinkt, zeigt allein die Allokation der Ressourcen. Selten steht die Ressourcenallokation mit der Priorisierung der Projekte im Einklang.

Dabei möchte man meinen, dass die Vernunft gebietet, die bedeutenden Projekte bevorzugt zu behandeln und sie mit allen nur erdenklichen Mitteln auszustatten. Andernfalls bleibt die Effektivität selbstredend auf der Strecke.

Wenigstens ist das Ressourcenmanagement an sich für gewöhnlich logisch organisiert. Wer auf übergeordneter Ebene mit den verfügbaren Ressourcen möglichst viele Projekte realisieren will, muss zwangsläufig auf untergeordneter Ebene im einzelnen Projekt haushalten und mit möglichst wenig Ressourcen an der Umsetzung der vorgegebenen Ziele arbeiten.

Dieses Zusammenspiel von Maximierungs- und Minimierungsstrategie hat überhaupt für das gesamte Multiprojektmanagement Gültigkeit. Schließlich ist die Unternehmensführung darauf erpicht, den Nutzen zu maximieren und gleichzeitig das Risiko zu minimieren.

Das ist leichter gesagt als getan. Regelmäßig gehen die Unternehmen nämlich gerade mit ihren Schlüsselprojekten, die den höchsten Nutzen versprechen, das größte Risiko ein.

Nicht zuletzt deshalb, weil turbulente Zeiten nach Sofortmaßnahmen schreien und der immense Zeit- und Kostendruck Fehler geradezu provoziert. Seinen Verstand an der Garderobe abzugeben ist freilich weder in Krisensituationen noch in Blütezeiten ratsam.

Wenn es sich also nicht gerade um Zwangsprojekte handelt, muss angesichts der Komplexität der Projekte ob der unzähligen Einflussgrößen, Abhängigkeiten und Beteiligten die Zeit für eine solide Planung sein.

Und selbst bei Zwangsprojekten geziemt es sich, ihre Dringlichkeit zweimal zu hinterfragen. Wenn die gesetzliche Auflage erst in etlichen Jahren erfüllt sein muss und ihr in wenigen Monaten Genüge getan ist, handelt es sich nicht um ein Zwangsprojekt.

Die bunte Vielfalt an Anforderungen

Die Anforderungen an das Multiprojektmanagement sind vielschichtig. Sie reichen von funktional über kulturell und personell bis hin zu organisatorisch und infrastrukturell. Funktional ist vor allen Dingen auf eine Steigerung der Effektivität der Projektwirtschaft zu achten.

Mit einer flexiblen Projektpriorisierung und einem projektübergreifenden Ressourcenmanagement sollte dieser Forderung Genüge getan sein.

Am Aufbau einer Projektmanagementkultur führt kein Weg vorbei. Verständnis für die Notwendigkeit der Projektarbeit zu haben heißt unter anderem auch, die Mitarbeiter für Fehlschläge zu sensibilisieren. Ein gescheitertes Projekt ist nicht das Ende der Welt.

Es versteht sich von selbst, dass ein erfolgreiches Multiprojektmanagement Handlungskompetenz voraussetzt. Anders ausgedrückt: Ohne Fachkompetenz, soziale Kompetenz und Methodenkompetenz ist an ein Multiprojektmanagement nicht zu denken.

Die organisatorische Verankerung des Multiprojektmanagements in der Aufbau- und Ablauforganisation ist ein Muss, das Projektmanagementhandbuch mit Prozess- und Rollenbeschreibungen eine Option. Wenn sich endlich zur Organisation die Infrastruktur mit einem entsprechenden Werkzeug gesellt, sollte der Weg für ein erfolgreiches Multiprojektmanagement geebnet sein.

Der strategische und operative Impulsgeber

Regelmäßig versprechen sich die Unternehmen vom Multiprojektmanagement einen strategischen und monetären Nutzen. Beiden Auflagen dürfte Genüge getan sein, wenn das Multiprojektmanagement in ihrer Priorisierung von Projekten entsprechend flexibel auf geänderte Rahmenbedingungen reagiert.

Von einer solchen Flexibilität des Multiprojektmanagements wollen Firmen allerdings nichts wissen, wenn es um ihre Zielsetzung geht. So steht für sie die Optimierung der Ergebnisse des Projektportfolios im Vordergrund, wohingegen sie an der Optimierung der Ergebnisse einzelner Projekte oder Programme herzlich wenig interessiert sind.

Jedenfalls werden, ins Unreine gesprochen, auf strategischer Ebene durch die Auswahl von Programmen und Projekten die Weichen fürs Programm- und Projektportfoliomanagement gestellt, während auf operativer Ebene Programm- und Projektportfoliomanagement bemüht sind, die Vorgaben der strategischen Ebene ökonomisch umzusetzen.

Das befristete Arbeitsbündnis des Programmmanagements

Das Programmmanagement ist eine Zusammenarbeit auf Zeit. Zur Erfüllung einer strategischen Aufgabe werden die dafür notwendigen Projekte in einem Programm vereint.

Gemeinsam arbeiten die Projektleiter unter Aufsicht des Programmmanagers daran, das übergeordnete Ziel zu erreichen. Der Misserfolg eines Projekts kann die gesamte Mission gefährden. Mit erfolgreichem Abschluss der Arbeit endet die Kooperation der Beteiligten.

Aufgabe des Programmmanagers ist es, für die Programmplanung, die strategische Steuerung und das Management des Veränderungsprozesses zu sorgen. Zusammen mit seinen Projektleitern zeichnet er für den reibungslosen Ablauf des Programms verantwortlich.

Üblicherweise gibt ein einziger Auftraggeber den Startschuss zum Programm. Dem Programmmanager obliegt es dagegen, die Projektleiter mit den entsprechenden Aufgaben zu betrauen und ihnen die nötigen Mittel zuzustecken.

Die Daueraufgabe des Projektportfoliomanagements

Im Unterschied zum Programmmanagement ist das Projektportfoliomanagement eine Daueraufgabe. Regelmäßig ist es ein Kampf um knappe Ressourcen. Die Projekte paktieren nicht, sondern konkurrieren miteinander. Der Fehlschlag eines Projekts sorgt zwar für Unmut, der Projektlandschaft kann er aber nichts anhaben.

Obwohl die einzelnen Auftraggeber ebenso wenig wie ihre Projektleiter auf Hauen und Stechen miteinander stehen, versucht jeder, sein Projekt gegen die Stimmen der Opposition durchzubringen und das Beste für sich herauszuholen.

Um das Unternehmen mithin nicht hoffnungslos ins Chaos zu stürzen, bedarf es des Projektportfoliomanagers zur zentralen Koordination und strategischen Steuerung jener Projekte, denen die Mitglieder der Unternehmensführung und des Projektportfolioboards ihr Okay gegeben haben.

Es ist dabei am Projektportfoliomanager, dafür zu sorgen, dass das Gesamtergebnis passt. Das schließt mitnichten aus, dass sich einzelne Projekte nicht hervortun dürfen. Bei Bedarf müssen sie sich jedoch den Gegebenheiten fügen und ihren Beitrag zur Optimierung des Gesamtergebnisses leisten.

Die Budgetverantwortung für die einzelnen Projekte liegt nicht beim Projektportfoliomanager, die Kosten der Projektlandschaft muss er allerdings im Auge behalten. Das scheint gebotener denn je zu sein, nachdem nicht zu erwarten steht, dass die Projekte künftig weniger werden.

Vermögensberatung – Von der Analyse bis zur privaten Finanzplanung

Vermögensberatung ist eine klassische Beratungsdienstleistung. Vermögensberater werden vor allem für private aber auch für geschäftliche Kunden aktiv. Ihre vornehmliche Aufgabe ist die Finanzoptimierung von der Begutachtung bis hin zu Vermehrung des Vermögens.

Sie beraten hauptsächlich zu den Fragen Kredite / Darlehen, Versicherungen und Kapitalanlagen. Eine solche Beratung kann sowohl anlassbezogen als auch im Rahmen einer strukturierten Finanzplanung erfolgen.

In der Regel steht am Schluss der Beratung die Vermittlung von Finanzprodukten. Entsprechend der Analyse der Vermögenswerte des Klienten. Aufgabe eines Finanz- und Vermögensberaters ist vereinfach ausgedrückt die Analyse, Strukturierung und Verbesserung der finanziellen Verhältnisse eines Kunden.

Ausgangspunkt der Vermögensberatung ist daher zunächst einmal eine Bestandaufnahme der Einnahmen- und Ausgabensituation des Klienten. Dessen verfügbare und investierte Vermögen und sämtliche Absicherungen gegen unterschiedliche Risiken. Beispielsweise in Form von Versicherungen.

Nach der Analyse entwickeln Vermögensberater eine individuelle Finanzplanung zur Optimierung der persönlichen Vermögensverhältnisse. Dies geschieht  vor dem Hintergrund der gegebenen finanziellen Verhältnisse und bereits vorhandener Absicherungen

Diese Aufgabe ist jedoch hochkomplex. Da es im Bereich Vermögensberatung vor allem um Finanz- und Vermögensfragen geht. Aber auch um die Absicherung gegen bestimmte Risiken sowie um die Altersvorsorge.

Das heißt, Vermögensberater müssen ein fundiertes Fachwissen auf allen den genannten Gebieten haben. Besser gesprochen, Sie müssen einen möglichst vollständigen Überblick über alle denkbaren Finanzoptimierungsmöglichkeiten geben können.

Finanz- und Vermögensberater sollten daher Experten auf dem Gebiet der gesetzlichen Sozialversicherung, dem privaten Vermögensaufbau und -absicherung sowie der Altersvorsorge sein. Dies erfordert auch eine stete Beschäftigung mit diesen Themen. Da sich die Rahmenbedingungen ständig ändern.

Die Ausbildung von Vermögensberatern

Vermögensberater ist kein klassischer Ausbildungsberuf. Vermögensberatung ist ein klassischer Beruf für Quereinsteiger. Das heißt, grundsätzlich kann jeder Finanz- und Vermögensberater werden, der eine abgeschlossene Berufsausbildung vorweisen kann.

Insbesondere aber finden sich Hochschulabsolventen wirtschaftlicher und juristischer Studiengänge unter den Finanz- und Vermögensberatern. Der Beruf des Finanz- und Vermögensberaters ist in Deutschland gesetzlich nicht geschützt.

Prinzipiell darf sich jeder Finanz- oder Vermögensberater nennen. Daher kommt der Qualifizierung durch Fort- und Weiterbildung sowie die Qualitätsstandards großer Finanz- und Vermögensberatungsgesellschaften eine besondere Bedeutung zu. Gesellschaften mit eigener Ausbildung sind zum Beispiel:

  • der Deutschen Vermögensberatung (DVAG)
  • der MLP AG (früher für Marschollek, Lautenschläger und Partner AG)
  • dem Allgemeinen Wirtschaftsdienst (AWD)
  • oder der Organisation für Vermögensberatung (OVB)

Vermögensberater der genannten Unternehmen haben in der Regel eine intensive und umfassende Fachausbildung absolviert. Bevor sie im Namen der verschiedenen Gesellschaften tätig werden.

Experten bestätigen, dass die Ausbildung der Gesellschaften durchaus solide ist und sich bewährt hat. Darüber hinaus bieten auch:

  • die Industrie- und Handelskammern
  • Studienkreise und Fernstudien- beziehungsweise Präsenzstudienanbieter

Ausbildungen und Lehrgänge zum Vermögensberater, unabhängig von den großen Finanzdienstleistungs- und Vermögensberatungen, an. Auch staatliche Hochschulen, Fachhochschulen und Berufsakademien bieten Studiengänge mit dem Schwerpunkt Finanzdienstleistung an.

Beispielsweise können Sie an der Fachhochschule Paderborn den Abschluss eines Diplom-Betriebswirtes mit dem Schwerpunkt Finanzdienstleistung erwerben.

Absolventen dieses Studiengangs erhalten mit dem Diplom auch eine Wirtschaftsberaterlizenz. Darüber hinaus gibt es an vielen Hochschulen mittlerweile auch weiterqualifizierende Masterstudiengänge im Bereich Finanzdienstleistungen.

Die meisten Finanz- und Vermögensberatungsdienstleister bilden ihre Berater dual aus. Neben der theoretischen Ausbildung erfolgt die Anwendung des erworbenen Wissens gleichzeitig auch in der Praxis. Die Qualität und Inhalte der Ausbildung überwachen regelmäßig unabhängige Prüfer der Industrie- und Handelskammern. Das bedeutet auch, dass die Ausbildungen in der Regel mit einem IHK-Zertifikat enden.

Nach der Ausbildung sind Vermögens- oder Finanzberater entweder selbstständig oder als Arbeitnehmer beschäftigt. Am häufigsten sind Sie jedoch vertraglich an Anbieter von Finanzdienstleistungen und Finanzprodukten gebunden. Beispielsweise Banken, Versicherung oder die weiter oben erwähnten Finanzvertriebe.

Begriffliche Abgrenzung und Tätigkeitsfelder

Finanz- und Vermögensberater sind nicht geschützte Begriffe. Im Gegensatz zum Versicherungsberater. Rechtliche und steuerliche Beratungen sind ihnen nur in einem beschränkten Umfang nach dem Rechtsberatungsgesetz erlaubt. Grundsätzlich gibt es drei Produktgruppen zu denen Finanz- und Vermögensberater beraten dürfen:

  • Darlehen
  • Versicherungen
  • Kapitalanlageprodukte.

In Deutschland unterliegt die Darlehensvermittlung einer gesonderten Gewerbeerlaubnis. Diese erhalten Berater nur dann, wenn Sie ihre besondere Zuverlässigkeit nachweisen. Und wenn er selbst in geordneten Vermögensverhältnissen lebt.

Das heißt, er darf in den letzten fünf Jahren weder einschlägig vorbestraft sein. Noch darf es ein Insolvenzverfahren gegen sein Vermögen gegeben haben. Versicherungsvermittler bedürfen ebenfalls einer besonderen Gewerbeerlaubnis. Auch diese gibt es nur dann:

  • wenn der Antragssteller seine erforderliche Zuverlässigkeit nachweisen kann
  • er in wirtschaftlich geordneten Verhältnissen lebt
  • eine ausreichend hohe Berufshaftpflichtversicherung abgeschlossen hat
  • und er bei der Industrie- und Handelskammer eine besondere Sachkundeprüfung abgelegt hat. Oder ersatzweise andere qualifizierende Abschlüsse nachweisen kann.

Wird ein Versicherungsvermittler nur für eine Versicherung tätig, ist keine besondere Erlaubnis notwendig. Denn dann übernimmt diese im Rahmen der Tätigkeit auch die Haftung.

Versicherungsvermittler müssen in einem besonderen Register der Industrie- und Handelskammer eingetragen werden. Kapitalanlageberater benötigen grundsätzlich eine Zulassung als Kreditinstitut oder Finanzdienstleistungsinstitut. Und zwar nach dem deutschen Kreditwesengesetz.

Allerdings gibt es Ausnahmen für gewisse Produkte und für Privatkunden. Dazu zählen vor allem Investmentfondsanteile sowie Beteiligungen an geschlossenen Fonds. Um solche Produkte vermitteln zu dürfen, benötigte man bisher eine Gewerbeerlaubnis wie ein Darlehensvermittler.

Darüber hinaus kontrollierten Wirtschaftsprüfer oder vereidigte Buchprüfer jährlich ihre Tätigkeit. Diese übermittelten regelmäßig den Prüfbericht der zuständigen Gewerbebehörde. Zum 1. Januar 2013 treten jedoch neue Regelungen in Kraft. Danach müssen zukünftig auch Kapitalanlageberater eine ausreichende Berufshaftpflicht sowie die Sachkunde nachweisen. Nur dann dürfen Sie beratend tätig werden.

Vergütungsmodelle in der Vermögensberatung

Um die Beratungsdienstleistung eines Vermögens- oder Finanzberaters besser einschätzen zu können, sollte man die am Markt vorherrschenden Vergütungsmodelle näher kennen. Denn oftmals richtet sich die Vergütung der Berater nach dem Vermittlungserfolg durch den Produktanbieter des verkauften Produktes.

Daneben gibt es aber auch Honorar- und Mischformmodelle. Dabei ist allerdings ein Kritikpunkt, dass durch die Vergütungsmodelle das Interesse der Kunden weniger im Vordergrund stehe. Sondern vielmehr das Interesse an der Vergütung der vermittelten Produkte. Grundsätzlich kann die vertragliche Bindung nach dem ob und der Anzahl der Produktanbieter unterschieden werden. Einfach gebundene Vermittler sind ausschließlich für ein Unternehmen tätig.

Das heißt, sie sind an einen Produktanbieter exklusiv gebunden. Damit wahren vor allem dessen Interessen. Mehrfach gebundene Vertreter sind an mehrere Produktanbieter vertraglich assoziiert. Auch hier gehört die Wahrung der Interessen der Produktanbieter zu den vornehmlichen Vertragspflichten der Berater.

Tritt er als Makler auf, ist er vertraglich an die Interessen des Klienten gebunden. Und er hat mit den Produktanbietern in der Regel nur eine vertragliche Vereinbarung über die Vergütung. Alldieweil dass eine Vermittlung der Produkte zustande kommt.

Wirklich unabhängig sind jedoch nur die Berater, die keine vertragliche Bindung zu einem oder mehreren Produktanbietern haben. Sie werden daher gegen Honorar des Kunden aktiv und sind nur ihren Interessen vertraglich verpflichtet.

Der Markt für Strategieberatung in Deutschland

Die Strategieberatung ist eines der klassischen Tätigkeitsfelder von Unternehmensberatern. Sie bieten Unternehmen Beratungen als Dienstleistungen an. Neben der Strategie- und Managementberatung stellen die IT-Beratung und die Personalberatung zwei weitere klassische Tätigkeitsfelder der Unternehmensberatung dar.

Die meisten der circa 13.850 Gesellschaften für Unternehmensberatung und 87.350 Unternehmensberater (Angaben: Bundesverband Deutscher Unternehmensberater e.V., BDU) haben sich auf das Gebiet der Strategieberatung und Managementberatung spezialisiert.

Weniger als ein halbes Prozent (circa 63 Beratungsunternehmen) decken in Deutschland etwa 45 Prozent des gesamten Marktvolumens ab.

Der Beratermarkt, insbesondere für Strategie- und Managementberatung, wird daher von einigen wenigen großen Gesellschaften wie:

  • McKinsey & Companie Inc. (Düsseldorf)
  • The Boston Consulting Group GmbH (Düsseldorf, München)
  • Roland Berger Strategy Consultants GmbH (München)
  • Oliver Wyman Group (München)
  • oder Booz & Company GmbH (Düsseldorf)

dominiert. Um nur die nach Umsatz und Mitarbeiterzahl fünf größten in Deutschland tätigen Beratungsgesellschaften zu nennen.

Dem gegenüber stehen eine Vielzahl von kleinen und kleinsten Managementberatungsunternehmen, oftmals bestehend aus nur einem einzigen Berater.

Die Kunden von Strategieberatung in Deutschland stammen vor allem aus der Industrie. Besonders hervorzuheben sind die Automobilindustrie mit 12,5 Prozent, Chemie und Pharmazie mit 11,2 Prozent sowie die Bereiche Energie, Verkehr und Logistik mit 10,8 Prozent.

Nach dem Industriesektor folgt der Finanzdienstleistungssektor wie etwa Banken mit 15,3 Prozent und Versicherungen mit 6,0 Prozent.

Die Angaben entstammen der Analyse für das Jahr 2011 der Lünendonk GmbH aus Kaufbeuren, die seit Mitte der 1990er Jahr den Markt für Managementberatung kontinuierlich beobachtet und analysiert.

Was ist eigentlich eine Strategieberatung?

Die Strategieberatung und Managementberatung ist ein wesentliches Arbeitsfeld von Unternehmensberatern. Im Rahmen der Strategie- und Managementberatung beschäftigen sich die Berater vor allem mit Fragen des strategischen Managements.

Dieses stellt einen Zweig der Betriebswirtschaftslehre dar, der sich vor allem mit der Entwicklung, Planung und der Umsetzung von inhaltlichen Zielen und der Ausrichtung von Organisationen, insbesondere der Privatwirtschaft, beschäftigt.

Das strategische Management umfasst dabei einen Zeithorizont von circa zwei bis fünf Jahre. Dadurch lässt sich ungefähr abschätzen, wie lange durchschnittlich eine Strategieberatung und Managementberatung dauern kann. Dabei sind kürzere oder längere Engagements nicht unüblich, abhängig vom Beratungsauftrag, Lage und Größe des Unternehmens et cetera.

Zwar kann man „strategisch“ nicht mit „langfristig“ gleichsetzen, aber strategisches Management und damit auch Strategieberatung umfasst einen längerfristigen Zeithorizont.

Aus dem St. Gallener Management-Modell ist ersichtlich, dass das strategische Management mit vielen anderen Bereichen des Managements (zum Beispiel Marketing, Produktpolitik oder den Stakeholdern eines Unternehmens) zusammenspielt.

Daher ist es nicht verwunderlich, wenn der Begriff strategisches Management stark mit dem Begriff Unternehmensführung assoziiert wird und in diesem Sinne „ Strategieberatung“ im gleichen Atemzug mit „Managementberatung“ genannt wird.

Viele Unternehmensberater und Unternehmen verwenden beide Begriffe synonym, da die Verzahnung zwischen Strategie- und Managementberatung sehr eng ist und eine strikte Trennung zuweilen akademischen Charakter annimmt.

Die Bereiche der Strategie- und Managementberatung

Der Begriff ist vor allem durch die Überlegungen aus der Spieltheorie geprägt. In diesem Rahmen stellt diese einen vollständigen Plan des Spielers dar, mit dem es möglich ist, in allen erdenklichen Spielsituationen die richtige Entscheidung zu treffen.

Im Zusammenhang mit unternehmerischen Grundsatzentscheidungen des Managements rücken in einer modernen und globalisierten Welt auch immer Fragen der grundsätzlichen, zukünftigen Ausrichtung der Aktivitäten eines Unternehmens in den Fokus der Aufmerksamkeit.

Daher können folgende Felder in der Strategieberatung und Managementberatung Schwerpunkt der Beratung sein:

  • Strategie: Das planmäßige Vorgehen eines Unternehmens bestimmt deren Ausrichtung, legt die langfristigen Unternehmens- und Geschäftsziele sowie die Positionierung des Unternehmens am Markt fest und dient der Identifizierung und dem Ausbau wettbewerbsrelevanter Ressourcen.
  • Struktur: Mit der Struktur ist zunächst einmal ganz allgemein die Gestaltung eines Unternehmens gemeint. Darüber hinaus legt die Struktur die Organisationen und die Art der Arbeitsteilung innerhalb des Unternehmens fest und ermöglicht dadurch die arbeitsteilige Aufgabenerfüllung im Unternehmen zu koordinieren.
  • System: Im Rahmen der Strategischen Managementberatung dürfen nicht nur Einzelteile betrachtet und die anderen Teile dabei ausgeblendet werden. Ein Unternehmen ist ein hochkomplexes System, dass sich wiederum in einem hochkomplexen System (der Sozialen Marktwirtschaft, der Gesellschaft, der globalisierten Weltwirtschaft et cetera) bewegt. Da aber nicht alle Systeme im Rahmen der Beratung betrachtet werden können, konzentrieren sich Unternehmensberater beispielsweise auf Infrastruktur, Führungsinstrumente, Managementinformationssysteme und –anreizsysteme des Unternehmens.

Die Vorgehensweise in der Strategieberatung

Folgende Vorgehensweise beziehungsweise Ablauf stellt einen idealtypischen Prozess im Rahmen der Strategie- und Managementberatung dar. Abweichungen und Erweiterungen des Prozesses sind je nach Auftrag, Konzept und Ausrichtung in jeder Phase möglich.

Die Analysephase

In der Analysephase werden das Umfeld des Unternehmens und das Unternehmen selbst analysiert. Bei der Umfeldanalyse wird unter anderem ein Blick auf die Konkurrenz, die Strukturen und Dynamiken der Branchen geworfen, in der das Unternehmen aktiv ist.

Bei der Unternehmensanalyse soll ein objektives Bild des gegenwärtigen Zustands (IST-Zustand) erstellt werden und anschließend vor dem Hintergrund der Stärken und Schwächen des Unternehmens der zukünftige Zustand (SOLL-Zustand) ermittelt.

Ähnlich wie bei einer SWOT-Analyse soll bei der Formulierung des SOLL-Zustands Chancen und Risiken identifiziert, erste genutzt und letzte möglichst umfahren werden.

Die Planungsphase

Die Planungsphase dient zur Vorbereitung der Strategieformulierung und deren Bewertung durch das Management. In diesem Zusammenhang werden in der Planungsphase strategische Ziele des Unternehmens formuliert.

Im Rahmen des Strategischen Managements spielt die Zielformulierung eine wesentliche Rolle, da durch diese Ziele die langfristige Entwicklung des Unternehmens festgelegt wird.

Sie dienen folglich der langfristigen Ausrichtung und Orientierung des Unternehmens, des Managements und der Mitarbeiter.

Die Formulierung strategischer Ziele ist nicht unbedingt einfach, da sie in den Strategieprozess des Unternehmens als solche eingeplant, in Beziehung gesetzt und konkretisiert werden müssen.

Ziele haben für das Unternehmen und dessen Management unter anderem Selektions-, Steuerungs- Orientierungs- und Koordinierungsfunktion.

Darüber hinaus erfüllen sie für das Management und die Mitarbeiter eine Anreiz- und Motivationsfunktion und übernehmen im Sinne der Zielerreichung auch eine Bewertungs- und Kontrollfunktion.

Die Formulierungs- und Bewertungsphase

Nachdem in der Planungsphase alle Vorbereitungen für die Zielformulierung getroffen und strategische Ziele formuliert wurden, müssen nun Strategien zur Zielerreichung entwickelt werden.

Dabei ist es wichtig, dass diese Strategien der Informationen und Ergebnissen der Umfeld- und Unternehmensanalyse gerecht werden.

Da es zur Erreichung der Ziele nicht nur eine einzige Zielstrategie gibt, müssen die Strategien vor dem Hintergrund der Ergebnisse der Analyse- und Planungsphase durch das Management bewertet werden.

Die Umsetzungsphase

In der Umsetzungsphase werden die formulierten und bewerteten Strategien umgesetzt. Scheitert eine effiziente Implementierung der Strategien in das Unternehmen, bleibt auch das strategische Management weitgehend wirkungslos.

Unternehmensberater, die sich auf dieses Beratungsfeld spezialisiert haben, unterstützen das strategische Management beziehungsweise die Unternehmensführung in allen Phasen des Prozesses.

Eine explizite Kontrolle findet nicht statt, da diese in allen Phasen implementiert ist. Wie erfolgreich die Strategieberatung und Managementberatung war, lässt sich unter anderem bei einer erneuten Analyse des IST- und SOLL-Zustands ermitteln.

Was ist eigentlich Inhouse Consulting?

Inhouse Consulting lässt sich mit dem Begriff „interne Unternehmungsberatung“ übersetzen. Diese Übersetzung trifft den wesentlichen Kerngedanken des Internen Consultings sehr gut, da es beim Inhouse Consulting um eine Beratungsdienstleistung geht, die intern, also im eigenen Unternehmen von einer Organisationseinheit für eine andere beziehungsweise das gesamte Unternehmen, erbracht wird.

Internes Consulting stellt demnach eine im Unternehmen lokalisierte Organisationseinheit mit der Aufgabe der internen Dienstleistungserbringung dar. Die Beratungsfelder der hauseigenen Unternehmensberatung beziehen sich vor allem auf die klassischen Themenfelder eine Beratung.

Ein besonderer Schwerpunkt bei der hauseigenen Unternehmensberatung liegt vor allem auf der Konzeptionierung und Optimierung der Unternehmensstrategie (Strategiemanagement), Geschäftsprozessen (Prozessmanagement) sowie auf der Aufbau- und Ablauforganisation (Organisationsmanagement).

Vor dem Hintergrund der Globalisierung und den stetigen Herausforderungen, sowohl in Bezug auf Märkte, Finanzierung und Stakeholder, aber auch Kunden und Produkt-/Dienstleistungsentwicklung) gehören zu den Aufgaben des Inhouse Consultings verstärkt auch das Veränderungsmanagement (Change Management) und die Organisationsentwicklung.

In der Praxis dominiert der Begriff „Inhouse Consulting“ gegenüber der deutschen Bezeichnung „interne Unternehmensberatung“. Die geläufige Berufsbezeichnung für interne Berater ist „Inhouse Consultant“.

Allerdings ist dieser Begriff im deutschen Recht nicht geschützt. Das heißt, wie auch bei externen Beratern kann sich grundsätzlich jede unternehmensinterne Organisationseinheit als Internes Consulting beziehungsweise Inhouse Consultant bezeichnen.

Was für Inhouse Consulting spricht

Die Idee entstand zunächst aus Kostengründen. Ab einer bestimmten Größe einer Organisation wird es für Unternehmen kostengünstiger einen oder mehrere Berater dauerhaft zu engagieren als sich ständige neue Externe ins Haus zu holen.

Darüber hinaus spielt der Vertraulichkeitsaspekt im Rahmen eines dauerhaften Engagements einen bedeutenden Faktor gegenüber einem zeitlich begrenzten Engagement Externer.

Ebenfalls wesentlich für das Inhouse Consulting spricht, dass ein interner Unternehmensberater einen enormen Wissensvorsprung vor einem externen hat.

Das heißt, ein interner Berater kennt sich mit den formellen und informellen Strukturen eines Unternehmens sowie dessen Anforderungen, Bedürfnisse und Besonderheiten bereits bestens aus.

Dadurch entfällt eine teilweise zeitraubende und für das beauftragende Unternehmen kostenintensive Einarbeitung des externen Beraters. Interne Berater stecken also schon in der Materie drin und wissen worum es geht. Sie können daher schnell passgenaue Lösungen anbieten.

Für Internes Consulting spricht außerdem, dass die Mitarbeiter eines Unternehmens einen Internen eher akzeptieren und mit ihm zusammenarbeiten als einen Externen.

Damit diese Akzeptanz im gesamten Unternehmen auch erhalten bleibt, sind die unternehmenseigenen Beratungseinheiten in der Regel als Stabsstelle organisiert.

Dadurch erhalten die Hauseigenen eine gewisse Unabhängigkeit gegenüber den anderen Organisationsteilen des Unternehmens, die sie beraten sollen.

Daher sollte das Inhouse Consulting auch als Stabsstelle organisiert sein und bestenfalls über einen eigenen Etat sowie über Weisungsbefugnisse verfügen. In der Praxis ist in vielen (größeren und großen) Unternehmen das Inhouse Consulting als Stab der Unternehmensstrategie organisiert.

Was gegen Inhouse Consulting spricht

Viele Vorteile der Internen Consultants sprechen sogleich gegen sie. Internen Beratern wird im Gegenzug zu externen Beratern oftmals eine gewisse Betriebsblindheit vorgeworfen („blinder Fleck“).

Inhouse Consultants können aufgrund ihrer Stellung und arbeitsrechtlichen Beziehung zum Unternehmen die Organisation als solches nicht neutral bewerten.

Daher besteht die realistische Gefahr, dass interne Berater unpopuläre Vorschläge und Kritik vermeiden. Hinzu kommt, dass interne Unternehmensberater ein Teil der Organisation und deren Struktur sind und daher kaum den Blick eines außerhalb der Organisation stehenden Beraters haben.

Das heißt, als Organisationseinheit könnte Inhouse Consulting ein Teil des Problems betrachtet werden. Entgegengehalten werden kann der durchaus berechtigten Kritik, dass in vielen Organisationen mit Inhouse Consulting die Organisationsstrukturen und Arbeitsweisen sowie der Einsatz von Mitarbeitern, die über externe Beratungserfahrung verfügen, dafür sorgen würden, dass Betriebsblindheit auf ein Minimum reduziert wird.

Externe Impulse, beispielsweise durch Benchmarking, Orientierung an Best Practices oder Kooperationen mit externen Beratungsdienstleistern und Hochschulen, würden ebenfalls zur Vermeidung oder wenigstens Reduzierung von Betriebsblindheit führen.

Erfolgsfaktoren des Inhouse Consultings

Der Erfolg einer hausinternen Unternehmensberatung ist grundsätzlich abhängig von der Situation des Unternehmens selbst, sowie beispielsweise die bereits oben angedeuteten Strukturen und Arbeitsweisen der Internen Consultants. Darüber hinaus lassen sich weitere Erfolgsfaktoren identifizieren, die zu einem gelingenden Inhouse Consulting beitragen.

Im Unternehmen sollte sich das Interne Consulting als professioneller Dienstleister positionieren. Das heißt, es sollte eine Rolle einnehmen, die Mitarbeiter, Führungskräften und das Management als Experten akzeptieren lassen.

Dazu gehört auch, dass die interne Unternehmensberatung konkurrenzfähig zu externen Dienstleistern ist.

Nicht selten werden erfolgreiche hauseigene Consultants eines Unternehmens als externe Berater in andere Organisationen geschickt. Dadurch tut sich für viele Unternehmen ein weiteres Geschäftsfeld auf.

Ein weiter wesentlicher Erfolgsfaktor des Inhouse Consultings ist, dass die Internen umfassende und erfahrungsgeprägte Kenntnisse über das eigene Unternehmen auf allen wichtigen Beratungsfeldern wie Strategie-, Prozess- und Organisationsmanagement verfügen. Dadurch verkürzen sich die Antrittszeiten im Projekt wesentlich.

Die eigenen Consultants werden in der Organisation schneller verstanden und akzeptiert, im Gegenteil zu externen Beratern, und sie können schneller passgenaue Lösungen anbieten sowie deren Umsetzung steuern.

Darüber hinaus wird durch den Einsatz von Inhouse Consultants die Vertraulichkeit in Bezug auf unternehmensspezifische Informationen gegenüber Dritten gewahrt.

Das Wissen des Unternehmens bleibt auch im Unternehmen. Der Einsatz von hauseigenen Consultants macht eine Organisation unabhängig von externen Unternehmensberatungen und Dienstleistern. Dies trägt dazu bei, dass beispielsweise die Beratungskosten eines Unternehmens insgesamt sinken.

„dichter dran“ – Initiative deutscher Inhouse Consulting Organisationseinheiten

13 Consulting-Organisationseinheiten deutscher Unternehmen haben sich zu der Initiative „dichter dran“ zusammengeschlossen. 2008 wurde die Initiative von sieben Unternehmen gegründet. „Dichter dran“ verfolgt das Ziel, einen Einblick in die Arbeit interner Unternehmensberatungen zu gewähren.

Dadurch soll grundsätzlich in der Öffentlichkeit ein deutliches Profil des Internen Consultings geschaffen werden. Darüber hinaus dient die Initiative auch der Rekrutierung neuer Bewerber, die so bereits eine Vorstellung über das Arbeitsfeld Inhouse Consulting bekommen.

Hierfür wurde ein gemeinsamer Internetauftritt geschaffen, der sowohl für die Öffentlichkeit als auch für potentielle Bewerber als Informationsplattform dient. Interessenten finden hier Beraterprofile von Internen Consultants, Fallstudien und weiterführenden Informationen zu den Mitgliedsunternehmen.

Um der oben bereits thematisierten Gefahr der Betriebsblindheit entgegenzuwirken, hat die Initiative „dichter dran“ darüber hinaus das Ziel, einen kontinuierlichen unternehmens- und branchenübergreifenden Austausch der Mitglieder der Initiative zu initiieren und zu begleiten.

Dafür werden unter anderem Benchmarks durchgeführt, sich über verschiedene, neue und/oder innovative Beratungsansätze ausgetauscht, regelmäßige Weiterbildungsseminare und Workshops organisiert und durchgeführt.

Mitglieder der Initiative sind aktuell die Allianz („Allianz Inhouse Consulting“), BASF („BASF Management Consulting“), Bayer („Bayer Business Consulting“), Bosch („Inhouse Consulting BSH Bosch und Siemens Hausgeräte“), Commerzbank (Commerz Business Consulting“), Deutsche Bahn („DB Management Consulting“), Deutsche Bank („Deutsche Bank Inhouse Consulting“) ,Deutsche Post AG („Deutsche Post DHL Inhouse Consulting“), Deutsche Telekom („Center for Strategic Projects“), E.ON („E.ON Inhouse Consulting“), KfW („Internes Consulting KfW Bankengruppe“), RWE („RWE Consulting“) und Volkswagen AG („Volkswagen Consulting“).

Was versteht man unter Kollegialer Beratung?

Selbst bei intensiven Recherchen findet sich keine allgemein gültige Definition der Kollegialen Beratung, da sie nicht existiert. Die Methode kann als eine professionelle und lösungsorientierte Selbsthilfeberatung bezeichnet werden. Bereits seit den 1970er Jahren wird das Konzept in Deutschland diskutiert und eingesetzt.

Fach- und Führungskräfte mit einem ähnlichen beruflichen Background treffen regelmäßig zusammen zum systematischen Gespräch nach einer vorgegebenen Struktur. Kollegiale Beratung soll bei fachlichen Problemen helfen, eine Lösung zu finden.

Der Erfahrungsaustausch erfolgt durch Gleichgestellte und beruht auf Freiwilligkeit und Eigenverantwortlichkeit. Um ein hemmungsloses Arbeiten zu ermöglichen, ist die Verpflichtung zur Verschwiegenheit zwischen den Teilnehmern wesentlich.

Eine feste Rollenveteilung gibt es nicht. In jeder Beratungseinheit wechseln die Teilnehmer ihre Rolle, völlig unabhängig von sonstigen Hierarchien. Die Methode dient dazu, den Beteiligten zu ermöglichen, die eigenen Ressourcen zur Entfaltung zu bringen, indem sich die Gruppenmitglieder gegenseitig beraten.

So werden das Wissen und die Erfahrung aller genutzt. Schwierige Fälle des Berufsalltags mit Mitarbeitern oder Kunden werden miteinander systematisch aufgearbeitet. Das führt zu qualifizierten Führungskräften, Entscheidungsträgern oder Projektleitern.

Ziel ist die gegenseitige Unterstützung der Teilnehmer

In der Praxis sieht es so aus, dass sich eine Gruppe von mindestens 5 Teilnehmern zu mehreren Sitzungen trifft, um zusammen ihre berufliche Situation zu analysieren und sich gegenseitig zu unterstützen. Der Ratsuchende teilt seinen Kollegen ein Thema mit, um deren Kompetenzen für sich zu nutzen.

Mit fünf bis zehn Personen ist der Prozess gut bewältigbar. Für einen Durchgang sollte man etwa eine Stunde einplanen. Ein abgesprochenes, für alle verbindliches Ablaufverfahren ist ein Grundstein für ein befriedigenden Ergebnis. Die Verbindlichkeiten hinsichtlich der formalen Kriterien grenzen die Methode von informellen Gesprächen ab.

Die Vorteile der kameradschaftlichen Beratung

Das Verfahren setzt unmittelbar an der Basis an. Deshalb ist es relativ kostengünstig und kann spezifische Gegebenheiten berücksichtigen. Die Gruppe kann sich kurzfristig und selbstverantwortlich beraten. Es gibt keine professionelle Leitung. Auch das spart Kosten. Die Verantwortung für das Ergebnis der Methode bleibt bei der Gruppe.

Deshalb profitieren die Beteiligten durch die Stärkung von Eigenverantwortlichkeit und durch die Erweiterung ihrer kommunikativen Fähigkeiten. Auf Grund der verschiedenen Beratungsmodule, empfinden die Teilnehmer die kollegiale Beratung kurzweilig und abwechslungsreich. Zudem kann auf viele Beratungsanliegen eingegangen werden.

Die Grenzen der kollegialen Beratung

Wo immer Menschen direkt miteinander arbeiten, sind Diskrepanzen und sogar Konflikte mit Personen aus dem Umfeld kaum vermeidbar. Diese lassen sich nicht mit Hilfe der Beratung lösen.

Hier ist die Teilnahme an einer professionellen Supervision zu empfehlen. So auch im Rahmen des Prozesses der Beratung, wenn Unstimmigkeiten zwischen den Teilnehmern auftreten.

Die Methode versteht sich nicht als Ersatz für fachliche Nachqualifizierung oder für eine Therapie. Auch wenn die kollegiale Beratung relativ einfach umzusetzen ist, der Teufel steckt oft im Detail.

Für Einsteiger empfiehlt sich daher die Orientierung an einem Leitfaden. Sind die Voraussetzung für alle Beteiligten klar abgesteckt, steht einem erfolgreichen Beratungsgeschehen nichts mehr im Weg.

Die 6 Phasen der solidarischen Beratung

Der Beratungsprozess durchläuft sechs festgelegte Phasen, in denen die Beteiligten verschiedene Aufgaben erfüllen und die sich klar voneinander unterscheiden.

Phase 1: Das Casting

Jeder Gruppenteilnehmer hat eine Rollenaufgabe zu übernehmen, wobei ein Moderator, ein Fallerzähler und mehrere kollegiale Berater die Hauptrollen darstellen. Im Casting werden zudem die Nebenrollen Protokollant oder Sekretär und Beobachter besetzt.

Die Gruppe bestimmt zunächst einen Moderator. Dieser leitet durch die weiteren Phasen. Seine Aufgabe besteht auch darin, darauf zu achten, dass sich die Gruppe an die Regeln hält, seine Funktion ist daher sehr besonders.

Das Inhaltliche hat der Moderator nicht zu kommentieren. Aufgabe des Sekretärs ist es, in der Beratungsphase den Fallerzähler zu unterstützen, damit sich dieser ausschließlich auf die Inhalte konzentrieren kann.

Phase 2: Die Spontanerzählung

In dieser Phase leitet der Moderator den Fallerzähler durch aktives Zuhören und gezielte Fragestellungen an, sein Problem darzustellen. Es findet ein Gespräch zwischen Fallerzähler und Moderator statt. Dafür hat er etwa 10 Minuten Zeit und berichtet „aus dem Stand“ ohne Vorbereitung. Dennoch orientiert er sich an wesentlichen Leitfragen.

Ziel ist es, dass die Berater nach aufmerksamen Zuhören ihr ganz eigenes Bild der Situation erhalten, vor allem durch das subjektive Schildern der Situation durch den Fallerzähler, ohne sich dabei zu rechtfertigen. Erst am Ende können sie 2 bis 3 Zusatzfragen stellen, die aber noch keine Lösungsansätze enthalten sollen.

Phase 3: Die Schlüsselfragen

Die dritte Phase ist von großer Bedeutung und Wesentlichkeit. Alle Beteiligten sollen in dieser eigenständigen Periode daher besonders aufmerksam und sorgfältig vorgehen. Auf Grund der Frage des Moderators formuliert der Fallerzähler die Schlüsselfrage, also den konkreten Klärungswunsch.

Die Schlüsselfrage formuliert die Absicht des Fallgebers für diese Beratung. Falls der Fallerzähler Probleme damit hat, kann eine Schlüsselfrage zusammen erfunden werden.

Phase 4: Die Methodenwahl

Nun ist es an der Zeit, ein Beratungsmodul unter Anleitung des Moderators zur Bearbeitung der Schlüsselfrage auszuwählen. Die Beratung kann dadurch differenziert gestaltet werden.

Vorschläge können vom Fallerzähler, aber auch von den übrigen Beteiligten kommen. Die endgültige Entscheidung hat der Moderator zu treffen. Durch die Wahl der Methode kommt die kreative Komponente nicht zu kurz. Die Methodenwahl nimmt circa 5 Minuten in Anspruch.

Phase 5: Die Beratung

Ohne Beteiligung des Fallerzählers formulieren die Berater ihre subjektiven Wahrnehmungen. Rund 10 Minuten werden Umstände, Ursachen und Lösungsansätze diskutiert. Die jeweiligen Beiträge werden von einem „Sekretär“ protokolliert.

Der Berater hat darauf zu achten, dass die Schlüsselfrage nicht aus den Augen verloren wird. Aufgabe des Moderators ist es darauf zu achten, dass die einzelnen Beiträge nacheinander und ruhig vorgebracht werden können.

Phase 6: Abschluss und Ausblick

Der Fallerzähler zieht in dieser Phase Bilanz und gibt, wenn er möchte, ein persönliches Feedback ab. Dabei geht der Moderator auf den Fallerzähler zu. Jede Sitzung sollte durch eine kurze Reflexion beendet werden.

Die Sitzung kann aber auch dadurch enden, dass sich der Fallerzähler für keinen der gemachten Lösungsvorschläge erwärmen kann. Der Moderator schließt die Runde mit Dankesworten ab und es könnte die nächste Runde beginnen.

Die Methoden der Kollegialen Beratung

Im Rahmen des Beratungsgeschehens können unzählige verschiedene Methoden zum Einsatz kommen. Wesentlich ist die Methodendisziplin. Diese kann als elementarer Bestandteil des Konzepts bezeichnet werden. Hier findet man eine Auswahl der gängigsten Methoden, wobei auch die Disney Methode oder Reflecting Team in Frage kommen.

Das Brainstorming

Das klassische Brainstorming ist vielen bekannt und wird verwendet, um möglichst viele Ideen zur Falllösung zu sammeln.

Das Kopfstandbrainstorming

Die Kopfstandmethode regt die Beteiligten zu einem ungewohnten Denken an, denn die Schlüsselfrage wird genau ins Gegensteil verkehrt. Das Problem wird sprichwörtlich auf den Kopf gestellt. Der Moderator schlägt eine Kopfstandschlüsselfrage vor.

Die Schlüsselfrage (er)finden

Oft kann der Fallerzähler nicht gleich auf Grund der Spontanerzählung eine Schlüsselfrage formulieren. Die Berater können selbst Themen vorschlagen. Der Fallgeber bewertet sie mit „kalt“, „warm“ oder „neutral“.

Das Actstorming

Wendet man Actstorming an, dann wird eine eher problematisch erlebte Szene immer wieder gespielt. Ähnlich dem Brainstorming geht es darum, möglichst viele Ideen für ein mögliches Verhalten oder eine mögliche Reaktion zu sammeln. Die methodische Variante des Rollenspiels eignet sich vor allem dann, wenn der Fallerzähler eine Idee braucht, wie er sich gegenüber einer bestimmten Person verhalten soll.

Die Resonanzrunde

Auch für Gefühle und Gedanken ist im Rahmen der Beratung Platz. Die Resonanzrunde ermöglicht den Teilnehmern auszudrücken, was sie beim Hören des Spontanberichts empfunden haben. Sie können ein ehrliches Feedback abgeben.

Gute Ratschläge

Mittels guter Ratschläge werden Empfehlungen für den weiteren Lösungsweg gesammelt. Die Berater formulieren ihren Ratschlag etwa dergestalt: „Ich empfehle dir…..“, „Mein Tipp an dich wäre….“. Die sonst oft als negativ empfundene Belehrung wird hier bewusst angewandt.

So könnte ein Fall aus der Praxis aussehen

In der Beratungspraxis geht es hauptsächlich um Probleme der Kommunikation, Interaktion und Kooperation. Im Bereich des modernen Managements ist sie bereits ein klassisches Karrrieretool geworden und vor allem für die Führungskräfteentwicklung unverzichtbar.

In Zeiten wirtschaftlicher Krisen stehen Unternehmer oftmals vor der unangenehmen Situation, einem Auftragsrückgang mittels Kurzarbeit begegnen zu müssen.

Nicht nur die Manager beschäftigt der richtige Weg aus der Krise. Die Lösungsansätze sehen oftmals unterschiedlich aus. In einem deratigen Fall sorgt das kollegiale Consulting für emotionalen Rückhalt und hilft, mit einem klaren Kopf konstruktive Lösungen zu finden.

Führungskräfte stehen im Arbeitsalltag auch manchmal vor der Herausforderung, neuen Mitarbeiter bei der Integration in ein bestehendes Team zu helfen, wobie die kollegiale Beratung hilfreiche Dienste leisten kann.

Landwirtschaftsberatung – Externe Berater bringen neue Blickwinkel ins Unternehmen

Die moderne Landwirtschaft ist in vielerlei Hinsicht genauso zu betrachten wie ein Unternehmen. Der Landwirt ist ein Unternehmer und agiert nach betriebs- und marktwirtschaftlichen Prinzipien.

Sei es in der Reaktion auf aktuelle Markttendenzen, betriebswirtschaftliche Grundlagen, Personalplanung oder die kontinuierliche Erstellung und Anpassung von Konzepten.

Damit der landwirtschaftliche Betrieb langfristig erfolgreich ist, empfiehlt sich, entweder anlassbezogen oder in regelmäßigen Abständen, die Inanspruchnahme einer entsprechenden Beratungsdienstleistung.

Die eben beschriebene Komplexität des Aufgabenfeldes eines Landwirtes bedeutet. Es ist beinahe unmöglich für den Landwirt, sich über alle Aspekte, Situationen und wirtschaftlich relevanten Sachlagen ausreichend zu informieren.

Ein guter Landwirtschaftsberater nimmt hier die Stelle eines Unternehmensberaters in einer Firma ein. Diese Dienstleistung ist in der freien Wirtschaft gang und gäbe. Auch für die Landwirtschaft spielen professionelle Beratungsangebote eine immer wichtigere Rolle.

Der Grund hierfür sind die stetig steigenden Anforderungen und die variablen ökonomischen Faktoren. Mit einer fundierten, breit angelegten Beratung kann jeder Landwirt angemessen auf sämtliche Situationen und Veränderungen reagieren. Und er kann so seinen Hof dauerhaft effizient bewirtschaften.

Die Anforderungen an den modernen Landwirt sind enorm

Wie bereits gesagt, haben sich die Anforderungen an die Landwirte in den letzten Jahrzehnten gravierend gewandelt. So dass eine Beratung äußerst hilfreich ist. Diese deckt die Vielfalt an verschiedenen Teilbereichen ab, aus denen sich die moderne Landwirtschaft zusammensetzt.

Somit gehören gleich mehrere Themengebiete zu einer umfassenden Landwirtschaftsberatung: die Betriebswirtschaft, das Flächen- und Teilflächenmanagement, unterstützende Luftaufnahmen sowie die individuelle Projektarbeit. Im Folgenden erläutere ich Ihnen diese Themen ausführlicher.

Berater bieten Unterstützung bei betriebswirtschaftlichen Fragen

Nicht jeder Landwirt ist ein studierter Ökonom und bräuchte dennoch betriebswirtschaftliche Kenntnisse, die einem Studium recht nahe kommen. Hier kommt eine entsprechende Unternehmensberatung immer wieder zum Tragen.

Diese hilft effektiv bei einer ökonomischen Wirtschaftsweise und der Vermeidung kostspieliger Fehler. Die Leistungen der betriebswirtschaftlichen Landwirtschaftsberatung umfassen Aspekte wie:

  • Betriebsanalysen, basierend auf Jahresabschlüssen und Kostenrechnungen
  • sowie die Erstellung von Liquiditätsplänen oder Investitionskonzepten.

Auch eine gründliche Analyse der maschinellen Ausstattung und der Arbeitswirtschaft gehören dazu. Der professionelle und neutrale Blick von außen kann hier ganz neue Wege eröffnen. Ebenso unterstützt der Landwirtschaftsberater den Landwirt bei der Antragsstellung für Investitionsförderungen und weiteren komplizierten Antragsverfahren.

Landwirtschaftsberater helfen beim Flächen- und Teilflächenmanagement

Das Flächen- und Teilflächenmanagement ist ein weiterer wesentlicher Bereich der Landwirtschaftsberatung. Längst wird eine Fläche beziehungsweise ein Schlag nicht mehr als homogenes Areal betrachtet, welches einer durchgängig gleichen Bewirtschaftung unterliegt.

Präzise Analysen des Bodens und der Erträge werden als Grundlage für eine individuelle Bewirtschaftung jedes Areals verwendet. Ausgehend von den jeweiligen Ansprüchen dieses Areals. So werden zum Beispiel auf ertragsschwachen Flächen von vornherein geringere Mengen an Saatgut, Dünger und Pflanzenschutzmitteln ausgebracht.

Ertragreichere Flächen hingegen bearbeitet der Landwirt mit höheren Mengen. Für jede Fläche oder Teilfläche entsteht ein individuelles Konzept zur optimalen Bewirtschaftung. Dieses ermöglicht maximale Erträge bei einem angepassten ökonomischen Betriebsmitteleinsatz.

Die Analysen lassen sich auf unterschiedliche Arten durchführen. Neben der klassischen Bodenanalyse geschieht dies auch durch Ertragskartierungen, Luftbilder oder Bodenscanner. Auch Sensoren, die am Schlepper angebracht sind, erlauben eine genaue Erfassung der Schläge.

Landwirtschaftsberater analysieren Luftaufnahmen

Mithilfe von Luftaufnahmen lassen sich auf den landwirtschaftlichen Flächen weitergehende Sachverhalte feststellen und dokumentieren. Dies ist zu ebener Erde nicht mit derselben Effizienz und Deutlichkeit möglich. Eine Aufnahme aus der Luft zum richtigen Zeitpunkt kann präzise und anschaulich zahlreiche Informationen liefern.

Dies betrifft zum Beispiel den Ernte- beziehungsweise Reifestand einer Feldfrucht. Aber auch Schäden durch Hagel oder Sturm. Und Situationen wie Lückenhaftigkeit in der Pflanzendecke. Auch Aspekte wie eine unterschiedlich stattfindende Abtrocknung des Bodens werden mit Luftaufnahmen schnell deutlich.

Auf diese Weise tragen Fotos aus der Luft ebenfalls zu einer individuellen und effektiven Bewirtschaftung der Flächen bei. Das gängige Aufnahmeverfahren ist dabei die Erstellung digitaler Fotos. In einigen Fällen entstehen aber auch Filme oder Infrarotaufnahmen.

Das Verknüpfen mehrerer Ansätze – Die individuelle Projektarbeit

Will ein Landwirt auf seinem Betrieb neue Wege gehen? Sich andere Märkte erschließen? Also in angemessener Form auf veränderte Marktanforderungen reagieren. So genügt es in der Regel nicht, lediglich einen kleinen Teilbereich des Betriebes neu auszurichten.

Es ist sehr viel effektiver und rentabler aus den Gedanken an Veränderungen ein ganzheitliches Konzept zu entwickeln. Dieses schließt dann alle Aspekte des Betriebes ein. Stellt sich zum Beispiel heraus, dass in der Region des Betriebes Getreide und Kartoffeln, zumindest vorübergehend, eine Absatzschwäche erleiden, so sollte der Landwirt sich nicht lediglich darauf konzentrieren nun etwa einfach auf Gemüse zu setzen oder seine Kälbermast zu intensivieren.

Sein gesamter Betrieb, die Wirtschaftsweise und die Interessen der Zielgruppen sind mit in Erwägung zu ziehen. Und diese fließen in das Projekt mit ein. Hierbei unterstützt die Landwirtschaftsberatung wiederum mit einer Marktanalyse und dem theoretischen Durchdenken verschiedener Möglichkeiten.

Hieraus entsteht anschließend das praktische Neukonzept. Welche Situation auf einen landwirtschaftlichen Betrieb auch zukommt. Mit einer professionellen Landwirtschaftsberatung ist er ökonomisch und fachlich auf der sicheren Seite. Und der Betrieb kann jederzeit optimal auf Marktveränderungen reagieren.

Top-Liste mit Landwirtschaftlichen Beratern

Sie suchen einen passenden Landwirtschaftsberater? Dafür habe ich Ihnen nachfolgend eine Reihe von Landwirtschaftlichen Beratern zusammengestellt. Gerne können Sie uns über das Kontaktformular noch fehlende Landwirtschaftsberatungen mitteilen.

  1. LMS Agrarberatung GmbH, Graf-Lippe-Straße 1, 18059 Rostock
  2. Arbeitsgemeinschaft für Landberatung e.V., Zeißstraße 10, 30519 Hannover
  3. Beratungsring landwirtschaftlicher Betriebe e. V., Domsland 241, 24340 Eckernförde
  4. Landwirtschaftliche Beratung der Agrarverbände Brandenburg GmbH, Dorfstraße 1, 14513 Teltow
  5. BAG Familie und Betrieb – Bundesarbeitsgemeinschaft der Landwirtschaftlichen Familienberatungen und Sorgentelefone e.V., Elisabeth-Seitz-Straße 16, 34613 Schwalmstadt
  6. Imke Edebohls, Freie Agrarberatung in Niedersachsen, Grasdorfer Straße 43, 28879 Grasberg
  7. Agroservice Altenburg-Waldenburg eG, Nirkendorfer Weg 5, 04603 Nobitz
  8. agrarprojekte / Landwirtschaftsberatung Dr. Ulrike Merkel, Bahnhofstraße 20, 06917 Jessen (Elster)
  9. wetreu KG – Steuer- und Wirtschaftsberatung für die Landwirtschaft, Haselbusch 8, 24146 Kiel

Präsenztraining oder E-Learning – Wo geht der Trend hin?

Sonja Hofmann, Mitarbeiterin der Crossculture Academy, hat in ihrer Masterarbeit an der Hochschule für Medien Stuttgart das spannende Thema „Einsatz von E-Learning-Kursen in der interkulturellen Weiterbildung“ analysiert.

Dabei zeigt sich, das nach wie vor viele Personaler für die Vermittlung von Soft-Skills bevorzugt auf Präsenztrainings setzen. Allerdings zeigt sich auch, das web-basierte Trainings zunehmend als ergänzende und unterstützende Maßnahme eingesetzt werden.

Was ist und was leistet eine Interkulturelle Beratung?

Die interkulturelle Unternehmensberatung bietet ein breites Betätigungsfeld für spezialisierte und kompetente Berater. Denn mit der zunehmenden Globalisierung werden in den Unternehmen aller Größenordnungen interkulturelle Kompetenzen notwendig.

Dabei geht es nicht nur um das sichere Auftreten in Ländern mit einem vollkommen andersartigen kulturellen oder religiösen Hintergrund.

Auch die Geschäftsabläufe, eine zielführende Verhandlungstaktik oder umfangreiche Dienstleistungen vor Ort zur Vorbereitung einer Unternehmensgründung sind geeignete Schwerpunkte.

Ein allgemeiner Beratungsansatz, wieder am Beispiel der arabischen Welt, kann sich unter anderem mit folgenden Fragen befassen:

  • Auf welchem Wege und in welcher Art ist ein Erstkontakt herzustellen?
  • Wie lässt sich ein konstruktives Gespräch aufbauen?
  • Wie sieht die beste Reaktion in Konfliktsituationen aus?
  • In welcher Weise kann der arabischen Bürokratie beigekommen werden?
  • Ist es sinnvoll, stockende Verhandlungen zu forcieren?
  • Wie präsentiert sich ein Unternehmen als ernstzunehmender Geschäftspartner?

Ein allgemeines Briefing sollte unbedingt die Warnung vor einigen Verhaltensmustern und Gesten beinhalten. Wie zum Beispiel den empor gereckten Daumen. Dieser kann in der islamischen Welt durchaus als unanständig missverstanden werden.

Da diese Beratungen meist als Coaching erfolgen, kann die Gestaltung direkt auf den konkreten Bedarf zugeschnitten werden. Folgende Beispiele seien genannt:

  • Leben und Arbeit – wichtige Hintergrundinformationen
  • Präsentation und Kommunikation
  • Geschäftskultur und Management
  • die Kunst des Verhandelns im arabischen Raum
  • Teambildung und Motivation über die Grenzen der Kulturen hinweg
  • nachhaltiger Aufbau von Geschäftsbeziehungen
  • wichtige Verhaltensregeln im Geschäft

Über dieses Grundlagencoaching hinaus können Sie weitere Ansätze erarbeite. Mit diesen können Sie speziell auf die verschiedenen Entwicklungsphasen des Unternehmens eingehen.

Viele Berater sind Spezialisten für einzelne Länder und Kulturen

Interkulturelle Kommunikations- und Handlungskompetenzen sind die Grundlage für die erfolgreiche Zusammenarbeit im internationalen Maßstab. Insbesondere wenn Menschen völlig unterschiedlicher Herkunft aufeinander treffen und gemeinsame Ziele verfolgen wollen.

Dabei kommt es darauf an, die kulturspezifischen Konzepte des Denkens und Fühlens sowie der Wahrnehmung und des Handelns empathisch aufzunehmen. Sie vorurteilsfrei zu respektieren und im eigenen Tun zu berücksichtigen.

Im internationalen Geschäft spielen sehr unterschiedliche Kulturen eine Rolle. Daher empfiehlt sich die Spezialisierung von Beratern auf bestimmte Schwerpunkte. Wie zum Beispiel die arabische Welt.

Diese ist zwar wiederum differenziert zu betrachten. Da beispielsweise in Tunesien und Katar andere Verhaltensregeln zu beachten sind, als dies in Saudi-Arabien der Fall ist. Aber grundlegende Muster stimmen eben auch überein.

Eine Spezialisierung nach Branche und Größe macht Sinn

So ist es ratsam, sich als Unternehmensberater im interkulturellen Bereich auf gut passende Unternehmen auszurichten. Sowohl in Hinblick auf die Größe und die Branche. Aber insbesondere von der Zielregion her.

Beispielsweise könnte technisches Know-How durchaus nützlich sein, will sich ein innovatives mittelständisches Unternehmen im Nahen und Mittleren Osten ansiedeln.

Eine wesentliche Grundlage ist das Verständnis für die Kultur, die Wirtschaft und damit das Potenzial einer Unternehmung in dieser Region. Dies können Sie dann gewinnbringend in das Coaching und Training einbringen.

Die Vernetzung vor Ort ist das A und O

Sehr positiv wirkt sich eine Vernetzung in der Zielregion aus. Denn mit Ansprechpartnern vor Ort können Sie dem zu beratenden Unternehmen viele Wege ganz pragmatisch erleichtern.

Eine weitere Differenzierung kann hinsichtlich des genauen Stadiums der Entwicklung internationaler Beziehungen im Unternehmen vorgenommen werden.

Firmen, die auf der Suche nach neuen Kontakten sind, haben spezifische Herausforderungen. Demgegenüber stehen die Unternehmen, die ihre bereits bestehende Zusammenarbeit und ihr Management über die Grenzen hinaus optimieren wollen.

Der Trend geht zu Full-Service-Anbietern

Einen Trend in der Beraterbranche stellen Full-Service-Anbieter dar. Die zum einen das interkulturelle Lernen mit Coachings und intelligenten Hilfsmitteln fördern. Und zum anderen den kompletten Service vor Ort anbieten.

Dazu gehören entweder eine kompetente Begleitung von Auslandsreisen, um im Ernstfall direkt als Mediator eingreifen zu können. Und zum anderen die Erledigung aller anfallenden Aufgaben vor Ort. Angefangen bei den notwendigen Behördengängen bis hin zur Wohnungssuche.

Um diese Leistungen aber umfassend liefern zu können, sind globale Netzwerke und Partner vor Ort unabdingbar. Für kleinere Unternehmensberatungsgesellschaften eignet sich deswegen die Fokussierung auf die deutschen Kunden. Diese für den Einsatz im internationalen Raum vorzubereiten ist die Aufgabe.

Der Markt wächst und entwickelt sich

Der Markt für Unternehmensberater, die sich mit der Vermittlung von interkultureller Kompetenz befassen, wird sich stark entwickeln. Selbstredend sind hier große Beratungsgesellschaften unterwegs, die mit einem globalen Netzwerk Full-Service-Dienstleistungen anbieten können.

Deswegen ist es ratsam, sich zum einen auf Zielgebiete und zum anderen auf passende Unternehmensgrößen und Branchen zu konzentrieren. Mit einer entsprechenden Spezialisierung, sehr viel Know-how und guten Verbindungen vor Ort können so hochwertige Geschäftsfelder erschlossen werden.

Internationale Unternehmensberatungen

QiQUADRAT consulting

Rosensteingasse 88 in 1170 Wien, Österreich

Webseite: www.qiquadrat.at

Beratungsschwerpunkte: Ausbildungsberatung • Finanzierungsberatung • Interkulturelle Beratung • Weiterbildungsberatung

Beratungsprofil

QiQUADRAT consulting ist spezialisiert auf nachhaltige, qualitative „Resilienz-Steigerung und Stress-Prävention“ in Unternehmen beziehungsweiseTeams und bietet im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung Programme für Prävention, Stressmanagement und bessere Resilienz an.

Dazu werden Evaluierungsverfahren sowohl zur Messung von individuellen Stressbelastungen als auch zur Evaluierung von psychischen Belastungen am Arbeitsplatz eingesetzt.

Die individuelle Resilienz-Messung wird von uns mittels „AVEM“ durchgeführt und ist Basis für unternehmensbezogene Interventionen und Trainingsmaßnahmen.

Die Evaluierung von psychischen Fehlbelastungen in Unternehmen beziehungsweise Teams wird von uns mittels Impulstest umgesetzt. Burnout ist mittlerweile ein ernstes und schwieriges Thema. Sowohl für Betroffene selbst als auch zunehmend für Unternehmen.

Die Behandlung ist langwierig, daher die Ausfallszeiten lange – im Durchschnitt beträgt die Abwesenheit 6 Monate pro Arbeitnehmer. 80 % der Arbeitnehmer sind nach dem Krankenstand nicht mehr in der Lage, ihre frühere Position wieder einzunehmen!

Psychische Probleme am Arbeitsplatz verursachen in Österreich bereits 2,4 Mio. Krankenstandstage pro Jahr (Hauptverband der Sozialversicherungsträger), was einer Verdreifachung in den letzten zwei Jahrzehnten entspricht.

Die Kosten sind entsprechend hoch. Aktuell insgesamt für österreichische Unternehmen circa 700 Mio. Euro pro Jahr. Tendenz stark steigend. Für den einzelnen Betrieb sind das circa 400 – 600 Euro pro Mitarbeiter und Tag.

Gezielte, nachhaltige Stress & Burnout-Prävention und Resilienz-Steigerung sind daher die besten Maßnahmen, um Probleme und Kosten zu vermeiden.

Stressfaktoren identifizieren und entschärfen verbessert rasch und effektiv die Lebens- und Arbeitsqualität. Von dieser „Trainingsart“ profitieren alle: die Mitarbeiter, die Führungskräfte und das Unternehmen.

Nabenhauer Consulting

Weidenhofstrasse 22 in 9323 Steinach, Schweiz

Webseite: nabenhauer-consulting.com

Beratungsschwerpunkte: Coaching • Kommunikationsberatung • Managementberatung • Social Media Strategie • Vertriebsberatung

Beratungsprofil

Im Mittelpunkt der Unternehmensphilosophie der Nabenhauer Consulting steht „Business mit Herz“. Wir sind der festen Überzeugung, dass Business mit Herz möglich und auch nötig ist und sich nachhaltig rechnet.

Die Grundlage für die Erbringung der Dienstleistungen durch Nabenhauer Consulting ist ein positives Menschenbild und eine hohe Wertschätzung des Klienten. Ein weiterer Kernaspekt unseres Handelns ist „Beratung zur bewussten Entscheidung“.

Nabenhauer Consulting bietet pragmatische Beratungen, die zum beruflichen und persönlichen Erfolg führen. Des Weiteren halten wir die Netzwerkkompetenz für einen äußerst wichtigen Punkt.

Nabenhauer Consulting vermittelt seinen Mandanten Netzwerkkompetenz in der Überzeugung, dass nur derjenige nachhaltigen Erfolg hat, der sein Know-how sowie seine Erfahrungen teilt.

Robert Nabenhauer und sein Beratungsunternehmen sind dieser Mission verpflichtet und treten an, die (Business-)Welt nachhaltig zu verbessern.

Dr. Acél & Partner AG

Aargauerstrasse 1 in 8048 Zürich, Schweiz

Webseite: www.acel.ch

Beratungsschwerpunkte: Change Management • Logistikberatung • Managementberatung • Produktionsberatung • Supply Chain Management

Beratungsprofil

Wir unterstützen Ihrem Unternehmen Potenziale zu finden und zu realisieren. Wir sparen Ihnen Zeit, Platz & Geld. Lean Management in Produktion und Logistik ist unsere Kernkompetenz.

Der optimale Design Ihrer Prozesse ist dabei im Fokus. Zu unseren Auftraggebern zählen 280 Handels-, Dienstleistungs-, Produktionsunternehmen sowie öffentliche Verwaltungen vom internationalen Industriekonzern bis hin zum dynamischen Mittelständler.

In unseren rund 800 Projekten haben wir folgende Themen beziehungsweise Methoden erfolgreich bearbeitet:

  • Lean Management
  • Supply-Chain-Management
  • Unternehmenslogistik / Logistik Management
  • Change Management
  • Projektmanagement
  • Systems-Engineering & Simulation.

It-Berater ist in Deutschland kein geschützter Begriff

Die IT-Beratung ist neben der Strategie- und Managementberatung und der Prozess- und Organisationsberatung ein weiteres Betätigungsfeld, in denen Unternehmensberater ihre Dienstleistung anderen Unternehmen anbieten. Diese ist dabei ein sehr weit gefächerter Bereich.

In der Regel werden Unternehmen durch eine IT-B bei der Entwicklung, Einführung, Wartung und/oder Weiterentwicklung von Systemen im Bereich der Informationstechnologie (IT) unterstützt. IT-Berater als externe Consultants bringen ihr Wissen in Unternehmen in Form von Fach- oder Expertenberatung ein.

Damit grenzt sich die IT-B sehr deutlich von den anderen Betätigungsfeldern der Unternehmensberatung ab. Die Berufsbezeichnung „IT-Berater“ ist wie der Begriff „Unternehmensberater“ in Deutschland nicht geschützt. Daher gibt es auch keine formalen Qualifikationsnachweise, die man erbringen muss, um den Beruf des IT-Beraters aufzunehmen beziehungsweise sich so zu nennen.

Aber es gibt zunehmend anerkannte Zertifikate und Studiengänge

Allerdings gibt es Bestrebungen, Qualifikationsnachweise zu formulieren und zu vereinheitlichen. So hat beispielsweise der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) die Berufsbezeichnung „Certified IT Business Consultant“ (Geprüfter IT-Berater) als gesetzlich geschützte, mit einem Curriculum hinterlegte, Berufsbezeichnung geschaffen.

Darüber hinaus gibt es auch erste Bestrebungen eines universitären Ausbildungswegs, der direkt in das Berufsfeld des IT-Beraters führt. Darauf werde ich im Laufe dieses Beitrages ebenfalls noch näher eingehen.

Das sind die Anforderungen an IT-Consultants

IT-Berater nehmen eine Querschnittfunktion zwischen klassischer Managementberatung und ingenieurmäßig ausgerichteten IT-Berufen wahr.

Daher müssen Sie nicht nur besondere Kenntnisse im Bereich Informatik und Softwaretechnik vorweisen können sondern auch in der klassischen Betriebswirtschaftslehre.

Das ist deshalb wichtig, , da sie ihre Dienstleistung als Expertenberatung erbringen und an der Umsetzung und Implementierung im Unternehmen beteiligt sind.

Dies stellt ein weiteres Unterscheidungsmerkmal gegenüber anderen Betätigungsfeldern von Unternehmensberatern dar.

Viele Berater sind Spezialisten in einem Thema …

In der Regel handelt es sich bei IT-Beratern weniger um Generalisten als vielmehr um Spezialisten, die sich meistens auf einige wenige bestimmte Themengebiete konzentrieren, wie beispielsweise Sicherheitsanalysen von IT-Systemen in Unternehmen, Asset-Management oder Anforderungsanalysen im Bereich betrieblicher Informationssysteme von Unternehmen.

… Und oftmals auch innerhalb einer bestimmten Branchen

Darüber hinaus lassen viele IT-Consultants eine Spezialisierung auf unterschiedliche Branchen erkennen, wie etwa Versicherungen, Banken, Automobilindustrie oder verarbeitende Unternehmen.

Das ist auch nicht weiter verwunderlich, dann von ihnen werden teilweise sehr spezifische Kundenkenntnisse erwartet, vor allem wenn sich der Beratungszeitraum über mehrere Jahre hinzieht.

Selbstverständlich müssen IT-Berater:

  • auch Projektmanagement und Projektcontrolling beherrschen
  • konzeptionell Strategien und Lösungen erarbeiten können
  • Pflichtenhefte erstellen
  • Tests und Qualitätskontrollen durchführen
  • und letztendlich die Mitarbeiter des Klienten in der Anwendung schulen können.

Der Beruf des IT-Beraters fordert dementsprechend eine Menge an Wissen, Qualifikation und Kommunikationsfähigkeiten.

Das sind die Aufgabengebiete einer IT-Beratung

Die Aufgabengebiete von IT-Beratern sind ebenso mannigfaltig wie die der gesamten Branche der Unternehmensberatung. Sie erstrecken sich:

  • von der Entwicklungsarbeit
  • über Einführung bis zur Wartung, Pflege und Weiterentwicklung unternehmensspezifischer Softwarelösungen und Systeme
  • Entwicklungen von IT-Strategien für Unternehmen
  • bis hin zur Entwicklung spezieller Schnittstellenlösung oder sogenannter Apps, um Prozessabläufe zu optimieren.

Ein Denken in Prozessen ist gefragt

IT-Berater untersuchen, wie auch ihre Kollegen aus den anderen Bereichen der Unternehmensberatung, Arbeits- und Prozessabläufe von Unternehmen.

Im Gegensatz aber zu anderen Unternehmensberatern geschieht dies mittels spezieller Software. Sie untersuchen die IT-Systeme ihrer Kunden beispielsweise im Bezug auf Wirtschaftlichkeit oder den Stand der Technik.

Auf der Grundlage ihrer Analyse entwickeln sie anschließend unternehmensspezifische Strategien und Lösungen, um die untersuchten Prozesse und Systeme zu verbessern, beispielsweise durch Umorganisation der bisherigen Systeme, Weiterentwicklung oder Einführung neuer Softwareanwendungen et cetera.

In der Regel übernehmen die Consultants anschließend auch die Umsetzung und Integration und passen Sie entsprechend den Anforderungen ihrer Auftraggeber an die spezifischen Unternehmensbedingungen an.

Und auch die Schulung gehört zum Aufgabengebiet

Damit der Kunde in Zukunft auch auf die neue Software beziehungsweise Systeme zugreifen und damit entsprechend umgehen kann, werden deren Mitarbeiter anschließend in der Anwendung und Handhabung der neuen Software/Systeme geschult.

IT-Berater arbeiten heute in vielen Bereichen. Die meisten findet man selbstverständlich in Unternehmen aus der IT-Branche. Aber auch im Bereich von Versicherungen, Beratungsunternehmen, Verwaltungen, Banken und anderen Finanzdienstleistern sind Sie heute nicht mehr wegzudenken.

IT-Berater sind entweder fest angestellt, wenn ihre Expertise dauerhaft gebraucht wird oder Sie sind Freiberufler, die für die Dauer des Projektes im Unternehmen arbeiten.

Der Markt für IT-Dienstleister in Deutschland

Die Lünendonk GmbH aus Kaufbeuren untersucht seit vielen Jahren den Markt für Unternehmensberatung in Deutschland. Dazu gehört auch das Segment der IT-B. In 2016 waren die fünf größten Unternehmen für IT-B und Systemintegration nach Umsatz und Mitarbeitern: Accenture GmbH, IBM Global Business Services, T-Systems International GmbH,  Capgemini GmbH und die NTT Data aus Bielefeld.

Der Markt ist in Deutschland durch eine hohe Marktkonzentration gekennzeichnet. So erwirtschafteten 2016 die 25 führenden Beratungsgesellschaften rund 40 % des Marktumsatzes.

Das Leistungsspektrum der IT-B umfasst folgende, nicht abschließende Bereiche: Die klassische IT-B mit 24,7 Prozent dominiert das Leistungsspektrum.

Das Development sogenannter Individual Software macht 18,3 Prozent und Systemintegration noch einmal 13,4 Prozent des Leistungsspektrums aus.

Platz vier nimmt mit 11,2 Prozent die Einführung von Standardsoftware in Unternehmen ein. Es folgen als weitere Leistungsbereiche: Projekt Management (6,4 Prozent), Wartung von Softwarelösungen (4,4 Prozent), Vertrieb von Standard Software (2,8 Prozent), Training und Schulung (1,0 Prozent) sowie Vertrieb und Wartung von Hardware (0,5 Prozent).

So qualifizieren Sie sich zum IT-Berater

Wie oben bereits angedeutet, ist der Begriff des IT-Beraters in Deutschland nicht geschützt. Bis zur Einführung des „Geprüften IT-Beraters“ durch den DIHK gab es auch keine eigenständige Berufsausbildung geschweige denn Hochschulstudiengänge, die Absolventen zu diesem Beraterberuf qualifizierten.

Vor diesem Hintergrund sollten Firmen beim Engagement eines IT-Beraters den berufliche Hintergrund prüfen, da diese zwischen den IT-Beratern höchst unterschiedlich sein können.

IT-Berater, die in einem der großen Beratungs- und Systemhäusern arbeiten, können in der Regel einen Hochschulabschluss im Bereich Informatik oder Wirtschaftsinformatik oder in einem der angrenzenden Fachgebiete vorweisen.

Immer mehr Universitäten bieten entsprechende Studiengänge an

An der Universität Hamburg können Interessierte einen aufbauenden Masterstudiengang im Bereich IT-Management und -Consulting absolvieren. Dieser Masterstudiengang ist der erste Studiengang in Deutschland, der einen direkten, spezifischen und universitären Ausbildungsweg in das Berufsbild des IT-Beraters darstellt.

Einen ähnlichen Studiengang bietet die Fachhochschule Ludwigshafen an. Auch der aufbauende Masterstudiengang „Information Management & Consulting“ bildet eine Grundlage zur Ergreifung des Berufs des IT-Beraters.

Im Rahmen der außeruniversitären Ausbildung bieten die örtlichen Industrie- und Handelskammern (IHK) die berufsbegleitende Ausbildung zum zertifizierten IT-Consultant an. Eine solche berufsbegleitende Aus- oder Weiterbildung dauert in der Regel 15 Monate, der aufbauende Masterstudiengang 4 Semester (24 Monate).

Karrierecoaching – Wer braucht es?

Das Thema Karriere bereitet nicht nur Berufseinsteigern Kopfzerbrechen. Auch langjährig erfolgreiche Fachkräfte geraten immer wieder an einen Punkt in ihrer Laufbahn, der sie zurecht nachdenklich macht, einen Wendepunkt, eine große Chance oder auch ein Risiko birgt.

Zu gerne würden sie dann auf den Rat eines erfahrenen Fachmanns vertrauen, der abschätzen kann, was die möglichen Entscheidungswege jeweils bedeuten würden.

Karrierecoaching kann für eine Unternehmensberatung ein weiterer Zweig der Spezialisierung sein. Allerdings muss in diesem Umfeld klar segmentiert werden, da nicht jede Kundengruppe Beratungspozential mitbringt.

Beim Karrierecoaching sind die Menschen, die es am meisten brauchen, oft nicht die Kunden einer Unternehmensberatung.

Grundsätzlich könnten sicher viele Unternehmensberater Coaching für die Karriere anbieten, sowohl für junge Leute am Anfang ihrer Laufbahn als auch für erfahrene Fachkräfte an wichtigen Wendepunkten.

Da das Beratungsportfolio jedoch die Einnahmequelle einer jeden Unternehmensberatung ist, muss auch das Coaching für die Karriere Geld abwerfen und für potenzielle Kunden interessant sein, die dafür zahlen können und wollen.

Junge Leute, die für einen Karrieresupport besonders offen wären und die daran Interesse hätten, zeigen tendenziell wenig Bereitschaft, dafür Geld auszugeben. Vor allem, da bei ihnen die Kasse häufig noch knapp ist.

Spannender wird das Coaching für die Karriere für etablierte Fachkräfte, die womöglich schon so weit vorangekommen sind, dass ihnen eine spezifische, tiefgründige Beratung für ihre weitere Laufbahn Geld wert wäre.

Dadurch sollte sich die Karriereberatung vorrangig auf weiter fortgeschrittene Fachkräfte fokussieren, die sehr spezifische Fragestellungen haben, die nicht jede Unternehmensberatung zufriedenstellend beantworten könnte.

Was macht eine Karriereberatung wirtschaftlich?

Damit sich Karriereunterstützung als wirtschaftlich erweist, muss sie diejenige Zielgruppe adressieren, die bereit wäre, dafür Geld auszugeben.

Es mag auf den ersten Blick natürlich interessant erscheinen, eine junge Zielgruppe anzusprechen, die den Einstieg in einen bestimmten Bereich sucht. Die eine oder andere ambitionierte junge Fachkraft wird eine Unternehmensberatung sicher auch anziehen können.

Eine andere Frage ist jedoch die, wie zahlkräftig diese Zielgruppe ist und wie bereitwillig sie ihr noch knappes Einkommen fürs Karrierecoaching ausgibt. Größeres wirtschaftliches Potenzial dürfte die Zielgruppe mittleren Alters bieten, da sie auch spezifischere Fragen hat.

Unternehmensberatungen sollten Karriereberatung nur in denjenigen Kontexten anbieten, in denen sie selbst über Expertise, Erfahrung und ein Netzwerk für eine potenzielle Vermittlung ihrer Klienten verfügen.

Bei dieser Zielgruppe können sie aber mit höherer Bereitschaft zur Zahlung für hochwertiges Coaching für die Karriere rechnen, da das Einkommen bereits höher ist, Entscheidungen wichtiger werden und die fachliche Spezialisierung eine reelle Notwendigkeit zur Beratung entstehen lässt.

Was kann ein Coaching für die Karriere umfassen?

Eine Karriereberatung kann sich grundsätzlich auf zwei große Perspektiven konzentrieren, den menschlichen Aspekt und den fachlichen.

Bei einem fachlichen Coaching für die Karriere geht es darum:

  • welche Wege sich für den vorliegenden Lebenslauf empfehlen würden
  • welche Spezialisierungen sich anbieten
  • und welchen Perspektiven sich für den individuellen Lebenslauf durch die Zusammenarbeit mit der Unternehmensberatung ergeben könnten.

Das menschliche Coaching für die Karriere bietet sich dagegen eher für Führungskräfte an und kann ihnen Wege aufzeigen, besser zu führen.

Viele Führungskräfte sind so gut bezahlt oder für ihren Arbeitgeber so wichtig, dass eine Wirtschaftlichkeit des Karrierecoachings in der Unternehmensberatung wieder außer Frage steht.

Dann wird nicht mehr hinsichtlich des potenziellen Werdegangs gecoached, es werden vielmehr die menschlichen Stärken („soft skills“) herausgebildet und erweitert.

Auch Themen wie Stressmanagement und Zeitmanagement können im menschlichen Aspekt des Karrierecoachings eine Rolle spielen und werden von Führungskräften ebenfalls recht gerne angenommen.

Karriereberatung als Tätigkeitsfeld

Als alleinige Leistung einer Unternehmensberatung kann die Karriereunterstützung nur selten dienen. Es gibt zwar einige wenige ausgewiesene Spezialisten und Koryphäen auf ihrem Gebiet, die durchaus dazu in der Lage sind, alleine durch diese Dienstleistung genug Geld zu verdienen, um sich eine Existenz aufzubauen.

Eine Unternehmensberatung bestehend aus mehreren Beratern kann man alleine mit Coaching für die Karriere aber eher weniger aufrecht erhalten.

Unternehmensberatungen, die ein gut funktionierendes Netzwerk und Expertise in einem bestimmten Fachgebiet haben, können die Karriereberatung in ihrem Umfeld als zusätzliche Leistung in ihr Portfolio aufnehmen und bieten dem einen oder anderen Kunden damit sicherlich Mehrwert.

Wer sich als Karrierecoach selbständig machen möchte, coacht in der Regel Führungskräfte und hat selber langjährige Erfahrung in diesem Bereich, sodass eine fundierte Beratung für andere Führungskräfte erfolgen kann.

Wer beispielsweise noch NLP-Kenntnisse mitbringt, kann für eine Führungskraft zu einem wichtigen Ansprechpartner werden.

Kommunalberatung – Die Ursachen für Probleme sind oftmals vielfältig

Die Kommunalberatung hat sich in den letzten Jahren zu einem sehr interessanten Geschäftsfeld für Unternehmensberater entwickelt. Nahezu alle Städte und Gemeinden stehen unter dem Druck zu sparen. Gleichzeitig sind die Aufgaben der öffentlichen Hand vielfältig und wichtig für das Funktionieren unseres Landes.

Nach der Familie und dem nachbarschaftlichen Zusammenhalt sind die Gemeinden die Keimzellen eines gesunden Staatsaufbaus. Kommt es in diesem System zu Störungen in der notwendigen und der von den Bürgern als gerecht empfundenen Ordnung? Dann gerät unser komplettes Gemeinwesen in die Schieflage.

Die Gründe für eine solche Schieflage im kommunalen Organismus sind mannigfaltig. Zum Einen kommen die Einschläge von Außen. Egal ob Finanzkrise, Eurokrise oder sogenannte Flüchtlingskrise. Die an anderer Stelle verursachten Probleme schlagen bis in die kleinste Gemeinde durch.

Es gibt aber auch genausogut vielfältige selbstverursachte Probleme. Gemeinden leben bewußt oder unbewußt über ihren Verhältnissen. Die zukünftige Ertragskraft wird falsch eingeschätzt. Und es gibt auch schlicht und einfach immer wieder Misswirtschaft und Korruption.

Hinzu kommt der Zwang zur Haushaltskonsolidierung

In den letzten Jahren ist die deutsche Politik zu der Erkenntnis gekommen. Wir müssen aus dem Teufelskreis der ewigen Neuverschuldung heraus. Zum Glück! Denn auf Dauer tragen ja doch nur wir Bürger und unsere Kinder und Enkelkinder diese schlechte Haushaltspolitik.

Die Schuldenbremse wirkt – Aber viele Gemeinden sind am Limit

Vor allem das Ziel der Haushaltskonsolidierung hat zu Einem geführt. Viele liebgewordene Gewohnheiten kamen auf den Prüfstand. Auslöser dazu war die Schaffung immer neuer Gesetze. Dadurch bekamen die Städte und Gemeinden wesentliche finanzielle Belastungen übertragen.

Viele dieser rigiden Sparmaßnahmen sind den Bürgern nur schwer vermittelbar und die kommunalen Verwaltungen stehen immer in einem Zwiespalt. Einerseits müssen sie Bürgernähe zeigen und andererseits die gesetzlichen Regelungen bei immer geringer werdender staatlicher Unterstützung umsetzen.

Öffentliche Haushalte stehen dadurch unter Dauerdruck

In der Wirklichkeit der kommunalen Haushalte unter diesen Zwängen zeigt sich jedoch. Auch eine Kommune muss nach den Grundregeln wirtschaftlicher Effektivität arbeiten. Zu viele Gemeinden haben in der Vergangenheit über ihre Verhältnisse gelebt.

Die Verwaltung der Finanzen ist in einen Kreislauf geraten, in dem die Kommunen nur noch reagieren und nicht mehr agieren. Dieser Zustand ist nicht anders als in einem Wirtschaftsunternehmen, welches sich zu sehr in seinen Gepflogenheiten verstrickt hat.

Es fehlt an einem unabhängigen Berater, der die Dinge als Außenstehender ohne emotionale Belastungen sieht. Sondern vorrangig unter dem fachlichen Blick der Wirtschaftlichkeit analysiert. Über diese Unabhängigkeit verfügen private Kommunalberater.

Das Verhältnis zwischen Berater und Gemeinde ist nicht leicht

Einerseits ist es verständlich, dass die kommunalen Bediensteten von ihrer Arbeit überzeugt sind. Bei ihrer Arbeit ist fast alles mit Vordrucken, Formularen und Paragraphen geregelt, an die sie sich zu halten haben.

Auf der anderen Seite führt dieser Verlust an Eigenständigkeit zu einem schweren Nachteil. Die eigene Beurteilung von eventuellen Fehlern in den Abläufen ist deutlich reduziert. Hinzu kommt der fehlende Wettbewerb, der eigentlich jede Arbeit beflügeln sollte.

Oftmals prallen sehr verschiedene Arbeitskulturen aufeinander

Wenn Kommunalberater diese Mitarbeiter öffentlicher Verwaltungen mit marktwirtschaftlichen Betrachtungsweisen konfrontieren, sind Reibungspunkte nur selten vermeidbar. Zum Teil sind Arbeitsabläufe betroffen, die unbedingt zu optimieren sind. Es ist aber auch die unabhängige Sichtweise eines Kommunalberaters, der die Schwachstellen und Ungereimtheiten in der Verwaltung insgesamt aufdeckt.

Eine guter Kommunalberater rüttelt an Strukturen, die bisher als unverrückbar galten. Ohne sie aufzubrechen, wird sich jedoch an den Problemen nichts verändern lassen. Deshalb besteht die Aufgabe eines Kommunalberaters auch darin, durch überzeugende Arbeit Vertrauen zu gewinnen.

Die Aufgaben eines Kommunalberaters sind vielfältig

Am Beginn jeder Beratungstätigkeit steht die gründliche Analyse des Ist-Zustandes. Sie befasst sich damit, den Bestand zu bewerten und ihre Aufgaben unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten einzustufen.

Der Ist-Zustand muss schonungslos auf den Tisch

Das Ziel ist eine Eröffnungsbilanz, die einen realistischen Überblick zur Gesamtlage bietet. Daraus abgeleitet ist es nun das Ziel, ein modernes kommunales Finanzmanagement aufzubauen.

Ohne einen verbindlichen Zeitplan geht gar nichts

Dafür notwendige Arbeiten sind mit einem entsprechenden Zeitplan an die Mitarbeiter der Verwaltung zu verteilen. In diesem Prozess erfolgt zugleich eine Überarbeitung der Aufgabenverteilung unter des Gesichtspunkt von Effektivität und Praktikabilität.

Alle Einnahmen und Ausgaben müssen auf den Prüfstand

Nachdem das Finanzmanagement reorganisiert ist, gilt die Kommunalberatung allen Dingen, die die Einnahmen und Ausgaben der Kommune betreffen.

In Gebäuden und Kommunalbetrieben steckt oft großes Potential

Dies bezieht sich vor allem auf öffentliche Gebäude und Einrichtungen. Diese sind in Hinblick auf ihren wirtschaftlichen Betrieb zu betrachten. Dabei wird das Personalmanagement untersucht oder in wie weit Fremdfirmen zum Einsatz kommen können.

Auch wenn es schmerzt – Es geht ran an die Gebührensatzung

Die Gebührensatzungen der kommunalen Einrichtungen und alle laufenden Miet- und Pachtverträge sind unter die Lupe zu nehmen. Elternbeiträge zum Schulessen, Hort- und Kindergartenbeiträge, Zuschüsse zum Schulbus und viele andere Leistungen werden dabei auf ihre Finanzierbarkeit hin untersucht.

Nur gemeinsam lassen sich neue Wege gehen

Kommunalberater sind keine Besserwisser. Deshalb vollzieht sich ihre Arbeit in Zusammenarbeit mit den Bediensteten der Kommune. Sie kennen die Belange vor Ort und so entwickelt eine erfolgreiche Beratung ein neues Konzept auf der Grundlage finanzieller Wirtschaftlichkeit.

Die Entwicklung einer Zukunftsstrategie krönt die Zusammenarbeit

Die Zeiten verändern sich. Schrumpfende oder auch wachsende Einwohnerzahlen, veränderte Alterstrukturen und absehbare Veränderungen in der Kommunalstruktur erfordern ein zukunftsorientiertes Handeln. Deshalb beschäftigt sich der Berater auch mit der weiteren Entwicklung der Kommune. Auch hierbei kommt den Beratern ihre Erfahrung aus der Privatwirtschaft zugute.

Realismus statt Utopie ist in den Gemeinden angesagt

Viele Industriebrachen, begonnene und unvollendete Gewerbegebiete oder ins Stocken geratene Wohnbebauungen zeugen von einer oftmals zu optimistischen Planung. Fördertöpfe, die einst reichlich sprudelten, existieren nicht mehr. Aufgenommene Kredite ohne wirtschaftliche Nachhaltigkeit haben zu finanziellen Engpässen geführt. Auch hier setzt die Kommunalberatung an.

Korrekturen müssen sein – Auch wenn es schmerzt

Manche zu euphorisch betrachtete Entwicklung der Kommune bedarf einer Korrektur. Zum Beispiel sind begonnene Projekte zu wirtschaftlichem Erfolg mit positiven Einnahmen zu bringen. So führt eine unabhängige Beratung zur Verbesserung der bestehenden Strukturen.

Sie suchen einen spezialisierten Kommunalberater?

Dann werden Sie unter Umständen in der nachfolgenden Top-Liste fündig, die ich für Sie zusammengestellt habe:

Allevo Kommunalberatung GmbH

Löwensteiner Straße 80 in 74182 Obersulm / Baden-Württemberg

https://www.kommunalberatung.de

Kommunalberatung Rheinland-Pfalz GmbH

Deutschhausplatz 1 in 55116 Mainz / Rheinland-Pfalz

http://www.kommunalberatung-rlp.de

Unternehmensberatung für Wirtschaft und Verwaltung

Bahnhofsplatz 15 (Optal-Haus) in 44629 Herne / Nordrhein-Westfalen

http://www.kommunalberatung.com

B & P Gesellschaft für kommunale Beratung mbH

Franklinstraße 22 in 01069 Dresden / Sachsen

http://www.kommunalberatung-sachsen.de

Sie vermissen in der Liste einen von Ihnen geschätzten Beratungsdienstleister? Lassen Sie es mich einfach wissen. Gerne nehme ich weitere Unternehmen auf.

Logistikberatung – Definition und Herkunft

Die Logistik- und Transportbranche ist eine der Branchen, die auch in Zukunft weiter wachsen wird. Da die deutsche Wirtschaft vor allem auf den Export ausgerichtet ist, wird Logistik und Transport sicher noch an Bedeutung zunehmen, egal ab auf der Straße, auf der Schiene, zur See oder in der Luft.

Grundsätzlich befasst sich die Logistik mit der Organisierung, Steuerung und Bereitstellung sowie der Optimierung von Prozessen, die sowohl Güter-, Informations- und Energie- aber auch Geld- und Personenströme erfassen.

Dies erfolgt sowohl entlang der Wertschöpfungskette (beispielsweise im Bereich der Güterherstellung) als auch entlang der Lieferkette – also dem Transport von A nach B. Der Begriff lässt sich sprachwissenschaftlich aus dem Altgriechischen herleiten. Seine moderne Bedeutung leitet sich aus dem Französischen her.

Geprägt wurde der Begriff ursprünglich im Militärwesen der Napoleonischen Kriege und der europäischen Befreiungskriege. Die „logistique“ stellte den Nachschub der Soldaten sicher. Dies beinhaltete sowohl Verwaltung und Lagerung als auch die Steuerung des Transports aller für die Kriegführung wichtigen Güter. Ziel war daher die Sicherstellung des Nachschubs zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

Heute findet der Begriff nicht nur mehr im militärischen Nachschubwesen Anwendung, sondern ist ein wesentlicher Bestandteil der Wirtschafts- und Ingenieurwissenschaften geworden. Daher ist unter der Logistikberatung eine Beratungsdienstleistung für Unternehmen zu verstehen, die sich hauptsächlich mit Organisation, Steuerung, Bereitstellung und Optimierung von Güterströmen befasst, wobei auch die anderen oben genannten Prozesse ebenfalls eine wesentliche Rolle in der Beratung spielen können.

Logistikberatung in Unternehmen

Logistikberater unterstützen Unternehmen in allen wesentlichen Fragen im Bereich Logistik und Transport. Das heißt, Logistikberater, egal ob interne oder externe, ermitteln beispielsweise die Kosten für Lagerung, Transport, Produktion, Personal und Material der einzelnen Gütererzeugungsprozesse in Beziehung zum Gesamtunternehmen, unter der Berücksichtigung von Einflussfaktoren der einzelnen Ströme und deren Auswirkungen auf das gesamte System.

Zur Optimierung der Prozesse können u.a. Nutzwertanalysen oder Kosten-Nutzen-Analysen durchgeführt und Kennzahlen ermittelt werden. In diesem Sinne wird die moderne Logistik heute als Querschnittsfunktion verstanden, die die Bereich Beschaffung, betriebliche Leistungserstellung und Absatz miteinander verbindet. Dadurch hat die Logistik eine Aufwertung von der reinen Materialwirtschaft hin zu einem strategischen Unternehmensfaktor erfahren.

Logistikberatung kann aber nicht nur im betriebs- und volkswirtschaftlichen Sinne erfolgen, sondern im Bereich der Ingenieurswissenschaften. In diesem Fall befassen sich Logistikberater vordergründig mit der Ausführung von Transporteinrichtungen sowie der Ausgestaltung von Transportnetzstrukturen innerhalb von Unternehmen.

Dazu können unter anderem Förder-, Materialfluss- und Lagertechniken sowie Verkehrsbetriebstechnologien gezählt werden. Zur Steuerung und Kontrolle von Ortsänderungsprozessen befassen sich Logistikberater mit technischen Lösungen im Bereich der Informationstechnik, Telematik und Automatisierungstechnik.

Ziele und Aufgaben der Logistikberatung

Im Bereich der Betriebswissenschaft wird Logistik als integrierte Planung, Organisation und Steuerung sowie Abwicklung und Kontrolle des gesamten Waren- und Materialflusses und aller damit verbundenen Informationsflüssen unter Berücksichtigung der lang-, mittel- und kurzfristigen Ziele des Unternehmens verstanden.

Ziel der Logistikberatung ist es also, hochwertige Qualität, Leistungen und Kostensenkungen (beispielsweise durch die Vermeidung unnötiger Transporte) zu erbringen. Dabei müssen Logistikberater die dadurch entstehenden Zielkonflikte berücksichtigen und zur Gestaltung individueller Lösungsansätze beitragen.

Diese Aufgabe ist zum Teil extrem schwierig, dass es sich hierbei um ein hochkomplexes System handelt, so dass die Verstellung einer Schraube innerhalb des Systems zum Teil gravierende Auswirkungen auf das gesamte System haben kann. Hohe Analyse- und Abstraktionsfähigkeiten sind daher für Logistikberater neben betriebswissenschaftlichen Know-how eine der wesentlichen Grundvoraussetzungen.

Daraus lassen sich vereinfacht die Aufgaben der Logistik ableiten: Bereitstellung der richtigen Menge, der richtigen Objekte, am richtigen Ort, zu richtigen Zeit und in der richtigen Qualität, zu den jeweils richtigen Kosten. Logistikberater unterstützen Unternehmen bei der Erreichung der Zielvorgaben der sogenannten „6 R der Logistik“.

Die Aufgaben umfassen daher unter anderem Beschaffung, Transport, Lagerung und Bereitstellung von Material und Gütern, Verteilung von Gütern, Personen, Informationen, Energie und Geld, deren ganzheitliche Steuerung und Kontrolle sowie deren Optimierung.

Die Logistik stellt weder etwas her noch wählt sie etwas aus. Sie ist eine reine und in der Regel unternehmensinterne Dienstleistung. Daher stellt die Logistikberatung ihre Beratungsleistung als reine Dienstleistung Unternehmen intern und extern zur Verfügung. Sie stellt für das gesamte oder auch nur einen Teil des Unternehmens, Konzerns oder Unternehmensnetzwerkes sowohl kunden- als auch prozessorientiere Lösungen bereit.

Spezialisierung und Teilbereiche

Da Logistik ein komplexes Aufgabenfeld ist, lassen sich verschiedene Bereiche unterscheiden. Das führt dazu, dass auch Logistikberater sich auf verschiedene Teilbereiche spezialisieren können wie beispielsweise Beschaffungs-, Produktions-, Distributions- und Entsorgungslogistik. Die Beschaffungslogistik befasst sich mit der optimalen und zeitgerechten Zulieferung und Beschaffung der zur Güterproduktion benötigen Materialien.

Die Produktionslogistik umfasst vor allem alle innerbetrieblichen Transport-, Umschlags- und Lagerprozesse, die der Planung, Steuerung und Überwachung der Produktion dienen. Mit der Distributionslogistik (Vertrieb, Absatz) ist die Verteilung und/oder Zustellung bzw. der Vertrieb der Güter des Unternehmens befasst. Für viele Unternehmen spielt auch die Entsorgungslogistik eine besondere Rolle.

Dabei geht es um die Rücknahme von Abfällen und/oder Rückständen aus Produktion und Absatz, die durch das Unternehmen verwertet oder beseitigt werden. Die Logistik und die Logistikberatung lassen sich in weitere Teilbereiche unterteilen, beispielsweise in die Lagerlogistik, Transportlogistik, Kontraktlogistik, Informationslogistik, Ersatzteillogistik oder Personallogistik.

Kostensenkung und Optimierung

Neben der Erbringung von hochwertigen Leistungen und Qualität durch die Logistik holen sich viele Unternehmen vor allem wegen der Kostensenkungspotentiale entsprechende Berater ins Haus. Logistische Kosten fallen beispielsweise für Lagerhaltung, Bestand, Transport, Kommissionierung, Verpackung, Versand, Entsorgung oder die Auftragsabwicklung an.

Viele haben kaum eine Vorstellung über die Höhe der Logistikkosten, die in einem Unternehmen anfallen können. Daher ist eine vornehmliche Aufgabe der Logistikberatung die Einführung einer Logistikkostenrechnung, die kostenverursachende logistische Tätigkeiten erfasst und verrechnet.

Klassischerweise wird unterstellt, dass sich im Rahmen der Einführung einer gut funktionierenden Logistik am Anfang hohe Investitionen und am Ende eingesparte Lohnkosten gegenüberstehen. Durch die Steigerung des Nutzens von Logistikprozessen lassen sich auch deren Kosten senken, so dass Kosteneinsparungen im Bereich der Logistik nicht zwangsläufig zu Lasten des Personals gehen muss.

Zur Kostensenkung und Optimierung im Logistikbereich gibt es zahlreiche Ansätze und Konzepte, die durch adäquate und moderne Informationstechnik unterstützt werden.

Zukunftsfeld Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit spielt auch im Bereich der Logistik eine zunehmend wichtige Rolle. Vor allem beim Thema Schadstoffemissionen wird die Logistik bisher eher als Problemverursacher denn als -löser gesehen. Zum einen steht die Logistik unter dem Zwang möglichst kostensparend Waren von einem Ort zum anderen zu transportieren, zum anderen aber sind möglichst nachhaltige, besonders ressourcenschonende Logistikprozesse besonders kostenintensiv.

Daher ist hier eines der Zukunftsfelder für Logistikberater zu finden. Vor dem Hintergrund einer möglichst nachhaltigen Logistik ergeben sich verschiedene Herangehensweisen wie der Einführung technischer Innovationen, der Prozessoptimierung innerhalb der jeweiligen Logistikketten oder der Einführung von nachhaltigen Logistiksystemen im gesamten Unternehmen.

Das Verständnis von Marketing

Marketingberatung ist grundsätzlich als Dienstleistung zu verstehen, bei der Organisationen Beratung im Bereich des Marketings als Dienstleistung angeboten wird. Die Beratung umfasst dabei in der Regel die gesamte Marketing- und Vertriebskette einer Organisation. Ziel der Marketingberatung ist es, dass sich die Organisation in die gewünschte Richtung (strategische Zielsetzung) entwickelt.

Dafür werden Ideen, Vorschläge, Konzepte und Lösungen erarbeitet, die sich auf die operative und taktische (kurz- bis mittelfristige) Zielsetzung auswirken und die Basis für Wachstum und langfristige Markteffizienz darstellen. Marketing gilt spätestens seit den 1970er Jahren des vergangenen Jahrhunderts als zentraler Erfolgsfaktor für das langfristige Überleben eines Unternehmens am Markt.

In der modernen Betriebswirtschaft gibt es eine Vielzahl von Marketing-Definitionen, die von der Betrachtungsperspektive der jeweiligen Akteure abhängen. Grundsätzlich und klassischerweise bezeichnet Marketing den Unternehmensbereich, der sich mit der Vermarktung von Waren und Dienstleistungen befasst.

Ein moderneres Verständnis dagegen beschreibt Marketing als ein ganzheitliches und marktorientiertes Unternehmensführungskonzept, dass auf die Befriedigung von Bedürfnissen und Erwartungen von Kunden und weiteren Interessengruppen ausgerichtet ist.

Das heißt, hier deutet sich ein Paradigmenwechsel an: Marketing wird nicht länger nur als operative Beeinflussungstechnik, realisiert durch den sogenannten Marketing-Mix, verstanden, sondern hat sich zur einer Führungskonzeption entwickelt, die neben der klassischen Absatzfunktion weitere Unternehmensbereiche wie Beschaffung, Produktion, Personal und Verwaltung in ihre Aktivitäten einbezieht.

Unternehmensfunktion und Führungskonzept

Im Rahmen des oben angedeuteten modernen Verständnisses wird dem Marketing heute eine Unternehmensfunktion und Führungskonzeption zugeschrieben. Im Rahmen der Betriebswirtschaftslehre wird das Marketing als Teil des unternehmerischen Gesamtprozesses verstanden, so dass eine Entwicklung von der reinen Absatzfunktion hin zum Unternehmensführungskonzept konsequent ist.

Der unternehmerische Gesamtprozess beginnt beim Einkauf von Rohstoffen und bei der Beschaffung von Vorprodukten oder Vorleistungen (im Dienstleistungsbereich). Im Bereich der Produktion werden aus den Rohstoffen und Vorprodukten/Vorleistungen Waren oder Dienstleistungen hergestellt, die anschließend vermarktet und abgesetzt werden (Marketing und Vertrieb).

Dieser hier sehr vereinfacht dargestellte Unternehmensprozess wird von weiteren Prozessen wie der Personalwirtschaft, Finanzierung und Investition, Forschung, Entwicklung und Innovation oder der Verwaltung unterstützt. Die Teilprozesse des unternehmerischen Gesamtprozesses werden in der Betriebswirtschaft als betriebliche bzw. unternehmerische Funktionen bezeichnet.

Um zu gewährleisten, dass alle Teilprozesse möglichst reibungslos funktionieren, werden Managementfunktionen wie Planung (zum Beispiel der Zielerreichung), Organisation, Kontrolle (unter anderen im Hinblick auf die Zielerreichung) und vor allem Führung benötigt.

In diesem Gesamtprozess übernimmt die betriebliche Funktion Marketing mehrere Aufgaben. Durch die Analyse beispielsweise von Märkten, Kunden und Wettbewerbern sollen Chancen und Risiken für ein Unternehmen sichtbar gemacht und dargestellt werden.

Basierend auf diesen Analysen werden Ziele festgelegt, die so gewählt sind, dass mit ihnen der Rückfluss der investierten Mittel sichergestellt ist. Um die Ziele zu erreichen, werden in diesem Zusammenhang entsprechende Strategien entwickelt und konzeptioniert. Die Umsetzung der Strategien erfolgt im Rahmen des sogenannten Marketing-Mix.

Am Ende steht die Erfolgskontrolle des gesamten Prozesses, der getroffenen Entscheidung und deren Auswirkungen auf die Zielerreichung. Daraus können neue Strategien und Maßnahmen abgeleitet werden sowie korrigierend und steuernd in den bisherigen Prozess einzugreifen.

Dienstleistung Marketingberatung

Marketingberater unterstützen Organisationen in allen oben beschriebenen betrieblichen Funktionen. Neben der Analyse von Märkten, Kunden, Wettbewerbern und ganz allgemein der Marktforschung sind für Organisationen vor allem die Entwicklung von Strategien zur Zielerreichung, die Aufstellung von Marketingplänen und deren Umsetzung in Form des Marketing-Mix durch externe Marketingberater von besonderem Interesse.

Beim Marketing-Mix handelt es sich einfach gesagt um Werkzeuge oder Instrumente des Marketings zur parktischen Umsetzung von Marketingstrategien und -plänen.

Zu den in Theorie und Praxis beliebtesten Instrumenten gehören die Produktpolitik, Preispolitik, Kommunikationspolitik und die Distributionspolitik, wobei heute im modernen Marketing-Verständnis eher von Vertriebspolitik gesprochen wird.

Marketingberater unterstützen ihre Kunden bei Entwicklung, Umsetzung und zielführenden Einsatz dieser Instrumente. Die zentrale Aufgabe der Produktpolitik ist es, Produktmerkmale so zu gestalten, dass sie der subjektiven Wahrnehmung der Zielgruppe (Kunden) als besonders attraktiv erscheinen und zum Kauf animieren.

Der Preispolitik kommt dabei die Aufgabe zu herauszufinden, welchen Preis die Zielgruppe bereit ist für diese Produktmerkmale zu zahlen. Das heißt, bei der Produkt- und Preispolitik geht es um das Preis-Leistungs-Verhältnis eines Produktes beziehungsweise einerDienstleistung.

Zur Preispolitik gehören aber noch weitere Bereiche, u.a. um die Gestaltung von Liefer- und Zahlungsbedingungen der Produkte und Dienstleistungen gegenüber der Zielgruppe (zum Beispiel Rabatte, Preisnachlässe, Einräumung von Skonti oder sonstigen Boni).

Zur Aufgabe der Kommunikationspolitik gehört es, die Zielgruppe über das Kaufangebot zu informieren und deren Kaufentscheidung zugunsten des angepriesenen Produkts beziehungsweise der Dienstleistung positiv zu beeinflussen.

Bei der Distributions- und Vertriebspolitik geht es hauptsächlich um die möglichst effiziente Gestaltung sämtlicher Aktivitäten auf dem Weg des Produkts/der Dienstleistung vom Produzenten/Anbieter zum Kunden.

Dabei wird zwischen Logistik (Lagerung und Transport) und Akquisition, dass heißt der Gewinnung und Bindung der Zielgruppe, unterschieden. Es geht hierbei um die möglichst effiziente Gestaltung von Vertriebsstrategie und Vertriebsprozess.

Marketingberater unterstützen Organisationen bei der Planung und Durchführung von Konzepten (Preismanagement, Werbe- und Vertriebsaktivitäten) mit dem Ziel, die Bedürfnisse und Wünsche der Zielgruppe zu befriedigen. Weiterhin beraten sie Organisationen beim Aufbau, Erhaltung und Stärkung von Kundenbeziehungen.

Durch unterschiedliche Maßnahmen sollen möglichst langfristige Beziehungen und damit Vertrauen zwischen Organisation und Kunden entstehen. Mit Hilfe von Marketingberatern sollen organisationsinterne Rahmenbedingungen definiert werden, die für die Ausrichtung eines Betriebes am Markt besonders wichtig sind.

Dieser Gedanke beinhaltet neben der Gestaltung des Marketing-Mix auch die Aspekte der Marktimplementierung, eine marktorientierte Unternehmensführung sowie eines Relationship-Managements.

Zusammenfassend kann man die Aufgaben von Marketingberatern unter zwei Gesichtspunkten betrachten: Im Rahmen der organisationsexternen Perspektive wird Marketing als Konzeption und Durchführung aller marktbezogener Aktivitäten verstanden.

In diesem Zusammenhang werden unter marktbezogenen Aktivitäten alle Anstrengungen zur systematischen Informationsgewinnung über die Gegebenheiten am Markt und die darauf basierende Gestaltung des Marketing-Mix verstanden.

Aus organisationsinterner Sicht werden unter Marketing alle Maßnahmen verstanden, die zur Schaffung der Voraussetzungen zur Durchführung von marktbezogener Aktivitäten notwendig sind.

Das betrifft vor allem Aspekte der Unternehmensführung, die unter dem Leitbild der Marktorientierung stehen sollte. Marketingberater sollen sowohl den organisationsexternen wie auch -internen Anforderungen gerecht werden.

Marktbedingungen

Vor dem Hintergrund des Verständniswandels von Marketing, der zunehmenden Globalisierung und dem Auftreten neuer Kommunikationsmöglichkeiten, sind die Marktbedingungen für Marketingberater gut.

Zwar verfügen die meisten Unternehmen über eigene Marketingfachleute, doch fehlt Organisationsmitgliedern oftmals der kritische Blick von außen auf das ganze Geschehen.

Diesen neuen Fokus bringen Marketingberater in eine Organisation und tragen zu dessen Verbreitung bei. Um den derzeitigen Anforderungen und Bedingungen der Märkte gewachsen zu sein, bedarf es erfahrener Spezialisten bei der Konzeptionierung und Umsetzung moderner Marketingansätze.

Darüber hinaus leisten Marketingberater die Arbeit ganzer Marketingabteilungen in Organisationen, die über keine eigene Marketingfachleuchte verfügen, sich jedoch den wachsenden Herausforderungen des Wettbewerbs und der Globalisierung unterwerfen müssen (zum Beispiel Non-Profit-Organisationen).

Metaberatung – Professioneller Umgang von Beginn an

Die noch junge Dienstleistung ist aus dem Bedürfnis vieler Unternehmen entstanden, ihre Beratungsprojekte professioneller durchzuführen. Metaberatung unterstützt bei der Auswahl der Berater, beobachtet, reflektiert und evaluiert den Beratungsprozess.

Beratungsprojekte leiden häufig unter Intransparenz. Der Klient kennt nicht die Qualifikationen und Expertisen der Berater. Es gibt keinen Überblick, welche Berater eingesetzt wurden, Synergien werden nicht genutzt und eine Übersicht über Kosten und Nutzen der Projekte sind nicht vorhanden.

Die Beratungsmaßnahme unterstützt bei der Bestandsaufnahme, nutzt Beraterdatenbanken zur Auswahl der Berater und setzt Kennziffern zur Evaluation ein. Sie systematisiert das Consulting.

Projektteams setzen sich zusammen aus den Beratern und internen Mitarbeitern. In diesen Teams kommt es kommt oft zu Interessenskollisionen. Die Berater sind interessiert an einer schnellen Umsetzung des Auftrages und fürchten Modifizierungen und Änderungen im Laufe der Bearbeitung.

Die internen Mitarbeiter vertreten die Interessen des Unternehmens und wollen den Erfolg ihres Unternehmens sicherstellen. Metaberater coachen die Mitarbeiter und stärken sie in der Argumentation gegenüber den Beratern.

Metaberatung – Beobachtung der Beobachtung

Auf beiden Seiten, bei den Kunden und bei den Beratern, gibt es blinde Flecken. Manche Aspekte im Rahmen eines Projektes bleiben im Dunklen und werden nicht gesehen. Eingefahrene Strukturen, eingefahrene Sichtweisen, formelle und informelle Regeln beschränken den Blick auf das System und können so den Erfolg der Beratungsmaßnahmen verhindern. Der Metaberater lenkt mit seiner Beobachtung den Blick auf diese blinden Flecken. Sie regt zur Reflexion über den Prozess an und erweitert die Perspektive.

Die Kompetenzen der Metaberater

Beratungsdienstleistungen sind ein persönliches Geschäft und beruhen auf Vertrauen unter den beteiligten Personen. Souveränes Auftreten, das Beherrschen der Etikette, die Fähigkeit, sich zurücknehmen zu können und Fachkompetenz bis ins letzte Detail des Prozesses fördern das Vertrauen. Hinzu kommen Moderationsfähigkeiten und Analysestärke.

Der Berater begibt sich in eine systemische Triade. Teile dieser Triade sind das Unternehmen, die Berater und er selbst als Metaberater. Die Interessen der Parteien sind dabei häufig entgegengesetzt. Der Metaberater muss dabei eine neutrale Position einnehmen können und konkurrierende Interessen zusammenführen können.

Die Rolle der Metaberatung

Eine Metaberatungsleistung ist Supervision. Sie beobachtet aus der zweiten Reihe die Beobachtung der ersten Reihe, die der Berater. Sie analysiert den Beratungsprozess und regt die Reflexion darüber zwischen allen Beteiligten an. Die Beratungsleistung gewinnt an Qualität.

Der Markt für Metaberater

In Deutschland gibt es für kleine und mittlere Firmen das Rationalisierungs- und Innovationszentrum der deutschen Wirtschaft, unter dem Kürzel RKW gut bekannt. Diese unterstützen bei der Auswahl der Berater und stellen einen qualitätsgesicherten Beraterpool bereit.

Die großen Mittelständler und Großunternehmen mit höherem oder sogar permanentem Beratungsbedarf nutzen in der Regel privatwirtschaftlich organisierte Dienstleister oder Ausgründungen der Universitäten. Es gibt allerdings nur wenige Unternehmen, die sich darauf spezialisiert haben.

Sie ist eine Zusatzdienstleistung, die auch Zusatzhonorar kostet. Manche Klienten wollen dies nicht bezahlen und bauen deshalb unternehmensinterne Kompetenzzentren für den Umgang mit Beratungsdienstleistungen auf.

Metaberatung macht Sinn

Sie unterstützt Firmen bei der Auswahl der Berater und der Durchführung von Beratungsprojekten. Grenzen des Marktes werden da gesetzt, wo Unternehmen auf langjährige gute Zusammenarbeit mit vertrauten Beratern bauen und die Folgeaufträge immer an die gleichen Berater vergeben werden.

Die Dienstleistung unterstützt mit ihren Werkzeugen wie Beraterdatenbanken, Handbüchern oder Consulting-Kennzahlen. Vor einer Entscheidung sollte sich der Kunde nicht drücken: Es muss sich genau überlegen, wie weit der Auftrag gehen soll, welche Kompetenzen delegiert werden, wer den Berater auswählt, der Metaberater oder das Unternehmen, und welche Kriterien dabei eine Rolle spielen.

Mittelständische Firmen als Zielgruppe für Unternehmensberater

Insbesondere mittelständische Unternehmen benötigen kompetente und professionelle Unterstützung in den verschiedenen Entwicklungsphasen, wollen sie den Herausforderungen der äußerst dynamischen Märkte und technologischen Entwicklungen nachhaltig gewachsen sein. Die dadurch entstehenden Beratungsansätze sind sehr vielfältig, so dass die Spezialisierung auf einzelne Aspekte durchaus Sinn macht.

Die Entwicklung einer nachhaltigen und langfristigen Strategie ist die Voraussetzung für ein professionelles Management. Weiterhin für stabiles Wachstum und die Erschließung neuer Märkte. Sowie die Gewährleistung einer zuverlässigen finanziellen Basis. Dabei ist es uninteressant, in welcher Entwicklungsphase sich der Betrieb befindet. Die strategischen Planungen dienen immer als Richtschnur.

Schwerpunkt Unternehmensstrategie

Schon hier ergeben sich für Unternehmensberater große Betätigungsfelder. Denn die mittelständischen Unternehmen benötigen Hilfestellungen, um die sich verändernden Rahmenbedingungen realistisch einzuschätzen. Und um dementsprechend zielführend zu reagieren.

Das hohe Innovationspotenzial im Mittelstand bringt nichts, wenn die oft engen Spielräume in den Finanzen und im Management nicht optimal ausgenutzt respektive erweitert werden können. Im unternehmerischen Alltag fehlen oftmals sowohl die Zeit als auch der Überblick. Zwei Voraussetzungen, um die notwendigen Wachstumsstrategien und deren finanzielle Ausgestaltung professionell zu erarbeiten.

Schwerpunkt Unternehmensrestrukturierung

Mit einem qualifizierten und regelmäßigen Abgleich von Strategie und Wirklichkeit werden Schwachpunkte und Missstände in den einzelnen Abläufen ermittelt. Danach leiten Sie den konkreten Handlungsbedarf ab.

Für Unternehmensberater bedeutet dies, dass eine Analyse des Ist-Zustandes die Abweichungen von der Unternehmensplanung aufzeigt. So können sie geeignete Strategien und Instrumente zur Abstellung und künftigen Vermeidung sowie Kontrolle entwickeln.

Optimierungsmaßnahmen können erhebliche finanzielle Erleichterungen bewirken und sind am leichtesten messbar. Hierzu zählen zum Beispiel die Ermittlung unrentabler Kundenverbindungen, Abläufe oder Prozesse und deren kostensenkende Umstrukturierung.

Dazu erstellen Sie eine realistische Plan-GuV-Rechnung. Inklusive der Liquiditätsplanung. Diese berücksichtigt die speziellen internen und externen Rahmenbedingungen. Diese konkrete Unternehmensplanung ist dann als Richtschnur zum Handeln zu kommunizieren und zu begleiten.

Schwerpunkt Turnaround-Maßnahmen

Unternehmenskrisen entstehen allmählich, allerdings weitgehend unbemerkt, bis sie sich schließlich im liquiden Engpass bemerkbar machen. Hier können Unternehmensberater wiederum mit einem professionellen Krisenmanagement eingreifen. Indem Sie zunächst die Situation sowie die ursächlichen Faktoren analysieren.

Schnelligkeit ist an dieser Stelle gefragt, denn geeignete Instrumente müssen eingesetzt werden, solange noch Handlungsspielraum besteht. Dabei spielen insbesondere veränderte Märkte, die Wettbewerbssituation sowie die notwendige Neuausrichtung der Unternehmensstrategie eine große Rolle.

In dieser Phase sind Praxisnähe und die schnelle Entwicklung sowie Umsetzung realisierbarer und geeigneter Maßnahmen erforderlich. Selbstverständlich müssen Sie den gesamten Bereich der Finanzierung mit bearbeiten. Um im Bedarfsfall Brückenlösungen zu finden.

Schwerpunkt Unternehmensnachfolge

Auch dieses Thema ist für mittelständische Firmen, insbesondere für Inhabergeführte, ein wichtiges Beratungsfeld, das vorsorglich und frühzeitig angegangen werden sollte. Die geeignete Regelung für eine Nachfolge beinhaltet auch die sachkundige und fundierte Bewertung des Unternehmens.

Speziell Familienunternehmen stellen hier eine große Herausforderung für die Berater dar. Die Erwartungen des Unternehmens auf der einen Seite und der Familie auf der anderen Seite können weit auseinandergehen.

Hier müssen Sie die unternehmerischen Ziele in den Rahmen der familiären Vorstellungen einpassen und strategisch klug festlegen. Weiter mit personeller Verantwortlichkeit versehen und kontrolliert umsetzen.

Schwerpunkt IT-Beratung

Die Einführung prozessoptimierender, zeit- und kostensparender Softwarelösungen ist in der Regel mit einem hohen Beratungsaufwand verbunden. Diese Lösungen dienen dem Ressourcen-, Qualitäts- und Personalmanagement. Zunächst erfassen Sie die Ist-Situation. Und dann entwickeln Sie die optimale Umsetzung in einer passenden Softwarelösung.

Danach geht es an die Implementierung. Da diese mit einem vorübergehend erhöhten Arbeitsaufwand verbunden ist, empfiehlt sich eine ausgesprochen intensive Vorbereitung. Zum Beispiel durch umfassende Schulungen des verantwortlichen Personals. Je besser dies geschieht, desto größer ist die Aussicht auf nachhaltigen Erfolg.

Für spezialisierte IT-Berater ergeben sich zahlreiche Ansatzpunkte, da die Anforderungen in den Bereichen Ressourcenmanagement und Projektplanung enorm gestiegen sind. Aber auch ein professionelles Personalmanagement, das die Versorgung mit qualifizierten Fachkräften sicherstellt, gehört zu den aktuell wichtigen Aufgaben.

Schwerpunkt Finanzierungen und Fördermittel

Die schwierige Unterstützung des Mittelstandes mit Kapital, insbesondere bei investitionsstarken Existenzgründungen, ist ein Dauerthema. Das bietet ein breites Betätigungsfeld für Unternehmensberater. Selbstverständlich gehören die vielfältigen und oft unübersichtlichen Fördermittel ebenfalls zu diesem Schwerpunkt.

Denn die mittelständischen Betriebe sind hier einfach überfordert. Egal ob es sich dabei um Programme für Forschung und Entwicklung handelt. Beziehungsweise für die Herstellung von Prototypen oder zur Ausdehnung des Geschäftsfeldes in den internationalen Raum. Viele Programme sind ganz einfach nicht bekannt und verändern sich zudem permanent.

Zwischenfazit – Lohnenswerte Zielgruppe Mittelstand

Für Unternehmensberater bieten sich zahlreiche Beratungsschwerpunkte. Die Praxis zeigt aber, dass diese Klienten Wert darauf legen, dass Beratungserfolge schnell und klar messbar sind. Daraus leiten sich zwei Folgen ab:

  1. Je besser also die Dienstleistungen quantifizierbar dargestellt werden, desto leichter ist der Einstieg bei den potentiellen mittelständischen Kunden.
  2. Die Spezialisierung macht unbedingt Sinn. Allerdings ist dann die Zusammenarbeit mit anderweitig spezialisierten Kollegen zu gewährleisten.

Mittelstandsberatung in Deutschland

Die deutsche Wirtschaft ist überwiegend mittelständisch geprägt – das zeigt schon ein Blick in die Statistik. Dabei existiert für den Begriff keine bindende und allgemeingültige Definition.

Hilfreich ist ein Blick auf die Begriffserklärung des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden, dass relevante Zahlen über alle statistisch wichtigen Fakten der Bundesrepublik zusammenträgt.

Denn auch das Bundesamt kann wegen der unklaren Begriffsabgrenzung keine amtlichen Daten zum Mittelstand bereitstellen.

Kleine und Mittlere Unternehmen ist der anerkannte Terminus

In der internationalen Wissenschaft und Statistik hat sich statt des unklaren Begriffs „Mittelstand“ der folgende Terminus durchgesetzt. „Kleine und mittlere Unternehmen“, auf Englisch „small and medium-sized enterprises“.

Amtliche Statistiken orientieren sich auf internationaler Ebene an der Empfehlung der Kommission der Europäischen Gemeinschaften vom 6. Mai 2003, die folgende Abgrenzungskriterien vorsieht:

  1. Kleinstunternehmen haben bis zu 9 Beschäftigte und einen Jahresumsatz bis 2 Millionen Euro.
  2. Kleine Firmen beschäftigten bis zu 49 Personen und haben einen Jahresumsatz bis 10 Millionen Euro.
  3. Mittlere Betriebe beschäftigen bis zu 249 Personen und haben einen Jahresumsatz bis 50 Millionen Euro.

Entsprechend gelten nach diesen Vorgaben der Europäischen Kommission Firmen mit weniger als 250 Beschäftigten und weniger als 50 Millionen Euro Jahresumsatz als kleine und mittlere Unternehmen, kurz KMU genannt.

Nach dieser Definition sind in Deutschland nach Angaben des Statistischen Bundesamtes rund 99,3 Prozent aller Kompanien kleine und mittlere Betriebe. Und lediglich 0,7 Prozent zählen zu den Großunternehmen.

Den kleinen oder mittleren Unternehmer gibt es nicht

Schon die aufgeführte Bandbreite bei Beschäftigungszahlen und Jahresumsätzen zeigt: das kleine und mittlere Unternehmen, den Mittelständler gibt es nicht.

Zu unterschiedlich sind neben der Angestelltenzahl und Wirtschaftskraft vor allem die Branchen, in denen kleine und mittlere Firmen tätig sind.

Daher ist die wirtschaftliche Bedeutung der KMU je nach Branche unterschiedlich stark ausgeprägt. So spielen sie beispielsweise eine besonders große Rolle im Baugewerbe oder Gastgewerbe. Hier vereinigten sie im Jahr 2010 mehr als 80 Prozent des Umsatzes und 90 Prozent der arbeitenden Personen auf sich.

Auch in den Branchen Handel und sonstige Dienstleistungen haben die KMUs einen großen Marktanteil. Andererseits im Bereich Energieversorgung entfiel auf kleine und mittlere Unternehmen beispielsweise nur fünf Prozent des Umsatzes. Und 13 Prozent der Beschäftigten.

Bandbreite der Klienten spiegelt Bandbreite der Beratung wider

So vielfältig wie sich kleine und mittlere Kunden darstellen, so unterschiedlich ist auch ihr Bedürfnis nach Beratung und Betreuung. Eine Mittelstandsberatung muss daher eine ganze Bandbreite von Themen abdecken. So erfüllt Sie die unterschiedlichsten Ansprüche dieser heterogenen Zielgruppe.

Die Angebotspalette der Berater aus den unterschiedlichsten Bereichen umfasst dabei Themen wie:

  • Existenzgründung
  • Bilanzierung
  • Steueroptimierung
  • Unternehmensvergrößerung
  • Unternehmensverkleinerung
  • Nachfolgeplanung
  • und vieles mehr.

Existenzgründung

Wer eine Kompanie neu aufbauen will, braucht häufig Hilfe. Und die gibt es in Deutschland reichlich, denn allein in der Datenbank der Kreditanstalt für Wiederaufbau in Frankfurt, einer der großen staatlichen Förderbanken in der Bundesrepublik, deren spezieller Auftrag es ist, Entwicklung und Fortschritt zu fördern.

Allein in der Datenbank der KfW finden sich derzeit circa 10.000 Existenzgründerberater, die ein Gründercoaching durchführen. Mit dieser Gründungsberatung wird vor allem die vorhandene Geschäftsidee auf Herz und Nieren getestet:

  • Ist das Geschäftsmodell tragfähig?
  • Ist es von der Theorie in die Praxis umsetzbar?
  • Steht die langfristige Finanzierung?
  • Welche Risiken und welche Chancen stecken in der Geschäftsidee?
  • Welche Fördermittel oder Kredite stehen zur Verfügung?

Bilanzierung

Der richtige Umgang mit Gewinn- und Verlustrechnungen oder Bilanzen will gelernt sein. Denn nicht jeder Existenzgründer verfügt neben der notwendigen Branchenexpertise über entsprechende Kenntnisse im Bereich Buchhaltung und Verwaltung.

Wer welche Pflichten in der Darlegung seiner Ein- und Ausgaben zu hat? Wer nach welchen Gesetzesvorgaben wie Buch zu führen hat? Das kann der Gegenstand einer ausführlichen Beratung eines klein- oder mittelständischen Unternehmers oder einer Unternehmerin sein.

Steueroptimierung

Selbst wenn nur 15 Prozent der weltweit erscheinenden Steuerliteratur auf deutsch erscheinen. Wie neuere Studien, die das Handelsblatt veröffentlicht hat, nahelegen. Statt eines Anteils von bis zu 70 Prozent, wie Politiker und Wirtschaftsführer regelmäßig behaupten:

Das deutsche Steuerrecht lässt sich sehr unterschiedlich auslegen. Und daher ist es wichtig, einen professionellen Berater bei der Gestaltung der individuellen Steuerpflicht zur Seite zu haben.

Unternehmensvergrößerung / Unternehmensverkleinerung

Die weltweite wirtschaftliche Verflechtung schreitet weiter voran. Und das gilt auch für KMUs, die häufig ihren Platz in den Wertschöpfungsketten ganzer Industrien finden. Diese internationale Dynamik kann plötzliches und starkes Wachstum zur Folge haben.

Dann heißt es, schnell und sorgfältig den richtigen Partner finden, der zu eigenen Expansionsstrategie passt. Merger and Acquisition heisst der international zutreffende Begriff, übersetzt Übernahme und Zukauf eines passenden Partnerunternehmens. Aber auch umgekehrt wird ein Schuh draus.

Wenn sich Unternehmen beispielsweise auf bestimmte Kernkompetenzen konzentrieren möchten und daher Randteile des eigenen Tätigkeitsfeldes veräußern wollen. Berater mit Transaktionserfahrungen können in diesem Feld wertvolle Hilfestellung leisten.

Nachfolgeplanung

Irgendwann hört jeder einmal auf zu arbeiten, auch ein mittelständischer Unternehmenseigner. Dann ist es wichtig, bereits frühzeitig die Weichen für die eigene Unternehmung gestellt zu haben. Und darüber hinaus über einen Nachfolger zu verfügen, dem der Gründer das Erreichte anvertrauen möchte.

Hier die Firmenübergabe so regeln, dass der Betrieb ohne Schaden zu nehmen weiter existiert. Das ist eine der wichtigsten Vorsorgemaßnahmen von mittelständischen Unternehmern. Dies lässt sich mit Hilfe eines entsprechenden Beraters gut vorbereiten.

Was ist überhaupt eine Nachfolgeberatung?

Schätzungen von Experten zur Folge suchen in den kommenden acht bis zehn Jahren etwa 131.000 mittelständische Unternehmen intern oder extern einen Nachfolger. 2010 registrierte der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK), dass 1.800 kerngesunde Unternehmen trotz laufender Geschäfte und guter Umsätze geschlossen werden mussten.

Grund: Es mangelte an einem geeigneten Kandidaten für die Unternehmensführung. Das heißt, durch die Schließung dieser Unternehmen gingen circa 23.000 Arbeitsplätze ohne Grund und für immer verloren.

Nachfolgeberatung ist eine (existenzsichernde) Beratungsdienstleistung für Unternehmen, die einen Nachfolger für die Unternehmensführung suchen. Dabei muss sich die Suche nicht nur auf einen internen Kandidaten beschränken, wie es beispielsweise bei vielen familiengeführten Betrieben der Fall ist, sondern kann sich auch auf externe Bewerber erstrecken, was in den meisten Unternehmen der Fall sein wird. Die Suche nach externen Bewerbern ist die häufigere Unternehmensnachfolgeregelung, weil es in vielen familiengeführten Unternehmen schlichtweg an potentiellen Nachfolgern mangelt.

Mittel- bis langfristige Begleitung

Die Nachfolgeregelung in Unternehmen ist eine mittel- bis langfristige Angelegenheit. Schon früh sollten sich Unternehmensinhaber über die Nachfolge (beispielsweise durch die Übernahme der Firma durch eines der Kinder, Angehörigen aus dem Führungskreis des Unternehmens oder durch Unternehmensverkauf an einen externen Nachfolger) Gedanken machen.

Ein Nachfolgeberater kann die Unternehmensleitung dabei unterstützen geeignete Kriterien für die Nachfolgeregelung aufzustellen und eine Vision des idealen Nachfolgers entwickeln. Da eine tragfähige Regelung nicht innerhalb einiger Monate erledigt ist, sollte mit diesen Planung möglichst frühzeitig begonnen werden. Anschließend kann der Nachfolgeberater oder ein Spezialist für Human Resource bzw. Recruiting (sogenannte Headhunter) mit der Suche nach geeigneten Kandidaten beginnen.

Der Vorteil für die Unternehmensleitung ist, dass sie die meist zeitintensive Suche nach geeigneten Kandidaten an einen ausgewiesenen Experten abgeben und sich selber weiterhin um das tägliche Geschäft kümmern kann. Wurden geeignete Kandidaten gefunden, beispielsweise auf Nachfolgeberatung spezialisierten Internetplattformen, werden diese nach einem gründliche Abgleich mit der entwickelten Idealbesetzung der Unternehmensleitung vorgestellt.

Dadurch kann sichergestellt werden, dass der Unternehmensinhaber die Nachfolgersuche nicht komplett aus der Hand gibt, sondern die wichtigsten Entscheidungen nach wie vor selbst trifft. Das ist gerade für den Inhaber eines inhaber- oder familiengeführte Unternehmens besonders wichtig.

Wurden die potentiellen Kandidaten auf Herz und Nieren geprüft, kann die Suche entweder abgeschlossen werden, weil der geeignetste Kandidat gefunden wurde, oder die Suche weiter betrieben werden. Hier achtet der Nachfolgeberater jedoch darauf, die Suche nicht ins unendlich auszudehnen, da es zum einen kaum das Idealbild von einem Nachfolger für den Inhaber geben wird und zum anderen weil manchen Unternehmern schlichtweg die Zeit davon läuft – vor allem dann, wenn mit der Suche nach geeigneten Kandidaten erst spät, manchmal auch zu spät, begonnen wurde.

Begleitung bis zur Übergabe

Nachfolgeberater sollten über ein ausgeprägtes Netzwerk verfügen. Das schließt nicht nur potentielle Interessenten ein, sondern in der Regel auch Anwälte (um die Übergaben juristisch abzusichern), Steuerberater und Wirtschaftsprüfer, die das Unternehmen vor Übergabe auf Herz und Nieren prüfen können, bis hin zu intensiven Kontakten zu Banken, Joint-Venture-Partnern oder anderen Geldgebern.

Zwar hat der Nachfolgeberater in der Regel nur ein Mandat für den Unternehmensinhaber, aber praktisch profitiert davon auch der potentielle Unternehmenskäufer. Denn eine Unternehmensnachfolge kostet Geld, viel Geld. Da die wenigsten über entsprechende finanzielle Mittel verfügen, lohnt sich daher ein Rückgriff auf die Kontakte und das Netzwerk des Nachfolgeberaters für beide Seiten.

Darüber hinaus gibt es unterschiedliche Nachfolgemodelle. Diese sollte der Nachfolgeberater beherrschen und anhand der individuellen Situation und Lage des Unternehmens, des Inhabers und Nachfolgers vorschlagen, begleiten und ggf. anpassen können.

Zu den weiteren Aufgaben gehört auch, dem Unternehmer bei der Verhandlung über die Nachfolge zu beraten und notfalls auch vermittelnd einzugreifen, denn oftmals kennt der Nachfolgeberater beide Seiten ganz gut. Das er dadurch eine gewisse Gradwanderung vollzieht, wenn er moderierend in den Prozess eingreifen sollte, muss dem Nachfolgeberater jederzeit bewusst sein. Um einen Interessenkonflikt von vorne herein auszuschließen, sollte ein externen Moderator für die Übergabeverhandlungen einbezogen werden.

Ähnlich wie ein Projektmanager erstellt der Nachfolgeberater in Zusammenarbeit mit Verkäufer und Käufer einen Übergabeplan des Unternehmens. Für eine gelungene Regelung braucht es zwischen drei und fünf Jahren. In dieser Zeit muss sich der Neue mit der Firma vertraut machen und Stück für Stück Verantwortung übernehmen.

Der Alte dagegen muss lernen Stück für Stück los zu lassen und sich langsam aus dem alltäglichen Geschäfts zurückziehen. Ggf. kann der Übergabeprozess auch schneller verlaufen, wenn der Nachfolger beispielsweise aus den Reihen der Inhaberfamilie oder das Unternehmens selbst kommt (in diesem Fall würde die Kennlern- und Einarbeitungsphase wesentlich verkürzt werden).

Doch gerade für den Senior ist es oft schwer sich von seinem Unternehmen zu trennen. Nicht selten stellt der Betrieb sein Lebenswerk dar. Dessen muss sich der Nachfolgeberater ebenfalls immer bewusst sein und mit den Widerständen des Seniors umgehen können.

Anforderungen an Nachfolgeberater

Wie bereits angedeutet müssen Nachfolgeberater über ein ganzes Portfolio an Fähigkeiten und Kenntnissen verfügen. In der Regel arbeiten sie daher mit einem Team aus verschiedenen Spezialisten zusammen, die Teile der Nachfolgeberatung übernehmen (HR-Spezialisten für die Nachfolgersuche, Steuerberater/Wirtschaftsprüfer für die Bewertung des Unternehmens, Juristen für die rechtliche Absicherung der Nachfolge etc.).

Neben betriebswirtschaftlichen und rechtlichen Kenntnissen sollte ein Nachfolgeberater unbedingt auch über gutes Fingerspitzengefühl im Umgang mit Menschen verfügen. Vor allem die bisherigen Unternehmensinhaber haben oft ein Problem damit, los zu lassen. Mit den Ängsten, Befürchtungen und Widerständen muss der Nachfolgeberater umgehen können.

Er sollte daher nicht nur ein guter betriebswirtschaftlicher und juristischer Berater sein, sondern auch Coach für Senior und nicht selten auch für den Junior. Oft hängt die erfolgreiche Unternehmensnachfolge und -übergabe von den Fähigkeiten des Nachfolgeberaters ab.

Der Markt für Nachfolgeberater

Der Markt für Nachfolgeberater ist stabil. Wie bereits oben angedeutet, suchen in den kommenden acht bis zehn Jahren circa 131.000 Unternehmen in Deutschland einen Unternehmensnachfolger. Egal für welche Nachfolgeregelung (interne oder externe Regelung) oder Modell sie sich entscheiden, die Meisten werden die Übergabe kaum ohne professionelle Unterstützung und Beratung bewältigen können. Darüber hinaus ist die Nachfolgeberatung ein zeitintensiver Prozess, der sich über mehrere Jahre erstrecken kann. Daher verfügen die meisten Nachfolgeberater nur über begrenzte Kapazitäten.

In den letzten Jahren gibt es immer mehr professionelle Vermittlungsplattform für Nachfolgesucher und potentielle Nachfolger. Hier ergeben sich interessante Betätigungsfelder für Nachfolgeberater. Darüber hinaus wird der Unternehmensverkauf und dadurch auch die Nachfolgeberatung durch verschiedene Initiativen wie beispielsweise nexxt-change, eine Nachfolgebörse des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie und der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gefördert und unterstützt.

Der ökologische Trend erfasst immer weitere Teile unserer Wirtschaft

Der starke Trend zur Nachhaltigkeit erfasst nicht nur die großen Konzerne. Auch die kleinen und mittelgroßen Unternehmen sehen sich zunehmend mit diesem Trend konfrontiert. Hier ergeben sich vielfältige Ansätze für eine ökologisch ausgerichtete Unternehmensberatung.

Die Branchengrößen müssen sich bereits bei ihrer Beurteilung durch Investmenthäuser oder der Auftragsvergabe im B2B-Bereich hinsichtlich ihres Nachhaltigkeitsprofils positionieren. Daher sollte auch der Mittelstand die Initiative ergreifen.

Der sparsame und verantwortungsvolle Umgang mit natürlichen Ressourcen spielt nicht nur in den Industriebetrieben eine wichtige Rolle. Viele kleine positive Beiträge machen auch einen Großen aus.

Das gesamtgesellschaftliche Bewusstsein hat sich grundlegend geändert. Immer stärker sind Entscheidungen über Auftragserteilungen von der Nachhaltigkeits-Bilanz der in Frage kommenden Unternehmen abhängig.

Für Großunternehmen ist CSR-Management bereits Standart

Börsennotierte Konzerne sehen sich ebenfalls verstärkt den kritischen Fragen der Analysten ausgesetzt. Insbesondere nach der Einhaltung von ökologischen, ethischen und sozialen Kriterien in der Unternehmensführung. Das CSR-Management / Corporate Social Responsibility nehmen bei der Beurteilung ebenfalls eine wichtige Position ein.

Denn insbesondere das gesellschaftliche Engagement der Produzenten bestimmt den Wert der Marken. Die konsequente Ausrichtung von Unternehmen im Hinblick auf nachhaltige Prozesse und Verfahren schließt dabei keinen Unternehmensbereich aus.

Ökologische Unternehmensberatung bietet verschiedene Optimierungsansätze

Das Thema bietet für Unternehmensberater eine ganze Reihe von interessanten Ansätzen zur Spezialisierung, zum Beispiel in den Bereichen:

  1. Optimierung von Prozessen, Abläufen und Technologien, zum Beispiel im Supply Chain Risk Management. Je besser die Wertschöpfungsketten strukturiert sind, umso effektiver und ressourcenschonender können Sie den Produktionsprozess bewerten.
  2. Corporate Social Responsibility Management – im Interesse der Gesellschaft und der Marke. Das gesellschafte Engagement von Unternehmen spielt nicht nur in der Außendarstellung eine große Rolle. Auch für die Mitarbeitermotivation und -bindung sind hier positive Effekte zu verzeichnen.
  3. Energieeffizienz in Unternehmen: Neben der Beschaffenheit der Produktionsstätten sind die optimalen Abläufe und Arbeitsplatzgestaltungen wichtige Kriterien.
  4. Abfall-Verwertungskreisläufe: Die intelligente Verwertung von Abfällen ist eine spezielle Herausforderung mit viel Potenzial.

Die Optimierung von Verwaltungsabläufen

Schon mit relativ kleinem Aufwand lassen sich große Effekte erzielen. Und das in jeder Unternehmensgröße. Zum Beispiel durch die Implementierung geeigneter Software-Instrumente. Hierdurch lässt sich die Verwaltung so optimieren, dass der Schritt zum fast papierlosen Büro nur noch ein kleiner ist.

Die Möglichkeit der digitalen Archivierung ist dabei nur ein Punkt, der für Einsparungen an benötigter Fläche, Papier und Personal sorgt. Angefangen bei der Buchhaltung, die die Belege auch in digitalisierter Form verarbeiten kann.

Bis hin zur Materialwirtschaft und einem straffen Projektmanagement können die Abläufe mit Hilfe geeigneter Software-Tools über ein System laufen und somit der Zugriff auf Informationen benutzerdefiniert und optimal gestaltet werden. Da die Implementierung oftmals aufwendig und mit Diskussionen verbunden ist, sind die Beratungsleistung und die Vorfeldarbeit umso wichtiger.

Personal- und Ressourcen-Management

Dieser Schwerpunkt gehört ebenfalls in ein Nachhaltigkeitsprofil. Denn das Bewusstsein, dass die Mitarbeiter die wichtigste Ressource eines Unternehmens sind, ist teilweise noch nicht entwickelt. Dabei ist nicht nur die Rekrutierung qualifizierter Fachkräfte wichtig für den Mittelstand, insbesondere auch die nachhaltige Bindung gewinnt an Bedeutung.

Geeignete Arbeitszeit- und Arbeitsplatzmodelle, Kinderbetreuung und leistungsgerechte Vergütungen sind hier nur einige Stichpunkte, die effektive Beratungsansätze bieten. Die Einbeziehung persönlicher und fachlicher Stärken in das unternehmerische Ressourcenmanagement steigert nicht nur die Effizienz des Unternehmens. Vielmehr steigt auch die Zufriedenheit der Mitarbeiter.

Gezielte Weiterbildungen, Übertragung von Aufgaben und Leistungsbeurteilungen stimulieren den Ehrgeiz und die Einsatzbereitschaft zum beiderseitigen Vorteil. In vielen mittelständischen Unternehmen wird zwar das Projektmanagement it-gestützt durchgeführt, allerdings fehlen die persönlichen und individuellen Komponenten.

Energieeffizienz, Abfallverwertung und Kommunikation

Die Optimierung von Logistik-, Produktions- und Verwertungsprozessen erfordert schon einiges an technischem Wissen und Spezialisierung. Damit entsteht aber auch ein hohes Beratungspotenzial. Dieses ist insbesondere durch intelligente Kooperationen zu meistern.

Hier bieten sich verschiedene Themen an. Wie zum Beispiel eine nachhaltige Bauberatung, die optimale Weiterverwertung von Nutzwärme oder ökologisch sinnvolle Abfallkreisläufe.

Abhängig von der definierten Zielgruppe der Unternehmensberatung sind Nischen zu erarbeiten. Diese sind für ein qualitativ hochwertiges Beratungs-Know-how unter Einbeziehung von Experten entwickelt.

Fazit – Ökologie in der Unternehmensberatung

Auf der einen Seite ist das Nachhaltigkeitsprofil zunehmend wichtig für die Bewertung von Unternehmen durch Analysten. Auf der anderen Seite beeinflusst das Thema immer stärker die Entscheidungen von Verbrauchern oder B2B-Kunden. Hieraus ergeben sich interessante Beratungsansätze.

Und getreu dem Motto „Tue Gutes und sprich darüber“ ist es mindestens genau so wichtig, das eigene ökologische und soziale Engagement gegenüber den Kunden, Geschäftspartnern und Mitarbeitern, aber auch der Öffentlichkeit zu kommunizieren.

Outsourcing war Gestern – Roboter sind Zukunft?

04.12.2018: Diesen Gedanken bringen aktuell die Forscher des Fraunhofer-Institut für Systemtechnik und Innovationsforschung (ISI) ins Spiel. Das die Digitalisierung mit aller Macht kommt, ist klar und muss eigentlich gar nicht weiter diskutiert werden.

Doch wie weit das bereits heute gehen kann, zeigen die Überlegungen der Forscher. Sie kommen zu dem Ergebnis, dass der Aufwand für eine Auslagerung von Unternehmensfunktionen oftmals deren Nutzen übersteigt.

Vielmehr sollten Unternehmen bereits heute verstärkt auf das Thema Robotic Process Automation (RPA) setzen. Dieser Ansatz lässt sich zum Beispiel in den Bereichen:

  • Buchhaltung und Rechnungswesen
  • Personalwesen
  • Kundendienst
  • sowie in der Logistik
  • und dem Einkauf

bereits jetzt gewinnbringend einsetzen. Weitergehende Informationen zum Thema Robotic Process Automation finden hier auf der Webseite von www.anothermonday.com/de.

Intern oder Extern – Das ist hier die Frage

Der Begriff Outsourcing umfasst jegliche Vergabe von unternehmensinternen Aufgaben an interne oder externe Drittunternehmen.

Dies umfasst jedoch in der Regel nur die Sekundärfunktionen des Betriebes, nicht die eigentliche Haupttätigkeit. Dabei werden meist kleinere und speziell ausgebildete Fremdunternehmen genutzt, um Teilbereiche des eigentlichen Unternehmens zu übernehmen.

Zwei Grundformen der Auslagerung sind zu unterscheiden: Das unternehmensinterne Outsourcing sowie das unternehmensexterne Outsourcing.

Unternehmensinternes Outsourcing befasst sich mit der Vergabe von Aufgaben an Tochterunternehmen, der Einstellung von Leiharbeitern oder der Ausgründung in ein eigenes Unternehmen.

Unternehmensexternes Outsourcing hingegen fokussiert sich auf die Aufgabenvergabe an Fremdfirmen. Dies geschieht auf regionaler sowie globaler Ebene gleichermaßen.

Welche Bereiche eines Unternehmens für ein Outsourcing geeignet sind, ist sehr unterschiedlich. Um zu einer fundierten Entscheidung zu gelangen, welche Teile des Unternehmens ausgelagert werden sollen, können Unternehmen die Dienste einer Outsourcing-Beratung in Anspruch nehmen.

Diese wird sich, in Abhängigkeit von der Branche, der Unternehmensgröße und den betreffenden Bereichen, zur Erzielung eines möglichst optimalen Ergebnisses, aus dem großen Instrumentekasten der Outsourcingarten bedienen:

  1. Business Process Outsourcing: Hier werden ganze Unternehmenszweige an Fremdfirmen ausgegliedert, welche dann als kooperative Schnittstelle fungieren.
  2. Vertriebsoutsourcing: Hierbei werden im Regelfall einzelne Vertriebsschritte fremdvergeben. Die Kernkompetenz Vertrieb bleibt jedoch im Unternehmen erhalten.
  3. Outtasking: Umfasst die Ausgliederung von einzelnen Funktionen wie das Webdesign, die Digitalisierung von Daten oder die Softwareentwicklung.
  4. Selective Outsourcing: Hier werden Teilbereiche des Unternehmens an Dritte weitergegeben, um fehlendes Know-how zu kompensieren.
  5. Complete Outsourcing: Hier wird ein ganzer Unternehmensbereich ausgelagert, wobei dies jedoch durch Vertragslaufzeiten eingeschränkt sein kann.
  6. Next Generation Outsourcing: Beinhaltet eine Abgliederung des kompletten Fachbereichs, um somit eine Trennung zu den Geschäftsprozessen zu schaffen.
  7. End of Life Fertigung: Hierbei handelt es sich um veraltete Produkte, welche nur noch in kleiner Stückzahl gefertigt werden. Diese Aufgabe wird an Drittunternehmen weitergegeben, um sich besser auf neue moderne Produkte konzentrieren zu können.
  8. Managed Services: Dieser Bereich bezieht sich auf Informations- oder Kommunikationsabteilungen. Eine Abgabe an spezialisierte Drittunternehmen verspricht einen kostengünstigeren und besseren Service.
  9. Site Managed Services/On Site Management: Beinhaltet die Abgabe von Aufgaben an externe Dienstleister.

Die Ausführung findet jedoch in den Räumen des Kunden statt und der Dienstleister hat meist eingeschränkten Zugriff auf die Ressourcen des Kunden.

Die wesentlichen Vorteile des Outsourcings

Zu den Vorteilen gehört vor allem der Wegfall von Sekundäraufgaben, was dem Unternehmen die Möglichkeit gibt, sich voll und ganz auf seine Kernkompetenzen zu konzentrieren.

Dies führt neben einer übersichtlicheren Unternehmensstruktur unter Umständen auch zu einer besseren Performance, da durch das Outsourcing auf moderne Technologien und Arbeitsweisen sowie spezialisierte Fachkräfte zurückgegriffen werden kann.

Dazu kommen mögliche Kosteneinsparungen, welche sich unter anderem auf weniger Personal, dem Wegfall von Schulungen, besser kalkulierbarer Kosten und eventuellen Steuervorteilen zurückführen lassen. Mit einer Verlagerung ins Ausland kann man zusätzlich von niedrigeren Lohn- und Allgemeinkosten profitieren.

Die relevantesten Nachteile der Fremdvergabe

Die Abhängigkeit von Fremdunternehmen oder Dienstleistern stellt dabei den größten Nachteil dar und kann jederzeit zu unerwarteten Schwierigkeiten führen. Halten diese sich nicht an vertragliche Abmachungen oder liefern falsche oder qualitativ minderwertige Ware, kann dies Auswirkungen auf das gesamte Unternehmen haben.

Übergibt man Teilbereiche seines Betriebs an Drittunternehmen führt dies immer auch zu einem Know-how-Verlust. Ebenfalls gewährt man Dritten Einblicke und Rückschlüsse in betriebsinterne Prozesse, Technologien und Strategien.

Mit Hilfe einer qualifizierten Outsourcing-Beratung ist es jedoch möglich, die Vorteile zu mehren und die Nachteile möglichst auszuschließen oder zumindest zu minimieren.

Die Aufgaben eines Outsourcing-Beraters

Ein Outsourcing-Berater bringt vor allem das nötige Know-how mit, um solch eine Unternehmung schnell und effizient durchführen zu können. Der Outsourcing-Berater definiert den Prozess, grenzt die Arbeitsschritte ab und gibt eine konkrete Aufgabenverteilung vor.

Erster Arbeitsschritt ist die Schaffung einer gemeinsamen Grundlage und die Zusammenführung aller Fakten. Weiterhin kommt es zu einer Definition der Kennzahlen, das bedeutet eine Festlegung der Produktionsgröße, der Produktionsziele, die Aufstellung von Modellen und die Suche nach neuen Mitarbeitern.

Es geht um funktionierende Lösungen

Zentraler und wichtigster Punkt ist nun die Entwicklung einer Lösung, um somit der Umsetzung einen großen Schritt näher zu kommen. Dies bedeutet die Entwicklung eines Konzeptes. Dabei müssen unter Einbeziehung der Kundenwünsche mittels Know-how und Branchenkenntnissen individuelle Pläne erstellt werden.

Ein Outsourcing-Berater ist jedoch nicht nur für die Planung und Entwicklung zuständig, sondern auch für die Durchführung und Betreuung des jeweiligen Vorhabens. Dies bedeutet eine Einbindung in jegliche Arbeitsschritte von der Planung bis zur Schließung des Projekts.

Was versteht man unter einer Unternehmenssanierung?

Im wirtschaftlichen Bereich versteht man unter Sanierung zunächst grundsätzlich alle Maßnahmen innerhalb eines Unternehmens. Falls diese zu einer Wiederherstellung von existenzerhaltenden Gewinnen führen. In diesem Zusammenhang fällt auch immer der Begriff Krise oder Unternehmenskrise.

Unter dem Begriff werden im Unternehmenskontext grundsätzlich alle betriebswirtschaftlichen, steuerlichen und auch rechtlichen Handlungen zusammengefasst. Wenn Sie der Bewältigung von Unternehmensproblemen dienen.

In Anbetracht der vielen gescheiterten Sanierungen und Unternehmensliquidierungen kann es kein allumfassendes Patentrezept für eine Unternehmenssanierung geben. Jede Situation ist individuell, einzigartig und nicht selten auch hoch komplex.

Um diese einzigartigen und komplexen Situationen bewältigen zu können, bedarf es bestimmter Sanierungsspezialisten. Sanierungsberater bieten demnach ihre Dienstleistung Unternehmen an, um sie bei der Bewältigung dieser Herausforderungen zu unterstützen. Nicht selten geht es dabei um das pure Überleben des Klientens.

Ziel der Sanierungsberatung ist es, alle notwendigen Schritte zur Gesundung eines Unternehmens zu ergreifen. Allerdings nicht um jeden Preis. Besteht keine begründete Aussicht auf Erfolg, dann ist das Unternehmen lieber in geordneten Bahnen abzuwickeln.

Abgrenzung: Sanierung – Turnaround – Restrukturierung

Der Begriff ist dabei klar von den Begriffen Turnaround und Restrukturierung abzugrenzen. Sanierungsansatz und Turnaround lassen sich anhand der Krisenphasen abgrenzen in denen sie zur Anwendung kommen.

Ein Turnaround wird in der Regel noch vor spätestens aber zu Beginn einer Schieflage erfolgen. Ist die Unternehmenskrise bereits akut und fortgeschritten, müssen andere Schritte ergriffen werden. In diesem Fall spricht man dann von einer Sanierung.

Eine Restrukturierung oder Reorganisation setzt in der Regel keine Krise voraus wie etwa bei einem Turnaround oder bei der Sanierung. Eine Restrukturierung erfolgt im Rahmen des strategischen Managements mit dem Ziel, dass das Unternehmen wieder langfristig Gewinne macht.

Gründe für Sanierungsmaßnahmen und Sanierungsberatung

Die Gründe für Sanierungsmaßnahmen und damit verbunden auch für eine Sanierungsberatung gibt es viele. Wichtig aber ist, dass eine Existenzbedrohung vorliegen muss, wenn man von einem Sanierungserfordernis spricht (siehe Abgrenzung).

Eine Krise kann sich auf vielerlei Weise auf die Existenz auswirken. Beispielsweise wenn der Betrieb dauerhaft Verluste erwirtschaftet und gegebenenfalls bereits das Eigenkapital angegriffen wurde, droht die akute Gefahr einer Überschuldung.

Eine Überschuldung ist genauso ein Insolvenzgrund wie eine die (drohende) Zahlungsunfähigkeit. Doch wann liegt eine Zahlungsunfähigkeit vor? Immer dann, wenn das Unternehmen fällige Verbindlichkeiten nicht mehr oder nicht mehr im ausreichenden Maße bedienen kann.

In der Sanierungsberatung werden mögliche Ursache für die Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit aufgespürt, analysiert, Handlungsoptionen abgeleitet und umgesetzt. Unterschiedliche Gründe sind dabei durch unterschiedliche Sanierungsarten zu beseitigen. Übergeordnetes Ziel der Sanierungsberatung aber bleibt es, Verluste dauerhaft zu beseitigen. Fürderhin das Unternehmen auf den Weg zu kapitalerhaltenden Gewinnen zurück zu führen.

Arten und Mittel der Sanierung

Wie bereits oben angedeutete, gibt es verschiedene Arten und Möglichkeiten Sanierungen vorzunehmen. Grundsätzlich kann man vier Sanierungsarten voneinander unterscheiden: Portfoliosanierung, Organisationssanierung, Finanzsanierung und die sogenannte behavioristische Sanierung.

Bei der Portfoliosanierung liegt der Fokus aller Handlungen auf der Strategie des zu sanierenden Betriebes. Das heißt, hier ist es die Aufgabe des Beraters Wege zur Optimierung des Portfolios (Produkte, Dienstleistungen, Projekte, Marken) zu finden. Und diese dann unter Wertsteigerungsgesichtspunkten zu entwickeln und umzusetzen.

Identifizieren Sie ihre Kerngeschäftsfelder

Von besonderem Interesse sind dabei die Themen Risiko, Wachstum und Rendite des Portfolios. In der Regel geht die Portfoliosanierung mit einer Konzentration auf die sogenannten Kerngeschäftsfelder eines Unternehmens einher.

Dies kann auf mehreren Wegen erfolgen. Unter anderem durch Desinvestition. Aber auch durch Schließung. Einer Abspaltung einer Geschäftseinheit aus dem Unternehmen. Beziehungsweise Ausgründung in einer eigenständige Firma (Spin Out). Oder durch Outsourcing (Auslagerung beziehungsweise Abgabe an ein Drittunternehmen).

Zur Portfoliosanierung gehört ebenfalls, dass das Unternehmen sich konsequent auf die Steuerung seiner strategischen Geschäftsfelder konzentriert. Diese wiederum werden durch Finanz-, Leistungs- und Marktziele vorgegeben. Die organisatorische Sanierungstrategie dagegen hat die Konzernarchitektur im Auge.

Das heißt, hierbei geht es vor allem um Handlungen zur Optimierung der Aufbau- und Ablauforganisation. Dabei bedingen sich Aufbau- und Ablauforganisationen gegenseitig. Dies müssen Sie auch bei der Durchführung von Sanierungsmaßnahmen in diesem Bereich immer beachten (Systemische Denkweise).

In diesen Bereich gehören auch die Optimierung der Systeme und Schnittstellen (Prozessmanagement, Leistungsbemessung). Sowie die soziotechnischen Infrastrukturen, in deren Mittelpunkt die Mitarbeiter der Organisation stehen.

Im Rahmen der finanziellen Sanierungsmaßnahmen geht es grundsätzlich um die Wertsicherung, Wertgenerierung und Wertverteilung im Unternehmen. Das heißt, der Sanierungsberater erarbeitet Vorschläge und konkrete Schritte. Um neue Finanzierungs- und Kapitalquellen zu erschließen und bestehende abzusichern.

Ohne ausreichend Kapital geht nichts

Eine wichtige Maßnahme ist die Zuführung von neuem Kapital. Etwa im Rahmen der Eigenfinanzierung durch Kapitalerhöhung. Oder dem Verkauf von nicht benötigten Gütern. Aber auch die Zuführung von neuem Kapital durch Fremdfinanzierung. Zum Beispiel durch Schuldenerlass, Zahlungsaufschub bei den Gläubigern oder Aufnahme neuer Kredite.

Eine weitere Möglichkeit stellt die reine Ordnung der Finanzen dar. Dabei erfolgt eine Verrechnung von Rücklagen mit dem Jahresfehlbetrag. Wodurch sich das Nominalkapital zunächst nicht ändert. Die behavioristische Sanierungstrategie schlägt eine andere Richtung ein. Hier liegt der Fokus auf dem Verhalten beziehungsweise entsprechenden Verhaltensänderungen.

Dies kann die Führungskultur in einem Unternehmen betreffen. Indem beispielsweise die Macht- und Opportunitätslenkung eine Neuregelung erfahren. Zur behavioristischen Sanierungsaufgabe gehört auch die Verbesserung von Verhaltensmustern und Routinen der Führungskräfte und Angestellten des Unternehmens. Dies kann beispielsweise durch Anreiz- oder Sanktionssysteme geschehen.

Interne oder externe Sanierung – Was braucht ihr Unternehmen?

Neben den unterschiedlichen Sanierungsarten gibt es auch verschiedene Sanierungsmaßnahmen, die sich regelmäßig in den unterschiedlichen Arten wiederfinden. Meist nur mit einem anderen Fokus. Aber immer mit der gleichen Zielintention. Dabei lassen sich interne und externe Instrumente unterscheiden.

Die internen Aktionen habe ich bereits zum Großteil im Rahmen der Sanierungsarten erläutert. Externe Mittel dagegen werden häufig in Kooperation mit den Gläubigern eingesetzt. Da diese zum Teil ein erhebliches Interesse haben, dass das Unternehmen nicht pleitegeht. Und dadurch möglicherweise der Großteil der noch offenen Forderungen unerfüllt bleiben.

Insbesondere Kreditinstitute und Lieferanten haben daran ein besonderes Interesse. Durch externe Schritte können diese Gläubiger konkret zur Gesundung eines Unternehmens beitragen, etwa durch Stundung, Umschuldung oder Schuldenerlass. In diesem Fall kann der Sanierungsberater zwischen Schuldner und Gläubiger vermitteln und moderieren.

Von einer Sanierungsmaßnahme im engeren Sinne spricht man in der Regel, wenn es sich hauptsächlich um finanzwirtschaftliche Instrumente handelt. Ziel ist es dabei, die Überschuldung und Zahlungsunfähigkeit eines Unternehmens schnellstmöglich zu beseitigen beziehungsweise abzuwenden.

Bei einer Sanierungsmaßnahme im weiteren Sinne stellt man durch finanzwirtschaftliche und leistungswirtschaftliche Eingriffe das Unternehmen wieder auf eine solide Basis. Damit das Unternehmen auch wieder langfristig überlebensfähig wird.

Anforderungen an einen Sanierungsberater

Die Anforderungen an Sanierungsberater sind entsprechend hoch. Neben sehr guten betriebswirtschaftlichen, rechtlichen und steuerrechtlichen Kenntnissen müssen sie auch über eine hervorragende Auffassungsgabe verfügen.

Sie müssen komplexe Situationen schnell erfassen und geeignete Maßnahmen ableiten. Zudem können Moderations-, Verhandlungs- und Kommunikationsgeschick nicht schaden. Gerade in Krisenzeiten kann ist es wichtig, einen kühlen Kopf zu behalten.

Personalberatung und die Herausforderung betriebliche Demographie

Die gesellschaftlichen Auswirkungen des demographischen Wandels sind vielfältig. Aus Sicht der Unternehmen gilt es, zukünftig noch mehr Wert darauf zu legen, über attraktive Arbeitsbedingungen und Sachleistungen qualifizierte Mitarbeiter langfristig zu binden. Ein Personalberater beschäftigt sich zunächst mit drei entscheidenden Fragen:

  1. Wie kann ich junge Fachkräfte davon überzeugen, sich zukünftig für eine Tätigkeit in meinem Unternehmen zu entscheiden?
  2. Was bestärkt eine loyale und leistungsmotivierte Fachkraft darin, auch weiterhin am Erfolg der Firma mitzuwirken?
  3. Wie kann sich die Firma die Kompetenzen und Erfahrungen älterer Mitarbeiter zu Nutze machen?

Der Personalberater unterstützt das Unternehmen entsprechend darin, besonders qualifizierte Arbeitnehmer in verschiedenen Lebensphasen und mit unterschiedlichen Bedürfnissen für sich zu gewinnen.

Angehende Führungskräfte oder Fachexperten anwerben

Besonders in den MINT Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) wird um qualifizierten Nachwuchs gerungen. Für junge Menschen spielen neben dem Gehalt auch die Arbeitsbedingungen eine immer wichtigere Rolle. Sie erweisen sich als äußerst flexibel, netzwerkstark und schnell wechselbereit, wenn ihnen die Firma nicht die entsprechenden Entfaltungsmöglichkeiten bietet.

Strenge Hierarchien und unflexible Arbeitszeitmodelle wirken in der Regel eher unzeitgemäß und abschreckend. Der Personalberater kennt die Bedürfnisse der Generation Y und weiß, wie sich ein modernes Unternehmen präsentieren sollte.

Familienfreundliche Rahmenbedingungen wie Betriebskindergarten, Homeoffice-Arbeitsplätze und ein Selbstverständnis für Elternzeiten junger Väter und Mütter machen das Leben junger Familien planbar und somit organisierbar.

Mitgestalten, innovativ sein und von Vorgesetzten ernst genommen werden, für junge Menschen sind dies wichtige Kriterien für die Wahl des Arbeitgebers. Der Personalberater prüft im Detail, wie sich der Klient hinsichtlich der Prinzipien der Gleichheit darstellt.

Das Unternehmen sollte darstellen, dass Frauen in Führungsrollen ausdrücklich erwünscht sind, damit der Grundsatz gilt, dass alle Arbeitnehmer fair behandelt werden. Erweist sich die Firma als Global Player, kann sie im Wettbewerb um qualifizierte Kräfte besonders punkten.

Talentförderung – Qualität und Motivation

Ist ein Arbeitnehmer schon längere Zeit im Unternehmen, sorgt der Personalberater dafür, ihm oder ihr die notwendige Beachtung zukommen lassen zu können. Welche Karrieremöglichkeiten bestehen, welche Fortbildung ist geeignet, ist es Zeit, den Bonus zu erhöhen oder attraktive Sachleistungen anzubieten?

Welches Angebot genau zu welchem Arbeitgeber passt gilt es mit Hilfe des Personalberaters herauszufinden. Eine langfristige Planung erweist sich sowohl für das Unternehmen als auch für den Arbeitnehmer als nützlich. Gute Leistungen werden erwartbar und eine zufriedene Belegschaft lässt sich darüber generieren.

Weg mit dem Abstellgleis

Viele ältere Arbeitnehmer gehören noch lange nicht zum alten Eisen. Über Jahrzehnte haben sie wertvolle Erfahrungen machen können und waren für das Unternehmen nützlich. Zukünftig werden größere Unternehmen immer mehr darauf zurückgreifen, dass dieses Expertenwissen nicht verloren geht.

Ältere Arbeitnehmer gelten als besonders zuverlässig und engagiert. Wenn sie freiwillig entscheiden können, ihre Arbeit nicht mit dem Eintritt ins Rentenalter komplett zu beenden, ergeben sich für Personalberater die unterschiedlichsten Anstellungsmodelle.

Ob Beratervertrag oder anderweitige Absprachen, die Einsatzmöglichkeiten für ältere Fachexperten werden sicherlich in nächster Zeit an Vielfalt gewinnen.

Der demographische Wandel bedingt es, dass allen Ressourcen gegenüber Aufmerksamkeit entgegengebracht wird. Führt dies dazu, dass das Wissen und die Erfahrung älterer Arbeitnehmer zukünftig wieder mehr geschätzt wird, hat dies auch positive Effekte gegenüber dem allgemeinen gesellschaftlichen Ansehen der älteren Generation.

Der Personalberater erfüllt entsprechend eine wichtige Position für die zukünftige Personalpolitik des Unternehmens. Wenn er strategisch umsichtig handelt, kann er dem jeweiligen Unternehmen in Zeiten demographischer Veränderungen den entscheidenden Marktvorteil im Bereich Personal verschaffen.

Der Wandel des Begriffsverständnisses

Klassischerweise wird unter Politikberatung der ganze Komplex der Beratungstätigkeit rund um die politische Praxis, insbesondere des Wissenstransfers aus der Wissenschaft, verstanden. Jürgen Habermas definierte den Begriff in seinem 1968 erschienenen Beitrag „Verwissenschaftliche Politik und öffentliche Meinung“ folgendermaßen:

„Politikberatung hat die Aufgabe, einerseits Forschungsergebnisse aus dem Horizont leitender Interessen, die das Situationsverständnis der Handelnden bestimmen, zu interpretieren, und andererseits Projekte zu bewerten, und solche Programme anzuregen und zu wählen, die den Forschungsprozessen in die Richtung praktischer Fragen lenken“ (Frankfurt am Main, 1968, S. 134).

Während Habermas 1968 noch von der Verwissenschaftlichung der Politik durch die Beratung sprach, wird heute etwas anderes darunter verstanden. Grundsätzlich kann man zur Zeit zwei Formen der Politikberatung unterscheiden, die beide die ursprüngliche Definition um ein breites Spektrum an Beratungsleistungen erweitern.

Die Politikfeldberatung (policy advice) erfolgt in der Regel durch Beratungsstäbe (Stäbe in Behörden, Kabinette von Führungskräften, Spitzenpolitikern, Ministern, Bundeskanzler aber auch Unternehmenslenker und Funktionären aus Parteien und Verbänden). Die Beratungsstäbe setzen sich meistens aus Fachkräften der Politik und Politikwissenschaften, der Juristik aber auch aus Wissenschaftlern anderes Disziplinen und zunehmend auch aus Unternehmensberatern und Lobbyisten zusammen.

In diesem Zusammenhang wird auch von der wissenschaftlichen Politikberatung gesprochen. Sie übernimmt eine doppelte Vermittlungsrolle. Auf der einen Seite vermittelt die Politikberatung zwischen der Politik, der Wirtschaft und der Zivilgesellschaft. Auf der anderen Seite schlägt diese die Brücke zwischen der (theoretischen) Politikwissenschaft und der politischen Praxis (beispielsweise Denkfabriken / think tanks, Stiftungen).

Die kommunikative Beratung (political consulting) befasst sich mit den kommunikativen Aspekten der Politik und der Politiker, insbesondere bei Kampagnen, Wahlkämpfen sowie im Rahmen der Kommunikation mit Bürgern und der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. In diesem Bereich ist auch die Arbeit der sogenannten Spin Doctors angesiedelt.

Politikberatung und Lobbyismus

Besonders heftig kritisiert wird die Verbindung von Politikberatern und Lobbyismus. Diese wird in der Öffentlichkeit besonders wahrgenommen und von den Medien teilweise sehr kritisch beobachtet. Auch hier lassen sich zwei Formen unterscheiden: Government Relations und Public Affairs. Government Relations ist auf die direkte Interaktion mit dem Gesetzgeber (Bundestag, Landtage, Gemeinden) ausgerichtet.

PA dagegen arbeitet an der Schnittstelle zwischen Politik, Wirtschaftssphäre und Gemeinschaft und hat einige Gemeinsamkeiten mit Public Relations, vor allem im Hinblick auf die eingesetzten Instrumente. Grundsätzliches Ziel von Politikkontaktarbeit ist die Verbesserung der Beziehung zwischen Unternehmen und Verbänden und ihrem politischen Feld, auf dem diese Organisationen hoffen Einfluss nehmen zu können.

Insbesondere nach dem Umzug der Bundesregierung von Bonn nach Berlin erfuhren die entsprechenden Beratungsdienstleister einen starken Entwicklungsschub in Deutschland. Zwar blieben viele Verbände in Bonn. Unter anderem wegen der relativen Nähe zur EU und deren Institutionen in Brüssel. Im Gegenzug dazu beauftragten viele von ihnen Agenturen oder externe Berater, die in Berlin ihre Interessen vertreten und Kontakte pflegen.

2008 untersuchte der Bundesrechnungshof den Einfluss von Verbänden und Firmen auf oberste Bundesbehörden. Zwar konnten keine Sachverhalte festgestellt werden, die den konkreten Verdacht auf vorsätzlichen Missbrauch des Einsatzes von externen Beratern in Bundesministerien beweisen konnten, doch der Bundesrechnungshof mahnte in vielen Bereichen erhöhte Risiken von Interessenkonflikten an, die der Einsatz externer Mitarbeiter im Gesetzgebungsverfahren mit sich bringt.

Entlang der Empfehlungen des Bundesrechnungshofes entwickelte das Bundesministerium des Inneren allgemeine Verwaltungsvorschriften zum Einsatz von externen Personen in der Bundesregierung sowie einen entsprechenden Verhaltenskodex für in der Bundesverwaltung tätige externe Personen.

Trotzdem ist der Einfluss der Lobbyverbände und externen Berater nach wie vor groß. Immer wieder berichten Medien kritisch über die Einflussnahme großer und kleinerer Verbände auf Politiker, Beamte, Minister und Öffentlichkeit. Daher lohnt es sich mit Public Affairs etwas näher auseinanderzusetzen.

Politikberatung und Public Affairs

Unter PA, die deutsche Übersetzung „Politikkontaktarbeit“ klingt künstlich und trifft nicht annähernd das eigentliche Verständnis, wird, wie bereits oben angedeutet, neben der Government Relations als eine weitere Form des Lobbyismus verstanden. Public Affairs hat Ähnlichkeiten mit Public Relations und ist direkt lobbyingorientiert.

Politikkontaktarbeit bewegt sich an der Schnittstelle zwischen Politik, Wirtschaft und Gesellschaftssphäre und stellt eine professionelle Dienstleistung dar. Public Affairs berät die sie beauftragende Organisationen, um die Beziehungen zwischen diesen und ihrem Politumfeld zu organisieren und in ihrem Interesse zu gestalten.

Ursprünglich stammt Public Affairs aus den USA. Als Dienstleistung wird sie vor allem von spezialisierten Agenturen und externen Beratern betrieben. Seit dem Regierungsumzug von Bonn nach Berlin erfährt sie eine zunehmende Professionalisierung. Mit dem zunehmenden Einfluss der EU auf deren Mitgliedstaaten ergeben sich enorme Wachstumspotentiale sowohl in den europäischen Hauptstädten als auch in Brüssel selbst.

Abgrenzung Public Affairs und Government Relations

Politikkontaktarbeit beschreibt das strategische Management von Entscheidungsprozessen an der Schnittstelle zwischen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Dabei bedient sie sich ähnlicher Techniken wie der Public Relations, so dass viele PR-Firmen auch gleichzeitig Public Affairs anbieten.

Der Unterschied zwischen Politikkontaktarbeit und Government Relations ist, dass sich Government Relations, ebenfalls unter dem weiten Begriff des Lobbyismus zu finden, mit der direkten Beeinflussung des Gesetzgebungsprozesses in einem unmittelbaren und oftmals rechtlichen Dialog mit dem Gesetzgeber selbst befasst. Hierfür bedient man sich insbesondere Juristen und darauf spezialisierte Lobbying-Firmen.

Public Affairs analysiert, plant und managet die externen Beziehungen von Unternehmen und Verbindungen mit Politik und Verwaltung, insbesondere zu Regierungen, Parlamenten, Behörden, Institutionen und Kommunen. Daher wird bei Politikkontaktarbeit von Interessenvertretung im politischen Kontext gesprochen, die sich klassischer PR-Instrumente und sich direkte als auch indirekte Kommunikationsinstrumente (Presse, Medien, Multiplikatoren etc.) einsetzen.

Es werden Beziehungen zu den relevanten Dialoggruppen der Firmen und Verbände hergestellt und gepflegt, um im gleichen Zug die Interessen der Unternehmen und Verbände gegenüber diesen Gruppen zu vertreten. Dadurch sollen Unternehmen und Verbände in politische und gesellschaftliche Prozesse dauerhaft involviert werden.

Es geht bei Public Affairs darum Aufmerksamkeit und Akzeptanz für bestimmte Themen in der Öffentlichkeit zu schaffen. Dabei werden in der Regel relevante Themen aktiv gesetzt und gestaltet. Weiterhin werden Themen und Akteure beobachtet, analysiert und deren Entwicklung und Bedeutung für die Zukunft bewertet. Dadurch werden Unternehmen und Verbände in die Lage versetzt, frühzeitig auf Themen, Entwicklungstendenzen und Krisen reagiert zu können.

Entwicklungstendenzen in der Branche

Unternehmen und Verbände nutzen zunehmend mehrere Kommunikationskanäle, um für ihre Interessen im politischen Umfeld und in der Öffentlichkeit zu werben und diese zu vertreten. Darüber hinaus wächst der Bedarf an Kommunikation zwischen Politik, Ökonomie und Gesamtgesellschaft mit zunehmender Globalisierung. Dabei wird die persönliche Kommunikation auch in Zukunft das wichtigste Kommunikationsinstrument bleiben.

Auf nationaler Ebene wird die Wirtschaftspolitik wohl auch in Zukunft eine bedeutende Rolle im Bereich Public Affairs spielen. Aber auch Wissenschafts- und Technologiepolitik werden weiter an Bedeutung gewinnen, beispielsweise vor dem Hintergrund des Ausstiegs aus der Atomenergie.

Praktikum – Welcher Weg ist am effizientesten?

Praktikumsplätze für Unternehmensberatungen werden entweder direkt ausgeschrieben oder durch Jobbörsen vermittelt. Unter Letzteren gibt es spezialisierte Jobbörsen für Absolventen, die Bewerber und Unternehmensberatungen zusammenbringen und damit den ersten Schritt zu einer Karriere in diesem spannenden Beruf ermöglichen.

Beides funktioniert gleich gut. Wenn eine Unternehmensberatung direkt eine Praktikantenstelle ausschreibt, spricht nichts dagegen, sich dort zu bewerben. Natürlich sollten die Bewerber keine formalen Fehler begehen. Bewerbungsunterlagen müssen den geforderten Standards entsprechen, zum Einstellungsgespräch gehört eine gründliche Vorbereitung.

Die Jobbörsen leisten in dieser Hinsicht auch Hilfestellung, zudem haben hier die Bewerber große Auswahlmöglichkeiten. Sie können ein Bewerberprofil einstellen, das dann dauerhaft gespeichert bleibt (wenn es der Bewerber nicht selbst wieder löscht). Das generiert längerfristige Chancen auf einen Praktikumsplatz in einer Unternehmensberatung ohne weiteren Aufwand.

Voraussetzungen für das Praktikum in der Unternehmensberatung

Für ein Praktikum in diesem Bereich werden verschiedene Fähigkeiten verlangt. BWL ist nur ein Teilbereich, darüber hinaus beschäftigen Unternehmensberatungen Spezialisten aus Fachbereichen wie Automotive, Management, IT, Physik, Chemie und anderen wissenschaftlichen Bereichen. Ein Test von Bewerbern findet durch Fallstudien statt. Darauf müssen sich angehende Praktikanten gut vorbereiten. Fallstudien können beispielsweise aus den Bereichen

  • IT-Beratung,
  • Personalberatung und
  • Managementberatung

stammen. Die Managementberatung steht im Fokus aller großen Unternehmensberatungen. Bewerber auf einen Praktikumsplatz sollten auf diesem Sektor relativ fit sein, zu dessen Aufgaben die Strategieentwicklung, Strukturvergleiche und Marktanalysen gehören.

Wie läuft das Praktikum in der Unternehmensberatung ab?

Praktikanten arbeiten eng mit leitenden Mitarbeitern des Unternehmens zusammen. Zu ihren Aufgaben wird gehören, unter Zeitdruck Strategiepläne zu erarbeiten, die für das beauftragende Unternehmen existenziell sein können.

Zur Bewältigung dieser Aufgabenstellung gehören eine schnelle Auffassungsgabe und ausgezeichnete Analysefähigkeiten. Zudem müssen auch die Praktikumsabsolventen in einer Unternehmensberatung vor deren Kunden sicher auftreten können und Stress in der täglichen Arbeit bewältigen, ohne dabei in der Leistung nachzulassen.

Unternehmensberatungen verweisen gern darauf, dass ihre Praktikanten keinesfalls die klassischen Praktikantenaufgaben wie Kaffee kochen und bestenfalls Büromaterial einkaufen zu erledigen haben.

Vielmehr arbeiten sie mit dem Team als VA (Visiting Associate) zwei bis drei Monate lang an einem Projekt zielgerichtet mit. Die Herausforderungen an den Praktikus sind daher überwiegend dieselben wie die an jeden Strategieberater. Praktische Intelligenz, Sachverstand und Scharfsinn sind unerlässlich.

Die Praktikanten tragen für ihren Teilbereich (fast) die volle Verantwortung, wobei natürlich ein Teammitglied der Unternehmensberatung das Ergebnis prüft. Während des Praktikums erfolgt selbstverständlich die intensive Betreuung durch einen erfahrenen Berater.

Prozessberatung – Eine Abgrenzung zu anderen Beratungsfeldern

Die Prozessberatung ist eines der vier klassischen Beratungsfelder. Der Trend im Bereich der Unternehmensberatung scheint sich langsam von der Strategie- und Managementberatung zu eben dieser zu wandeln.

Zwar steht die Strategie- und Managementberatung nach wie an erster Stelle im Bereich der Unternehmensberatung („Königsklasse“ der Beratung), doch ist ein gewisser Paradigmenwechsel zu beobachten.

Hieß es früher noch „structur follows strategy“ (Struktur folgt der Strategie, Chandler 1962), werden heute Prozesse als zentrale Schnittstelle zwischen Strategie und Struktur (in Form der Aufbau- und Ablauforganisation) betrachtet und gewinnen immer mehr an Bedeutung. „Process follow strategy, structure follows process.“

Erfolgreiche Prozesse sind nicht voraussetzungslos

Die Strategieberatung und Managementberatung beschäftigt sich in der Regel mit der Überprüfung und Gestaltung von Geschäftsmodellen und Geschäftsfeldern.

Die Prozessberatung bewegt sich im Rahmen der gegebenen Potenziale des Unternehmens und konzentriert sich dabei auf „Operations“ und „Performance“.

Ausgangspunkt ist der Plan des Unternehmens. Das heißt, es sollen Antworten auf die Frage gefunden werden, wie die vom Unternehmen definierten Sach- und Dienstleistungen effizienter und effektiver produziert und angeboten werden können.

Im Gegensatz zur IT-Beratung, die sich vordergründig mit der Überprüfung und Gestaltung von IT-Architekturen, IT-Strukturen und Applikationen befasst, definiert die Prozessberatung Geschäftsanforderungen an die IT.

Das heißt, wo diese auf das Strategiekonzept eines Unternehmens aufsetzt, setzt die IT-Beratung auf dem Prozess- und Organisationskonzept des Unternehmens auf.

Trotz Hard Facts steht der Mensch im Mittelpunkt

Die Prozessberatung ist in Abgrenzung zur Human-Resources-Beratung, die sich hauptsächlich mit der Überprüfung und Gestaltung der Soft Facts (Personalbedarfsplanung, Auswahl, Entwicklung, Beurteilung, Vergütung et cetera) befasst, eher an Hard Facts interessiert.

In diesem Zusammenhang liefert sie die Anforderungen an die Mitarbeiter und das HR-Konzept eines Unternehmens. Dennoch steht im Rahmen der Prozess- und Organisationsentwicklung zunächst der Mensch grundsätzlich im Mittelpunkt der Beratung.

Die Autoren stellen in Ihrem Buch über 100 Methoden, Workshopanleitungen und Ansätze für eine innovative und nachhaltige Veränderungspraxis in Unternehmen und Organisationen vor.

Dabei folgen Sie in ihrem Ansatz einer umfassenden Verbindung von Theorie und Praxis. Das Buch ist somit ein Lesetipp für Berater, Coaches, Prozessbegleiter und Führungskräfte.

Zum Begriffsverständnis von Prozessberatung und Organisationsberatung

Die Begriffe sind manchmal schwer voneinander abzugrenzen. Beide Begriffe werden zum einen synonym verwendet und zum anderen macht man unterschiedliche Bedeutungen an ihnen fest.

So wird der Begriff einerseits im technischen Sinne verstanden, wie unten für den Bereich Informations- und Kommunikationstechnologie kurz dargestellt, und andererseits Prozessberatung synonym zur Organisationsberatung verwendet.

Aber auch im Verständnis gibt es Unterschiede. Zum einen wird Organisationsberatung im klassisch technischen Sinne verstanden, in dem nicht nur Menschen, sondern auch Maschinen, Verfahren und Prozesse im Vordergrund stehen.

Insofern können hier Prozessberatung und Organisationsberatung synonym verwendet werden, wenn sich beide Begrifflichkeiten auf einen technisch strukturellen Aspekt beziehen.

So eine Beratung wird als Fach- und Expertenberatung verstanden. Zum anderen wird Organisationsberatung in einem sozio- und psychologischen Zusammenhang verwendet, in dem der Mensch ausschließlich im Vordergrund steht und als Instrument zur „Hilfe zur Selbsthilfe“ charakterisiert wird.

Soll der Begriff in diesem Zusammenhang synonym verwendet werden, dann stehen im Fokus der Beratung nicht mehr (informations-)technische sondern interaktionistische zwischenmenschliche Prozesse. Hierbei handelt es sich dann auch nicht mehr um Fach- oder Expertenberatung im technischen Sinne.

Die Klassische Prozessberatung

Gegenstand der klassischen Prozessberatung ist grundsätzlich die Geschäftsprozessoptimierung. Sie beabsichtigt vor allem auf die Verbesserung der Prozesse mit dem Ziel der Qualitätsverbesserung und / oder der Vereinfachung von Prozessen einzuwirken.

Prozessberater werden regelmäßig mit Fragen konfrontiert, die vor allem Unternehmen bewegen, deren Geschäftsprozesse im Wesentlichen von Informations- und Kommunikationstechnologien abhängen. Solche Fragen können sein:

  • Welche Unternehmensprozesse sind als erfolgskritisch anzusehen?
  • Welche Anforderungen müssen diese Prozesse erfüllen, um zum Unternehmenserfolg beizutragen?
  • Welche, möglichst langfristigen, Effektivitätsgewinne lassen sich durch Prozessautomatisierung im Unternehmen erzielen?
  • Sollen im Zuge der Modularisierung von Elementen der Produktion und Produkten auch Prozesse modularisiert werden und im Bedarfsfall erst aktiviert werden?

Prozessberater sollten vor allem konzeptions- und umsetzungsstark sein. Das heißt, genauso wichtige wie die übergeordnete Unternehmensstruktur, ist die Implementierung und Realisierung dieser Architektur bis ins letzte Glied des Unternehmens.

Der Prozessberater begleitet die Umsetzung der Unternehmensarchitektur bis in die konkreten Abläufe, Verantwortungsbereiche und zum Teil bis zur Anpassung und Formulierung der Stellenbeschreibungen des Unternehmens.

Dabei muss der Berater Brückenbauer zwischen der theoretischen und konzeptionellen Ideallinie und der praktischen Machbarkeit vor Ort sein.

Die Organisationsberatung

Grundannahme der Organisationsberatung ist, dass sich die Wirtschaftlichkeit und Leistungsfähigkeit von Organisationen und die Humanisierung der Arbeitswelt gegenseitig bedingen

Man könnte dieses Consulting grob als die Hinzuziehung eines Beraters bezeichnen, der die Aufgabe hat, Fakten und Informationen zu sammeln, zu analysieren und gegebenenfalls konkrete Ratschläge zur Verbesserung vorzulegen.

Im Unterschied dazu ist Organisationsentwicklung ein Konzept zur Umsetzung des sozialen Wandels in einer Organisation von innen heraus. Organisationsentwicklung geschieht von inneren heraus und Organisationsberatung von außen durch einen externen Berater.

Die Klassische Organisationsberatung

Die klassische Organisationsberatung im technischen Sinne beschäftigt sich mit Fragen der Informations- und Arbeitsläufe, untersucht Informationsspeicher und -bearbeiter sowie die Effizienz und Effektivität von Vorgängen innerhalb von Organisationen.

Ziel der klassischen Organisationsberatung ist die Output-Optimierung des Unternehmens. Im Fokus stehen daher nicht nur Menschen, sondern auch Maschinen, Verfahren, Orte und Prozesse.

Sozio- und psychologische Organisationsberatung

Die sozio- und psychologische Organisationsberatung dagegen zielt auf eine Verbesserung der Kommunikations-, Kooperations- und Organisationsfähigkeit von Teilsystemen einer Organisation (zum Beispiel Teams, Abteilungen, Projektgruppen et cetera) oder der Gesamtorganisation ab.

Im Fokus steht vor allem der Mensch und die Frage, wie das vorhandene Entwicklungspotential in einer Organisationseinheit zur Output-Optimierung nutzbar gemacht werden kann.

Im Rahmen des sozio- und psychologischen Beratungsansatzes sollen die organisationalen, strukturellen und persönlichen Vernetzungen der Organisationsmitglieder sichtbar und bewusst gemacht werden. Diese Erkenntnis sollen die Organisationsmitglieder anschließend in zweckmäßiges Handeln umsetzen.

Die Aufgaben eines Organisationsberaters

Der Beratungsansatz basiert, wie bereits oben angedeutet, auf der Annahme, dass die Leistungsfähigkeit einer Organisation durch die Lösung interpersoneller Probleme gesteigert werden kann.

Daher ist es die Aufgabe von Organisationsberatern:

  • Aufgaben und Kompetenzen im Unternehmen zu konkretisieren
  • Interessen der Betroffenen zu klären
  • Funktionen und Rollen im Team zu verdeutlichen
  • Barrieren sichtbar zu machen
  • die Konfliktfähigkeit der Organisationsmitglieder zu fördern
  • und neue Verständigungswege zwischen den Organisationsmitgliedern zu finden.

Darüber hinaus analysieren Organisationsberater Entscheidungsprozesse im Unternehmen sowie Entwicklungsprozesse innerhalb und zwischen Gruppen der Organisation.

Im Gegensatz zum klassischen Ansatz geben sozio- und psychologische Organisationsberater keine Ratschläge oder führen direkte Interventionen durch, sondern verstehen ihre Tätigkeit im Sinne der „Hilfe zur Selbsthilfe“, so dass Klienten ihre Probleme und Anliegen selbstständig angehen und lösen können.

Grundsätzlich grenzen sich die Prozessberatung und die Organisationsberatung im sozio- und psychologischen Sinne von der Gutachter-, Fach- oder Expertenberatung ab.

Da die Fachkompetenz zur Lösung von Problemen weitgehend in der Organisation vorhanden ist, sollen durch die Beratung Lernprozesse bei den Beteiligten ausgelöst werden. Ziel ist dabei die bereits vorhandenen Kompetenzen zur Zielerreichung (wieder) nutzbar zu machen.

Daher orientiert sich Prozess- und Organisationsberatung in diesem Sinne eher an der Weiterentwicklung (Optimierung) der Organisation und erst nachgeordnet an den Inhalten.

Das Wachstum der Pharmabranche ist ungebrochen

Die Hoffnung stirbt zuletzt. Devise: Wir werden das Kind schon schaukeln. Dabei kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass sich die deutsche Pharmaindustrie in einem schmerzlichen Transformationsprozess befindet.

Ihr fällt es sichtlich schwer, den Unbilden der Witterung zu trotzen und den Kopf oben zu behalten. Angesichts sinkender Preise, stagnierender Nachfrage und verschärfter Konkurrenz hatte die Pharmaindustrie freilich in der Tat schon rosigere Zeiten. Wer 2020 noch im Rennen sein will, muss umdenken.

Und auch die Beschäftigtenzahlen steigen an

Rund 114.000 Menschen fanden 2015 in Deutschlands Pharmaunternehmen Arbeit. Die Anzahl der Beschäftigten ist seit 2010 um 10,5 % überdurchschnittlich rasch gestiegen. Im Schnitt stehen bei einem deutschen Pharmaunternehmen 300 Mitarbeiter in Lohn und Brot.

Über 90 Prozent der Betriebe hatten 2014 weniger als 500 Bedienstete (Quelle: pharma-fakten.de). Wiewohl die Pharmaunternehmen über das ganze Land verteilt sind, ist eine Konzentration der Standorte in Baden-Württemberg, Hessen, München, Berlin und Nordrhein-Westfalen festzustellen.

Das globale Wachstum der Branche ist ungebrochen. Der weltweite Umsatz hat sich seit 1992 regelrecht mehr als vervierfacht. Auch die Zahlen von Deutschland können sich sehen lassen. So betrug 2015 das Wachstum gegenüber dem Vorjahr 7,5 Prozent. Damit erwirtschafteten die deutschen Unternehmen einen Umsatz von stattlichen 38,9 Milliarden Euro.

Forschung und Entwicklung ist eine der Triebfedern der Entwicklung

Geschuldet ist dieser Erfolg in erster Linie der Forschung und Entwicklung. Mehr als jede andere Branche investieren die Pharmaunternehmen in die Schaffung neuer Produkte. 2015 waren es 11,9 Prozent des Umsatzes. Entsprechend hoch ist mit 23 Prozent der Beschäftigtenanteil in der Forschung und Entwicklung.

Alles in allem scheint mithin auf den ersten Blick nichts auf den Strukturwandel hinzudeuten, geschweige denn ein Hinweis auf eine Branchenkrise zu sein. Doch der Eindruck täuscht. Nicht länger ist Deutschland die Apotheke der Welt.

Und doch sieht die Innovationsbilanz eher traurig aus

13,5 Jahre für die Entwicklung eines neuen Medikaments sind kein Klacks. Und die gesetzlichen Regelungen, Kodizes und Selbstverpflichtungen tun ein Übriges. Speziell das am 1. Jänner 2011 in Kraft getretene Gesetz zur Neuordnung des Arzneimittelmarktes, kurz AMNOG,  ist nicht unbedingt dazu angetan, Innovationsschübe auszulösen.

Immerhin ist seither der Preis der Medikamente an ihren Zusatznutzen für den Patienten gebunden. Somit soll den steigenden Arzneimittelausgaben der gesetzlichen Krankenkassen die Stirn geboten werden.

So drohen deutsche Unternehmen den Anschluss zu verlieren

Erschwerend kommt hinzu, dass die Abgabenquote von 32,1 Prozent die höchste in Europa ist. Dabei sind es weniger die gesetzlich vorgeschriebenen Rabatte der Hersteller und Apotheken, die der Branche ein Dorn im Auge sind, als vielmehr die Steuern, die sich die Konkurrenz andernorts gänzlich oder weitgehend erspart.

Mit dieser Steuerpolitik erweist sich unser Land einen Bärendienst. Schließlich ist es in der digitalisierten und vernetzten Welt ein Leichtes, die Entwicklung neuer Wirkstoffe von London oder New York aus zu steuern und mit Laboranten in China oder Indien umzusetzen.

Schaffen wir in Deutschland den Paradigmenwechsel

Nicht von ungefähr liegen Steuervergünstigungen zur Senkung der F&E-Ausgaben voll im Trend. Zwar vereinfacht die Komplexität der Steuersysteme nicht unbedingt den Gang ins Ausland, steuerliche Anreizsysteme wie Steuerkürzungen oder attraktive Abschreibungen sind aber nicht ohne.

Im Unterschied zu diesen prozessbegleitenden Maßnahmen der Finanzierungserleichterung wird die Patent Box erst nach vollendeten Tatsachen wirksam. So reduziert sie die Steuerlast auf Einkommen aus der Nutzung geistigen Eigentums.

An der Gewinnsituation wird sich nicht viel ändern

Des ungeachtet ist eine wesentliche Verbesserung der Gewinnsituation in den kommenden Jahren nicht zu erwarten. Die dräuenden Mengenverluste durch auslaufende Patente zwingen die Pharmaunternehmen vielmehr, ihre Geschäftsmodelle zu überdenken. Und dieser plötzliche Gesinnungswandel gereicht den Patienten wahrlich nicht zum Nachteil. Im Gegenteil.

Um so wichtiger ist der Fokus auf das Wohl der Patienten

Gingen an den Arzneimittelherstellern in der Vergangenheit die Belange der Patienten weitgehend vorbei, sind die Patienten von jetzt auf gleich integraler Bestandteil der Entwicklungspolitik.

Wie selten zuvor bemisst sich der Erfolg der Pharmaunternehmen an der tatsächlichen Wirksamkeit ihrer Wirkstoffe. Darum ist es nicht weiter verwunderlich, dass sie Knall auf Fall ihr Herz für die Patienten entdeckt haben und um deren Meinung nachdrücklich bitten.

Die Schrittmacher der Branche befinden sich im Wandel

Auch wenn die Pharmabranche zum Teil vielversprechende Wirkstoffe in der Pipeline hat und längst mit umfassenden Kostensenkungs- und Restrukturierungsmaßnahmen reagiert hat, sind die Schrittmacher der Branche zur Stunde unstreitig die E7-Länder, die kleinmolekularen Arzneimittel, die Generika und die Biosimilars.

Um in den aufstrebenden Märkten der E7 punkten zu können, ist es unerlässlich, dass sich die Pharmabranche an den Bedürfnissen der Patienten in Brasilien, China, Indien, Indonesien, Mexiko, Russland und der Türkei orientiert. Die Produktdiversifikation muss ab sofort Programm sein.

Neue Märkte und neue Bedürfnisse werden wichtig

Die Zeiten sind vorbei, da sich die Pharmaindustrie auf den Lorbeeren ihrer Blockbuster ausruhen konnte. 2020 wird voraussichtlich ein Fünftel des weltweiten Umsatzes in Höhe von rund 1,3 Billionen US-Dollar in den E7-Staaten erwirtschaftet. Insofern ist es höchste Eisenbahn, die Zeichen der Zeit zu erkennen und die ausgetretenen Pfade zu verlassen.

Megatrend 1: Die medizinische Diversifikation

Dies ist umso bedeutsamer, als die Wirksamkeit von Medikamenten nicht unmaßgeblich genetischen Merkmalen einer Bevölkerung geschuldet ist.

Was also dem Deutschen nützt, muss für den Chinesen beileibe nicht gut genug sein. Und auf den zweit- oder drittgrößten Pharmamarkt in spe will die deutsche  Industrie unter Garantie nicht verzichten.

Die medizinischen Bedürfnisse unterscheiden sich allerdings nicht bloß zwischen Industrie- und Schwellenländern, sondern auch zwischen den Schwellenländern untereinander.

Während also etwa rund 80 von 100 000 Männern in Russland an Lungenkrebs leiden, sind es in China rund 41, in Indien hingegen bloß 7. Dafür ist in China dreimal so häufig wie in Russland mit Speiseröhrenkrebs zu rechnen.

Megatrend 2: Die Prävention

Gleichzeitig stehen die Pharmaunternehmen in der Pflicht, verstärkt auf präventive Mittel zu setzen, um die Gesundheitsausgaben drastisch zu reduzieren. So nehmen nicht anders als in den Industriestaaten die chronischen Erkrankungen in den Schwellenländern zu.

Hinzu kommt eine zunehmende Überalterung der Bevölkerung. Schätzungen gehen davon aus, dass 2020 rund 720 Millionen Menschen über 65 Jahre alt sein werden. Das entspricht einer Steigerung von 2,1 Prozent der Bevölkerung in nur 15 Jahren.

Dass mit diesem demografischen Wandel eine starke Medikamentennachfrage einhergeht, ist einesteils für die Pharmabranche erfreulich. Andernteils wächst damit freilich der öffentliche Druck, künftig noch mehr Verantwortung durch Prävention zu übernehmen.

Megatrend 3: Großmolekulare Medikamente

Der Bedarf an speziellen Behandlungslösungen beschleunigt nicht anders als der wissenschaftliche Fortschritt die Abkehr von kleinmolekularen Arzneimitteln.

Großmolekulare Medikamente werden in absehbarer Zeit der Motor des Wirtschaftswachstums sein. Während bei kleinmolekularen Arzneimitteln lediglich ein Zuwachs von 6 bis 7 Prozent zu erwarten steht, ist bei großmolekularen ein Zuwachs von 14 Prozent drin.

Megatrend 4: Biosimilars

Komplexer als kleinmolekulare Medikamente sind die Biosimilars. Wiewohl sich die Begeisterung für sie zur Stunde in Deutschland in Grenzen hält, wird sich das angesichts des ungeheuren Marktpotenzials in naher Zukunft ändern.

In Anbetracht der Einsparpotenziale stehen sie naturgemäß als Alternative zu hochpreisigen Originalprodukten bei Gesundheitssystemen und öffentlichen Kostenträgern in hohen Gnaden.

Es wird mithin spannend sein, zu beobachten, inwieweit die im deutschen Generikamarkt bewährten Instrumente zur Kostensenkung bei Biosimilars zum Tragen kommen. So ist der Versuch, Rabattvertragspartner für Biosimilars zu finden, bisher gescheitert.

Es gibt ein großes Feld für Healthcare Unternehmensberater

Nachdem die Politik keine große Stütze ist, ist es an den Pharmaunternehmen selbst, sich mit entsprechenden Maßnahmen für die Zukunft zu wappnen. Dabei sind sie angesichts der Brisanz der Lage gut beraten, sich professionelle Hilfe ins Haus zu holen.

Unternehmensberater haben auf alle brennenden Fragen der Führungskräfte die passenden Antworten. Naturgemäß beschäftigen die folgenden Fragen die Chefetagen der Pharmaunternehmen:

  1. Auf welche Weise lässt sich nachhaltiges Wachstum sicherstellen?
  2. Welche organisatorischen Veränderungen versprechen Erfolg?
  3. Wie ist eine Kostenreduktion ohne Qualitätseinbußen in die Tat umzusetzen?
  4. Wie ist der Vertrieb auf Vordermann zu bringen?
  5. Welche Ertragssteigerungen sind in den Produktneuheiten drin?
  6. Was kann die Wertschöpfungskette zur Verbesserung der Situation beitragen?

In allen Belangen vermag eine qualifizierte Unternehmensberatung Wunder zu wirken. Nicht allein deshalb, weil die Betriebsblindheit vieles übersieht, was einem Externen bei einem Studium des Unternehmens sofort ins Auge sticht.

Externe Berater gleichen fehlende Kompetenzen aus

Vielfach fehlt den Unternehmen die praktische Erfahrung, weitreichende Veränderungen ohne gröbere Unstimmigkeiten umzusetzen. Unternehmensberater sind exzellente Ansprechpartner für die Entwicklung und Umsetzung von brauchbaren Strategien.

Sie sorgen für leistungsfähige Organisationen, steigern die Effektivität und erhöhen die Produktivität. Sie studieren die Wertschöpfungskette und decken Schwächen der Forschung und Entwicklung, der Beschaffung und Produktion, des Personalmanagements und des Vertriebs auf.

Oftmals sind noch erhebliche Effizienzsteigerungen möglich

Produktivitätssteigerungen in der Forschung und Entwicklung sind ebenso drin wie Effizienzsteigerungen des Vertriebs. Die bessere Einbindung der Zulieferer in die Produktion ist der Unternehmensberatung nicht anders als die tatkräftige Unterstützung des Führungsstabs ein besonderes Anliegen.

Selbstredend kommen dabei die speziellen Belange der Pharmaindustrie nicht zu kurz. So wird namentlich dem Lean Management viel Aufmerksamkeit gewidmet, nachdem dieses den meisten Arzneimittelherstellern noch ein Fremdwort ist.

Dabei geht es regelmäßig um die Definition der richtigen Investitionspolitik, die Entscheidung für die Segmentierung und Spezialisierung, die Flexibilisierung, die Prozessstabilisierung und die Einführung des Pull-Prinzips, also die Orientierung des Angebots an der Nachfrage des Kunden.

Die Zahlen sind überdeutlich – es besteht Handlungsbedarf

Im Lichte der rückläufigen Bedeutung des Produktionsstandortes Deutschland ist Handlungsbedarf dringend angesagt. Pharmaunternehmen, die sich mithilfe der Unternehmensberatung auf ihre Stärken der Produktivität, Qualität und Flexibilität konzentrieren, sind auf dem besten Weg, auch künftig Triumphe zu feiern.

Diese Einschätzung teilen ebenso einschlägige Beraterstudien, wenn sie für die Wachstumssegmente der Schwellenländer, Generika und Biosimilars das Kostenargument betonen, während sie für die hochpreisigen Medikamente die Bedeutung kurzer Entwicklungszeiten, absoluter Lieferzuverlässigkeit und angemessener Flexibilität herausstreichen.

Nutzen wir unsere noch gute Ausgangslage für neue Erfolge

So sind deutsche Pharmaunternehmen durchschnittlich 300 Prozent produktiver als ihre indischen Konkurrenten und noch allemal 50 Prozent produktiver als ihre osteuropäischen Konkurrenten.

Allerdings schaffen nur die effizientesten Werke Deutschlands ein Kostenniveau, das mit den Niedriglohnländern konkurrieren kann. Insofern ist jede Hilfe willkommen, die am Markenzeichen »Made in Germany« keinen Zweifel lässt. Mit einer Unternehmensberatung sollte das möglich sein.

Verzeichnis mit Healthcare Unternehmensberatungen

Nachfolgend habe ich für Sie eine Liste mit etablierten Beratungsunternehmen für die Pharmabranche recherchiert. Gerne können Sie mir noch fehlende Beratungsanbieter melden.

Diese Liste richtet sich an Manager, die einen Berater für ihr Unternehmen suchen. Und sie richtet sich an Berufseinsteiger und Professionals, die sich für eine Karriere in der Branche interessieren und nach entsprechenden Jobs suchen.

ROI Management Consulting AG

Infanteriestraße 11 in 80797 München

Dr. Jörg Tautrim Unternehmensberatung

Zesenstraße 17 in 22301 Hamburg

McKinsey & Company, Inc.

Kennedydamm 24 in 40027 Düsseldorf

Bain & Company Germany, Inc.

Karlsplatz 1 in 80335 München

PricewaterhouseCoopers GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Friedrich-Ebert-Anlage 35-37 in 60327 Frankfurt am Main

Jesse & Partner GmbH

Wikingeck 7 in 24837 Schleswig

MCG Medical Consulting Group

Gesellschaft für Medizinberatung mbH & Co. KG

Mörsenbroicher Weg 200 in 40470 Düsseldorf

Der Begriff der Public Relations

Bei einer PR-Beratung bieten spezialisierte Berater oder auf Public Relations (PR) spezialisierte Agenturen Beratung als Dienstleistung anderen Organisationen an. PR oder auch Öffentlichkeitsarbeit (synonym verwandt) ist ein weites Themenfeld und wird grundsätzlich für das Management der öffentlichen Kommunikation von Organisationen verstanden.

Die öffentliche Kommunikation findet sowohl gegenüber Externen (Kunden, Zielgruppen, Stakeholdern) als auch gegenüber Internen (Mitarbeiter) statt. Öffentlichkeitsarbeit wird nicht nur von Unternehmen sondern auch von Non-Profit-Organisationen, Behörden, Vereinen, Parteien etc. und auch von einzelnen Personen betrieben.

Der Begriff stammt aus den USA und wurde dort 1882 zum ersten Mal von der Yale University verwendet. Die deutsche Übersetzung von Public Relations mit „Öffentlichkeitsarbeit“ trifft den Kernpunkt der PR jedoch nicht exakt, so dass auch im deutschen Sprachgebrauch von Public Relations beziehungsweise PR im Zusammenhang mit Öffentlichkeitsarbeit gesprochen wird.

Unter PR wird sehr viel verstanden, so dass es eine große Anzahl von Definitionen und Begriffsverständnissen gibt, die darüber hinaus einem steten Wandel unterzogen sind. Grundsätzlich wird unter PR eine Vermittlungstätigkeit zwischen Organisationen und externen wie internen Bezugs- und Anspruchsgruppen verstanden. In der Regel ist die PR in Organisationen als eigene Einheit in der Organisationsstruktur angesiedelt.

Neben den betriebswirtschaftlichen Definitionen ist es sinnvoll, PR von anderen Formen der Kommunikation wie Agitation, Propaganda oder Werbung abzugrenzen. Public Relations zielt nicht auf einzelne Handlungen ab, sondern möchte generell langfristig ein positives Bild einer Organisation, Marke oder eines Produktes sowie eine gute Reputation erzielen.

PR steht in einem gewissen Abhängigkeitsverhältnis zwischen Marketing und Journalismus und erfüllt ähnliche Aufgaben wie Marketing im Wirtschaftsbereich und Journalismus im Bereich der Publizistik. Vor dem Hintergrund unserer schnelllebigen Gesellschaft, dem veränderten Medienkonsum und veränderten Bedingungen des Journalismus, ist die PR heute zu einer wichtigen Quelle journalistischer Tätigkeit geworden.

Untersuchungen zeigen immer wieder, dass Journalisten häufiger Pressemitteilungen von Organisationen übernehmen, statt selbst zu recherchieren. Dadurch hat der Stellenwert der PR für die Außendarstellung von Organisationen in den vergangenen Jahren beständig zugenommen.

PR soll einen Konsens zwischen der Organisation und der (Teil-)Öffentlichkeit herstellen, so dass auch im Fall von Konflikten und Krisen das Handeln des Kunden als glaubwürdig eingeschätzt wird. Daher stehen im Rahmen der PR besondere Bezugs- und Anspruchsgruppen im Fokus der Aufmerksamkeit.

Ziele der Public Relations

Die Ziele von Public Relations sind ebenfalls sehr weit gefächert. Neben dem Aufbau, Erhaltung und Gestaltung eines langfristig positiven Images und Reputation, dient PR nicht nur der gezielten Außen- sondern auch der Innendarstellung. PR dient grob gesagt der Information, Kommunikation und zum Teil auch der Persuasion („Überredung“). Als ein weiteres Ziel der PR kann der Erweiterung des Bekanntheitsgrades einer Organisation betrachtet werden.

Im Bereich der internen Public Relations steht der Auf- und Ausbau einer Unternehmenskultur (Corporate Culture) sowie eines einheitlichen Unternehmensbildes (Corporate Image) im Vordergrund. Adressaten dieser Maßnahme sind insbesondere Mitarbeiter und vor allem Führungskräfte.

Anlässe für Maßnahmen der internen Public Relations gibt es in Organisationen viele, beispielsweise Personalveränderungen, Jubiläen, Einführung neuer Produkte, Krisenkommunikation etc.

Wichtig ist jedoch, dass Public Relations von Marketing und Werbung abgrenzt werden muss, da sich diese vor allem auf profitorientierte Organisationen und marktrelevante Prozesse beziehen. Der Kunde als Konsument ist wichtigste Zielgruppe des Marketings und der Werbung.

Public Relations dagegen wird von allen Organisationsformen, also nicht nur von Unternehmen, sondern auch von Non-Profit-Organisationen (NPO) und Non-Governmental-Organisations (NGO) betrieben. Im Fokus der Aufmerksamkeit stehen nicht die Konsumenten sondern andere Anspruchsgruppen wie Unterstützer, Aktivisten, Spender, Kapitalgeber und die Öffentlichkeit als solche.

Bei der PR und beim Marketing kommt es häufig zu Überschneidungen bei den angestrebten Zielen beider Kommunikationsformen. Daher lassen sich beide Begriffe am besten über die Art der Vermittlung abgrenzen: Marketing und PR unterscheiden sich hinsichtlich der angestrebten Zielgruppen und der unterschiedlichen Argumentationen, mit denen die Zielgruppen erreicht werden sollen.

Bei der Werbung beispielsweise liegt der Fokus auf der Vermittlung der Inhalte durch die Identifikation und den Einsatz von bezahlten Medien als Kommunikationsquelle. Das heißt also, durch den Erwerb von Anzeigen- und Sendeplätzen wird eine subjektive Botschaft mit dem Ziel der Absatzsteigerung vermittelt.

Die Public Relations dagegen verfolgt vorrangig das Ziel durch die Beeinflussung der Meinungsbildung unterschiedlicher Anspruchsgruppen Vertrauen und Verständnis zu erzeugen. Dadurch soll langfristig das Image und die Reputation der Organisation gesteigert werden.

Auch hier erfolgt der Zugang zu den Anspruchsgruppen über die Medien. Im Vordergrund steht aber nicht die Vermittlung einer subjektiven Botschaft sondern der Nachrichtenwert und Zusatznutzen der Botschaft.

Dabei bedient sich die PR professioneller Formen wie des Journalismus und gelangt auch ohne finanzielle Unterstützung in vorher als relevant identifizierte Medien. Public Relations konzentriert sich nicht nur auf den Absatzmarkt wie etwa Werbung oder Marketing, sondern operiert indirekt mit langfristiger Wirkungsabsicht und ist auf ein breiteres Spektrum der Öffentlichkeit ausgelegt.

Aufgabenfelder und Instrumente eines PR-Beraters

Ein PR-Berater nimmt in Organisationen unterschiedliche Aufgaben wahr. Abhängig von der Organisationsgröße, -ziele, -strategien, eigenen Bemühungen des Unternehmens und des Bildes in der Öffentlichkeit.

Grundsätzlich unterstützt ein PR-Berater die Organisationsführung beziehungsweise die Organisationseinheit, die mit der Wahrnehmung dieser Aufgaben betraut ist, bei der Herstellung, Festigung, Pflege und Ausbau des Kontakts zwischen dem Klienten und einer definierten Anspruchsgruppe.

Dabei lassen sich unterschiedlichen Aufgabenfelder für PR-Berater identifizieren. PR-Berater konzeptionieren und setzen Maßnahmen beispielsweise im Rahmen von:

  • Human Relations (Mitarbeiter, Angehörige von Mitarbeitern, ehemalige und potentielle Mitarbeiter)
  • Media Relations (Journalisten und Massenmedien als potentielle Multiplikatoren, öffentlicher Verbreitung von Informationen und Meinungsbildner)
  • Public Affairs (Entscheidungs- und Mandatsträger in der Politik und der öffentliche Verwaltung)
  • Investor Relations (Kapitalgeber, Gläubiger, Miteigentümer, Analysten)
  • Issues Management
  • Crisis Management
  • Corporate Social Responsibility um.

Dafür steht PR-Beratern eine Reihe von Instrumenten zur Verfügung, die sie alle beherrschen sollten und die jeweils passenden vorschlagen und umsetzen sollten.

Presse- und Medienarbeit umfasst neben dem Schreiben und Verbreiten von Pressemeldungen auch Themenplanung und Themenbeiträge für unterschiedliche Medien zu erstellen oder das Verfassen von Reden, Biografien und Anwenderberichten.

Zu diesem Instrument gehört außerdem u.a. auch die Organisation und Durchführung von Pressekonferenzen, Gesprächsrunden, Beantwortung von Presseanfragen, Interviews, Online-Kommunikation, Erstellung, Bearbeitung und Bereitstellung von Bildmaterial.

Im Rahmen der Medienbeobachtung wird die Medienpräsenz einer Organisation und die Berichterstattung über diese analysiert und ausgewertet. Das Kommunikations-Controlling geht noch einen Schritt weiter und befasst sich mit der Auswertung von PR-Aktivitäten und der Messbarkeitmachung von PR-Maßnahmen.

Die Mediengestaltung ist ebenfalls eine wesentliche Aufgabe eines PR-Beraters, etwa bei der Erstellung von Flyern, Broschüren, Kunden- und Mitarbeiterzeitschriften, Newslettern und des Internetauftritts. Im Bereich Event-Management sind PR-Berater mit der Organisation und Durchführung solcher Veranstaltungen betraut, beispielsweise für Seminare, Feste, Messen oder sonstige Events.

Die Interne Kommunikation richtet sich an Mitarbeiter und Führungskräfte einer Organisation. Hierbei kommen beispielsweise Mitarbeiterzeitschriften, Newsletter und Mitarbeiterveranstaltungen zum Einsatz sowie Schulungen oder die Pflege des Intranets.

Die Online-PR ist ein ganzheitliches Unterstützungsinstrument, beispielsweise zur Verbesserung klassischer PR-Instrument in Form von zusätzlichen Services oder zur Entwicklung von weiteren Instrumenten und Strategien der Organisation.

Der Markt für PR-Berater

PR-Berater verfügen in der Regel über einen großen Erfahrungsschatz aus der Arbeit von PR-Abteilungen größerer und kleinerer Unternehmen oder aus PR-Agenturen. Die meisten PR-Berater spezialisieren sich im Laufe ihrer Beratertätigkeit beispielsweise auf große, kleine oder mittelständische Unternehmen oder auf politische oder gesellschaftliche Public Relations.

Vor dem Hintergrund des Wandels des Medienkonsums der Bevölkerung, eröffnen sich für viele Organisationen neue Wege und Möglichkeiten der PR. Daher boomt zurzeit der Bereich der Online-PR vor allem im Bezug auf Social Media. Hier gibt es bei vielen Organisationen großen bis sehr großen Nachholbedarf und damit entsprechenden Beratungsbedarf. Aber auch klassische Instrument der PR-Arbeit sind nach wie vor gefragt.

Die Aufgaben des SAP-Beraters

SAP ist eine betriebswirtschaftliche Software, mit dessen Hilfe immer mehr Unternehmen ihre Geschäftsprozesse, wie beispielsweise Rechnungswesen, Einkauf, Logistik oder Personalwirtschaft steuern. Obwohl die meisten Großunternehmen SAP als allgemeine Firmensoftware bereits implementiert haben, wächst der Bedarf an SAP-Beratern ständig.

Die SAP-Software muss weiterhin gewartet und an die aktuellen Erfordernisse der Unternehmensprozesse angepasst werden. Außerdem führen auch immer mehr mittelständische Unternehmen SAP zur Steuerung ihrer Geschäftsprozesse ein.

Der SAP-Berater führt die SAP-Software im Unternehmen ein und betreut sie auch weiterhin. Dabei muss der SAP-Berater zunächst den Bedarf des Unternehmens ermitteln und eine den Erfordernissen angepasste SAP-Lösung erstellen. Jedoch damit endet die Betreuung des Projektes nicht, weil die sich dauernd ändernden Geschäftsprozesse auch eine ständige Softwareanpassung notwendig machen.

Das Profil eines SAP-Beraters

Die Arbeit eines SAP-Beraters berührt die Bereiche EDV, Betriebswirtschaft und Personal. Idealerweise hat der Berater deshalb bereits ein Studium auf dem Gebiet der Informationstechnologie oder der Betriebswirtschaft absolviert. Allerdings ist der Beruf des SAP-Beraters nicht geschützt. Wer die erforderlichen Erkenntnisse besitzt, kann SAP-Berater werden.

Die erforderlichen Erkenntnisse kann er sich deshalb auch über Schulungen und Weiterbildungen aneignen. Im Profil des SAP-Beraters muss erkennbar sein, dass er sich in folgenden Bereichen auszeichnet:

Informationstechnologie

Aufgrund der ausgesprochenen Komplexheit der SAP-Software ist ein solides Wissen auf diesem Gebiet sehr wichtig. Neben der Beherrschung der Software sollte der SAP-Berater auch ein breites Wissen über die entsprechende Hardware besitzen.

Betriebswirtschaft

Voraussetzung für die Arbeit eines SAP-Beraters sind auch ausgiebige Kenntnisse über betriebswirtschaftliche Prozesse. Nur so ist es ihm möglich, den Bedarf des Kunden richtig zu ermitteln, um maßgeschneiderte Software-Lösungen zu implementieren. So müssen die Module Rechnungswesen, Personalmanagement, Logistik, Warenmanagement und viele Weitere so angepasst werden, dass die betriebswirtschaftlichen Prozesse analysiert und gesteuert werden können.

Personal

Von grundlegender Bedeutung ist die Zusammenarbeit des SAP-Beraters mit dem Personal des Unternehmens. Nur im Team ist es möglich, die richtigen SAP-Lösungen zu finden. Des Weiteren hat er auch die Aufgabe, Mitarbeiterschulungen zur Softwareanwendung durchzuführen. Deshalb sollten den SAP-Berater auch solche Eigenschaften, wie Team- und Kommunikationsfähigkeit auszeichnen.

Da er ständig neue Projekte bearbeiten muss, ist es für ihn wichtig, sich immer wieder auf neue Menschen einzustellen. Das setzt jedoch eine gute Menschenkenntnis und ein gewisses Einfühlungsvermögen voraus.

Die Qualifizierung zum SAP-Berater

Eine Standardausbildung zum SAP-Berater gibt es nicht, weil dessen Berufsbezeichnung nicht geschützt ist. Wichtig ist, dass Erfahrungen und Wissen auf den Gebieten Informationstechnologie und Betriebswirtschaft vorliegen. Idealerweise werden diese Kenntnisse über ein Studium in diesen Bereichen vermittelt. Eine andere Alternative stellt die Absolvierung von SAP-Kursen dar. So haben auch Quereinsteiger die Möglichkeit, sich als SAP-Berater zu profilieren.

Die Einsatzmöglichkeiten von SAP-Beratern

Der Bedarf an SAP-Beratern ist immens und wächst noch weiter. Die Einführung und Wartung der SAP-Software entscheidet in großem Maße über den Erfolg oder Misserfolg eines Geschäfts. Ein SAP-Berater kann im Unternehmen in einer eigens dafür eingerichteten IT-Abteilung angestellt werden und speziell für die Firma Software-Anwendungen implementieren.

Des Weiteren gibt es die Möglichkeit, den SAP-Berater über eine IT-Firma anzufordern, bei welcher er angestellt ist. Viele SAP-Berater arbeiten aber auch auf selbstständiger Basis und unterbreiten dem Unternehmen ein Beratungsangebot.

Die Verdienstmöglichkeiten eines SAP-Beraters

Der SAP-Berater ist ein Beruf der Zukunft. Der Bedarf an Beratern ist ungebrochen. Ihr besonderes Kapital ist ihr Spezialwissen und das können sie sich gut bezahlen lassen. Bereits das Einstiegsgehalt eines SAP-Beraters liegt bei 40.000 bis 50.000 Euro, wobei der Verdienst natürlich nicht einheitlich ist.

Eine große Rolle spielt einerseits die Branche und andererseits auch die Erfahrung des SAP-Beraters. Nach mehreren Jahren Berufserfahrung ist ein Gehalt im sechsstelligen Bereich durchaus möglich. Besonders gut zahlen Unternehmen, die in Branchen mit hohen Margen, wie die Automobil-, die Luxus- oder Finanzbranche, tätig sind.

Fazit und Schlussbemerkung

Der SAP-Berater ist aufgrund seines Spezialwissens ein zukunftsträchtiger und gut bezahlter Beruf. Der Bedarf an Software-Beratern ist immens hoch und steigt weiter. Da der Beruf des SAP-Beraters nicht geschützt ist, bietet er auch Quereinsteigern bei entsprechender Qualifikation gute Aufstiegschancen.

Die Möglichkeiten im Bereich Social Media

Die Präsenz im Bereich Social Media ist heute selbst für Unternehmen, deren Fokus nicht auf dem Internet liegt, zu einer wichtigen Form der Werbung geworden.

Kaum an einem anderen Ort wird das Image der Marke so sehr gebildet und nirgendwo sonst, kann man mit Kunden und Interessenten so einfach in Kontakt kommen.

Allerdings kann der Start angesichts der vielen Möglichkeiten schwer sein. Social Media Consulting kann die Lösung sein, um trotzdem erfolgreich im Internet zu sein.

Was sich für die Unternehmen als besonders herausfordernd darstellt, ist die richtige Nutzung der verschiedenen Kanäle. Es geht längst nicht mehr nur um eine Seite bei Facebook oder einen einigermaßen aktiven Account bei Twitter.

Die richtige Mischung der sozialen Netzwerke kann für eine Steigerung des Traffics sorgen und die Umsätze und Leads über das Internet spürbar steigern. Das Ziel von Social Media Consulting ist es daher eine Basis zu schaffen, auf der man aufbauen kann.

Es wird ermittelt, aus welchen sozialen Netzwerken ein positiver Wert gezogen werden kann und wo sich ein Unternehmen präsentieren muss, um erfolgreich zu sein. Nur ein paar Beispiele der typischen Leistungen:

  • Erarbeitung eines Konzepts um eine Basis für die Kanäle zu schaffen. Einrichtung und Konfiguration aller Accounts bei den entsprechenden sozialen Netzwerken.
  • Leitfaden für die Kommunikation in den sozialen Netzwerken: Wie redet man mit den Besuchern und was wird präsentiert?
  • Umgang mit Kritik und „Shitstorms“, die bei einer aktiven Nutzung der sozialen Netzwerke passieren können.

Von der ersten Einrichtung bis hin zu der richtigen Art der Kommunikation kann das Social Media Consulting also behilflich sein. Wichtig ist vor allem der richtige Umgang mit den eigenen Kunden und jenen, die es vielleicht durch die richtigen Inhalte auf den eigenen Seiten werden können.

Die passende Präsentation von Produkten und die Pflege

Die sozialen Netzwerke sollten nicht einfach als eine statische Form der Werbung im Internet verstanden werden. Viele Unternehmen machen den Fehler, in unregelmäßigen Abständen Werbeposts für Produkte und Leistungen ohne einen wirklichen Mehrwert auf ihre Seiten zu setzen.

Dabei ist das Ziel vor allem die Vernetzung und die aktive Kommunikation mit den eigenen Kunden. Dabei kann natürlich Werbung für die eigenen Produkte gemacht werden – das Ziel muss aber vor allem eine Verbesserung des Brandings sein.

Viele Firmen, die bis dahin eher konservativ wahrgenommen worden sind oder die als „graue Mäuse“ innerhalb der Branche galten, konnten durch eine gute Kommunikation in den sozialen Netzwerken ihren Ruf verjüngen.

Und damit eine ganz neue Zielgruppe anspreche. Das Ziel vom Social Media Consulting muss es sein, dass gemeinsame Ziele erkannt und auf die richtige Weise angepeilt werden.

Dabei sind die Consultants sowohl bei der Pflege als auch bei der täglichen Arbeit im Bereich der Social Networks hilfreich. Durch die weiterhin steigende Bedeutung und die Vielzahl der neuen Netzwerke, ist es vor allem eine langfristige Lösung für den Erfolg im Internet.

Social Media und die Auswirkungen auf die Beratungsbranche

Das Internet und insbesondere Social Media haben einen besonderen Einfluss auf das Nutzungsverhalten seiner User. Das Internet ist für viele erste Informationsquelle über Produkte, Dienstleistungen und Unternehmen geworden. Bewertungen, Meinungen und ganz allgemein Empfehlungsmarketing via Social Media werden immer wichtiger.

Dieser Trend macht auch vor der Beratungsbranche nicht halt und wird immer mehr zu einem Erfolgsfaktor. Wer heute im Business erfolgreich sein will, kommt um das Internet und wahrscheinlich auch Social Media nicht mehr herum. Vor allem Unternehmensberater, die über gar keine oder nur wenige Mitarbeiter verfügen, sind auf eine Webpräsenz als Visitenkarte angewiesen.

Und auch große Beratungshäuser kommen ohne einen attraktiven und ansprechenden Webauftritt nicht mehr aus. Die Zeiten, in denen eine Visitenkarte und eine Telefonnummer und eventuell noch ein Flyer ausreichten, sind längst vorbei. Die Mehrheit der Gesellschaft nutzt mehrfach täglichen oder wenigsten regelmäßig das Internet für beruflich und private Zwecke.

Zwar ist die Empfehlung eines Beraters durch einen guten Freund oder Bekannten immer noch eine der häufigsten Gründe zur Kontaktierung.

Jedoch wird der empfohlene Berater meist vorher gegoogelt, um herauszufinden, wer das ist, was er kann, was er macht und ob er meinen Vorstellungen und speziellen Bedürfnissen überhaupt entspricht.

Beinahe könnte man sagen, dass die eigene Webpräsenz den klassischen Flyer abgelöst hat, da die Homepage im Internet genau diese Aufgaben erfüllt.

Nutzung von Internet und Social Media

Das Internet ist ein weiter und unbegrenzter Raum. Um überhaupt von den großen Suchmaschinen gefunden zu werden, reicht eine einfache Homepage im „Do-It-Yourself-Style“ wahrscheinlich nicht mehr aus.

Die eigene Website ist innerhalb kurzer Zeit von einem etwas stiefmütterlichen „Nice-To-Have“ zu einem wesentlichen Kommunikations- und Akquiseinstrument, einem „Must-Have“, geworden.

Es ist nicht unüblich, dass sich Unternehmensberater vor Eintritt in den Markt eine Webpräsenz von professionellen Webdesignern und Textern erstellen lassen.

Ähnlich wie an einem Markt- oder Informationsstand, können sich hier potentielle Klienten und Interessenten über Leistungen, berufliche und persönliche Hintergründe und in der Regel auch Preise sowie Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) informieren und den ersten Kontakt aufnehmen.

Da jedoch das Internet sehr groß ist, sollte man sich nicht nur von der Konkurrenz abheben (zum Beispiel Unique-Selling-Point), sondern auch gefunden zu werden.

Was nützt die beste Homepage, ein hervorragendes Preis-Leistungsverhältnis und super Konditionen, wenn potentielle Kunden nichts davon erfahren?

Auch das ist ein Grund, sich eines professionellen Webdesigns zu bedienen. Suchmaschinenoptimierung ist das Stichwort. Um seine eigene Seite in den Suchergebnissen nach vorne zu bringen, gibt es verschiedene technische und inhaltliche Möglichkeiten.

Grundsätzlich kann man sagen: Je besser die Webseite von Suchmaschinen gelesen werden kann und je mehr relevante Keywords sinnvoll in den Inhalten des Internetauftritts vorkommen, desto höher wird das sogenannte Suchmaschinen-Ranking. Und je höher das Ranking, desto höher steigt man in den Suchergebnissen auf.

Und je höher man in den Suchergebnisse nach oben rutscht, desto eher wird man von Interessenten und potentiellen Klienten gefunden. Und je besser man gefunden wird und je mehr potentielle Kunden man über die Homepage auf den Berater und seine Dienstleistungen aufmerksam werden, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit eines Vertragsabschlusses.

Alle diese Funktionen kosten natürlich Geld. Die Kosten für die eigene Webpräsenz sind in vielen Beratungsunternehmen mittlerweile fester Bestandteil der notwendigen Betriebsausgaben und in der Regel im Bereich (Online-)Marketing, seltener im Bereich Vertrieb (Unterstützungsinstrument des Vertriebs beziehungsweise zur Kundenakquise) angesiedelt.

Expertenstatus auf- und ausbauen

Das Internet ermöglicht es jedem Unternehmensberater auf seinem Spezialgebiet oder seiner Nische eine Art Expertenstatus zu erreichen. Dies kann auf ganz unterschiedlichen Wegen passieren.

Wie bereits angedeutete, gibt es bei der Suchmaschinenoptimierung mehrere Möglichkeiten, ein möglichst gutes Ranking zu erreichen. Neben der technischen Seite spielt beim erarbeiten eines Expertenstatus vor allem die inhaltliche Seite eine wesentliche Rolle.

Zunächst einmal kann man seine Webpräsenz strategisch mit anderen relevanten Webseiten verlinken. Diese sogenannten Backlinks (gegenseitige Verlinkung und Verweisung) spielen für das Suchmaschinenranking eine wichtige Rolle, betreffen jedoch vor allem die technische Seite der Suchmaschinenoptimierung.

Die eigene Webpräsenz stellt jedoch auch ein hervorragendes Kommunikationsinstrument dar. Das heißt, um den eigenen Status als Experte aufzubauen und zu pflegen, kann man beispielsweise Studien, Analysen, Ausarbeitungen zu relevanten Themen auf seiner Homepage einstellen.

Ein eigener Blog dient nicht nur dazu, ständig neue Inhalte auf der Homepage zu präsentieren, Aktualität ist ebenfalls ein wichtiges Suchmaschinenkriterium, sondern sich zu aktuellen und der Dienstleistung entsprechenden Themen zu äußern und seine Meinung kundzutun.

Über Gästebücher, Newsletter aber viel mehr noch über die Kommentarfunktionen kann man sich mit Lesern und Klienten direkt austauschen und die Netzwelt an seinen Gedanken teilhaben lassen.

Je reger die Aktivität auf einer Homepage, desto mehr wird der Unternehmensberater von Besuchern als Experte bewertet. Das gleiche gilt für Foren, Gruppenmitgliedschaften auf Plattformen wie Xing oder Social Media Aktivitäten.

Durch regelmäßige und vor allem relevante (!) Beiträge kann man sich schnell einen Expertenstatus aufbauen, der so manchen interessierten Leser zum Kunden werden lässt.

Darüber hinaus kann es nicht schaden, seine Aktivitäten als Berater zu dokumentieren (unter Einbehaltung alle datenschutzrechtlichen Regeln versteht sich). Nicht umsonst haben viele Berater und Beratungsunternehmen teilweise recht lange Referenzlisten auf ihrer Webpräsenz.

Noch besser als solche Listen sind Meinungen, Einschätzungen und Bewertungen von (ehemaligen) Klienten. Auch dafür ist die eigene Webpräsenz der richtige Ort, um auf solche Testimonials aufmerksam zu machen.

Social Media Marketing

Social Media und vor allem Social Media Marketing hat in den letzten Jahren rasant an Bedeutung gewonnen. Die meist kostenlosen Social Media Tools wie etwa Twitter, Facebook oder Youtube sind für viele Unternehmensberater zu einem wichtigen Kommunikations- und Marketingtool geworden (Selfmarketing).

Über diese unterschiedlichen Kanäle lassen sich, je nach Zielgruppe und deren Internetznutzungsverhalten, verschiedene Themen oder Marketingmaßnahmen platzieren beziehungsweise durchführen.

Beispielsweise kann mit Hilfe des Kurznachrichtendienst Twitter auf wichtige oder weiterführende Informationen, Veranstaltungen, Tipps und Ratschläge verwiesen werden.

Auch ohne Profi zu sein, kann man mit einer guten Videokamera und einem ordentlichen Mikrofon ein eigenes Werbevideo von sich und seinen Beratungsdienstleistungen erstellen. Anschließend kann der Film auf Youtube hochgeladen und mit der eigenen Homepage verlinkt werden.

Potentielle Kunden erhalten dadurch nicht nur die Möglichkeit den Berater und seine Dienstleistung kennenzulernen, sondern auch den Berater in Aktion (Bewegung) zu sehen und vor allem zu hören!

Auch an Facebook scheint im Moment kein Weg vorbeizuführen. Neben den Nachteilen, vor allem im Bereich des Datenschutzes, bietet dieses kostenlose Social Media Tool viele Vorteile.

Hier lassen sich berufliche wie private Dinge austauschen, auf Informationen hinweisen und intensiv mit Menschen in Kontakt treten. Wer dabei worüber spricht und wie viel er über sich mitteilt, muss jeder selbst entscheiden.

Für den gewerblichen Zweck kann es sich lohnen, bei Facebook eine Unternehmensseite anzulegen und dort entsprechend alles rund um seine Beratungsdienstleistung (Termine, Informationen, Hinweise, Kommentare, Studien, Verlinkung et cetera) einstellen.

Wichtig beim Einsatz von Social Media ist vor allem der Mehrwert. Informationen, Mitteilungen oder Angebote sollten für den Leser einen Mehrwert haben, damit er auch gelesen wird. Andernfalls werden solche Inhalte als lästig und schlimmstenfalls als Spam behandelt, was der Zielerreichung nicht gerade förderlich ist.

Fazit und Schlussbemerkung

Abschließend kann man sagen, dass das Internet und der Einsatz von Social Media die Beratungsbranche um viele nützliche und hilfreiche Tools zur Informationsverbreitung, Kommunikation und Akquise bereichert hat.

Doch in der Vielfalt liegt auch die Gefahr. Gerade Berater die allein oder nur mit wenigen Mitarbeitern arbeiten, sollten bedenken, dass die Pflege einer Internetpräsenz und Social Media Anwendungen Zeit kostet.

Zeit, die für andere Aufgaben nicht mehr zur Verfügung steht. Entweder lässt man sich durch(Online-)Marketing-Experten oder spezialisierte Agenturen beraten und unterstützten, wie es bevorzugt große Beratungsunternehmen machen und was mit teilweise hohe Kosten verbunden ist.

Die andere Möglichkeit besteht darin, sich nicht auf alle Kanäle zu stürzen und dann verkümmern zu lassen, weil man keine Zeit zur Pflege und Ideen für Inhalte hat, sondern sich auf einige wenige Tools (ein bis zwei) beschränken, diese aber dafür dauerhaft und regelmäßig zu pflegen. Sowohl die Suchmaschinen und vor allem die Auftraggeber werden es einem danken.

Mehrere Berufe eignen sich zum Spielerberater

Ein Spielerberater, wie es im FIFA-Reglement für Spielervermittler heißt, ist, „wer regelmäßig und gegen Entgelt Spieler mit einem Verein zur Begründung eines Arbeitsverhältnisses beziehungsweise zwei Vereine zur Begründung eines Transfervertrages zusammenführt“. Eine Spielerberatung ist also gewerblich tätig. Große Teile ihrer Aufgaben sind gewerblicher Natur (siehe auch BFH IV R 59/97).

Zumeist sind Rechtsanwälte, Betriebswirte oder Personen aus dem Finanz- beziehungsweise Marketingbereich als Vermittler von Spielern tätig. Gerade im Profifußball bis zur Dritten Liga sind Spielerberater tätig. Auch zahlreiche talentierte U19-Spieler haben bereits einen Berater, um die Karriere frühzeitig in die richtigen Bahnen zu lenken.

Neben dem Fußball ziehen Spielerberater auch etwa im Eishockey, Handball, Basketball und Motorsport die Fäden im Hintergrund. In erster Linie haben die Berater die Aufgabe, zwischen Spieler und Vereinsmanagement zu vermitteln. Dabei kann es sich um einen Transfer handeln oder um die Verlängerung eines Vertrages. Meist treffen sich Spielerberater und Spieler zunächst mit dem Manager (und vielleicht auch mit dem Trainer) des potentiell neuen Vereins zu Vorgesprächen.

Die Spielerberatung erfüllt viele Funktionen

Sind sich die Parteien einig über einen Wechsel des Spielers, so wird der alte Verein kontaktiert. Das Gehalt des Spielers und andere Vertragsbedingungen bespricht der Vermittler alleine mit seinem neuen Arbeitgeber. Dabei hat der Spielerberater stets die sportliche Perspektive des Spielers im Auge zu behalten.

Meistens geht die Tätigkeit des Spielerberaters über die eigentlich vom Reglement nur vorgesehene Vermittlerrolle weit hinaus. Die meisten handeln Verträge aus, setzen Verträge auf und beraten in sportlichen, rechtlichen, wirtschaftlichen und steuerlichen Fragen. Sogar um Versicherungen oder – oft bei ausländischen Spielern – um Privates kümmern sich Spielerberater häufig.

Lukrative Provisionen machen die Branche interessant

Für die erfolgreiche Vermittlung bekommen Spielerberater eine Provision, die sich regelmäßig bei 8 bis 12 Prozent des (neuen) Brutto-Monatsgehalts des Spielers bewegt. Üblicherweise zahlt der Verein die Summe. Nach den FIFA-Regeln sind Spielervermittler allerdings verpflichtet, innerhalb eines Transfers nur die Interessen einer Partei zu vertreten.

Es gibt daher Bestrebungen, dass nicht die Vereine, sondern der Spieler selbst die Provision an den Berater zahlt, zumal der Bundesfinanzhof 2013 entschieden hat, dass die Vereine für die nicht erbrachten Leistungen des Beraters keinen Vorsteuerabzug geltend machen können. Berater arbeiten eben nicht für die Vereine, sondern für ihren Klienten, den Spieler.

Voraussetzungen für die Tätigkeit als Spielerberater

Vermittler brauchen grundsätzlich eine Lizenz (Ausnahmen: Rechtsanwälte). Beim Fußball ist das Bestehen einer Prüfung die einzige Hürde. Zwar ist die Durchfallquote hoch, dafür kann jeder die Prüfung absolvieren, der eine Berufshaftpflichtversicherung vorlegt.

Die Prüfung umfasst Regelungen der FIFA, Transferrecht sowie Vorschriften des DFB und der DFL (Ligaverband). Die meisten Spielerberater verfügen über keine Lizenz. In der Praxis spielt das aber auch dann keine Rolle, wenn ein Club einen Spieler, der von einem nicht lizenzierten Vermittler betreut wird, unbedingt haben möchte.

Kontakte sind das Schmiermittel der Branche

Wichtig ist, dass die Berater über die notwendigen Kontakte verfügen. Viele Spielervermittler sind deshalb Ex-Profispieler oder haben einschlägige Berufserfahrung im Sportbereich. Vor allem juristische Kenntnisse sind wichtig für diesen Beruf.

Berater, die keine Rechtsanwälte sind, müssen bei Vertragsangelegenheiten oftmals einen Juristen hinzuziehen. Der Beratungsdienstleister muss auf jeden Fall den Markt kennen, sich in Finanzfragen auskennen und seine Kontakte zu den Verantwortlichen in den Vereinen pflegen. Menschenkenntnis, Zuverlässigkeit und Verhandlungsgeschick sind ebenfalls notwendig.

Zweifelhafter Ruf begleitet die Branche

Auf dem Markt gibt es viele unseriöse Agenturen für Spielerberatung, die ihren Klienten schlecht beraten. Gepaart mit dem Gedanken, dass einige Spielerberater oft zu wenig im Sinne der sportlichen Karriere des Spielers handeln, sondern vor allem Geld verdienen wollen, haben Spielerberater einen eher schlechten Ruf. Die möglichen hohen Provisionen locken viele schwarze Schafe an, zumal talentierten Spielern immer höhere Gehälter gezahlt werden und über immer höhere Transfersummen verhandelt wird.

Rolle der Sportberater für die Entwicklung unserer Sportler

Die schwarzen Schafe in der Beraterbranche gibt es natürlich immer noch zu Hauf, aber es hat sich in den letzten Jahren auch viel in Deutschland  getan. Klar ist, dass die meisten Sportler eine professionelle Betreuung in den strategischen und geschäftlichen Aspekten ihrer Sportkarriere benötigen beziehungsweise sich auch einfach wünschen.

So werden ihnen viele Aufgaben abgenommen, die nicht unmittelbar mit ihrem Trainings- und Wettkampfablauf zu tun haben. Und für diesen Bedarf gibt es mittlerweile eine größere Zahl von seriösen Einzelberatern und Beratungsagenturen.

So finden Sie die für Sie passende Spielerberatung

Diese sind zum Teil durch die einzelnen Sportverbände zertifiziert, so dass eine standardisierte Qualität in der Beratungs- und Betreuungsleistung garantiert ist. Die beste Möglichkeit einen gut Sportberater zu finden ist dabei sicherlich über einen Kontakt im Team oder mit befreundeten Sportlern, auf deren Urteil man vertraut.

Aber auch im Internet können Sie sich zu den Referenzen der einzelnen Spielerberatung eine profunde Einschätzung einholen und dann gegebenenfalls mit diesen in Kontakt treten.

Der Beruf des Steuerberaters

Steuerberatung ist eine Dienstleistung, bei der Steuerberater private und juristische Personen (Unternehmen, Organisationen) in steuerrechtlichen und betriebswirtschaftlichen Angelegenheiten unterstützen und beraten.

Dies ist eine Tätigkeit der sogenannten freien Berufe. Es ist einer der wenigen Beratungsberufe, die rechtlich geschützt sind und an bestimmte gesetzliche Voraussetzungen gebunden sind.

Wer sich als Steuerberater bezeichnet ohne tatsächlich dazu berufen worden zu sein, macht sich strafbar. Die Tätigkeit ist eine freiberufliche Tätigkeit nach dem Einkommensteuergesetz und unterliegt nicht der Gewerbeordnung.

Die gesetzlichen Regelungen zum Zugang, Voraussetzung und Ausübung sind umfassend im eigens dafür geschaffenen Steuerberatungsgesetz sowie den dazu gehörenden Durchführungsverordnung geregelt.

Die Beratungstätigkeit umfasst viele Tätigkeiten, die den sogenannten Vorbehaltsaufgaben zugeordnet werden und daher nur von zugelassenen (bestellten) Steuerberatern und einigen wenigen anderen Ausnahmepersonen durchgeführt werden dürfen.

In Deutschland werden die Steuerberater durch die Steuerberaterkammern, die sich auf Bundesebene zur Bundessteuerberaterkammer zusammengeschlossen haben, vertreten.

Steuerberater sind ein Teil der Steuerrechtspflege

Sie gelten in Deutschland als ein wesentlicher Teil der Steuerrechtspflege. Sie unterliegen einer gesetzlichen Schweigepflicht, da sie neben detaillierten betriebswirtschaftlichen Kenntnissen auch viele persönliche Details aus dem Leben ihrer Mandanten sowie deren wirtschaftliche Verhältnisse kennen.

Daher tragen Steuerberater eine hohe Verantwortung und im Bezug auf ihre Dienstleistung eine besondere Vertrauensstellung. Sie stehen zwischen Steuerpflichtigen und dem Staat.

Sie sollen unabhängig sein und Klienten in steuerlichen und wirtschaftlichen Fragen kompetent Beraten. Ziel soll es sein, die Interessen der Organisation oder Privatperson optimal zu vertreten und deren wirtschaftlichen Erfolg zu sichern und zu fördern.

Um dies zu bewerkstelligen, müssen Steuerberater die nationalen und internationalen Vorgaben bei der Rechnungslegung beachten und einhalten sowie den steuerlichen Rechtsschutz gegenüber ihren Mandanten gewährleisten.

Das Aufgabenspektrum des Steuerberaters

Steuerberater haben ein vielfältiges Aufgabenspektrum zu bewältigen. Grundsätzlich haben sie die Aufgabe, Hilfestellung in Steuerangelegenheiten zu leisten, ihre Mandaten in finanzgerichtlichen Prozessen (Finanzgerichtsbarkeit) zu vertreten und Organisationen in betriebswirtschaftlichen Fragen zu beraten.

Dabei wird die Tätigkeit entweder selbstständig mit einer eigener Kanzlei ausgeübt oder als Angestellter, insbesondere bei großen Organisationen. Sie ist grundsätzlich eine vorausschauende Beratung.

Das heißt, durch die Steuerberatungstätigkeit kann eine Organisationen eine optimale Steuergestaltung konzipieren und umsetzen.

Weiterhin unterstützen Steuerberater Organisationen bei der Erstellung und Durchführung von Buchführung, Jahresabschlüssen und der Steuererklärung über das abgelaufene Geschäftsjahr gegenüber dem zuständigen Finanzamt.

Des Weiteren überprüft ein Steuerberater im Auftrag seines Mandanten die Richtigkeit von Steuerbescheiden und vertritt im Streitfall mit dem Finanzamt seinen Kunden vor dem jeweiligen Finanzgericht.

Wann ist eine steuerliche Beratung Pflicht?

Es gibt Bereiche und Berufsgruppen, für die die Erledigung von steuerrechtlichen Angelegenheiten durch einen Steuerberater direkt vorgeschrieben sind. Dazu zählen:

  • Führung und Erstellung der Buchhaltung für gewerbliche Unternehmen
  • Aufzeichnungen von Freiberuflern
  • Lohn- und Gehaltsabrechnung von Arbeitgebern
  • Jahresabschlüsse für bilanzierungspflichtige Mandanten
  • Steuererklärung in privaten und unternehmerischen Bereichen
  • sowie die bereits erwähnte Prozessvertretung vor den Finanzgerichten
  • bei Steuerstrafsachen und im Bußgeldverfahren bei Steuerordnungswidrigkeiten.

Steuerberater bieten viele Dienstleistungen

Im Bereich der Dienstleistung ergeben sich ebenfalls ganz unterschiedliche und vielfältige Aufgaben wie beispielsweise bei der:

  • Optimierung der Steuergestaltung
  • Beratung in Fragen der Unternehmens- und Betriebswirtschaft
  • bei Existenzgründung
  • bei Unternehmenssanierung
  • bei Einführung und Aufbau eines betrieblichen Rechnungswesen und internen Kontrollsystems
  • Planung und Verwaltung von Vermögen
  • Unterstützung bei Verhandlungen mit Banken, Kreditinstituten und anderen Gläubigern oder Beratung und Vertretung im Bereich der Sozialversicherungen.

Darüber hinaus leisten Sie weitere wichtige Aufgaben, die vor allem für Organisationen von Interesse sind, wie zum Beispiel Gutachtertätigkeiten oder Unternehmensbewertungen.

Und was ein Steuerberater nicht darf?

Was Sie dagegen nicht machen dürfen, sind beispielsweise Rechtsberatungen auf anderen Gebieten als dem Steuerrecht. Alle anderen Gebiete sind Rechtsanwälten vorbehalten.

Und Sie dürfen keine Prüfung von Jahres- und / oder Konzernabschlüssen vornehmen, da diese den Wirtschaftsprüfern vorbehalten sind.

Im Übrigen dürfen im Rahmen der geschäftsmäßigen Hilfestellung in Steuersachen auch Rechtsanwälte und Wirtschaftsprüfer tätig werden, ohne selbst Steuerberater zu sein.

Wer wird als Steuerberater zugelassen?

Der Steuerberater haftet für die Richtigkeit der Beratung gegenüber seinen Klienten. Daher muss er über umfassendes Wissen im Bereich des Steuerrechts verfügen. Zugelassen wird er nur, wenn er von der jeweils zuständigen Steuerberaterkammer bestellt wurde.

Zum Steuerberater bestellt werden kann man nur, wenn man die Steuerberatungsprüfung nach dem Steuerberatungsgesetz absolviert hat, oder aber von der Prüfung befreit wurde.

Darüber hinaus muss der zu bestellende Berater auch persönlich geeignet sein sowie die Deckungszusage einer Berufshaftpflichtversicherung vorweisen können, da der Steuerberater für die Richtigkeit seiner Beratung gegenüber seinem Mandanten verantwortlich ist.

Angestellte müssen in die Haftpflichtversicherung ihres Arbeitgebers aufgenommen werden. Die Bestellung ist ein förmliches Verfahren und wird durch die Aushändigung einer Urkunde beurkundet.

Um zur Steuerberaterprüfung zugelassen zu werden, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein, um das hohe Niveau an Verantwortung und Vertrauen sicherzustellen.

Hochschulstudium ist Pflicht…

Interessenten müssen ein wirtschafts- oder rechtswissenschaftliches abgeschlossenes Hochschulstudium vorweisen. Weiterhin müssen sie nachweisen, dass sie auf dem Gebiet des Steuerrechts praktische Erfahrung gesammelt haben.

Die Dauer ist abhängig von der Regelstudienzeit des Hochschulstudiums. Heute wird dabei keine Unterscheidung mehr zwischen einem Universitäts- und Fachhochschulabschluss gemacht. Ausschlaggebend ist nur noch die Regelstudienzeit des absolvierten Studiums.

…oder man geht den Weg über die Berufslaufbahn

Die zweite Alternative um zur Steuerberaterprüfung zugelassen zu werden, ist der erfolgreiche Abschluss einer kaufmännischen Ausbildung (in der Regel zum Steuerfachangestellten) und zehnjährige praktische Erfahrung auf dem Gebiet des Steuerrechts.

Drei Jahre nach bestandener Laufbahnprüfung (Diplom-Finanzwirt) dürfen auch Beamte des gehobenen nicht-technischen Dienstes der Finanzverwaltung zur Steuerberaterprüfung zugelassen werden. Mit der Ablegung der Prüfung endet das Beamtenverhältnis.

Der Wechsel von Finanzbeamten stellt für die Finanzverwaltung einen besonderen Verlust dar, da die Ausbildung der Beamten der Staat und damit der Steuerzahler gezahlt hat und die Finanzverwaltung die Früchte der Ausbildung durch einen Seitenwechsel nicht mehr ernten kann.

Darüber hinaus kennen Finanzbeamte genau die Rechtsnormen, Verwaltungsvorschriften und deren Anwendungen im Umgang mit Steuerpflichtigen.

Dieses „Herrschaftswissen“ stellen sie beim Verlassen des öffentlichen Dienstes ihren Kunden zur Verfügung, wovon diese besonders profitieren können.

Der Markt für Steuerberater in Deutschland

Der Markt ist groß, da diese viele unterschiedliche Aufgaben zu erfüllen haben. Entsprechend vielfältig sind die Möglichkeiten zur Spezialisierung auf unterschiedliche Bereiche und Beratungsdienstleistungen

Die Nachfrage nach guter steuerlicher Beratung ist entsprechend hoch und wird auch in Zukunft nicht geringer werden. Ausgeübt wird der Beruf entweder als Einzelperson oder als Zusammenschluss von mehreren Steuerberatern, die beispielsweise eine Kapitalgesellschaft gründen können.

Daneben kommen noch andere Formen wie Sozietäten in Form von Gesellschaften bürgerlichen Rechts, Partnergesellschaften, Bürogemeinschaften, offene Handelsgesellschaften oder auch Kommanditgesellschaften in Frage.

Interessant für Organisationen sind vor allem Sozietäten von Steuerberatern, Wirtschaftsprüfern und Rechtsanwälten, die dadurch mehrere Dienst- und Beratungsleistungen aus einer Hand offerieren.

Beraterberufe liegen im Trend

Die Beraterbranche boomt. Für alle erdenklichen Lebenslagen bieten Unternehmensberater ihre Erfahrung an. Da die Bezeichnung „Berater“ nach wie vor nicht geschützt ist und sich somit jeder Berater nennen und beratend tätig werden darf, möchte ich in dem nachfolgenden Beitrag die verschiedenen Facetten zum Thema Beraterberufe näher beleuchten.

Beratung beschreibt umgangssprachlich ein strukturiertes Gespräch. Consulting kann aber auch in einer anderen (nonverbalen) Kommunikationsform erfolgen, wie etwa durch Briefe, E-Mails, Internetforen, Weblogs oder klassisch in Form von Kolumnen in einer Zeitung oder Zeitschrift.

Beratung kann darüber hinaus auch eine praktische Anleitung sein, mit dem Ziel eine Aufgabe zu bewältigen, ein Problem zu lösen oder sich einer (Problem-) Lösung zu nähern.

In der Regel wird Unternehmensberatung als das Erteilen von Ratschlägen in helfender Absicht verstanden. Im engeren Sinne kann Consulting als eine Interaktionsform verstanden werden, bei der es zwischen den Interaktionspartnern zu einem Wissenstransfer kommt.

Ein Beratender ist dementsprechend jemand, der dem Beratenen in einem strukturierten Gespräch oder in Form einer praktischen Anleitung bei der Lösung und Bewältigung von Aufgaben oder Problemen hilft.

Im Bereich der Unternehmensberatung werden in der Regel vier Felder unterschieden: Strategieberatung / Managementberatung, IT-Beratung, Organisationsberatung / Prozessberatung und Personalberatung. Darüber hinaus gibt es noch eine Vielzahl anderer Beratungstätigkeiten und -formen für beinahe alle Lebensbereiche.

Die Aufgaben eines Beraters

Ein Unternehmensberater stellt also einem Klienten, zum Beispiel einer Führungskraft, dem Management oder einem ganzen Unternehmen, sein Wissen meist in Form von Best Practice zur Verfügung. Und hier endet bereits die Beratungstätigkeit. Was der Klient aus dem Wissen heraus entwickelt, ist allein ihm überlassen.

Das heißt, der Klient ist allein dafür verantwortlich, ob er die Impulse annimmt und in die Tat umsetzt oder nicht. Erst bei deren Umsetzung aber erweist sich in der Regel die Wirksamkeit einer Beratungsmaßnahme.

Ein Unternehmensberater kann zum Großteil den erfolgreichen Wissenstransfer modifizieren. Doch für den Erfolg und dessen Voraussetzung bleibt der Klient letztendlich selbst verantwortlich.

Der Unternehmensberater bietet einem Kunden eine Beratung in Form einer Dienstleistung an. Bei einer Unternehmensberatung steht meistens das Management des Klienten im Mittelpunkt der Dienstleistung.

Genauso gut aber holen sich Firmen Beratung bei fachlichen Entscheidungen, Veränderung, speziellen Dienstleistungen oder bei Personalfragen. Unternehmensberater sprechen in diesem Zusammenhang von „Mandat“ oder „Engagement“, wenn sie von einem Auftrag sprechen. Kunden werden dementsprechend auch als „Klienten“ oder „Mandanten“ bezeichnet.

Auch der Begriff des Unternehmensberaters ist in Deutschland nicht geschützt (anders als in Österreich). Neben großen Beratungsunternehmen wie McKinsey & Company, Roland Berger Strategy Consultants, Boston Consulting Group, Booz & Company oder Bain & Company gibt es noch eine Vielzahl mittlerer und kleiner Beratungsunternehmen und Einzelberater, die ihre Tätigkeit selbstständig ausüben.

Ein Qualitätsmerkmal von Beratern und Beratungsunternehmen in Deutschland ist unter anderem die Mitgliedschaft und Zertifizierung im Bundesverband Deutsche Unternehmensberater e.V. als Deutschlands größten, erfolg- und einflussreichsten Unternehmensberaterverband.

Das Berufsbild des Beraters

Da die Beratungstätigkeit in Deutschland keinem Berufsschutz unterliegt, kann sich jeder in der Beratung Tätige als Berater bezeichnen.

In der Praxis kann das unangenehme Folgen haben. Wenn beispielsweise ein als unabhängig auftretender „Berater“ bestimmte Dienstleistungen (unter anderem Versicherungen) ausgewählter Vertragspartner anbietet und vertreibt.

Berater unterliegen nicht der Gewerbeordnung, sondern sind freiberuflich tätig. Voraussetzung sind lediglich ein (Fach-) Hochschulstudium und das man im Sinne des § 18 Einkommenssteuergesetz „auf Grund eigener Fachkenntnisse leitend und eigenverantwortlich tätig“ ist.

Aus akademischer Sicht erlangt man eine Qualifikation zum Unternehmensberater, wenn man

  • ein wirtschaftswissenschaftliches Hochschulstudium
  • oder Hochschulstudium mit betriebswirtschaftlichen Zusatzstudium
  • sowie einer dreijährigen Berufserfahrung vorweisen kann.

Dies ermöglicht auch Quereinsteigern als Unternehmensberater tätig zu werden. Unternehmensberatungen beschäftigen zum Großteil Hochschulabsolventen aus beinahe jeder Fachrichtung.

Nur etwa die Hälfte aller Consultants hat einen betriebswirtschaftlichen Hintergrund. Derzeit sind Absolventen insbesondere aus den Bereichen Mathematik, Physik, Psychologie, Pädagogik und Medizin bei den großen Unternehmensberatungen gefragt.

Nach den Fachverbänden wie dem Bundesverband Deutsche Unternehmensberater e.V. gelten Unternehmensberater als hauptberuflich beratend Tätige, die mindestens 150 Beratungstage und mindestens 30 Stunden Weiterbildung im Jahr vorweisen können. Mögliche Beratungsthemen können sein:

  1. Fusionen oder Übernahmen, beispielsweise von Unternehmen, Bereichen oder Abteilungen innerhalb eines Unternehmens
  2. Outsourcing oder Global Sourcing
  3. Umstrukturierung und Change-Management-Prozesse
  4. Kostensenkung
  5. Strategieentwicklung, Strategieplanung und Strategieumsetzung
  6. Einführung neue Technologien, Prozesse, Arbeitsmethoden oder Systeme
  7. Optimierung von Beschaffung / Einkauf
  8. PR-Beratung
  9. Personalberatung / Headhunting
  10. Finanzierungsberatung
  11. Organisationsberatung
  12. Kommunikationsberatung

Beratungsansätze in der Praxis

Berater verfolgen bei ihrer Tätigkeit in der Regel einen oder mehrere Beratungsansätze, die sich am Beratungsbedarf der Mandanten oder am Beratungsgeschäft des eigenen Unternehmens orientieren. In der Beratungsliteratur findet man folgende theoretischen Ansätze:

  1. Prozessorientierter Beratungsansatz (Systemische Beratung, Organisationsentwicklungs- und Personalentwicklungsberatung)
  2. Inhaltsorientierter Beratungsansatz (Gutachterberatung, Expertenberatung)
  3. Komplementärberatung (gezielte Kombination unterschiedlicher Beratungsansätze)

Gedanken zur Zukunft des Beraterberufes

Der Bedarf an Beratungsleistungen wird vor dem Hintergrund der zunehmenden Globalisierung und deren Auswirkungen auf Menschen, Gesellschaft und Wirtschaft weiter zunehmen. Die Tätigkeiten als Berater sind vielfältig. Die Zukunftsaussichten sehen gut aus.

Wer sich aber als Berater am Markt von anderen unterscheiden und abheben will, sollte einen entsprechenden Werdegang vorweisen, also mindestens eine Tätigkeit als Junior Consultant in einer etablierten Unternehmensberatung.

Eine andere Möglichkeit ist die Spezialisierung auf bestimmte Branchenfelder (Expertenberatung) sowie eine Qualifizierung und Zertifizierung einer anerkannten Hochschule und / oder eines oder mehrere Fachverbände.

Für selbstständige Berater ist der Aufbau eines Netzwerkes, um zu jeder Zeit auf Experten mit ergänzenden Qualifikationen zurückgreifen zu können, unabdingbar. Eine kontinuierliche Weiterbildung und der regelmäßige Erfahrungsaustausch geben zusätzlich neue Impulse für die eigene Beratung.

Unternehmensberater ist ein erstrebenswerter Beruf

Berater, allen voran Unternehmensberater, haben in der Öffentlichkeit mit vielen Vorurteilen zu kämpfen. Bei einem genauen Blick auf die Tätigkeit eines Beraters erkennt man jedoch schnell, dass nicht einmal die Hälfte aller in der Presse kolportierten Vorurteile auch nur im Ansatz begründet sind.

In der Wirtschaft sind die Leistungen externer Berater heute kaum mehr wegzudenken. Sowohl Firmenkunden als auch die öffentliche Verwaltung holen sich regelmäßig die Hilfe von Beratern ins Haus, wenn ihnen selbst das Know-how oder die Ressourcen für die Bewältigung von Aufgaben, komplexen Projekten oder Problemen fehlen.

Die Branche bietet überdurchschnittliche Verdienstmöglichkeiten

Das Honorar richtet sich dabei nach Komplexität, Schwierigkeit und Dringlichkeit des Beratungsprojekts. Wer als Berater tätig werden möchte, hat die Möglichkeit sich einem der Global Player anzuschließen, die ein breites Spektrum an Dienstleistungen abdecken.

Eine andere Möglichkeit sind Beratungsunternehmen, die sich auf eine bestimmte Sparte oder Zielgruppe spezialisiert haben. Unternehmensberatungen wie McKinsey, Roland Berger oder Boston Consulting wetteifern nicht nur um Klienten, sondern auch um die besten Berater.

Wer ein Angebot eines der Global Player bekommt, hat in der Regel auch schon eines der Konkurrenz in der Tasche. Die Verdienstmöglichkeiten für Berater sehen also nicht schlecht aus, weshalb für viele Young Professionals die Unternehmensberatung ein Traumberuf ist.

Eine Tätigkeit als Unternehmensberater hat nach wie vor für viele Hochschulabsolventen einen mystischen Klang. Harte, aber abwechslungsreiche Arbeit, hohe Gehälter, internationale Geschäftsreisen und Abends einen Abstecher in den After Business Club.

Dies verbinden viele mit dem positiven Image der Beraterbranche. Dabei hat sich die ursprünglich stark wirtschaftswissenschaftlich geprägte Disziplin in den zurückliegenden Jahren nicht nur gegenüber Ingenieuren und Naturwissenschaftlern geöffnet.

Mittlerweile haben mehr als 10 Prozent der neueingestellten Berater einen kultur- und geisteswissenschaftlichen Hintergrund. Was zählt, ist neben einem erstklassigen Hochschulabschluss, die Fähigkeit des logischen Denkvermögens und der strukturierten Problemlösung.

Breite Auswahl an potentiellen Arbeitgebern

Hochschulabsolventen steht dabei eine große Auswahl an potentiellen Arbeitgebern zur Verfügung. Rund 14.000 Unternehmensberatungen bieten in Deutschland ihre Dienstleistungen an.

Hinzu kommen viele Firmen, die zwar keine Beratungsunternehmen im klassischen Sinn darstellen, die jedoch auch zum Teil im Beratungsmarkt mitmischen, wie zum Beispiel Marketingunternehmen, Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, Steuerberatungs- und Rechtsanwaltskanzleien und IT-Dienstleister.

Hinzu kommt, dass die Beraterbranche zu den Wachstumsmärkten in Deutschland zählt. Es ist deshalb nicht weiter verwunderlich, das jedes Jahr Tausende von Bewerbungen in den Personalabteilungen der Beratungsfirmen eingehen.

Neben der Aussicht auf ein lukratives Gehalt, die Einstiegsgehälter beginnen bei rund 40.000 Euro, spielt dabei oftmals eine Rolle, dass ein Beruftseinstieg als Unternehmensberater sehr gute Perspektiven für Folgebewerbungen eröffnen kann.

Und in der Tat nutzen sehr viele Young Professionals das Karrieresprungbrett Unternehmensberatung, um nach 3 bis 5 Jahren in andere Branchen und Tätigkeitsfelder zu wechseln.

Als Unternehmensberater selbstständig machen?

Ein selbstständiger Unternehmensberater ist ein Berater für das Management anderer Firmen. In vielen Fällen sind Start-Ups und KMUs die Zielgruppe, aber auch Großunternehmen profitieren für ihre strategische Ausrichtung von einer rundum auf sie zugeschnittenen Beratung.

Das Consulting an sich umfasst meist ein sehr weites Feld, welches von fachlichen Entscheidungen, IT-Beratung, über Personalfragen oder der Marketingstrategie bis hin zur Unternehmensstrategie reicht.

Übergreifende Fragen und Detailfragen sind gleichermaßen für ein Unternehmen wichtig. Ein junger Unternehmer baut sich in diesem Bereich sehr schnell einen individuell passenden Schwerpunkt auf, in dem er sich weiterentwickeln kann.

Ein selbstständiger Unternehmensberater benötigt also selbst die notwendige Qualifikation, um umfangreiche Entscheidungen zu treffen und ein Unternehmen, ganz gleich in welcher Branche in die richtige Richtung zu führen.

Für solch eine Tätigkeit sollte ein selbstständiger Unternehmensberater in der Lage sein den notwendigen Überblick zu besitzen und aktuelle Trends und Entwicklungen im Auge zu behalten.

Ausgezeichnete Berater schaffen es neue Trends so frühzeitig zu entdecken, dass sie diese als Trendsetter platzieren.

Unternehmensberater sind überwiegend freiberuflich tätig. Eine Qualifikation für diesen Beruf zu erwerben verlangt ein umfassendes Know-How im Bereich der Wirtschaft. Spezialwissen ist hierbei ebenso gefragt, wie eine gute Allgemeinbildung oder die Fähigkeit zur Generalisierung.

Offenes Berufsbild ermöglicht leichten Einstieg

Zwar ist das Berufsbild an sich nicht geschützt, aber um erfolgreich arbeiten zu können ist es ratsam sich eine fundierte Ausbildung im Rahmen der Wirtschaftsberatung anzueignen. Dafür kommt beispielsweise ein Studium der BWL, Jura und Volkswirtschaftslehre in Frage.

Heutzutage finden sich in diesem Berufsfeld eine Vielzahl von Hochschulabgängern aus den Bereichen der Psychologie, Medizin, Physik, Mathematik oder auch Pädagogik. Eine universitäre Ausbildung ist allerdings nicht verpflichtend, wobei sie für das Erlangen des notwendigen Horizontes sehr hilfreich ist.

Dennoch gibt es eine Vielzahl von Quereinsteigern, die viel vom Fachlichen des Unternehmertums verstehen und daher für die Tätigkeit ausreichende Voraussetzungen mitbringen.

Die vorausgesetzte Qualifikation hängt mitunter aber auch von der Sparte ab, in welcher ein selbstständiger Unternehmensberater arbeiten will.

In bestimmten Branchen ist es unabdingbar, dass ein Berater möglichst genau mit dem Berufsbild vertraut ist und sich in allen Bereichen des jeweiligen Teilgebietes exzellent auskennt. Beispiele dafür sind:

  • die Medizin
  • die Pharmazie
  • die Chemie
  • der Lebensmittelsektor
  • das produzierende Gewerbe oder ähnliche Bereiche.

Der selbstständige Unternehmensberater ist also entweder ein Spezialist oder ein Allrounder, der sich in allen Bereichen sehr gut bewegen kann.

Um erfolgreich in der Branche tätig zu werden, muss er eine gute Qualifikation vorlegen oder überzeugend vermitteln, dass er ausreichende Fähigkeiten für eine exzellente Beratungsleistung mit sich bringt.

Eine optimale Voraussetzung ist es ebenfalls, wenn der Berater bereits in einem anderen Beratungsunternehmen tätig war und sich hierdurch bereits einen Namen gemacht hat. Mitgliedschaften in Berufsverbänden unterstützen Ihn beim Einstieg in diesem Bereich nicht nur in der beruflichen Orientierung, sondern vermitteln dem Kunden auch Vertrauen in die Dienstleistung.

Gründungszuschüsse erleichtern den Einstieg

Für die Unternehmensgründung gibt es eine ganze Reihe von Zuschüssen und Finanzierungsmöglichkeiten. So gibt es günstige Kredite von der KfW-Bank oder auch Gründungszuschüsse vom Staat.

Das wichtigste für den Einstieg als selbstständiger Unternehmensberater sind jedoch ausreichend Kontakte und ein hochwertiges Netzwerk, um zügig einen Kundenstamm aufzubauen.

Solche Kontakte lassen sich am einfachsten auf Existenzgründungsmessen oder allgemein auf branchenspezifischen Messen oder Unternehmertreffs knüpfen.

Durch erste Kontakte weitet sich ein Netzwerk außerdem schnell aus und schafft durch regelmäßige Kontaktpflege wieder neue Kontaktmöglichkeiten.

Auch gibt es eine ganze Reihe von Möglichkeiten zur beruflichen Weiterbildung, womit man nicht nur seine Fähigkeiten auf dem Laufenden halten, sondern ebenfalls interessante Kontakte zu Berufskollegen knüpfen kann.

Strategische Kommunikationsberatung ist gefragt

Die Strategische Kommunikationsberatung ist ein relativ junges Beratungsfeld, das allem Anschein nach in den nächsten Jahren immer wichtiger wird. Die Bezeichnung klingt etwas befremdend für unsere Ohren.

Ist denn ein Beratungsprozess nicht immer strategisch angelegt? Kann es überhaupt eine Kommunikationsberatung geben, die nicht strategisch durchdacht ist? Man hegt auf Anhieb den Verdacht, dass es hier um eine differenzierte Formulierung für etwas nicht so Neues geht.

Und das in einer Zeit, die süchtig nach neuen Paradigmen ist. Schließlich gibt es ja die bereits seit Jahrzenten etablierte PR-Beratung. Viel wichtiger ist es allerdings einzusehen, was diese Bezeichnung signalisiert. Kommunikationsberatung wird immer bedeutender für die strategischen Ziele von Unternehmen und Organisationen. Das ist eine allgemeine Stimmung, die leicht spürbar ist.

Der Markt wächst langsam aber stabil

Das Feld für diese Beratungsdienstleistung wächst langsam aber stabil. Dies hat auch mit den neuesten Entwicklungen am Beratungsmarkt zu tun. Der Markt nimmt an vielfältiger Komplexität zu, während die Finanzkrise Wettbewerb im globalen Umfeld viel härter macht.

Ein hervorragendes Produkt oder exzellente Dienstleistungen reichen nicht aus. Vielmehr müssen Sie diese adäquat kommunizieren und in den richtigen Kanälen multiplizieren.

Es gibt einen starken Überfluss an Angebot, während die Nachfrage instabil ist. Die Nachfrage müssen Sie daher kommunikativ stimuliern. Deswegen tauchen immer mehr neue Kommunikationsberatungen in den deutschen Wirtschafts- und Finanzzentren wie Berlin, Hamburg, Frankfurt oder München auf.

So kann die Beratungsqualität sichergestellt werden

Olaf Hoffjann stellt dar, wie Kommunikationsberater und ihre Kunden die Qualität ihrer Kooperation nachhaltig sichern und optimieren können. Der Autor beschreibt wissenschaftlich fundiert, wie sich eine dauerhaft tragfähige Zusammenarbeit zwischen Kommunikationsberatern und Kunden entwickeln kann.

Er geht dabei vom systemischen Verständnis von Beratung aus. Vom Prozess über verschiedene Formen des Consultings bis hin zur konkreten Umsetzung. Olaf Hoffjann erklärt, was zu viel Nähe, aber auch zu viel Distanz zwischen den Parteien bedeutet.

Wie die optimale Zusammenstellung aussehen sollte. Und wo mögliche unsichtbare Stellen liegen. Alles in allem ein Buch, das Berater und Kunden zum hinterfragen auffordert. Die Rollen und Handlungen zu reflektieren und anzupassen, um gemeinsam bessere Ergebnisse zu erreichen.

Social Media verändert unsere Kommunikation

Unsere heutige Gesellschaft spielt sich in einem virtuellen Raum im Rahmen einer medialen Demokratie ab. Dazu haben die Sozialen Medien eine wichtige Rolle eingenommen.

Soziale Medien sind nicht mehr eine marginale Erscheinung. Wie sie es vor einigen Jahren noch waren. Sondern sie sind in allen Bereichen des Marketing und des Vertriebs von großer strategischen Bedeutung. Ja sogar unersetzbar. Soziale Medien bergen ein großes Potenzial für alle Marktakteure aber auch viele Gefahren.

Wenn sie richtig eingesetzt werden, können sie Wunder wirken, was die Strategie von Unternehmen und Organisationen betrifft. Ist das Gegenteil der Fall, dann kann es zu fatalen Konsequenzen kommen. Im Bereich der Soziale Medien ist eine gute Strategie das A und O des Erfolgs.

Dadurch können Sie eine Botschaft erfolgreich kommunizieren. Langfristige Partnerschaften entstehen und die breite Öffentlichkeit ist beteiligt. Eine nachhaltige Strategie muss alle drei Faktoren miteinander vereinen.

Kommunikationsberater und die Nähe zur Politik

Der Markt ist der eine Akteur. Der andere ist die Politik. Nie war die Verflechtung dieser beiden Instanzen des gesellschaftlichen Lebens so dicht wie in unserer Zeit. Die schwierige Marktlage schafft das Bedürfnis einer größeren Nähe zur Politik.

Wirtschaft braucht die Allianz mit der Politik. So konzentriert sich ein Teil der Strategischen Beratungsagenturen auf Lobbyarbeit, damit eine Win-Win-Konstellation zwischen Politik und Unternehmen entsteht.

So müssen Unternehmen und Organisationen zeigen, dass sie Einfluss auf die Öffentlichkeit haben und populär in der Gesellschaft sind. Somit können sie sich als attraktive Partner für die Politik profilieren.

Die Zukunftsaussichten sind glänzend

Das Beratungsfeld hat eine glänzende Zukunft. Das steht mindestens für die nächsten Jahre fest. Ob sich dieses junge Beratungsfeld langfristig hält, ist schwer vorherzusehen, da es ein wahres Kind unserer Zeit ist.

Es handelt sich um eine Schnittstelle. Und heute entwickeln sich fast alle traditionellen Branchen zu Schnittstellen. Das trifft vor allem die Beratertätigkeit. Strategische Kommunikationsberatung mag in dieser Hinsicht ein Hinweis auf diesen neuen Paradigmenwechsel sein.

Subventionsberater lichten den Subventionsdschungel

Viele Unternehmen sind daran interessiert, sich geschäftlich weiterzuentwickeln. Dies kann zum Beispiel durch Investitionen in neue und innovative Produkte oder Dienstleistungen geschehen. Denn es ist in vielen Fällen bedauerlich, wenn neue oder gewohnte Wege mangels finanzieller Mittel verschlossen sind.

Gerade wenn der Verlust von Arbeitsplätzen im Raum steht, ist oft der Staat daran interessiert, einen Betrieb zu fördern. In diesem Fall spricht man von Subventionen. Leider sind nicht immer allen Unternehmern die Möglichkeiten an Subventionen bekannt.

Es ist daher wichtig, dass man sich an entsprechende Fachleute wendet. Es gibt auf dem Gebiet Fachleute, die sich damit sehr genau auskennen. Hier spielen auch gewisse politische und rechtliche Kenntnisse oftmals eine große Rolle.

Gute Subventionsberater agieren zukunftsorientiert

Ein Subventionsberater ist oft dazu in der Lage, einen Betrieb sehr realistisch einzuschätzen. Er kann Ihnen dann in den meisten Fällen sehr gute Tipps geben. Zum Beispiel dahingehend, welche Subventionen Sie jetzt oder in der Zukunft nutzen können.

Sie werden in vielen Fällen merken, dass Sie als Laie gar nicht in der Lage sind, solche Situationen real einzuschätzen. Es mag sicher sein, dass Sie in vielen Fällen ein Unternehmen dank Subventionen weiterführen können.

Dies ist nicht selten auch dann möglich, wenn Sie glaubten, auf keinen grünen Zweig zu kommen. Natürlich ist es überaus wichtig, dass Sie sich einen guten und seriösen Subventionsberater suchen. Nur dann können Sie eine echte Hilfe erwarten.

Woran erkenne ich einen guten Subventionsberater?

Ein guter Subventionsberater sollte in der Lage sein, bestimmte Erfolge vorzuweisen. Dies bedeutet, dass er Mandanten nennen kann, die von der Beratung einen echten Vorteil hatten. Im besten Fall ist es sogar möglich, dass Sie Referenzunternehmen kontaktieren.

Die wiederum eine erfolgreiche Beratung hinter sich haben. Diese Referenzen können Ihnen auch erklären, wie eine Beratung im optimalen Fall abläuft. Hierdurch können Sie ein sehr gutes Bild über die gesamte Materie gewinnen.

Einen guten Subventionsberater können Sie durchaus fragen, ob er Erfolge aus der Vergangenheit anführen kann. Als Beispiel für seine gute Arbeit. Sie werden dann auf jeden Fall erkennen, dass Sie einen seriösen Unternehmensberater vor sich haben.

Ist eine Beratung auch für Privatleute geeignet?

Vielleicht fragen Sie sich, ob eine Fördermittelberatung auch eine gute Hilfe für Privathaushalte sein kann. Hierauf kann man mit einem klaren ja antworten. In vielen Fällen können auch Privatleute von Subventionen des Staates profitieren, zum Beispiel bei der Absicht, sich selbstständig zu machen.

Ein guter Subventionsberater wird Ihnen immer Mittel und Wege aufzeigen. Zum Beispiel wie es möglich ist, in diesem Bereich staatliche Hilfen in Anspruch zu nehmen. So lässt sich mit einer guten Beratung der Traum von der Selbständigkeit eventuell wesentlich leichter erfüllen.

Durch einen guten Subventionsberater werden Sie aber auch in sonstiger Weise sehr gut privat beraten. Dies kann zum Beispiel dann der Fall sein, wenn Sie im Eigenheim neue Energien nutzen wollen.

Für Solar- oder Windenergie gibt es sehr gute Programme. Nach einer guten Unternehmensberatung wird Ihnen sehr viel klarer sein, wie Sie diese gekonnt in Anspruch nehmen. Und dadurch können Sie ein erhebliches Einsparpotenzial realisieren.

Systemische Organisationsberatung – Die Herkunft des Konzeptes

Der Begriff der Systemischen Organisationsberatung versteht Beratung als eine Intervention in einem komplexen, lebenden, sozialen System, dem ein spezifisches und systemtheoretisches Grundverständnis zu Grunde liegt. Diese Form der Beratung als Intervention kann auf alle Arten und Größen von Organisationen mit dem Ziel der Steigerung des Selbstentwicklungspotentials angewendet werden.

Die Systemische Organisationsberatung ist eine Weiterentwicklung im Rahmen der Unternehmensberatung. Der Begriff „Systemisch“ kommt ursprünglich aus der Familientherapie.

Dabei wird versucht, Probleme, Störungen oder Krankheiten eines Familienmitgliedes in den Gesamtkontext der Familie einzubetten und Muster, Strukturen und Störung innerhalb der Familie zu verdeutlichen und anschließend Lösungsmöglichkeiten aus der Familie heraus zu entwickeln.

Positiver Nebeneffekt der Arbeit im Rahmen der Familientherapie ist, dass nicht das Problem eines Mitgliedes bearbeitet und daher die Gefahr bestehen würde nur die Symptome zu behandeln, sondern das ganze System Familie behandelt wird, um die wirklichen Ursachen zu behandeln.

Darüber hinaus wird der Familie keine Lösung von außen übergestülpt, sondern innerhalb des Systems Lösungsmöglichkeiten entwickelt, die das Problem entweder lösen oder aber wenigstens für alle lebbar machen.

Die Übertragung auf Organisationen

Die Systemische Organisationsberatung stellt den Versuch dar, die Erkenntnisse, Formate und Interventionstechniken aus der Familientherapie auf größere, komplexere soziale Systeme zu übertragen. Hintergrund dieser Bemühung ist auch die Erkenntnis, dass man komplexe Probleme von Organisationen nicht lösen kann, wenn man nur ein einzelnes Element betrachtet.

Nach der Theorie der Systemischen Organisationsberatung benötigen komplexe soziotechnische Systeme, wie sie Organisationen darstellen, keine vorgegebenen Lösungen, sondern nur Unterstützung bei der Lösungsfindung.

Die Lösung für komplexe Probleme soll also aus der Organisationseinheit selbst kommen. Dem liegt die Annahme zu Grunde, dass die besten Experten für das Problem die Mitglieder der Organisation sind, die das Problem haben.

Daher sind sie auch die Experten für die Lösung des Problems, so dass sich die Arbeit des Systemischen Beraters auf Unterstützung der Organisationsmitglieder durch Coaching, Anregungen zur Selbstreflexion und hinführenden Fragestellungen beschränkt.

Ansatzpunkte aus Systemischer Sicht

Wenn man ein soziales System verstehen möchte, dann muss man die Regeln kennen, die das Verhalten der Organisationsmitglieder in diesem System unter verschiedenen Aspekten leitet. Daher ergeben sich für die Systemische Organisationsberatung verschiedene Ansatzpunkte zur Lösung von Problemen in sozialen Systemen.

Dies können Veränderungen in Bezug auf Personen, subjektive Deutungen, Veränderung von Verhaltensregeln und deren gemeinsamer Deutung, Interaktionsstrukturen, Systemumwelt, zukünftige Entwicklungsrichtung und/oder –geschwindigkeit sein.

Das Verständnis von Organisationen in der Systemischen Organisationsberatung

Das Organisationsverständnis entwickelte sich in den späten 1980’er Jahren des letzten Jahrhunderts und wurde aus der Systemtheorie abgeleitet, die hier nur kurz und knapp und keinesfalls abschließend dargestellt werden.

Organisationen entwickeln im Laufe ihrer Entstehung und Weiterentwicklung Grenzen gegenüber ihrer Umwelt, um sich gegenüber der Umwelt abgrenzend definieren zu können („Wir hier drinnen“ versus „Die da draußen“). Das heißt, Organisationen entwickeln spezifische Handlungen, Begrifflichkeiten, eigene Werte und (Eigen-)Sinn.

Die Mitglieder streben danach, sich selbst gleich zu bleiben und im Rahmen ihres und des Selbstverständnis der Organisationsform zu handeln. Die Abgrenzung einer Organisationseinheit gegenüber der Umwelt wird als eine der wichtigsten Eigenleistungen empfunden.

In diesem Sinne sind Organisationen in ihren Handlungen selbstbezüglich. Das heißt, die Handlungen von Organisationen und deren Mitgliedern schließen an Handlungen der Vergangenheit an, mit der Begründung, dass die vorhergehenden Handlungen wesentlich und erfolgreich für den Fortbestand der Organisation waren („Das haben wir schon immer so gemacht“). Organisationshandlungen beziehen sich fast ausschließlich auf innere Zustände.

Dabei werden nur Reize von außen mit Logiken verarbeitet, die sich aus der Organisationsgeschichte ergeben. Ein anderes Vorgehen als das von der Organisationseinheit und deren Mitglieder praktizierte werden von der Organisation/Organisationsmitgliedern als kaum vorstellbar abgelehnt. Die Systemische Organisationsberatung versucht die Wirkungen, das Wirkungsgefüge und die Funktionsmuster dieser Handlungsweisen zu fokussieren, aufzudecken und zu verstehen.

In Organisationen entstehen eigene Innen- und Umwelten, die durch die jeweilige Organisationsbrille betrachtet und interpretiert werden. Es bilden sich interne Strukturen, Kommunikationswege, Verfahren, Managementsysteme und besondere Kompetenzen aus. Diese sind vor allem geprägt durch besondere Ereignisse und die Erfahrungen der Organisation.

Dadurch kommt es zur Entwicklung in der Vergangenheit erfolgreicher Handlungsweisen, Konventionen und Verfahrensweisen, die jedoch in der Praxis und außerhalb der Organisationseinheit nie widerlegt worden sind.

Die Gefahr dabei ist, dass Organisationen blinde Flecken entwickeln und nicht mehr auf die sich verändernde Umwelt reagieren können, weil diese neue und andere Handlungsweisen von der Organisation erfordern, als diese in der Lage ist zu vorzunehmen.

Methoden und Werkzeuge

Wie bereits angedeutete, verwendet die Systemische Organisationsberatung ähnliche Methoden, Werkzeuge und Interventionen wie die Familientherapie in Bezug auf das soziale System Familie. Daher bedient sich die Systemische Organisationsberatung umfassender Fragetechniken und Beobachtungen 2. Ordnung (Kybernetik). Hinzu kommen Einstellungen und Haltungen des Systemischen Berater, die für das Interventionsverständnis des Beratungsansatzes grundlegend sind.

Zirkuläre Fragen

Die zirkulären Fragen gehören zu den wichtigsten Fragetechniken der Beratung. Sie helfen dem Berater, aber auch den Organisationsmitgliedern, ein System zu erkunden und zu verstehen. Mit zirkulären Fragen ist im weitesten Sinn das Einholen anderer Perspektiven gemeint.

Das heißt, beim zirkulären Fragen werden auch die (möglichen) Sichtweisen der relevanten Umwelten einer Organisation und eines Problems eingeholt. Das zirkuläre Fragen kann u.a. die Dimensionen Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft sowie die Umdeutung oder Umkonnotierung beinhalten.

Beobachtungen 2. Ordnung

Multiperspektivität ist eines der grundlegenden Verständnisse dieses Beratungsansatzes. Beobachtungen 2. Ordnung beruhen auf dem radial konstruktivistischen Ansatz, dass es, vereinfacht ausgedrückt, keine beschreibbare Realität gibt, sondern eine Vielzahl im Alltag brauchbare Wirklichkeitskonstruktionen. Demnach gibt es auch kein „richtig“ oder „falsch“, sondern nur im gegebenen Kontext hilfreiches oder nützliches Verhalten, das eine Situation lebbar macht.

Aufgabe des Systemischen Beraters ist es, Beobachtungen 2. Ordnung zu machen und in diese in die Organisationsstruktur zurückzumelden. Dabei werden die Muster von Interaktionen der Organisationsmitglieder beobachtet. Da der Systemische Berater ein Externer ist, also eine Außenperspektive in die Organisation einbringt, kann er mögliche blinde Flecken der Organisationsmitglieder identifizieren und sichtbar machen.

Dadurch wird in der Regel die Organisation zunächst verstört und in ihren Mustern unterbrochen. Anschließend besteht die Chance, neue Handlungsmuster zu entwickeln und „einfach mal etwas anderes zu machen“. Dadurch werden die (Handlungs-)Möglichkeiten eines Systems und deren Mitglieder vergrößert und zur gemeinsamen Reflexion angeregt.

Haltung und Einstellungen des Systemischen Organisationsberaters

Die persönliche Haltung und Einstellung des Systemischen Beraters beeinflussen den Blick auf die Organisation. Zum Set eines professionellen Systemischen Organisationsberaters gehören bestimmte Einstellungen und Haltungen (z.B. Neutralität und Allparteilichkeit, Neugierde, Empathie etc.) Demzufolge wird die Wahrnehmungsperspektive des Beraters und der Klienten erweitert und andererseits wird dadurch das benötigte Vertrauen für die Kooperation zwischen Organisation und Berater aufgebaut.

Die fünf Schwerpunkte der Technologieberatung

Die Technologieberatung ist eine in der Regel externe Beratungsleistung. Diese setzt dabei im Wesentlichen beim Technologiemanagement eines Unternehmens an.

Das Technologiemanagement wiederum beinhaltet die Planung, Durchführung sowie die Kontrolle der Entwicklung. Weiterhin natürlich auch die Anwendung von neuen Technologien in einem Unternehmen.

Die Beratung soll dazu beitragen, dass Firmen die neueste Technologie zur Schaffung und zum Ausbau von Wettbewerbsvorteilen erfolgreich einsetzen.

Ein guter Technologieberater nimmt dabei sowohl die internen als auch die externen Entwicklungs-und Anwendungspotentiale in den Blick. Nachfolgend will ich Ihnen die fünf möglichen Schwerpunkte einer Technologieberatung vorstellen.

Die Technologiefrüherkennung

In der Technologiefrüherkennung werden Betriebe bei der Identifizierung von neuer und vor allem relevanter Technologie unterstützt. Und es erfolgt eine Bewertung der möglichen Chancen und Risiken für das Unternehmen.

Dabei geht es sowohl um das Erkunden von neuen Trends innerhalb einer bestehenden Technologie. Als auch um das Erkennen von grundsätzlichen Technologieumbrüchen. Die Technologiefrüherkennung ist umso wichtiger, da technologische Veränderungen und Entwicklungen oftmals außerhalb der eigenen Branche ihren Anfang nehmen. Und sich damit nicht im unmittelbaren Fokus befinden.

Daher ist es oftmals schwer, neue Trends überhaupt zu erkennen und deren Relevanz zu bewerten. Wichtig ist dabei die Identifizierung von Zukunfts- oder Schrittmachertechnologien.

Das sind solche, die sich zwar noch in der Entwicklungsphase befinden. Denen aber für den zukünftigen Wettbewerb eine entscheidende Rolle beigemessen wird. Die aktuellen Stichworte in der Debatte sind dabei Big Data, Digitalisierung, Internet der Dinge und Industrie 4.0.

Klar ist, das diese vier technologische Großtrends die Zukunft unserer Unternehmens- und Arbeitswelt maßgeblich bestimmen werden. Was das im Einzelnen für ihren Betrieb und ihre Geschäftsfelder bedeutet, analysiert die Technologieberatung.

Die Technologiebewertung

In diesen Zusammenhang fällt ein weiteres wichtiges Aufgabenfeld dieses Beratungszweiges, die Technologiebewertung. Die Bewertung bestehender und neuer Technik für die eigene Branche ist enorm wichtig. Vor allem für die strategische Ausrichtung am Markt.

Dabei geht es auch um die professionelle Beratung in Bezug auf alternative Technologiekonzepte und technologische Kompetenzen. Bei der Technologiebewertung spielen verschiedene, zum Beispiel ökologische, politische, rechtliche, soziale, kulturelle oder makroökonomische Einflussfaktoren eine Rolle.

Hierbei werden insbesondere auch die Anforderungen, die die Kunden an die Produkte des Unternehmens stellen, untersucht. Bei der Technologiebewertung bedienen sich Technologieberater unter anderem abgewandelter Instrumente der klassischen Betriebswirtschaftslehre.

Die Technologiestrategie

Das wohl umfassendste und potentiell bedeutendste Aufgabengebiet der Technologieberatung ist jedoch die Beratung zur Gestaltung einer zukunftsfähigen Technologiestrategie.

Dabei geht es in erster Linie um die Planung von strategischen Prozessen im Technologiebereich. Ausgangsbasis für die Formulierung von Technologiestrategien ist grundsätzlich zunächst einmal die Auswahl der benötigten Technologie.

Und damit die Frage, in welche Bereiche von Forschung und Entwicklung Sie später weiter investieren. Ein wesentlicher Wettbewerbsvorteil von Unternehmen ist dabei die Einführung neuer Produkte. Beziehungsweise von Produkten, die Sie auf der Basis neuer technologischer Ansätze erzeugen werden.

Daher unterstützen Technologieberater vor allem technologieorientierte Firmen. Und zwar bei der Entwicklung von langfristigen Meilensteinen für die Einführung neuer Technologieverfahren. Überdies bei den darauffolgenden weiteren Technologiegenerationen.

Die klassische Frage des „Make-or-Buy“

Eng verbunden mit den drei vorgenannten Punkten ist dabei die folgende Frage. Wollen Sie die benötigten Innovationen selbst entwickeln oder kaufen Sie diese zu. Auch hierbei unterstützt ein Technologieberater seinen Kunden. Die Bandbreite reicht dabei von der vollständigen Eigenentwicklung bis hin zur Kooperation mit Mitbewerbern oder Forschungseinrichtungen.

Die Vorteile solcher Kooperationen sind die geringeren eigenen Entwicklungskosten und der Zugang zum wertvollen Wissen der Entwicklungspartner. Nachteilig sind dagegen der möglich Wissensabfluss aus dem eigenen Unternehmen und die möglicherweise starke Abhängigkeit vom Kooperationspartner.

Die Unterstützung in Patentfragen

Viele Firmen stehen irgendwann vor der Entscheidung, ob sie ihre (neu entwickelten) Technologien patentieren lassen sollten oder nicht. Und wenn ja, wo eine solche Patentierung bestenfalls vorgenommen werden sollte.

Insbesondere im Bereich forschungsintensiver Techniken stellt sich dabei die Frage nach einer strategischen Patentstrategie. Auch hierbei unterstützen Technologieberater. Denn zum einen können Sie durch Patente Konkurrenten und Mitbewerber (teilweise) vom Wettbewerb ausschließen.

Beziehungsweise Sie können Einnahmen durch die Vergabe von Lizenzen erzielen. Darüber hinaus hat eine Patentierung auch Einfluss auf die Reputation des Unternehmens. Demgegenüber stehen jedoch die teilweise sehr hohen Kosten für die Patentanmeldung.

Ein Verzicht auf Patente kann beispielsweise dann sinnvoll sein, wenn sich diese leicht umgehen lassen. Oder wenn die Zahl möglicher Patentverletzter so hoch ist, dass Sie diesen nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand begegnen können.

Wie finde ich einen guten Technologieberater für mein Unternehmen?

Der Markt für technologische Beratung ist in Deutschland beziehungsweise dem deutschsprachigen Raum ganz grundsätzlich sehr gut entwickelt. So gibt es von der kleinen Spezialberatung bis zur Großberatung eine dreistellige Zahl von Technologieberatungen. Und zwar für alle wesentlichen Branchen und Technologiefelder.

Eine sehr gute Quelle sind dabei immer Empfehlungen und Referenzen von Geschäftspartnern beziehungsweise befreundeten Betrieben.

Allerdings bilden diese nur einen Ausschnitt des vielfältigen Angebots ab. Daher empfiehlt es sich immer, eine umfassende Recherche über die Suchfunktion von Google vorzunehmen.

Einfach Technologieberatung plus Branche (Automobilindustrie, Maschinenbau, Chemieindustrie, …) oder Stadt (München, Hamburg, Berlin, Düsseldorf, …) eingeben.

Und schon haben Sie eine erste sinnvolle Selektion vorgenommen. Darüber hinaus empfiehlt sich die Recherche in Geschäftsnetzwerken wie Xing oder Branchenportalen wie dem unseren.

Weitere Anlaufpunkte, insbesondere für kleinere Unternehmen, können die örtlichen IHKs oder auch Technologieberatungsstellen von Universitäten und Gewerkschaften sein. Sie können natürlich auch gerne unsere datenbankgestützte Suchfunktion nutzen.

Karriere in der Technologieberatung

Dieser Beratungszweig bietet ganz grundsätzlich sehr interessante Perspektiven für Absolventen und Young Professionals. Allerdings ist diese zugleich eines der anspruchvollsten Beratungsgebiete, so dass die fachlichen Anforderungen an Technologieberater entsprechend hoch sind.

Dabei liegt es in der Natur der Sache, das alle naturwissenschaftlichen und technischen Fachrichtungen hoch im Kurs stehen. Allerdings muss jedem Bewerber klar sein, das im Beratungsgeschäft immer auch ein betriebswirtschaftlicher Blick gefordert ist.

Daher haben Bewerber, die zum Beispiel als Wirtschaftsingenieur, sowohl das technologische als auch das betriebswirtschaftliche Know-How mitbringen, sehr gute Einstiegschancen. Und nicht zuletzt gibt es für das Thema Patentrecht immer auch einen gewissen Bedarf an entsprechend spezialisierten Juristen.

Der schnellste Weg, um sich über mögliche Einstiegschancen zu informieren, ist dabei sicherlich die Suchfunktion der großen Stellenportale.

Hier finden Sie in der Regel fortlaufend zwischen 150 und 300 offenen Stellenausschreibungen für Technologieberater. Die zweite Möglichkeit ist natürlich die klassische Initiativbewerbung bei einer Technologieberatung ihrer Wahl.

Unternehmensberatung Arthur D. Little – Die älteste Beratungsgesellschaft der Welt

Die Unternehmensberatung Arthur D. Little wurde 1886 in den Vereinigten Staaten von Amerika gegründet. Der erste Hauptsitz des Unternehmens war Boston. Das Unternehmen ist damit die älteste bekannte Beratung der Welt.

In den ersten Geschäftsjahren arbeitete der Gründer Arthur D. Little in erster Linie mit Roger B. Griffin zusammen. Zusammen schrieben Sie ein Manuskript über chemische Besonderheiten bei der Papierherstellung, das jedoch nie komplett veröffentlicht wurde, da Griffin 1893 bei einem Laborunfall getötet wurde.

Little begann dann eine Zusammenarbeit mit dem MIT und einem Chemiker namens William Walker. Diese endete 1905 und 1909 wurde offiziell Arthur D. Little Inc. gegründet. Der erste Großauftrag kam 1910 von General Motors, für die Arthur D. Little ein Forschungs- und Entwicklungslabor betreiben sollte.

In diesen Jahren konzentrierte sich das Unternehmen in erster Linie auf technische Analyse und Innovationsforschung. Erst mit Beginn der 1930er Jahre änderte sich der Fokus des Betriebs auf die Bewertung von Produkten und deren Geschäftschancen.

Der neugegründete Geschäftszweig Consulting wuchs schnell weiter und schon bald konzentrierte sich das Unternehmen beinahe ausschließlich auf Beratungsleistungen. In den siebziger Jahren begann Arthur D. Little im großen Stil zu expandieren, Büros in Europa, Südamerika, Asien und im Mittleren Osten wurden eröffnet.

Den größten Erfolg erzielte das Unternehmen in den 1980er Jahren und Anfang der 1990er wagte man den Börsengang. Im Zuge der Börsenkrise kam Arthur D. Little kurzfristig in finanzielle Schwierigkeiten und musste 2002 in den USA ein Verfahren nach Chapter 11 eröffnen.

Rückbesinnung auf das Kerngeschäft

Nach dieser Beinahe-Insolvenz konnte sich Arthur D. Little nicht wieder vollständig erholen. In der Vergangenheit hatte die Unternehmensführung zu stark auf technisches Engineering gesetzt und weniger auf das lukrativere Geschäft der Strategieberatung. Während des Internetbooms Ende der 1990er Jahre vermarktete das Unternehmen verstärkt eigene Patente.

Die Insolvenz von Arthur D. Little konnte letztendlich nur durch den Einstieg der französischen Altran-Gruppe abgewendet werden. Der Hauptsitz wurde nach Paris verlegt. 2012 wurde das zentraleuropäische Beratungsgeschäft dann letztendlich an die führenden Mitarbeiter verkauft.

Das Unternehmen konzentriert sich heute wieder auf die alten Kernbereiche und arbeitet weiterhin sehr erfolgreich. Arthur D. Little veröffentlicht generell keine Kundennamen, ein Großteil der DAX-notierten Unternehmen gehört jedoch vermutlich zu den Kunden der Beratungsgesellschaft.

Im zentraleuropäischen Bereich sind derzeit ungefähr 300 Berater tätig, das Unternehmen unterhält Büros in Deutschland (München, Frankfurt), der Schweiz (Zürich), Österreich (Wien), Rumänien (Bukarest) und Tschechien (Prag). Weltweit gibt es 30 Niederlassungen und Büros und mehr als 1.000 Menschen arbeiten für Arthur D. Little.

Der Arthur D. Little Industrielebenszyklus

Nicht nur die Boston Consulting Group hat eine Matrix für die praktische Arbeit des Managements entwickelt. Wenn auch weniger bekannt, so hat die Beratungsgesellschaft mit der ADL-Matrix ein eigenes Industrielebenszyklus-Modell entwickelt, mit dessen Hilfe die strategische Unternehmensführung unterstützt wird.

Unternehmensberatung Baden-Württemberg

mcc experts GbR

Klosterwiese 8 in 73434 Aalen

Webseite: www.mcc-experts.de

Beratungsprofil

Change Management • Kennzahlensysteme • Logistikberatung • Personalentwicklung • Produktionsberatung

Erhöhen Sie Ihre Wettbewerbsfähigkeit, indem Sie Ihre Kosten senken sowie die Qualität und den Lieferservicegrad erhöhen. Betrachten Sie Ihre Prozesse und Strukturen aus unterschiedlichen Blickwinkeln. So erlangen Sie gründliche Kenntnisse über die bestehenden Abläufe. Und Sie können diese optimal gestalten.

Wir unterstützen Sie dabei, diese Ziele zu erreichen und Ihr Unternehmen zu nachhaltigem Erfolg zu führen. Hierzu analysieren wir die Ist-Situation genau. Und gemeinsam entwickeln wir entsprechende Strategien zur Herbeiführung der gewünschten Zustände.

Dabei greifen wir auf langjährige Erfahrung zurück und wenden Methoden auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft an. Diese basieren auf regelmäßiger Weiterbildung.

Darüber hinaus bieten wir Ihnen umfassende und kompetente Beratung zu den nachfolgend aufgeführten Themenfeldern. Und wir begleiten Sie gerne bei der Umsetzung der gemeinsam erarbeiteten Lösungen:

Produktions- und Prozessoptimierung • KVP • Projekt- und Prozessmanagement • Kommunikation • Q-Methoden • Führungskräfteentwicklung • Lean Management • Mitarbeiterentwicklung • Six Sigma • Kennzahlensysteme / Benchmarking • Auditierung • Implementierung von Managementsystemen (Qualitäts-, Umweltschutz-, Arbeitsschutz-, Labor- und Energiemanagementsysteme) • Materialfluss / Logistik • Change Management

Senior Manager / conlab Management Consultants

Stangenhaustraße 85 in 89542 Herbrechtingen

Webseite: www.people-and-coop.com

Beratungsprofil

Change Management • Interimmanagement • Managementberatung • Strategieberatung • Vertriebsberatung

In unserer Unternehmensberatung geht es um die Unterstützung von Unternehmen. Wenn diese einen Nutzen aus Ideen und Wissen durch die Zusammenarbeit von Menschen schaffen wollen. In der Arbeitswelt bedeutet dies die erfolgreiche Vermarktung von Produkten und Dienstleistungen. Dies geschieht durch professionelles Management in sinnvollen und zweckmäßigen Oranisationen und Strukturen.

Unternehmensberatung Edgar Gehrig

Eisbergstraße 122 in 97922 Lauda-Königshofen

Webseite: www.gehrig-consult.de

Beratungsprofil

Betriebswirtschaftliche Beratung • Finanzierungsberatung • Marketingberatung • Markterschließung • Vertriebsberatung

Wir beraten seit 1983 erfolgreich mittelständische Kunden (KMU´s). Unsere Beratungsgebiete sind:

Unternehmensführung / Management (fit für die Zukunft)

Geschäftsmodell-Entwicklung • Strategieentwicklung • Unternehmensplanung • Unternehmensstruktur und Unternehmensaufbau • Steuerungsinstrumente • Geschäftsprozess-Management​

Betriebswirtschaft

Finanzierung • Liquiditätsplanung und Liquiditätssicherung • Kosten- und Leistungsrechnung • Kostenmanagement • Controlling

​Marketing / Verkauf / Absatz

Innovationen • Marke, Markenpolitik • Marketingmix • Markterschließung und Neue Märkte • Verkaufsorganisation • Akquisition • Vertrieb

Unternehmensbetreuung / Coaching

Firmenunterstützung im Alltagsgeschäft • Unterstützung bei schwierigen Veränderungs- und Anpassungsprozessen • Wegbegleiter und Ideengeber • Unterstützung bei Projektrealisierungen

Ein besonderer Schwerpunkt und Erfolg bildet unsere Unterstützung und Expertise bei der Reduzierung der Abhängigkeit von einer bestimmten Branche. Wie zum Beispiel der Automobilindustrie.

Wir haben hierzu ein spezielles Fünf-Phasen-Modell entwickelt. Dieses beinhaltet auch die Generierung neuer Geschäftsfelder und die Erschließungsinstrumente für neue Märkte.

Unternehmensberatung Gerber

Wässergrabenstraße 1 in 76359 Marxzell

Webseite: www.gastro-woman.de

Beratungsprofil

Existenzgründerberatung • Fördermittelberatung • Gastronomieberatung • Marketingberatung • Vertriebsberatung

Die Unternehmensberatung Gerber steht Ihnen mit einem umfangreichen Leistungsspektrum aus den folgenden Bereichen zur Verfügung:

Existenzgründerberatung • Fördermittelberatung • Coaching • Betriebsanalyse • Controlling • Erstellen von Gastronomiekonzepten • Mystery Checks / Shopping • Marketing und Vertriebsberatung • SWOT-Analyse • Qualitätsmanagement • Franchiseberatung

Unsere Branchenschwerpunkte liegen in den Bereichen Hotellerie / Gastronomie / Freizeit / Wellness und Gesundheit / Dienstleistungen. Sichern Sie sich gleich Ihr kostenloses Beratungsgespräch.

SeeConsult

Ferdinand-Stoffel-Straße 12 in 78345 Moos am Bodensee

Webseite: see-consult.com

Beratungsprofil

Betriebswirtschaftliche Beratung • Controlling / Rechnungswesen • Interimmanagement • Managementberatung • Organisationsberatung

SeeConsult steht vorwiegend für umsetzungsorientierte Business- und Managementberatung. Zusätzlich über unsere Partnerunternehmen auch für Steuerberatung, Rechtsberatung und Finanzberatung. Wir betreuen und unterstützen Sie bei sämtlichen betriebswirtschaftlichen Anforderungen, Abläufen undStrukturen Ihres Unternehmens.

Wir sehen uns hauptsächlich in der Rolle als Berater für kleine und mittelständische Unternehmen, abgestimmt auf deren spezifische Probleme. Kleinere und mittlere Betriebe benötigen auf sie bezogene Konzepte und Lösungen.

Dabei legen wir Wert auf eine praxisorientierte Vorgehensweise und nachvollziehbare Unterstützungsarbeit zur Steuerung des operativen Geschäfts. Damit entwickelt sich Ihr Unternehmen nachhaltig mit Erfolg im Markt. Und zwar Schritt für Schritt.

ESSENZIS

Hegne Straße 5a in 79650 Schopfheim

Webseite: www.essenzis.de

Beratungsprofil

Betriebsanalyse • Logistikberatung • Mittelstandsberatung • Supply Chain Management • Technologieberatung

Industrie

Moderne Lösungen zur Beschaffung und Logistik von C-Artikeln, MRO und Verbrauchsmaterial. Analyse, Bewertung und Ausschreibung von integrierten Dienstleistern und Lieferanten (1-Kreditor-Modell). Prozessintegration und Schnittstellen im Beschaffungsprozess.

Optimierung der innerbetriebliche Verteilung zu den Verbrauchsstellen. E-Abruf – Elektronische Abruflösungen zur Umsetzung des Pull-Prinzips. Und Kanban betriebsintern und extern zu Lieferanten. Weitergehende Optimierung von Overhead-Kosten für mittelständische Firmen mittels Expertennetzwerk.

Gesundheitswesen

Kosten- und Verbrauchsanalyse der textilen Versorgung im Bereich Stations- und Flachwäsche, Berufsbekleidung und Bewohnerwäsche. Analyse, Bewertung und Optimierung der Versorgung in Hinblick auf Eigenversorgung oder Outsourcing.

Transparenz der Verbrauchsermittlung und bei verschiedenen Abrechnungssysteme. Systeme zur mobilen Verbrauchserfassung für Kostenbenchmark. Vergleichsmöglichkeit kg-Preisen zu Stückpreisen. Weitergehende Optimierung von sekundärer Kosten mittels Expertennetzwerk.

BC+P Business Coach+Partner

Max-Bommer-Weg 15 in 88662 Überlingen

Webseite: bcundp-unternehmensberatung.de

Beratungsprofil

Betriebsanalyse • Betriebswirtschaftliche Beratung • Controlling / Rechnungswesen • Interimmanagement • Sanierungsberatung

Erfahrung heißt, positive wie negative Situationen erlebt zu haben und daraus entstandene Mängel für die Zukunft positiv zu gestalten. Dieses jahrzehntelange Wissen geben wir weiter. Damit müssen unsere Mandanten nicht die selben Erfahrungen machen. Und somit Geld verlieren. Denn es heißt, jede Erfahrung im Leben kostet letztendlich Geld.

Unsere langjährigen und vertrauensvollen Beziehungen basieren auf unserer leistungs- und zielorientierten Arbeitsweise. Sowohl in Hinblick auf unsere Kunden, als auch Lieferanten, Mitarbeiter, Banken und Behörden. Wir stellen uns permanent und zeitgemäß auf den sich ständig wandelnden Beratungsbedarf ein.

Der permanente Erfahrungsaustausch mit unseren Klienten bildet eine solide Basis für die erfolgreiche Abwicklung unserer Beratungsprojekte.

Weil, sind wir mal ehrlich. Die heutigen Mittelständler sind exzellente Fachleute, Techniker, Ingenieure, et cetera. Und Sie müssen sich mit kaufmännischen Themen beschäftigen, die diese weder gelernt haben, noch tatsächlich wollen.

Darüber hinaus fehlt hier einfach auch die notwendige Erfahrung. Und hier setzen wir an – wir machen Unternehmen erfolgreicher!

PlanKomm Michael Janßen Beratung für Kommunikation

Reismühlenweg 13a in 88690 Uhldingen-Mühlhofen

Webseite: www.plankomm.de

Beratungsprofil

Kommunikationsberatung • Organisationsberatung • PR-Beratung • Prozessberatung

Beratung

Individuelle Beratungsangebote und Support im Bereich Unternehmenskommunikation und Veränderungsmanagement. Schwerpunkte: Mitarbeiter- und Führungskräftekommunikation, Change-Kommunikation, Strategiekommunikation, Mitarbeiterbefragungen; Projektmanagement und Projektkommunikation; Moderation.

Training

Bedarfsorientierte, individuell konzipierte Inhouse-Trainings zu Führung, Zielmanagement und Kommunikation. Weitere Trainings zu unternehmensspezifischen Fachthemen nach Absprache und Briefing (themenabhängig).

Moderation und Veranstaltungsservice

Moderation von Workshops, Strategiemeetings und komplexen Veränderungsprozessen auf der Basis jahrzehntelanger Erfahrung. Konzeption, Vorbereitung und Moderation von Veranstaltungen aller Art und Größe, gegebenenfalls inklusive Agentursteuerung.

Gewert Consulting

Postfach 23 in 79564 Weil am Rhein

Webseite: www.gewert-consulting.de

Beratungsprofil

Change Management • Managementberatung • Produktionsberatung • Strategieberatung • Technologieberatung

Die Analyse – Standortbestimmung

Wo steht Ihr Unternehmen heute? Was ist Ihre Zielrichtung? Wo liegen ihre Stärken? Was wollen Sie besser machen? Zusammen betrachten wir systematisch Ihre Situation und Ihr Unternehmen.

Wir analysieren sowohl die Betriebsabläufe, als auch die Anforderungen des Marktes und des Umfeldes an ihr Unternehmen. Und zwar in angemessener Tiefe. Dies fügen wir zu einem klaren Bild zusammen.

Strategie – Zielausrichtung

Beruhend auf der Analyse überprüfen wir gemeinsam die bisherige Strategie und bewerten sie systematisch unter Nutzen- und Risikogesichtspunkten. Welche strategische Alternativen haben Sie, und wie schneiden diese bei einer Nutzen-Risiko-Bewertung ab?

Wir finden es heraus. Im Ergebnis werden Ihre strategischen Entscheidungen deutlich fundierter und Ihre Strategie wird individuell passend und erfolgversprechend sein.

Handlungskonzepte – Konkrete Wege zum Unternehmenserfolg

Aus der Analyse und der Strategie leiten wir Handlungsoptionen ab. Diese werden zu einem zielführenden Handlungskonzept zusammengestellt. Was ist zu tun, wann ist es zu tun, was ist dafür notwendig? Bei der Umsetzung dieses Konzeptes stehen wir Ihnen gern mit einem professionellen Projektmanagement zur Verfügung.

Unternehmensberatung Bayern

Unternehmensberatung Thomas Ponsel

Gaußring 92 in 85609 Aschheim bei München

Webseite: www.ponsel-unternehmensberatung.de

Beratungsschwerpunkte: Betriebswirtschaftliche Beratung • Interimmanagement • M & A – Beratung • Managementberatung • Mittelstandsberatung

Beratungsprofil

Die Unternehmensberatung Thomas Ponsel konzentriert sich auf die betriebswirtschaftliche Beratung und Förderung von mittelständischen Unternehmen. Und zwar aus Handel, Handwerk, Industrie und Dienstleistung. Sowie auf die Gründungsberatung von Start-Up-Unternehmen.

Zielgruppe aller Aktivitäten sind kleine und mittelständische Betriebe (KMU). Vornehmlich in den Bereichen Handel und Produktion.

Ich verstehe mich als Sparringspartner der Geschäftsleitung kleiner und mittlerer Unternehmen. Ich biete schnell und flexibel praxisnahe Begleitung bei der Umsetzung der geplanten Maßnahmen an.

Kurzfristige Verfügbarkeit, Praxisnähe, schnelle Einarbeitung in die unternehmensspezifischen Gegebenheiten, zeitnahe Umsetzung verbunden mit nachweislicher Hands-On-Mentalität. Das zeichnet meine Tätigkeit aus.

Mein persönliches Plus sehe ich in meiner breitgefächerten 30-jährigen Berufserfahrung. Sowohl als Leiter Controlling, Kaufmännischer Leiter und Geschäftsführer in unterschiedlichen mittelständischen Unternehmen.

Die Geschäftsleitung mittelständischer Unternehmen ist meist sehr stark ins Tagesgeschäft eingebunden. Sie hat dadurch häufige Probleme, zeitliche Kapazitäten für Projekte und Vorhaben ausreichend aufzubringen.

Gerade wenn es um Bankfinanzierung, potentielle Investoren, Gründung von Tochterunternehmen oder auch um Restrukturierung / Sanierung geht. Ich kann Ihnen aufgrund meiner langjährigen Beschäftigung mit diesen Themen schnelle und professionelle Hilfe geben.

Auch beim unerwarteten beziehungsweise geplanten Ausfall einer Führungskraft im kaufmännischen Bereich kann ich als „Manager auf Zeit“ einspringen. Das heißt an fest vereinbarten Tagen operative Tätigkeiten bis hin zur Führung des Unternehmens übernehmen.

Unternehmensberatung Axel Schröder

Wolfsbacher Straße 22 in 95448 Bayreuth

Webseite: axel-schroeder.de

Beratungsschwerpunkte: Existenzgründerberatung • Geschäftsprozessmanagement • Mittelstandsberatung • Wissensmanagement

Beratungsprofil

Die Unternehmensberatung Axel Schröder unterstützt Sie bei allen Fragen zur strategischen Positionierung sowie den Feldern:

  • Wissensmanagement
  • Geschäftsprozessmanagement
  • Optimierung von Einkauf
  • Beschaffung und Lagerhaltung
  • Steuerung mit Kennzahlensystemen
  • Sanierung
  • wie auch die Erarbeitung von strategischen Kooperationen und Partnerschaften innerhalb und außerhalb Ihrer Branche.

Gerne können Sie mich auch auf meiner Webseite besuchen und hier regelmäßig neue Artikel und Artikelserien rund um die Themen:

  • Mittelstandsberatung
  • Handwerkerberatung
  • Social Media für Kleinunternehmen
  • Rechnungswesen und Controlling
  • und vielem mehr lesen.

QUANT Consulting

Am Wustbach 2 in 87545 Burgberg

Webseite: www.quant-consulting.de

Beratungsschwerpunkte: Geschäftsprozessmanagement • IT-Beratung • Managementberatung • Web Business Management

Beratungsprofil

QUANT Consulting ist eine Unternehmensberatung für den Mittelstand mit den Leistungsbereichen:

  • Management Consulting
  • Betriebswirtschaftliche Beratung
  • Geschäftsprozessmanagement
  • E-Commerce-Consulting (Suchmaschinenoptimierung, Vertriebsoptimierung, et cetera)
  • Webshop Auswahl und Einführung
  • E-Business (B2B)
  • ERP Auswahl und Einführung
  • CRM Auswahl und Einführung
  • Business Innovation (neue Geschäftsmodelle)
  • Projektmanagement

Unsere Kundenprojekte führen wir primär in den Märkten Deutschland, Österreich und Schweiz durch.

Dienstleistung-Bayern

Mozartstraße 100 in 84130 Dingolfing

Beratungsschwerpunkte: Kommunikationsberatung • Managementberatung • Organisationsberatung • Prozessberatung • Systemische Unternehmensberatung

Beratungsprofil

Ich unterstütze Sie bei allen Fragen, branchenunabhängig und objektiv zur strategischen Positionierung und Ausrichtung Ihres Unternehmens sowie in den Feldern:

  • Personalmanagement
  • Qualitätsmanagement
  • Office Management
  • und Consulting in allen betrieblichen Abläufen.

Darüber hinaus biete ich die Einführung eines Qualitätsmanagementsystem nach DIN EN ISO 9001 an.

Als leitende Auditorin bereite ich Ihr Unternehmen für die akkreditierte Zertifizierung vor. Besuchen Sie mich auf meiner Homepage um mehr von meinen angebotenen Dienstleistungen zu erfahren.

Mein Netzwerk an Spezialisten unterstützt Sie ebenfalls in allen Fragen. Alles alleine kann man nicht schaffen – gemeinsam aber schon!

Kräutlein. Automotive Retail Consulting.

Forsthausstraße 41a in 90768 Fürth

Webseite: www.kraeutlein-beratung.de

Beratungsschwerpunkte: IT-Beratung • Mittelstandsberatung • Organisationsberatung • Prozessberatung • Strategieberatung

Beratungsprofil

Willkommen bei der Unternehmensberatung für den Autohandel aus Fürth in Bayern. Hier finden Sie Experten, die die Anforderungen des automobilen Mittelstands kennen.

Gefragt sind nicht allein strategisches Know-how und Kompetenz, sondern vor allem Empathie in Kombination mit praxisnaher Umsetzung und intensiver Betreuung. Wir sind Ihr Partner rund um den Autohandel.

Die Schwerpunkte unserer Arbeit sind:

  • Organisations- und Strategieberatung
  • IT-Beratung
  • Personalberatung

Wir stehen Ihnen darüber hinaus auch bei anderen Fragestellungen zur Verfügung. Wie zum Beispiel Personalvermittlung, langfristige Unternehmensbeteiligung, Sanierung oder Regelungen zur Nachfolge.

Wir bieten unseren Kunden strategische Lösungen, die nachhaltig den Erfolg des Unternehmens sichern.

Unser Beratungsangebot richtet sich an mittelständisch strukturierte oder inhabergeführte Automobilhandelsunternehmen und deren externe Prozesspartner.

Mit unserer praxisnahen und effizienten Beratung erzielen wir optimale Ergebnisse für Sie, Ihre Firma und Ihre Mitarbeiter. „Stillstand ist Rückschritt“, Rudolf von Bennigsen-Foerder

Digital MashUp UG (haftungsbeschränkt)

Blumenstraße 15 in 85399 Hallbergmoos

Webseite: www.digital-mashup.de

Beratungsschwerpunkte: Betriebsanalyse • IT-Beratung • Managementberatung • Strategieberatung • Web Business Management

Beratungsprofil

Wir beraten und unterstützen Sie in sämtlichen Digitalisierungsphasen ihrer Vertriebsprozesse. Und wir begleiten Management, Teams und Mitarbeiter auf dem Weg in eine digitale Zukunft.

Anders als andere Berater und Consultants, sind wir unabhängig und wollen einen echten Mehrwert für Ihr Unternehmen schaffen.

Unsere Kompetenzen setzen sich aus starken betriebswirtschaftlichen Marketingwissen, analytischen Fähigkeiten und einem sehr tiefen technischen Verständnis.

Alle unsere Berater sind zusätzlich von Google im Online Marketing zertifiziert und können Ihr Geschäft und Ihr Management Team umfangreich, individuell, unabhängig und detailliert beraten und Konzepte für Sie erarbeiten.

Alfred Zedelmaier

Lärchenstrasse 8 in 85120 Hepberg

Webseite: alfredzedelmaier.de

Beratungsschwerpunkte: Change Management • Kommunikationsberatung • Managementberatung • Organisationsberatung • Strategieberatung

Beratungsprofil

Herr Alfred Zedelmaier bietet moderne, persönliche auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittene Beratung von Unternehmen und Organisationen.

Herr Zedelmaier versteht Unternehmensberatung als wertschätzende und erfolgsorientierte Entwicklungspartnerschaft. Sie werden in mehrfacher Hinsicht von einer Zusammenarbeit mit Alfred Zedelmaier profitieren:

  • Zum einen bekommen Sie ein klares Bild von aussen auf Ihre Organisation.
  • Zum Zweiten wird die Zufriedenheit Ihrer Kunden und Mitarbeiter steigen.
  • Und zum Dritten wird sich Ihr wirtschaftliches Ergebnis positiv entwickeln.

Die Methoden, die Herr Zedelmaier anwendet, stützen sich im Wesentlichen auf das Modell der EFQM, der European Foundation of Quality Management.

Durch dieses Unternehmensführungsmodell haben es namhafte Unternehmen geschafft, nachhaltig erfolgreich zu bleiben.

Darunter befinden sich zum Beispiel BMW, Bosch, Siemens, ABB oder Philips. Herr Zedelmaier ist seit 2013 akkreditierter Lizenztrainer der EFQM.

Als Bewerter war er seit 2006 mehrmals in einem deutschlandweiten Wettbewerb tätig. Dadurch verfügt er über ein Wissen aus anderen Branchen. Dazu gehören unter anderem die Gesundheits- oder Dienstleistungsbranche.

2013 und 2014 engagierte sich Herr Zedelmaier zudem bei der deutschlandweiten Initiative „Verantwortungspartner“ der Bertelsmannstiftung. In dem Projekt konnte er seine Erfahrung und sein Wissen als Kenner von großen und kleinen Betrieben sehr gu