Nordrhein-Westfalen Wirtschaft – Aktuelles und die Top-Lesetipps 2019

Nordrhein-Westfalen behauptet sich gemessen am Bruttoinlandsprodukt gegen Baden-Württemberg und Bayern und stellt somit die größte Volkswirtschaft der Bundesländer in Deutschland dar. Obwohl das Bundesland sich in der Vergangenheit mit einem unterdurchschnittlichen Wirtschaftswachstum und Strukturproblemen konfrontiert sah, entwickelt sich das Land im Westen der Bundesrepublik Deutschland mittlerweile zu einem der wichtigsten Wirtschaftszentrum der Welt.

Top-3-Lesetipps zum Thema Nordrhein-Westfalen

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Die Wirtschaftsstruktur Nordrhein-Westfalens

Die Gründe hierfür finden sich in der strukturellen und industriellen Aufstellung des Landes. Mit einer Fläche von rund 34.000 Quadratkilometern und mit über 18 Millionen Einwohnern ist Nordrhein-Westfalen flächenmäßig das viertgrößte und bevölkerungsreichste Bundesland Deutschlands (Quelle: Strukturdaten 2010, Online im Internet, 26.07.2012, URL: http://www.bezreg-koeln.nrw.de/brk_internet/organisation/abteilung03/dezernat_32/statistik/strukturdaten_2010.pdf).

Mit der hohen Bevölkerungsdichte weißt das Bundesland eine ausgeprägte Urbanisierung auf. Im Zentrum liegt mit dem Ballungsraum Rhein-Ruhr eine der dreißig größten Metropolregionen der Welt. Ein weiterer regionaler Vorteil sind die 29 von 80 deutschen Großstädte, welche sich hier befinden und dem Land eine optimale Grundlage für ein stabiles Wirtschaftswachstum bieten.

Gemeinsam mit der zentralen Lage im europäischen Wirtschaftsraum und vielen erfolgreichen Wirtschaftsstandorten erreichte das Land im Jahre 2011 ein Bruttoinlandsprodukt in jeweiligen Preisen von 568, 86 Milliarden Euro. Der Anteil am gesamtdeutschen Bruttoinlandsprodukt liegt bei 22,1 Prozent und damit an der Spitze der deutschen Bundesländer (Quelle: Statistische Ämter des Bundes und der Länder, Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder VGRdl, Online im Internet, 26.07.2012,
URL: http://www.vgrdl.de/Arbeitskreis_VGR/tbls/tab01.asp#tab04).

Trotz dieses Erfolges befindet sich das Land unter Beachtung weiterer ökonomischer und struktureller Indikatoren im Vergleich der Wirtschaftskraft der deutschen Bundesländer im Jahre 2011 nur im mittleren Bereich. Eine geringe Kaufkraft oder eine hohe Arbeitslosenquote mindern unter anderem den Erfolg eines hohen Bruttoinlandsproduktes, so dass es zu den wirtschaftsschwächeren Bundesländern gezählt wird (Quelle: Statista, Bundesländerranking, Online im Internet, 26.07.2012, URL: http://de.statista.com/statistik/daten/studie/72903/umfrage/vergleich-der-wirtschaftskraft-der-bundeslaender/).

Durch eine breit aufgestellte Wirtschaft und einer starken Industrieintensität genießt das Bundesland ein hohes nationales und internationales Ansehen. Neben dem enormen Beitrag zum deutschen Bruttoinlandsprodukt besitzt Nordrhein-Westfalen damit die besten Vorrausetzungen die eigene Wirtschaftskraft zu steigern und bestehende Probleme beispielsweise auf dem Arbeitsmarkt zu überwinden.

Die einzelnen Wirtschaftssektoren im Überblick

Die Wirtschaftsstruktur ist eine Mischung aus klassischen Industriezweigen und innovativen Zukunftsbranchen. Ein Großteil der Bruttowertschöpfung wurde in den vergangenen Jahren im Dienstleistungssektor erarbeitet, welcher somit den Industriesektor als stärkste wertschöpfende Kraft ablöst.

Der Dienstleistungssektor ist zu einem treibenden Wachstumsmotor geworden und stellt mittlerweile den beschäftigungsstärksten Wirtschaftsbereich der Region dar. Den Weg hin zu einer Dienstleistungsgesellschaft ebnete vor allem eine starke Industrie und deren Nachfrage nach unternehmensnahen Serviceleistungen wie beispielsweise Consulting, EDV, Ingenieuraufgaben, Marketing oder Logistik.

Insbesondere für die Logistikbranche ist das westliche Bundesland ein attraktiver Standort. Die Deutsche Post AG oder Schenker sind bedeutende Unternehmen in diesem Bereich. Mit dem Frauenhofer Institut für Materialfluss und Logistik steht in Dortmund eine der weltweit größten Forschungseinrichtungen für Logistik. Von der Handelsbranche gehen ebenfalls starke Wachstumsimpulse aus.

Die Hälfte der 50 größten Handelsunternehmen Deutschlands ist hier ansässig. Darunter befinden sich beispielsweise die Metro AG, die Rewe Group, Aldi oder Tengelmann. Der starke Fokus auf Dienstleistungsaktivitäten bestätigt sich im Hinblick auf die Kredit- und Versicherungswirtschaft des Landes.

Neben der NRW-Bank und der Postbank haben zahlreiche bekannte Unternehmen aus dem Bankensektor ihren Hauptsitz in Nordrhein-Westfalen. Vor allem Köln als Heimatstadt großer deutscher Versicherungsunternehmen verhilft der Region zu dem Status einer der führenden Versicherungsstandorte zu sein.

In der Medien- und Verlagsbranche überzeugt die Region durch Unternehmen wie die Bertelsmann AG, die Landesrundfunkanstalt Westdeutsche Rundfunk sowie einige Sender der RTL-Group wie beispielsweise RTL Television oder N-TV. Es ist als attraktiver Standort von Zukunftsbranchen gut aufgestellt.

In dem Sektor Informations- und Telekommunikationstechnik haben sich große Konzerne wie beispielsweise die Deutsche Telekom und Vodafone sowie das IT-Unternehmen Fujitsu-Siemens angesiedelt. Die Touristikbranche trägt ebenfalls zur Wertschöpfung bei und verstärkt die Dienstleistungslandschaft des Bundeslandes.

Im nordrhein-westfälischen Industriesektor dominiert der Maschinenbau und stellt den größten industriellen Arbeitgeber dar. Die Maschinenbaubranche weißt eine mittelständische Struktur auf und beherbergt große Unternehmen wie beispielsweise Claas oder Gildemeister. Die Produktion von Werkzeugmaschinen oder Maschinen für die Textil- und Bekleidungsindustrie steht hierbei im Vordergrund.

Die Elektroindustrie ist ein weiterer Kernbereich der Wirtschaft. Das Zentrum der Mikrosystemtechnik liegt in Dortmund und ist durch die Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft durch eine hohe Innovationsgeschwindigkeit gekennzeichnet. Die Automobilbranche ist der drittstärkste Industriezweig des Landes und durch die vier großen Hersteller Daimler in Düsseldorf, Ford in Köln und Opel in Bochum geprägt.

Hinzukommen zahlreiche Zuliefererunternehmen und Hersteller von Aufbauten, Containern und Anhängern. Die Chemie- und Kunststoffbrache leistet ebenfalls einen beachtlichen Beitrag zur Wertschöpfung. Durch zahlreiche international agierende Großunternehmen wie beispielsweise Bayer oder Henkel sowie durch eine erstklassige Forschung ist Nordrhein-Westfalen der bedeutendste Chemiestandort in Deutschland.

Rund ein Drittel der gesamtdeutschen Umsätze in der Chemiebranche werden in dieser Region erwirtschaftet und auch in Europa positioniert sich die Region gemessen am Umsatz auf dem vierten Rang. Weitere wichtige Industriezweige sind die Metall- und Stahlindustrie, die Energiebranche, die Ernährungsbranche und die Textilindustrie.

Die Umwelttechnologiebranche hat sich weltweit und auch in Nordrhein-Westfalen zu einer Schlüsselindustrie entwickelt. Gemessen am Umsatz ist NRW in der Entwicklung und Anwendung neuer Umwelttechnologien eines der erfolgreichsten Bundesländer in Deutschland.

Die internationale Bedeutung der nordrhein-westfälischen Wirtschaft

Die hohe wirtschaftliche Leistungsfähigkeit Nordrhein-Westfalens spiegelt sich in einem erfolgreichen Außenhandelsgeschäft wieder. Das Exportgeschäft ist ein wichtiges Standbein der Wirtschaft. Gemeinsam mit Bayern und Baden-Württemberg stellt Nordrhein-Westfalen über die Hälfte der gesamtdeutschen Exporte.

Auch im Jahre 2011 belegt das Bundesland mit dem Export von Waren im Wert von 176,2 Milliarden Euro den Spitzenplatz in nationalen Vergleich (Quelle: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Online im Internet, 27.07.2012, URL: http://www.statistik.baden-wuerttemberg.de/HandelBeherb/Indikatoren/AH-XP_exportquote.asp).

Die Produkte und Dienstleistungen der Unternehmen sowie das nordrhein-westfälische Know-how sind weltweit gefragt. Die wichtigsten Außenhandelspartner sind die benachbarten Länder Deutschlands wie beispielsweise die Niederlande, Frankreich oder Belgien. Über die Grenzen Europas hinweg stieg die Ausfuhr von nordrhein-westfälischen Waren und Dienstleistungen vor allem in die USA und China.

Die wichtigste Branche im Exportgeschäft ist der Maschinenbau, welcher etwa ein Fünftel des gesamten Exportumsatzes liefert. Weitere exportintensive Industriezweige sind die Produktion chemischer Erzeugnisse, die Herstellung von Kraftwagen und Kraftfahrzeugteilen sowie die Branche der Metallerzeugung und Metallbearbeitung.

Das Exportgeschäft der Zukunft entwickelt sich auch hier am Standort hin zu neuen Wirtschaftsbereichen wie beispielsweise die Kulturwirtschaft, die Gesundheitsbranche, der Informations- und Telekommunikationsbereich, die Energie- und Umweltwirtschaft oder der Bereich Life-Science.

Nordrhein-Westfalen – Das Land des Mittelstands

Den wirtschaftlichen Erfolg verdankt das Land größtenteils seinem Mittelstand. Die rund 761.000 kleinen und mittleren Unternehmen dominieren die Unternehmenskultur und bilden die stärkste wachstumstreibende Kraft in der Region.

Die enorme Entwicklung des Dienstleistungssektors ist vor allem auf zahlreiche Neugründungen von kleinen und mittelständischen Unternehmen zurückzuführen. Das Kerngeschäft umfasst hierbei neben Dienstleistungen für Unternehmen, personenbezogene Dienstleistungen einschließlich der Bereiche Erziehung, Unterricht oder Gesundheits- und Sozialwesen.

Das Bundesland beweist, dass ein gut aufgestellter Mittelstand mit einer funktionierenden Exportstrategie den Herausforderungen der Globalisierung gewachsen ist.

Die Kombination aus umsatzstarken Großunternehmen sowie einer stark ausgeprägten mittelständischen Unternehmenskultur liefert dem Land die notwendigen Instrumente, um die Chancen auf dem nationalen Markt sowie auf den Weltmärkten effektiv auszunutzen.

Die erfolgreiche Wirtschaftsstruktur Nordrhein-Westfalens wird ebenfalls dadurch bestätigt, dass das Bundesland im nationalen Vergleich das größte Investitionsvolumen verbuchen kann.

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