Mittelstandsberatung – alles zum Thema auf einen Blick

Mittelständische Firmen benötigen zunehmend kompetente und professionelle Unterstützung in den verschiedenen Entwicklungsphasen.

Nur so sind Sie den Herausforderungen der dynamischen Märkte und technologischen Entwicklungen nachhaltig gewachsen.

Die daraus resultierenden Beratungsansätze sind vielfältig, so dass es für Unternehmensberatungen Sinn macht, sich auf einzelne Aspekte zu spezialisieren.

Eine umfassende Mittelstandsberatung wird daher oft mit einem Netzwerk kompetenter Berater umgesetzt.

Die Entwicklung einer nachhaltigen und langfristigen Strategie ist die Voraussetzung für ein professionelles Management.

Daraus ergeben sich ein stabiles Wachstum und die Erschließung neuer Märkte sowie die Gewährleistung einer zuverlässigen finanziellen Basis.

Der Schwerpunkt Unternehmensstrategie

Dabei ist es uninteressant, in welcher Entwicklungsphase sich die Firma befindet, die strategischen Planungen dienen als Richtschnur.

Schon hier ergeben sich für Unternehmensberater große Betätigungsfelder. Denn die Mittelständler benötigen Hilfestellungen, um die sich verändernden Rahmenbedingungen realistisch einschätzen und dementsprechend zielführend reagieren zu können.

Das hohe Innovationspotenzial im Mittelstand bringt nichts, wenn die engen Spielräume in den Finanzen und im Management nicht optimal ausgenutzt und erweitert werden können.

Im unternehmerischen Alltag fehlen sowohl Zeit als auch der Überblick, um die notwendigen Wachstumsstrategien und deren finanzielle Ausgestaltung professionell erarbeiten zu können.

Der Schwerpunkt Unternehmensrestrukturierung

Mit einem qualifizierten und regelmäßigen Abgleich von Strategie und Wirklichkeit können Schwachpunkte und Missstände in den einzelnen Abläufen ermittelt und der konkrete Handlungsbedarf abgeleitet werden.

Für Unternehmensberater bedeutet das, mit Hilfe einer Analyse des Ist-Zustandes die Abweichungen von der Unternehmensplanung aufzuzeigen.

So können geeignete Strategien und Instrumente zur Abstellung und künftigen Vermeidung sowie Kontrolle entwickelt werden.

Optimierungsmaßnahmen können für den Mittelstand erhebliche finanzielle Erleichterungen bewirken und sind am leichtesten messbar.

Darunter fallen die Ermittlung unrentabler Kundenverbindungen, Abläufe oder Prozesse und deren kostensenkende Umstrukturierung.

Hierzu sollten realistische Plan-GuV-Rechnungen inklusive der Liquiditätsplanung erstellt werden. Diese müssen die speziellen internen und externen Rahmenbedingungen berücksichtigen.

Diese konkrete Unternehmensplanung ist als Richtschnur zum Handeln zu kommunizieren und zu begleiten.

Der Schwerpunkt Turnaround-Maßnahmen

Unternehmenskrisen entstehen allmählich und unbemerkt, bis sie sich im liquiden Engpass bemerkbar machen.

Hier können Unternehmensberater mit einem professionellen Krisenmanagement eingreifen, indem Sie zunächst die Situation sowie die ursächlichen Faktoren analysieren.

Schnelligkeit ist an dieser Stelle gefragt. Denn geeignete Instrumente müssen eingesetzt werden, solange noch Handlungsspielraum besteht.

Dabei spielen veränderte Märkte, die Wettbewerbssituation sowie die notwendige Neuausrichtung der Unternehmensstrategie eine große Rolle.

In dieser Phase sind Praxisnähe und die schnelle Entwicklung sowie Umsetzung realisierbarer und geeigneter Maßnahmen erforderlich.

Selbstverständlich muss der gesamte Bereich der Finanzierung mit bearbeitet werden, um im Bedarfsfall Brückenlösungen zu finden.

Der Schwerpunkt Unternehmensnachfolge

Auch dieses Thema ist für mittelständische Betriebe, insbesondere für inhabergeführte Firmen, ein wichtiges Beratungsfeld. Dieses muss vorsorglich und frühzeitig angegangen werden.

Die geeignete Regelung für eine Nachfolge beinhaltet die sachkundige und fundierte Bewertung des Unternehmens.

Speziell Familienunternehmen stellen hier eine große Herausforderung für die Berater dar.

Die Erwartungen des Unternehmens auf der einen Seite und der Familie auf der anderen Seite gehen oftmals weit auseinander.

Hier müssen unternehmerische Ziele in den Rahmen der familiären Vorstellungen eingepasst und strategisch klug festgelegt, mit personeller Verantwortlichkeit versehen und kontrolliert umgesetzt werden.

Der Schwerpunkt IT-Beratung

Die Einführung prozessoptimierender, zeit- und kostensparender Softwarelösungen zum Ressourcen-, Qualitäts- und Personalmanagement ist in der Regel mit einem hohen Beratungsaufwand verbunden. Zunächst muss die Ist-Situation im Unternehmen erfasst werden.

Im zweiten Schritt wird die optimale Umsetzung in einer passenden Softwarelösung entwickelt.

Und dann geht es an die Implementierung. Das ist vorübergehend mit einem erhöhten Arbeitsaufwand verbunden.

Daher ist eine intensive Vorbereitung durch umfassende Schulungen des verantwortlichen Personals geboten.

Je besser diese ausgeführt wird, desto größer ist die Aussicht auf nachhaltigen Erfolg.

Für spezialisierte IT-Berater ergeben sich zahlreiche Ansatzpunkte, da die Anforderungen an den Mittelstand in Fragen des Ressourcenmanagements und der Projektplanung enorm gestiegen sind.

Aber auch ein professionelles Personalmanagement, das die Versorgung mit qualifizierten Fachkräften sicherstellt, gehört zu den aktuell wichtigen Aufgaben.

Der Schwerpunkt Finanzierungen und Fördermittel

Die schwierige Unterstützung des Mittelstandes mit Kapital, insbesondere bei investitionsstarken Existenzgründungen, ist ein Dauerthema, das ein breites Betätigungsfeld für Unternehmensberater bietet.

Selbstverständlich gehören die vielfältigen und unübersichtlichen Fördermittel ebenfalls zu diesem Schwerpunkt, denn die mittelständischen Firmen sind hier überfordert.

Hierbei kann es sich um Programme für Forschung und Entwicklung, für die Herstellung von Prototypen oder zur Ausdehnung des Geschäftsfeldes in den internationalen Raum handeln. Viele Programme sind ganz einfach nicht bekannt und verändern sich zudem permanent.

Zwischenfazit – lohnenswerte Zielgruppe Mittelstand

Für Unternehmensberater bieten sich im Mittelstand zahlreiche Beratungsschwerpunkte. Die Praxis zeigt, dass die Kunden Wert darauf legen, dass Beratungserfolge schnell und klar messbar sind. Daraus leiten sich zwei Folgen ab:

1.) Je besser die Dienstleistungen quantifizierbar dargestellt werden, desto leichter ist der Einstieg bei den potentiellen mittelständischen Kunden.

2.) Die Spezialisierung macht unbedingt Sinn, allerdings sollte dann in der Zusammenarbeit mit anderweitig spezialisierten Kollegen eine umfassende Beratung gewährleistet werden.

Was Sie als Mittelstandsberater wissen sollten?

Die deutsche Wirtschaft ist überwiegend mittelständisch geprägt. Dabei existiert für den Begriff Mittelstand keine bindende und allgemeingültige Definition.

In der internationalen Wissenschaft und Statistik hat sich deshalb statt des unklaren Begriffs „Mittelstand“ der Terminus „Kleine und mittlere Unternehmen (KMU)“ durchgesetzt.

Amtliche Statistiken orientieren sich auf internationaler Ebene an der Empfehlung der Kommission der Europäischen Gemeinschaft, die folgende Abgrenzungskriterien vorsieht:

1.) Kleinstunternehmen haben bis zu 9 Beschäftigte und einen Jahresumsatz bis 2 Millionen Euro.

2.) Kleine Firmen beschäftigen bis zu 49 Personen und haben einen Jahresumsatz bis 10 Millionen Euro.

3.) Mittlere Unternehmen beschäftigen bis zu 249 Personen und haben einen Jahresumsatz bis 50 Millionen Euro.

Deutsche Wirtschaftsstruktur ist durch KMUs geprägt

Entsprechend gelten nach diesen Vorgaben der Europäischen Kommission Betriebe mit weniger als 250 Beschäftigten und weniger als 50 Millionen Euro Jahresumsatz als kleine und mittlere Unternehmen.

Nach dieser Definition sind in Deutschland nach Angaben des Statistischen Bundesamtes rund 99,3 Prozent aller Unternehmen KMUs und 0,7 Prozent Großunternehmen.

So vielfältig wie sich kleine und mittlere Unternehmen darstellen, so unterschiedlich ist ihr Bedürfnis nach Beratung und Betreuung.

Bandbreite der Unternehmen spiegelt Bandbreite der Mittelstandsberatung wider

Mittelstandsberatung muss eine ganze Bandbreite von Themen abdecken, um den unterschiedlichsten Ansprüchen dieser heterogenen Zielgruppe gerecht zu werden.

Die Angebotspalette der Mittelstandsberater kann daher Fragestellungen zu Themen wie Existenzgründung, Bilanzierung, Steueroptimierung, Unternehmensvergrößerung oder -verkleinerung, Nachfolgeplanung und vieles mehr umfassen.

Existenzgründungsberatung für einen erfolgreichen Start

Wer eine Firma neu aufbauen will, braucht häufig Hilfe. Und die gibt es in Deutschland reichlich.

Allein in der Datenbank der Kreditanstalt für Wiederaufbau, der größten staatlichen Förderbank des Landes, finden sich derzeit circa 10.000 Existenzgründerberater, die ein Gründercoaching durchführen.

Mit dieser Gründungsberatung soll vor allem die Geschäftsidee auf Herz und Nieren getestet werden: Ist das Geschäftsmodell tragfähig?

Ist es von der Theorie in die Praxis umsetzbar? Ist es langfristig finanzierbar? Welche Risiken und welche Chancen stecken in der Geschäftsidee? Welche Fördermittel oder Kredite können genutzt werden?

Die Buchhaltung – der Schrecken aller Gründer

Der richtige Umgang mit den Themen Buchhaltung sowie Gewinn- und Verlustrechnung will gelernt sein.

Nicht jeder Existenzgründer verfügt neben der notwendigen Branchenexpertise über entsprechende Kenntnisse in diesem Bereich.

Ein Steuerberater hilft Ihnen, die folgenden Fragen zu beantworten: Wer hat welche Pflichten in der Darlegung seiner Einnahmen und Ausgaben zu leisten?

Wer hat nach welchen Gesetzesvorgaben wie Buch? Diese Themen sind Gegenstand einer ausführlichen Beratung für KMUs.

Ohne Steuerberatung geht es kaum noch

Selbst wenn nur 15 Prozent der weltweit erscheinenden Steuerliteratur auf deutsch erscheinen, wie neuere Studien des Handelsblattes belegen sollen (statt eines immer wieder kolportierten Anteils von 60 bis 70 Prozent): das deutsche Steuerrecht wird häufig sehr unterschiedlich ausgelegt.

Und daher ist es auch für mittelständische Unternehmen wichtig, einen professionellen Berater bei der Gestaltung der individuellen Steuerpflicht zur Seite zu haben.

Unternehmensvergrößerung oder Unternehmensverkleinerung

Die weltweite Verflechtung von Unternehmen schreitet weiter voran. Das gilt auch für kleine und mittlere Betriebe, die ihren Platz in den Wertschöpfungsketten ganzer Industrien finden.

Diese internationale Dynamik kann plötzliches und starkes Wachstum zur Folge haben. Dann heißt es, schnell und sorgfältig den richtigen Partner finden, der zur eigenen Expansionsstrategie passt.

Auch umgekehrt wird ein Schuh draus. Wenn sich Unternehmen beispielsweise auf bestimmte Kernkompetenzen konzentrieren möchten und Randteile des eigenen Tätigkeitsfeldes veräußern wollen.

Mittelstandsberater mit Transaktionserfahrungen können in diesem Feld wertvolle Hilfestellung leisten. In diesem Zusammenhang kann auch das Thema Outsourcing wichtig werden.

Beginnen Sie rechtzeitig mit der Nachfolgeplanung

Irgendwann hört jeder auf zu arbeiten. Auch ein mittelständischer Unternehmer.

Dann ist es wichtig, frühzeitig die Weichen für die eigene Firma gestellt zu haben. Die Firma muss über einen Nachfolger verfügen, dem der Gründer das Erreichte anvertraut.

Die Firmenübergabe so zu regeln, dass der Betrieb ohne Schaden zu nehmen weiter existiert, ist eine der wichtigsten Vorsorgemaßnahmen von mittelständischen Unternehmern. Diese lässt sich mit Hilfe eines Mittelstandsberaters gut vorbereiten.