Metaberatung

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Die noch junge Dienstleistung ist aus dem Bedürfnis vieler Unternehmen entstanden, ihre Beratungsprojekte professioneller durchzuführen. Metaberatung unterstützt bei der Auswahl der Berater, beobachtet, reflektiert und evaluiert den Beratungsprozess.

Metaberatung – Professioneller Umgang von Beginn an

Beratungsprojekte leiden häufig unter Intransparenz. Der Klient kennt nicht die Qualifikationen und Expertisen der Berater. Es gibt keinen Überblick, welche Berater eingesetzt wurden, Synergien werden nicht genutzt und eine Übersicht über Kosten und Nutzen der Projekte sind nicht vorhanden.

Lesetipp: Der kompetente und professionelle Unternehmensberater: Strukturmodelle, Entwicklungsprozesse und Ansätze zur Meta-Beratung *

Die Beratungsmaßnahme unterstützt bei der Bestandsaufnahme, nutzt Beraterdatenbanken zur Auswahl der Berater und setzt Kennziffern zur Evaluation ein. Sie systematisiert das Consulting.

Projektteams setzen sich zusammen aus den Beratern und internen Mitarbeitern. In diesen Teams kommt es kommt oft zu Interessenskollisionen. Die Berater sind interessiert an einer schnellen Umsetzung des Auftrages und fürchten Modifizierungen und Änderungen im Laufe der Bearbeitung.

Die internen Mitarbeiter vertreten die Interessen des Unternehmens und wollen den Erfolg ihres Unternehmens sicherstellen. Metaberater coachen die Mitarbeiter und stärken sie in der Argumentation gegenüber den Beratern.

Metaberatung – Beobachtung der Beobachtung

Auf beiden Seiten, bei den Kunden und bei den Beratern, gibt es blinde Flecken. Manche Aspekte im Rahmen eines Projektes bleiben im Dunklen und werden nicht gesehen. Eingefahrene Strukturen, eingefahrene Sichtweisen, formelle und informelle Regeln beschränken den Blick auf das System und können so den Erfolg der Beratungsmaßnahmen verhindern. Der Metaberater lenkt mit seiner Beobachtung den Blick auf diese blinden Flecken. Sie regt zur Reflexion über den Prozess an und erweitert die Perspektive.

Die Kompetenzen der Metaberater

Beratungsdienstleistungen sind ein persönliches Geschäft und beruhen auf Vertrauen unter den beteiligten Personen. Souveränes Auftreten, das Beherrschen der Etikette, die Fähigkeit, sich zurücknehmen zu können und Fachkompetenz bis ins letzte Detail des Prozesses fördern das Vertrauen. Hinzu kommen Moderationsfähigkeiten und Analysestärke.

Der Berater begibt sich in eine systemische Triade. Teile dieser Triade sind das Unternehmen, die Berater und er selbst als Metaberater. Die Interessen der Parteien sind dabei häufig entgegengesetzt. Der Metaberater muss dabei eine neutrale Position einnehmen können und konkurrierende Interessen zusammenführen können.

Die Rolle der Metaberatung

Eine Metaberatungsleistung ist Supervision. Sie beobachtet aus der zweiten Reihe die Beobachtung der ersten Reihe, die der Berater. Sie analysiert den Beratungsprozess und regt die Reflexion darüber zwischen allen Beteiligten an. Die Beratungsleistung gewinnt an Qualität.

Der Markt für Metaberater

In Deutschland gibt es für kleine und mittlere Firmen das Rationalisierungs- und Innovationszentrum der deutschen Wirtschaft, unter dem Kürzel RKW gut bekannt. Diese unterstützen bei der Auswahl der Berater und stellen einen qualitätsgesicherten Beraterpool bereit.

Die großen Mittelständler und Großunternehmen mit höherem oder sogar permanentem Beratungsbedarf nutzen in der Regel privatwirtschaftlich organisierte Dienstleister oder Ausgründungen der Universitäten. Es gibt allerdings nur wenige Unternehmen, die sich darauf spezialisiert haben.

Sie ist eine Zusatzdienstleistung, die auch Zusatzhonorar kostet. Manche Klienten wollen dies nicht bezahlen und bauen deshalb unternehmensinterne Kompetenzzentren für den Umgang mit Beratungsdienstleistungen auf.

Fazit: Metaberatung macht Sinn

Sie unterstützt Firmen bei der Auswahl der Berater und der Durchführung von Beratungsprojekten. Grenzen des Marktes werden da gesetzt, wo Unternehmen auf langjährige gute Zusammenarbeit mit vertrauten Beratern bauen und die Folgeaufträge immer an die gleichen Berater vergeben werden.

Die Dienstleistung unterstützt mit ihren Werkzeugen wie Beraterdatenbanken, Handbüchern oder Consulting-Kennzahlen. Vor einer Entscheidung sollte sich der Kunde nicht drücken: Es muss sich genau überlegen, wie weit der Auftrag gehen soll, welche Kompetenzen delegiert werden, wer den Berater auswählt, der Metaberater oder das Unternehmen, und welche Kriterien dabei eine Rolle spielen.

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