IT-Beratung – Alles was Sie zu dem Thema wissen müssen

 Die IT-Beratung ist neben der Strategie- und Managementberatung und der Prozess- und Organisationsberatung ein weiteres Betätigungsfeld, in denen Unternehmensberater ihre Beratung als Dienstleistung anderen Unternehmen anbieten. IT-Beratung ist dabei ein sehr weit gefächerter Bereich.

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In der Regel werden Unternehmen durch eine IT-Beratung bei der Entwicklung, Einführung, Wartung und/oder Weiterentwicklung von Systemen im Bereich der Informationstechnologie (IT) unterstützt. IT-Berater als externe Consultants bringen ihr Wissen in Unternehmen in Form von Fach- oder Expertenberatung ein.

It-Berater ist in Deutschland kein geschützter Begriff

Damit grenzt sich die IT-Beratung sehr deutlich von den anderen Betätigungsfeldern der Unternehmensberatung ab. Die Berufsbezeichnung „IT-Berater“ ist wie der Begriff „Unternehmensberater“ in Deutschland nicht geschützt. Daher gibt es auch keine formalen Qualifikationsnachweise, die man erbringen muss, um den Beruf des IT-Beraters aufzunehmen beziehungsweise sich so zu nennen.

Aber es gibt zunehmend anerkannte Zertifikate und Studiengänge

Allerdings gibt es Bestrebungen, Qualifikationsnachweise zu formulieren und zu vereinheitlichen. So hat beispielsweise der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) die Berufsbezeichnung „Certified IT Business Consultant“ (Geprüfter IT-Berater) als gesetzlich geschützte, mit einem Curriculum hinterlegte, Berufsbezeichnung geschaffen.

Darüber hinaus gibt es auch erste Bestrebungen eines universitären Ausbildungswegs, der direkt in das Berufsfeld des IT-Beraters führt. Darauf werde ich im Laufe dieses Beitrages ebenfalls noch näher eingehen.

Das sind die Anforderungen an IT-Consultants

IT-Berater nehmen eine Querschnittfunktion zwischen klassischer Managementberatung und ingenieurmäßig ausgerichteten IT-Berufen wahr. Daher müssen Sie nicht nur besondere Kenntnisse im Bereich Informatik und Softwaretechnik vorweisen können sondern auch in der klassischen Betriebswirtschaftslehre.

Das ist deshalb wichtig, , da sie ihre Dienstleistung als Expertenberatung erbringen und an der Umsetzung und Implementierung im Unternehmen beteiligt sind. Dies stellt ein weiteres Unterscheidungsmerkmal gegenüber anderen Betätigungsfeldern von Unternehmensberatern dar.

Viele Berater sind Spezialisten in einem Thema …

In der Regel handelt es sich bei IT-Beratern weniger um Generalisten als vielmehr um Spezialisten, die sich meistens auf einige wenige bestimmte Themengebiete konzentrieren, wie beispielsweise Sicherheitsanalysen von IT-Systemen in Unternehmen, Asset-Management oder Anforderungsanalysen im Bereich betrieblicher Informationssysteme von Unternehmen.

… Und oftmals auch innerhalb einer bestimmten Branchen

Darüber hinaus lassen viele IT-Consultants eine Spezialisierung auf unterschiedliche Branchen erkennen, wie etwa Versicherungen, Banken, Automobilindustrie oder verarbeitende Unternehmen. Das ist auch nicht weiter verwunderlich, dann von ihnen werden teilweise sehr spezifische Kundenkenntnisse erwartet, vor allem wenn sich der Beratungszeitraum über mehrere Jahre hinzieht.

Selbstverständlich müssen IT-Berater auch Projektmanagement und Projektcontrolling beherrschen, konzeptionell Strategie und Lösungen erarbeiten können, Pflichtenhefte erstellen, Tests und Qualitätskontrollen durchführen und letztendlich die Mitarbeiter des Kunden in der Anwendung schulen können. Der Beruf des IT-Beraters fordert dementsprechend eine Menge an Wissen, Qualifikation und Kommunikationsfähigkeiten.

Das sind die Aufgabengebiete einer IT-Beratung

Die Aufgabengebiete von IT-Beratern sind ebenso mannigfaltig wie die der gesamten Branche der Unternehmensberatung. Sie erstrecken sich von der Entwicklung, über Einführung bis zur Wartung, Pflege und Weiterentwicklung unternehmensspezifischer Softwarelösungen und Systeme, Entwicklungen von IT-Strategien für Unternehmen, bis hin zur Entwicklung spezieller Schnittstellenlösung oder sogenannter Apps, um Prozessabläufe zu optimieren.

Ein Denken in Prozessen ist gefragt

IT-Berater untersuchen, wie auch ihre Kollegen aus den anderen Bereichen der Unternehmensberatung, Arbeits- und Prozessabläufe von Unternehmen. Im Gegensatz aber zu anderen Unternehmensberatern geschieht dies mittels spezieller Software. Sie untersuchen die IT-Systeme ihrer Kunden beispielsweise im Bezug auf Wirtschaftlichkeit oder den Stand der Technik.

Auf der Grundlage ihrer Analyse entwickeln sie anschließend unternehmensspezifische Strategien und Lösungen, um die untersuchten Prozesse und Systeme zu verbessern, beispielsweise durch Umorganisation der bisherigen Systeme, Weiterentwicklung oder Einführung neuer Software et cetera. In der Regel übernehmen die Consultants anschließend auch die Umsetzung und Integration und passen Sie entsprechend den Anforderungen ihrer Kunden an die spezifischen Unternehmensbedingungen an.

Und auch die Schulung gehört zum Aufgabengebiet

Damit der Kunde in Zukunft auch auf die neue Software beziehungsweise Systeme zugreifen und damit entsprechend umgehen kann, werden deren Mitarbeiter anschließend in der Anwendung und Handhabung der neuen Software/Systeme geschult.

IT-Berater arbeiten heute in vielen Bereichen. Die meisten findet man selbstverständlich in Unternehmen aus der IT-Branche. Aber auch im Bereich von Versicherungen, Beratungsunternehmen, Verwaltungen, Banken und anderen Finanzdienstleistern sind Sie heute nicht mehr wegzudenken. IT-Berater sind entweder fest angestellt, wenn ihre Expertise dauerhaft gebraucht wird oder Sie sind Freiberufler, die für die Dauer des Projektes im Unternehmen arbeiten.

Der Markt für IT-Beratung in Deutschland

Die Lünendonk GmbH aus Kaufbeuren untersucht seit vielen Jahren den Markt für Unternehmensberatung in Deutschland. Dazu gehört auch das Segment der IT-Beratung. In 2016 waren die fünf größten Unternehmen für IT-Beratung und Systemintegration nach Umsatz und Mitarbeitern: Accenture GmbH, IBM Global Business Services, T-Systems International GmbH,  Capgemini GmbH und die NTT Data aus Bielefeld.

Der Markt für IT-Beratung und Systemintegration ist in Deutschland durch eine hohe Marktkonzentration gekennzeichnet. So erwirtschafteten 2016 die 25 führenden Beratungsgesellschaften rund 40 % des Marktumsatzes. Das Leistungsspektrum der IT-Beratung umfasst folgende, nicht abschließende Bereiche: Die klassische IT-Beratung mit 24,7 Prozent dominiert das Leistungsspektrum.

Die Entwicklung sogenannter Individual Software macht 18,3 Prozent und Systemintegration noch einmal 13,4 Prozent des Leistungsspektrums aus. Platz vier nimmt mit 11,2 Prozent die Einführung von Standard Software in Unternehmen ein. Es folgen als weitere Leistungsbereiche: Projekt Management (6,4 Prozent), Wartung von Software (4,4 Prozent), Vertrieb von Standard Software (2,8 Prozent), Training und Schulung (1,0 Prozent) sowie Vertrieb und Wartung von Hardware (0,5 Prozent).

So qualifizieren Sie sich zum IT-Berater

Wie oben bereits angedeutet, ist der Begriff des IT-Beraters in Deutschland nicht geschützt. Bis zur Einführung des „Geprüften IT-Beraters“ durch den DIHK gab es auch keine eigenständige Berufsausbildung geschweige denn Hochschulstudiengänge, die Absolventen zu diesem Beraterberuf qualifizierten.

Vor diesem Hintergrund sollten Kunden beim Engagement eines IT-Beraters den berufliche Hintergrund prüfen, da diese zwischen den IT-Beratern höchst unterschiedlich sein können. IT-Berater, die in einem der großen Beratungs- und Systemhäusern arbeiten, können in der Regel einen Hochschulabschluss im Bereich Informatik oder Wirtschaftsinformatik oder in einem der angrenzenden Fachgebiete vorweisen.

Immer mehr Universitäten bieten entsprechende Studiengänge an

An der Universität Hamburg können Interessierte einen aufbauenden Masterstudiengang im Bereich IT-Management und -Consulting absolvieren. Dieser Masterstudiengang ist der erste Studiengang in Deutschland, der einen direkten, spezifischen und universitären Ausbildungsweg in das Berufsbild des IT-Beraters darstellt.

Einen ähnlichen Studiengang bietet die Fachhochschule Ludwigshafen an. Auch der aufbauende Masterstudiengang „Information Management & Consulting“ bildet eine Grundlage zur Ergreifung des Berufs des IT-Beraters.

Im Rahmen der außeruniversitären Ausbildung bieten die örtlichen Industrie- und Handelskammern (IHK) die berufsbegleitende Ausbildung zum zertifizierten IT-Consultant an. Eine solche berufsbegleitende Aus- oder Weiterbildung dauert in der Regel 15 Monate, der aufbauende Masterstudiengang 4 Semester (24 Monate).

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