Energieberatung

Energieberater helfen Privatpersonen und Unternehmen

Immer höhere Strom- und Heizrechnungen schmälern das Budget jedes einzelnen Haushaltes und auch Unternehmen werden zunehmend durch ihre Energieausgaben belastet. Energieberater können mit ihrem Wissen helfen, den Strom-, Gas- und Ölbedarf zu senken.

Die Experten beraten sowohl Privatpersonen als auch Gewerbetreibende, analysieren den Energieverbrauch, decken Einsparpotentiale auf und empfehlen energiesparende Alternativen. Zusätzlich kennen sie sich bestens mit den staatlichen Förderprogrammen aus, mit denen energiesparende Maßnahmen oder Investitionen zur Nutzung erneuerbarer Energien mittels Zuschüssen oder zinsgünstigen Krediten gefördert werden. Eine qualifizierte Beratung ist nicht nur aus ökonomischen Gründen sinnvoll. Sie ist gleichzeitig ein Beitrag zum Schutz der Umwelt.

Lesetipp: Ratgeber energiesparendes Bauen und Sanieren. Neutrale Fachinformationen für mehr Energieeffizienz. *

Quasi alle Verbraucher haben ein Einsparpotential

Je höher die Preise für Strom, Heizöl und Erdgas steigen, desto größer wird auch bei Privatleuten das Bedürfnis, den täglichen Energieverbrauch zu senken. Bei genauem Hinsehen lassen sich selbst im kleinsten Haushalt Einsparpotentiale aufdecken.

Wer anstelle der alten Glühlampen Energiesparlampen oder LED für die Beleuchtung nutzt, Fernseher und andere elektronische Geräte nicht im Stand-by-Betrieb laufen lässt, in die Jahre gekommene Haushaltsgeräte durch energieeffizientere Modelle ersetzt oder die Wohnraumtemperatur um 1 oder 2 °C absenkt, verringert den Energieverbrauch seines Haushaltes deutlich.

Dass solche Einsparungen aus ökologischer Sicht zu begrüßen sind, leuchtet jedem verantwortungsbewusstem Menschen ein, aber lässt sich durch solche Investitionen wirklich Geld sparen? Für Laien ist es nicht einfach, eine Antwort auf diese Frage zu finden.

Im Wärmeschutz von Gebäuden steckt viel Potential

Noch schwieriger ist es, den energetischen Zustand eines Gebäudes zu beurteilen. Etwa 40 % der Energie wird in Deutschland für die Heizung von Gebäuden verbraucht. In vielen Gebäuden entweicht zu viel Wärme durch Wände, Dächer und Fenster. Veraltete Heizungssysteme nutzen die Energie des Heizöls oder Gases nur zum Teil und tragen dadurch zur Energieverschwendung bei.

Mit Hilfe der Energieeinsparverordnung (EnEV) will der Gesetzgeber in Deutschland höhere Standards beim Bau und bei der Sanierung von Gebäuden durchsetzen, um die ehrgeizigen Pläne zur Senkung der CO2-Emissionen und des Energiebedarfs langfristig durchzusetzen. Bis zum Jahr 2050 sollen alle Gebäude in Deutschland klimaneutral ausgestattet sein. Teil dieser Verordnung ist die Einführung des Energieausweises.

Wird ein Gebäude neu errichtet, modernisiert oder erweitert, muss ein Energieausweis ausgestellt werden. In diesem Dokument wird die Energieeffizienz des Gebäudes beschrieben, sodass ein Käufer oder Mieter frühzeitig erkennen kann, welche Energiekosten auf ihn zukommen könnten.

Energiekosten beeinflussen die Rentabilität von Unternehmen

Den Kosten für Energie kommt auch in betriebswirtschaftlichen Rechnungen der Firmen immer mehr Bedeutung zu. Selbst Firmen, in denen keine besonders energieintensiven Prozesse laufen, haben in der Regel ein erhebliches Potential, wertvolle Energie effizienter einzusetzen. Geht es um bauliche Maßnahmen innerhalb des Unternehmens, sind die Vorschriften der EnEV ebenfalls zu beachten. In einigen Firmen gibt es qualifizierte Mitarbeiter, die sich mit Energiefragen beschäftigen. Andere Firmen beauftragen externe Spezialisten mit diesen Aufgaben.

Das Tätigkeitsspektrum eines Energieberaters

Der Bedarf an Spezialisten, die den Energiebedarf von Gebäuden berechnen können, einen Überblick über energiesparende Technologien und Produkte haben und sich mit erneuerbaren Energien auskennen, wächst seit einigen Jahrzehnten und hat dazu geführt, dass immer mehr Energieberater als Dienstleister für Privatpersonen und Unternehmen tätig werden.

Nach und nach entwickeln sich erste Berufsstandards

Ein spezielles Berufsbild „Energieberatung“ mit verbindlichen Standards und Regelungen hinsichtlich der Ausbildung gibt es bisher nicht. Die Bezeichnung ist nicht geschützt. In den letzten Jahren werden von verschiedenen Bildungsträgern (Hochschulen, Ingenieurkammern, Industrie- und Handelskammern, Architektenkammern, Handwerkskammern) Weiterbildungen angeboten, sodass Heizungsbauer, Architekten oder Bauingenieure durch diese Weiterbildung zusätzlich zu kompetenten Energieberatern werden.

So finden Sie eine kompetente Energieberatung

Wie können Verbraucher oder Unternehmen eine kompetente Beratungsfirma finden? Familien können sich beispielsweise an die Verbraucherschutzzentralen wenden. Privatpersonen bekommen hier gegen Zahlung einer geringen Gebühr eine kompetente Energieberatung. Für einkommensschwache Familien wird die Beratung sogar kostenlos angeboten.

Energieversorger bieten ebenfalls immer häufiger Beratungen zum Thema Energiesparen an. Mieter und Eigentümer, die Modernisierungsarbeiten an Gebäuden und eine energetische Sanierung planen, sollten die Homepage des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) besuchen. Eine umfassende Energiesparberatung, die sogenannte Vor-Ort-Beratung, wird durch das Bundesamt mit einem Zuschuss gefördert.

Diese Beratung darf nur von Energieberatern durchgeführt werden, die vom BAFA anerkannt sind. Die Berichte dieser geförderten Beratung müssen definierte Mindestanforderungen erfüllen. Diese Anforderungen gelten mittlerweile als Standard für solche Beratungen.

Wer zur Ausstellung eines Energieausweises berechtigt ist, wird in den Bundesländern unterschiedlich geregelt. Um den Eigentümern das Finden von kompetenten Ansprechpartnern zu erleichtern, hat die Deutsche Energie-Agentur (dena) eine Datenbank mit Anschriften von Energieberatern, die Energieausweise ausstellen, in das Netz gestellt.

Die Nachfrage nach Energieberatungen wächst noch immer an. Das hängt einerseits mit den steigenden Energiekosten zusammen. Andererseits lassen die verschärften gesetzlichen Vorschriften den Bedarf weiter wachsen. Hinzu kommt die Einsicht der Verbraucher, die sowohl den ökologischen als auch den ökologischen Nutzen einer solchen kompetenten Beratung immer deutlicher erkennen.

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