Berlin Wirtschaft

Wirtschaftsnachrichten aus Berlin

Nachfolgend finden Sie regelmäßig aktuelle Meldungen zur Berliner Wirtschaft. Gerne können Sie mir bisher nicht berücksichtigte Nachrichten zur Veröffentlichung zusenden.

Berlin rutscht bei Lebensqualität weiter ab

21.05.2019: Die Deutsche Bank hat in einer weltweiten vergleichenden Studio die Lebensqualität in 56 Metropolen untersucht. Und wen wundert es, unsere Hauptstadt ist weiter abgerutscht. So kommt die Stadt nur noch auf Platz 18. Vor fünf Jahren war es immerhin noch Platz 8. Und so geht vor unser aller Augen der Verfall unseres Landes, ausgelöst durch eine desaströse Politik, immer weiter. Wen die genauen Befunde interessieren wird hier bei der Morgenpost fündig.

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Berlin – pulsierende Millionenstadt und attraktiver Wirtschaftsstandort

Arm, aber sexy. So präsentiert sich bisweilen etwas launig, aber auch selbstbewusst Deutschlands Hauptstadt Berlin. Arm, aber sexy. Das meint vor allem, dass die öffentlichen Kassen leer und Gelder knapp, die Stadt aber als solche ungeheuer attraktiv und so etwa wie die deutsche Vorzeigemetropole ist. In der Tat liegt die Wahrheit irgendwo in der Mitte. Tatsächlich bündelt die 3,5 Millionen Einwohner zählende Metropole die Hoffnungen der Deutschen. Berlin ist in jeder Hinsicht politisches und wirtschaftliches, kulturelles und sportliches Zentrum der Republik.

Berlin ist durch eine städtische Wirtschaftsstruktur geprägt

Doch anders als in Flächenländern wie Baden-Württemberg oder Bayern ist der Anteil der Unternehmen im produzierenden Gewerbe deutlich geringer. Das liegt vor allem daran, dass Berlin wie auch Hamburg oder Bremen ein reiner Stadtstaat ist und sich in der Fläche nicht ausdehnen kann, sondern von Brandenburg umklammert wird. Allerdings erhält Berlin aufgrund seiner Lage als Stadtstaat und seiner Funktion als Bundeshauptstadt auch besondere Zuschüsse, um diese Herausforderungen zu meistern.

Damit sind eigentlich schon die wichtigsten Voraussetzungen genannt, die für die Wirtschaftsförderung zutreffend sind: Trotz seiner prosperierenden Entwicklung sind es vor allem mittelständische Unternehmen auf der einen Seite und national oder international tätige Konzernzentralen auf der anderen Seite, die Berlin prägen.

Wie positiv die Entwicklung des Landes Berlin ist, zeigen die Wirtschaftseckdaten. Mit 90, Milliarden Euro konnte das Bundesland im Jahr 2009 auf ein stolzes Bruttoinlandsprodukt verweisen, das im Vergleich zum Vorjahr um 1,8 Prozent wuchs.

Die Berliner Wirtschaft profitiert stark vom Hauptstadtstatus

Es sind neben dem Politikbetrieb, Bundesregierung, Bundestag, aber auch zahlreiche Bundesbehörden haben in Berlin ihren Sitz, vor allem die Kultur- und Kreativwirtschaft, aber auch der Tourismus und die Gastronomie, die die Bundeshauptstadt prägen. Zunehmend wird die Stadt auch für jene interessant, die sich in Sachen IT oder Biotechnologie interessieren, die mit Start ups ihre Geschäftsidee verwirklichen und neue Märkte erschließen wollen.

Gleichwohl verfügt Berlin über eine Arbeitslosenquote von rund 12,7 Prozent – deutschlandweit liegt sie derzeit bei 6,6 Prozent. Dies liegt aber vor allem daran, dass sich in Großstädten aufgrund der Menschenkonzentration die infrastrukturellen Probleme stets in besonderer Weise ballen.

Berlin wird immer interessanter für deutschlandweit tätige Unternehmen, die Berlin vor allem als Konzernsitz schätzen oder es für eine Repräsentanz entdecken. So haben inzwischen die Deutsche Bahn AG und die Siemens AG als im DAX vertretene Unternehmen ihren Sitz in Berlin.

Aber auch die Berliner Verkehrsbetriebe, Vivantes, die Charité und die Landesbank Berlin Holding AG sind Unternehmen, die hier angesiedelt sind und weit über die Grenzen hinaus einen guten Ruf genießen.

Immer mehr Großunternehmen eröffnen eine Repräsentanz

Die zunehmende Konzentration von Unternehmenssitzen, Repräsentanzen und Vertretungen in Berlin führt dazu, dass die Immobilienpreise, aber auch die Kosten für Mietwohnungen und Eigenheime kontinuierlich steigen. Um ein weiteres Spekulieren am Immobilienmarkt zu verhindern, hat der Berliner Senat zuletzt angekündigt, gesetzliche Regelungen zu schaffen, nach denen ein wilder Abriss oder Luxussanierungen verboten werden sollen.

Berlin ist vor allem ein Zentrum der Medien. Nirgendwo sonst gibt es eine derartige Konzentration an Medienunternehmen, an kleinen und großen, offiziellen wie inoffiziellen Publikationen. Ob MTV oder Nick, ob N24, oder Comedy Central, alle diese Fernsehstationen senden direkt aus der Stadt. Darüber hinaus gibt es im Mediensektor noch einen russischsprachigen Sender.

Berlin ist die Hauptstadt des Journalismus

Schließlich ist der öffentlich-rechtliche RBB, eine Fusion aus dem einst in Westberlin sendenden SFB und dem Brandenburger ORB, in Berlin tätig. Zahlreiche Korrespondentenbüros von den aus aller Welt in Deutschland akkreditieren Journalisten runden das dichte mediale Netz ab.

Inzwischen hat sich auch der Printsektor die Medienwirtschaft deutlich verändert. Der Springer-Verlag ist von Hamburg nach Berlin gezogen und hat dort wie auch der Berliner Verlag seinen Sitz. So erscheinen in Berlin nicht nur Tageszeitungen wie Die Welt und Berliner Zeitung, Tagesspiegel und Berliner Morgenpost.

Auch diverse Boulevardzeitungen werden verlegt und liefern sich einen harten Wettbewerb. Gerade bei der Leserschaft der Zeitungen lässt sich feststellen, dass es noch immer eine inhaltliche wie mentale Teilung gibt, dass sich Leser im Westteil für andere Dinge interessieren als im Ostteil.

Der Tourismus ist prägend für die Berliner Wirtschaft

Der Tourismus und damit verbunden das Fremdenverkehrsgewerbe ist der vielleicht wichtigste Wirtschaftszweig Berlins. Wie keine andere Stadt in Deutschland wird die Metropole Tag für Tag von Tausenden Gästen besucht, die sich entweder bei Stadtrundfahrt oder Bummel einen Eindruck von der pulsierenden Metropole verschaffen, die einmal ausgiebig shoppen oder einen Blick auf das Regierungsviertel werfen wollen.

Inzwischen werden in Berlin rund 20 Millionen Übernachtungen pro Jahr gezählt. Das hat zur Folge, das immer neue Hotels und Pensionen gebaut werden, das in der Gastronomie immer neue Angebote entstehen, das aber auch die Preise im Fremdenverkehrsgewerbe entsprechend in die Höhe gehen.

Der Wohnungsmarkt ist mittlerweile angespannt

Massiv beklagt durch die Politik wird die Tatsache, dass viele Mietwohnung privat als Ferienwohnungen genutzt werden und so dem Wohnungsmarkt auf der einen, dem Tourismus auf der anderen Seite entzogen werden. Gleichwohl sorgen die zahlreichen Tagesbesucher, im Jahr 2009 wurden 132 Millionen gezählt, dafür, dass in Berlin viele Geschäfte und Gaststätten, Cafés und Bistros von den Gästen profitieren und zugleich ihr einträgliches Auskommen haben. Viele Gäste verbinden den Besuch zudem mit einem Ausflug an einen der zahlreichen Brandenburger Seen oder in das gut angeschlossene und benachbarte Potsdam.

Da Berlin Jahr für Jahr Gastgeber internationaler Tagungen und Messen, von Kongressen und politischen Gästen ist, steigt die Zahl der internationalen Gäste immer weiter an. Das ICC als das größte Konferenzzentrum und die Messe Berlin profitieren in ganz erheblichem Maße von dieser Sogwirkung Berlins.

Allein im Jahre 2011 wurden durch die zehn Millionen Tagungs- und Kongressteilnehmer 1,8 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet, ob bei der Internationalen Funkausstellung, der Grünen Woche, den Esoteriktagen oder der renommierten ITB.

Bei einer Einwohnerzahl von rund 3,5 Millionen ist ein leistungsstarkes Gesundheitswesen unverzichtbar. Berlin bietet heute rund 180.000 Menschen einen Job in diesem Sektor, wobei auch zahlreiche Handwerker, Händler und Gastronomen in den Querschnittsbereichen davon profitieren.

Die Biotechnologie wächst und wächst

Inzwischen hat sich die Biotechnologie zu einem leistungsfähigen und zukunftsträchtigem Wirtschaftssektor entwickelt. Mit mehr als 170 angesiedelten Unternehmen, die rund 3.500 Arbeitsplätze umfassen, wird der Standort immer wichtiger. Ein Technologiepark für die Biotechnologie bietet entsprechende Clustermöglichkeiten und sorgt für kurze Wege wie Synergien.

Nicht unterschätzt werden darf die Bedeutung der Kulturwirtschaft für die Entwicklung Berlins. Designer und Architekten, Journalisten und Musiker, Autoren und Sänger, Grafiker und Webdesigner. Sie alle sorgen nicht nur dafür, dass Berlin heute in jeder Hinsicht auch bunt und schrill ist, sondern erwirtschaften zudem beträchtliche Umsätze.

Die Kreativwirtschaft sorgt für interessante Impulse

Mit etwa 160.000 Arbeitsplätzen, von der Kultur bis zur Softwareentwicklung, werden von den 23.000 Unternehmen jährlich mehr als 17 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet, wobei die Umsätze Jahr für Jahr steigen.

Als wichtiger Teil dieser Kulturindustrie gilt die Musikindustrie. Die Branche kann sich über die höchsten Zuwächse bei den Umsätzen freuen. Konzertveranstalter, Plattenlabels und kleine Ensembles können auf jährlich mehr als eine Milliarde Euro verweisen und behaupten sich damit in einem hart umkämpften Markt. Heute sind mehr als 450 Musiklabels in der Hauptstadt vertreten.

Wer nach Berlin reist, wird die Stadt in Sachen Verkehr oftmals als Molloch erleben. Auch wenn sich das Berliner Verkehrswesen häufig an seiner Leistungsgrenze befindet: Ein gut ausgebautes Netz an öffentlichen Transportmitteln sorgt für eine nahezu optimale Anbindung.

Die Verkehrsadern befinden sich im Dauerstress

U-Bahn und S-Bahn, Bus und Straßenbahn befördern Hunderttausende Fahrgäste pro Tag. Die Innerstädtischen Flughäfen, die in der Folge der deutschen Teilung entstanden, sollen geschlossen werden und zugunsten des Großflughafens Berlin-Brandenburg neue Plätze für die Ansiedlung von Unternehmen liefern.

Mit einer vielfältigen Ansiedlungspolitik und einer gezielten Wirtschaftsförderung versucht der Senat vor allem kleine und mittelständische Unternehmen mit Zukunftstechnologien nach Berlin zu holen, zu unterstützen und so den Weg freizumachen für die Entwicklung nachhaltiger Konzepte.

Berlin gehört zu den bedeutenden Wissenschaftsstandorten

Berlin als Wissenschaftsstandort bietet heute an vier Universitäten, 23 staatlich anerkannten Hochschulen und 22 Technologieparks zahlreichen Studenten und Praktikanten die Möglichkeit, ihr Wissen zu vervollkommnen und einen Job zu finden.

Heute studieren in Berlin 152.000 Studenten, wobei das Land besonderen Wert darauf legt, Wissenschaftseinrichtungen und Unternehmen eng zu vernetzen. Wenn das weiter gelingt, dann wird sich Berlin auf seinem Weg behaupten, der im Zeitalter der Globalisierung und in der Phase des nachhaltigen Wandels der Arbeitswelt ein steiniger, aber auch ein erfolgversprechender ist.

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