Beraterberufe – Alles was Sie zu dem Thema wissen müssen

Nachfolgend finden Sie interessante Lesetipps, umfassende Grundlageninformationen und aktuelle Nachrichten zum Thema Beraterberufe. Viel Spaß beim Lesen.

So werden Sie ein erfolgreicher Berater

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Der Begriff der Beratung

Die Beraterbranche boomt. Für alle erdenklichen Lebenslagen bieten Berater ihre Erfahrung an. Da die Bezeichnung „Berater“ nach wie vor nicht geschützt ist und sich somit jeder Berater nennen und beratend tätig werden darf, möchte ich in dem nachfolgenden Beitrag die verschiedenen Facetten zum Thema Beraterberufe näher beleuchten.

Beratung beschreibt umgangssprachlich ein strukturiertes Gespräch. Beratung kann aber auch in einer anderen (nonverbalen) Kommunikationsform erfolgen, wie etwa durch Briefe, E-Mails, Internetforen, Weblogs oder klassisch in Form von Kolumnen in einer Zeitung oder Zeitschrift.

Beratung kann darüber hinaus auch eine praktische Anleitung sein, mit dem Ziel eine Aufgabe zu bewältigen, ein Problem zu lösen oder sich einer (Problem-) Lösung zu nähern. In der Regel wird Beratung als das Erteilen von Ratschlägen in helfender Absicht verstanden. Im engeren Sinne kann Beratung als eine Interaktionsform verstanden werden, bei der es zwischen den Interaktionspartnern zu einem Wissenstransfer kommt.

Ein Beratender ist dementsprechend jemand, der dem Beratenen in einem strukturierten Gespräch oder in Form einer praktischen Anleitung bei der Lösung und Bewältigung von Aufgaben oder Problemen hilft. Im Bereich der Unternehmensberatung werden in der Regel vier Felder unterschieden: Strategie (Management), IT, Organisation/Prozesse und Personal. Darüber hinaus gibt es noch eine Vielzahl anderer Beratungstätigkeiten und -formen für beinahe alle Lebensbereiche.

Die Aufgaben eines Beraters

Ein Berater stellt also einem Klienten, zum Beispiel einer Führungskraft, dem Management oder einem ganzen Unternehmen, sein Wissen meist in Form von „best practice“ zur Verfügung. Und hier endet bereits die Beratung. Was der Klient aus dem Wissen heraus entwickelt, ist allein ihm überlassen. Das heißt, der Klient ist allein dafür verantwortlich, ob er die Impulse annimmt und in die Tat umsetzt oder nicht. Erst bei deren Umsetzung aber erweist sich in der Regel die Wirksamkeit einer Beratung.

Ein Unternehmensberater kann zum Großteil den erfolgreichen Wissenstransfer modifizieren, doch für den Erfolg und dessen Voraussetzung bleibt der Klient letztendlich selbst verantwortlich. Der Unternehmensberater bietet einem Unternehmen eine Beratung in Form einer Dienstleistung an. Bei einer Unternehmensberatung steht meistens das Management des Klienten im Mittelpunkt der Dienstleistung.

Genauso gut aber holen sich Unternehmen auch Beratung bei fachlichen Entscheidungen, Veränderung, speziellen Dienstleistungen oder bei Personalfragen. Unternehmensberater sprechen in diesem Zusammenhang von „Mandat“ oder „Engagement“, wenn sie von einem Auftrag sprechen. Kunden werden dementsprechend auch als „Klienten“ oder „Mandanten“ bezeichnet.

Auch der Begriff des Unternehmensberaters ist in Deutschland nicht geschützt (anders als in Österreich). Neben großen Beratungsunternehmen wie McKinsey & Company, Roland Berger Strategy Consultants, Boston Consulting Groop, Booz & Company oder Bain & Company gibt es noch eine Vielzahl mittlerer und kleinerer Beratungsunternehmen und Einzelberater, die ihre Tätigkeit selbstständig ausüben.

Ein Qualitätsmerkmal von Beratern und Beratungsunternehmen in Deutschland ist u.a. die Mitgliedschaft und Zertifizierung im Bundesverband Deutsche Unternehmensberater e.V. als Deutschlands größten, erfolg- und einflussreichsten Unternehmensberaterverband.

Traumberuf: Berater

Berater, allen voran Unternehmensberater, haben in der Öffentlichkeit mit vielen Vorurteilen zu kämpfen. Bei einem genauen Blick auf die Tätigkeit eines Beraters erkennt man jedoch schnell, dass nicht einmal die Hälfte aller in der Presse kolportierten Vorurteile auch nur im Ansatz begründet sind. In der Wirtschaft sind die Leistungen externer Berater heute kaum mehr wegzudenken. Sowohl Firmenkunden als auch die öffentliche Verwaltung holen sich regelmäßig die Hilfe von Beratern ins Haus, wenn ihnen selbst das Know-how oder die Ressourcen für die Bewältigung von Aufgaben, komplexen Projekten oder Problemen fehlen.

Das Honorar richtet sich dabei nach Komplexität, Schwierigkeit und Dringlichkeit des Beratungsprojekts. Wer als Berater tätig werden möchte, hat die Möglichkeit sich einem der Global Player anzuschließen, die ein breites Spektrum an Dienstleistungen abdecken. Eine andere Möglichkeit sind Beratungsunternehmen, die sich auf eine bestimmte Branche oder Zielgruppe spezialisiert haben.

Unternehmensberatungen wie McKinsey, Roland Berger oder Boston Consulting wetteifern nicht nur um Klienten, sondern auch um die besten Berater ihrer Branche. Wer ein Angebot eines der Global Player bekommt, hat in der Regel auch schon eines der Konkurrenz in der Tasche. Die Verdienstmöglichkeiten für Berater sehen also nicht schlecht aus, weshalb für viele Young Professionals die Unternehmensberatung ein Traumberuf ist.

Das Berufsbild des Beraters

Da die Beratungstätigkeit in Deutschland keinem Berufsschutz unterliegt, kann sich jeder in der Beratung Tätige als Berater bezeichnen. In der Praxis kann das unangenehme Folgen haben. Wenn beispielsweise ein als unabhängig auftretender „Berater“ bestimmte Dienstleistungen (zum Beispiel Versicherungen) ausgewählter Vertragspartner anbietet und vertreibt. Berater unterliegen nicht der Gewerbeordnung, sondern sind freiberuflich tätig. Voraussetzung sind lediglich ein (Fach-) Hochschulstudium und das man im Sinne des § 18 Einkommenssteuergesetz „auf Grund eigener Fachkenntnisse leitend und eigenverantwortlich tätig“ ist.

Aus akademischer Sicht erlangt man eine Qualifikation zum Unternehmensberater, wenn man ein wirtschaftswissenschaftliches Hochschulstudium oder Hochschulstudium mit betriebswirtschaftlichen Zusatzstudium sowie einer dreijährigen Berufserfahrung vorweisen kann. Dies ermöglicht auch Quereinsteigern als Unternehmensberater tätig zu werden.

Unternehmensberatungen beschäftigen zum Großteil Hochschulabsolventen aus beinahe jeder Fachrichtung. Nur etwa die Hälfte aller Consultants hat einen betriebswirtschaftlichen Hintergrund. Derzeit sind Absolventen insbesondere aus den Bereichen Mathematik, Physik, Psychologie, Pädagogik und Medizin bei den großen Unternehmensberatungen gefragt.

Nach den Fachverbänden wie dem Bundesverband Deutsche Unternehmensberater e.V. gelten Unternehmensberater als hauptberuflich beratend Tätige, die mindestens 150 Beratungstage und mindestens 30 Stunden Weiterbildung im Jahr vorweisen können. Mögliche Beratungsthemen können sein:

  1. Fusionen oder Übernahmen, beispielsweise von Unternehmen, Bereichen oder Abteilungen innerhalb eines Unternehmens
  2. Outsourcing oder Global Sourcing
  3. Umstrukturierung und Change-Management-Prozesse
  4. Kostensenkung
  5. Strategieentwicklung, -planung und Umsetzung
  6. Einführung neue Technologien, Prozesse, Arbeitsmethoden oder Systeme
  7. Optimierung von Beschaffung / Einkauf
  8. PR-Beratung
  9. Personalberatung / Headhunting
  10. Finanzierungsberatung
  11. Organisationsberatung
  12. Kommunikationsberatung

Beratungsansätze

Berater verfolgen bei ihrer Tätigkeit in der Regel einen oder mehrere Beratungsansätze, die sich am Beratungsbedarf der Mandanten oder am Beratungsgeschäft des eigenen Unternehmens orientieren. In der Beratungsliteratur findet man folgende theoretischen Ansätze:

  1. Prozessorientierter Beratungsansatz (Systemische Beratung, Organisationsentwicklungs- und Personalentwicklungsberatung)
  2. Inhaltsorientierter Beratungsansatz (Gutachterberatung, Expertenberatung)
  3. Komplementärberatung (gezielte Kombination unterschiedlicher Beratungsansätze)

Gedanken zur Zukunft des Beraterberufes

Der Bedarf an Beratung wird vor dem Hintergrund der zunehmenden Globalisierung und deren Auswirkungen auf Menschen, Gesellschaft und Wirtschaft weiter zunehmen. Die Tätigkeiten als Berater sind vielfältig. Die Zukunftsaussichten sehen gut aus. Wer sich aber als Berater am Markt von anderen unterscheiden und abheben will, sollte einen entsprechenden Werdegang vorweisen, also mindestens eine Tätigkeit als Junior Consultant in einer etablierten Unternehmensberatung.

Eine andere Möglichkeit ist die Spezialisierung auf bestimmte Branchenfelder (Expertenberatung) sowie eine Qualifizierung und Zertifizierung einer anerkannten Hochschule und/oder eines oder mehrere Fachverbände. Für selbstständige Berater ist der Aufbau eines Netzwerkes, um zu jeder Zeit auf Experten mit ergänzenden Qualifikationen zurückgreifen zu können, unabdingbar. Eine kontinuierliche Weiterbildung und der regelmäßige Erfahrungsaustausch geben zusätzlich neue Impulse für die eigene Beratung.

Unternehmensberater ist nach wie vor ein erstrebenswerter Beruf

Eine Tätigkeit als Unternehmensberater hat nach wie vor für viele Hochschulabsolventen einen mystischen Klang. Harte, aber abwechslungsreiche Arbeit, hohe Gehälter, internationale Geschäftsreisen und Abends einen Abstecher in den After Business Club. Dies verbinden viele mit dem positiven Image der Beraterbranche.

Dabei hat sich die ursprünglich stark wirtschaftswissenschaftlich geprägte Branche in den zurückliegenden Jahren nicht nur gegenüber Ingenieuren und Naturwissenschaftlern geöffnet. Mittlerweile haben mehr als 10 Prozent der neueingestellten Berater einen kultur- und geisteswissenschaftlichen Hintergrund. Was zählt, ist neben einem erstklassigen Hochschulabschluss, die Fähigkeit des logischen Denkvermögens und der strukturierten Problemlösung.

Breite Auswahl an potentiellen Arbeitgebern

Hochschulabsolventen steht dabei eine große Auswahl an potentiellen Arbeitgebern zur Verfügung. Rund 14 Tausend Unternehmensberatungen bieten in Deutschland ihre Dienstleistungen an. Hinzu kommen viele Firmen, die zwar keine Beratungsunternehmen im klassischen Sinn darstellen, die jedoch auch zum Teil im Beratungsmarkt mitmischen, wie zum Beispiel Marketingunternehmen, Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, Steuerberatungs- und Rechtsanwaltskanzleien, IT-Dienstleister, et cetera.

Hinzu kommt, dass die Branche zu den Wachstumsmärkten in Deutschland zählt. Es ist deshalb nicht weiter verwunderlich, das jedes Jahr Tausende von Bewerbungen in den Personalabteilungen der Beratungsfirmen eingehen. Neben der Aussicht auf ein lukratives Gehalt, die Einstiegsgehälter beginnen bei rund 40 Tausend Euro, spielt dabei oftmals auch eine Rolle, dass ein Beruftseinstieg als Unternehmensberater sehr gute Perspektiven für Folgebewerbungen eröffnen kann. Und in der Tat nutzen auch sehr viele Young Professionals das Karrieresprungbrett Unternehmensberatung, um nach 3 bis 5 Jahren in andere Branchen und Tätigkeitsfelder zu wechseln.

Was muss ich wissen, um mich als Unternehmensberater Selbstständig zu machen?

Ein selbstständiger Unternehmensberater ist ein Berater für das Management anderer Unternehmen. In vielen Fällen sind Start-Ups und KMUs die Zielgruppe, aber auch Großunternehmen profitieren für ihre strategische Ausrichtung von einer rundum auf sie zugeschnittenen Beratung.

Die Beratung an sich umfasst meist ein sehr weites Feld, welches von fachlichen Entscheidungen, IT-Beratung, über Personalfragen oder der Marketing-Strategie bis hin zur Unternehmensstrategie reicht. Übergreifende Fragen und Detailfragen sind gleichermaßen für ein Unternehmen wichtig. Ein junger Unternehmer baut sich in diesem Bereich sehr schnell einen individuell passenden Schwerpunkt auf, in dem er sich weiterentwickeln kann.

Ein selbstständiger Unternehmensberater benötigt also selbst die notwendige Qualifikation, um umfangreiche Entscheidungen zu treffen und ein Unternehmen, ganz gleich in welcher Branche in die richtige Richtung zu führen. Für solch eine Tätigkeit sollte ein selbstständiger Unternehmensberater in der Lage sein den notwendigen Überblick zu besitzen und aktuelle Trends und Entwicklungen im Auge zu behalten.

Ausgezeichnete Berater schaffen es neue Trends so frühzeitig zu entdecken, dass sie diese als Trendsetter platzieren. Unternehmensberater sind überwiegend freiberuflich tätig. Eine Qualifikation für diesen Beruf zu erwerben verlangt ein umfassendes Know-How im Bereich der Wirtschaft. Spezialwissen ist hierbei ebenso gefragt, wie eine gute Allgemeinbildung oder die Fähigkeit zur Generalisierung.

Offenes Berufsbild ermöglicht leichten Einstieg

Zwar ist das Berufsbild an sich nicht geschützt, aber um erfolgreich arbeiten zu können ist es ratsam sich eine fundierte Ausbildung im Rahmen der Wirtschaftsberatung anzueignen. Dafür kommt beispielsweise ein Studium der BWL, Jura und Volkswirtschaftslehre in Frage. Heutzutage finden sich in diesem Berufsfeld eine Vielzahl von Hochschulabgängern aus den Bereichen der Psychologie, Medizin, Physik, Mathematik oder auch Pädagogik.

Eine universitäre Ausbildung ist allerdings nicht verpflichtend, wobei sie aber für das Erlangen des notwendigen Horizontes sehr hilfreich ist. Dennoch gibt es eine Vielzahl von Quereinsteigern, die viel vom Fachlichen des Unternehmertums verstehen und daher für die Tätigkeit ausreichende Voraussetzungen mitbringen. Die vorausgesetzte Qualifikation hängt mitunter aber auch von der Branche ab, in welcher ein selbstständiger Unternehmensberater arbeiten will. In bestimmten Branchen ist es unabdingbar, dass ein Berater möglichst genau mit dem Berufsbild vertraut ist und sich in allen Bereichen der jeweiligen Branche exzellent auskennt.

Beispiele dafür sind die Medizin, die Pharmazie, Chemie, der Lebensmittelsektor, produzierendes Gewerbe oder ähnliche Bereiche. Der selbstständige Unternehmensberater ist also entweder ein Spezialist oder ein Allrounder, der sich in allen Bereichen sehr gut bewegen kann. Um erfolgreich in der Branche tätig zu werden, muss er eine gute Qualifikation vorlegen oder überzeugend vermitteln, dass er ausreichende Fähigkeiten für eine exzellente Beratung mit sich bringt.

Eine optimale Voraussetzung ist es ebenfalls, wenn der Berater bereits in einem anderen Beratungsunternehmen tätig war und sich hierdurch bereits einen Namen gemacht hat. Mitgliedschaften in Berufsverbänden unterstützen Ihn beim Einstieg in diesem Bereich nicht nur in der beruflichen Orientierung, sondern vermitteln dem Kunden auch Vertrauen in die Dienstleistung.

Gründungszuschüsse erleichtern den Einstieg

Für die Unternehmensgründung gibt es eine ganze Reihe von Zuschüssen und Finanzierungsmöglichkeiten. So gibt es günstige Kredite von der KfW-Bank oder auch Gründungszuschüsse vom Staat. Das wichtigste für den Einstieg als selbstständiger Unternehmensberater sind jedoch ausreichend Kontakte und ein hochwertiges Netzwerk, um zügig einen Kundenstamm aufzubauen. Solche Kontakte lassen sich am einfachsten auf Existenzgründungsmessen oder allgemein auf branchenspezifischen Messen oder Unternehmertreffs knüpfen.

Durch erste Kontakte weitet sich ein Netzwerk außerdem schnell aus und schafft durch regelmäßige Kontaktpflege wieder neue Kontaktmöglichkeiten. Auch gibt es eine ganze Reihe von Möglichkeiten zur beruflichen Weiterbildung, womit man nicht nur seine Fähigkeiten auf dem Laufenden halten kann, sondern ebenfalls interessante Kontakte zu Berufskollegen knüpfen kann.

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