Bayern Wirtschaft

Wirtschaftsnachrichten aus Bayern

Nachfolgend veröffentliche ich regelmäßig Nachrichten zur Wirtschaft im Freistaat. Gerne können Sie mir noch nicht berücksichtigte Meldungen zusenden.

Wie ist es aktuell um den Standort Augsburg bestellt?

21.05.2019: Immer wieder gerät Augsburg in den letzen Monaten in die Schlagzeilen wegen drohender Entlassungen oder gar Standortschließungen bei bekannten Firmen. Insbesondere der Roboterhersteller Kuka, der Technologiekonzern Fujitsu und der Leuchtmittelhersteller Ledvance stehen hier im Focus des Geschehens. Doch alle wesentlichen Wirtschaftsakteure vom Oberbürgermeister, über die Gewerkschaften bis hin zur IHK sind sich einig: der Standort steht aktuell und auch in Zukunft gut da. Grund ist der gesunde Branchenmix und die große Zahl an erfolgreichen Mittelständlern in der Stadt und der Region.

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Bayern – Das wirtschaftliche Leistungszentrum im Herzen Europas

Der Freistaat Bayern im Südosten der Bundesrepublik Deutschland gehört mit zu den wirtschaftsstärksten und wohlhabendsten Regionen im nationalen und europäischen Vergleich. In den vergangenen 50 Jahren beschleunigte sich die Industrialisierung enorm. Diese verhalf dem bis dahin noch stark landwirtschaftlich geprägtem Bayern zu dem Status eines weltweit angesehenen Technologiestandortes.

Unter dem Einfluss der europäischen Schuldenkrise und der globalen Konjunkturschwankungen lag das bayerische Wirtschaftswachstum im Jahre 2011 preisbereinigt bei 2,9 Prozent und somit nur leicht unter dem deutschen Durchschnittswert von 3 Prozent (Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung, Pressemitteilung vom 29.03.2012, Online im Internet am 09.07.2012, URL: https://www.statistik.bayern.de/presse/archiv/2012/78_2012.php).

Das flächengrößte Bundesland beteiligt sich im Jahre 2011 mit 17,4 Prozent am gesamtdeutschen Bruttoinlandsprodukt in jeweiligen Preisen und zeigt damit im Ländervergleich eine hohe wirtschaftliche Leistungsfähigkeit (Quelle: Bruttoinlandsprodukt – in jeweiligen Preisen – 1991 bis 2011, Online im Internet am 09.07.2012, URL: http://www.vgrdl.de/Arbeitskreis_VGR/tbls/tab01.asp).

Mit einem Exportanstieg von 11 Prozent im Jahr 2011 im Vergleich zum Vorjahr stellte der Freistaat einen bayerischen Exportrekord auf und behauptet sich neben Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen als starker Außenhandelspartner. Die Ausfuhr von Waren im Wert von rund 160 Milliarden Euro bescheinigt die internationale Wettbewerbsfähigkeit der weiß-blauen Wirtschaft.

Das Außenhandelsgeschäft wird durch die vier Warengruppen Fahrzeuge, Maschinen, elektrotechnische Erzeugnisse und chemische Erzeugnisse dominiert (Quelle: Der Außenhandel Bayerns 2011, S. 4 – 5, Online im Internet am 09.07.2012, URL: http://www.muenchen.ihk.de/mike/ihk_geschaeftsfelder/international/Anhaenge/Der-Aussenhandel-Bayerns-2011.pdf).

Die bayerische Wirtschaft ist breit aufgestellt. Der Freistaat ist die Heimat vieler Global-Player. Gemeinsam mit einer ausgeprägten mittelständischen Wirtschaftsstruktur bilden diese die Grundpfeiler der Wirtschaft im Freistaat.

Die Wirtschaftsstruktur Bayerns

Der größte Wachstumsmotor ist wie auch in den vergangenen Jahren die Industrie. Die über 1,1 Millionen Mitarbeiter in den mehr als 7000 Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes tragen zu einem Viertel der bayerischen Bruttowertschöpfung bei. Die hohe Exportquote ist vor allem der hohen Leistungsfähigkeit des bayerischen verarbeitenden Gewerbes zu verdanken. Eine weitgefächerte Produktion deckt die Bandbreite von klassischen Industrieprodukten bis hin zu innovativen Hightech-Produkten ab.

Bedeutende Industriezweige sind technologieintensive Produktionen wie die Automobilbranche, die Maschinenbaubranche und die Elektrotechnik. Die Automobilbranche ist der umsatzstärkste Industriezweig in Bayern und wird von Großunternehmen wie beispielsweise BMW, Audi oder MAN dominiert. Die Herstellung von Kraftwagen und Zubehörteilen konzentriert sich vor allem auf beschäftigungsstarke Regionen wie den Großraum München und Ingolstadt.

Der Maschinenbau zählt als beschäftigungsstärkster Industriezweig zu den Stützpfeilern der bayerischen Wirtschaft. Neben einigen Großunternehmen wird die Maschinenbaubranche vor allem durch mittelständische Betriebe geprägt, welche sich räumlich breit über den bayerischen Regierungsbezirk verteilen.

Die Dominanz des Investitionsgütersektors wird auch durch die Erfolge in der Elektrotechnikbranche mit ihrem vielfältigen Produktportfolio belegt. Der Informationstechnik-Sektor als Schlüsselbranche der bayerischen Wirtschaft wird unter anderem durch staatliche Förderprogramme und ein zukunftsorientiertes Bildungssystem umfassend unterstützt. Die kleinen bis großen Unternehmen der IT-Branche verschaffen Bayern mittlerweile den Ruf, einer der bedeutendsten IT-Standorte der Welt zu sein.

Daran beteiligen sich Großunternehmen wie beispielsweise die Fujitsu Technology Solutions GmbH, die Intel GmbH Munich, die Microsoft Deutschland GmbH oder die Siemens AG. Insbesondere in den Kompetenzfeldern der Biotechnologie, Energietechnologie, Mechatronik und Medizintechnik ist Bayern ein international führender Industriestandort.

Auch in der Luft- und Raumfahrtbranche zeichnet sich Bayern durch hohe Kompetenzen aus. Die European Aeronautic Defence and Space Company (EADS) ist in Südbayern ansässig und gilt in Europa als größter Luft- und Raumfahrtkonzern als auch als zweitgrößter Rüstungskonzern.

Die Verbrauchsgüterindustrie gilt als weiteres Standbein des wirtschaftlichen Erfolges in Bayern. Die bayerische Nahrungs- und Futtermittelbranche weißt eine besondere wirtschaftliche Leistungsfähigkeit auf. Es folgen Bereiche wie die Textil- und Bekleidungsbranche, das Holzgewerbe, das Papiergewerbe, die Herstellung von Druckerzeugnissen sowie die Herstellung von chemischen und pharmazeutischen Erzeugnissen.

Der Dienstleistungssektor hat in allen wirtschaftlichen Bereichen an Bedeutung gewonnen und wird verstärkt zu einer Quelle starker Wachstumsimpulse. Während rein produktionsorientierte Abläufe in den Industrieunternehmen kontinuierlich sinken, rücken Dienstleistungsaktivitäten in allen wirtschaftlichen Bereichen in den Fokus der Wertschöpfung.

In dem Bestreben nach schlanken Unternehmen entstehen hierbei vor allem Service-Dienstleistungen für Unternehmen wie beispielsweise Unternehmensberatung, Einkauf, Logistik, Datenverarbeitung, Projektentwicklung oder Marketing.

Mit einer Vielzahl an Versicherungsunternehmen entwickelt sich Bayern immer mehr von einem reinen Produktionsstandort zu einem weltweit gefragten Versicherungsstandort.

Medien- und Verlagsunternehmen wie beispielsweise ProSiebenSat1 Media, Sky Deutschland, Kabel Deutschland und der Burda Verlag verstärken ebenfalls die Dienstleistungslandschaft des Freistaates. Vor allem in dem Ballungszentrum München befinden sich weitere große Verlage wie die Weltbild Verlagsgruppe und Zeitungen wie beispielsweise die Süddeutsche Zeitung.

Die Tourismusbranche ist weltweit und auch für Bayern ein wichtiger Wachstumstreiber. Im nationalen Vergleich nimmt Bayern in der tourismus-wirtschaftlichen Bedeutung einen Spitzenplatz ein und kann in diesem Sektor seine Umsätze kontinuierlich steigern.

Mit 76 Millionen Übernachtungen findet ein Fünftel des gesamten deutschen Tourismus in Bayern statt und liefert einen jährlichen Umsatz von über 24 Milliarden Euro (Quelle: Bayerische Staatsregierung, Urlaub und Tourismus, Online im Internet am 10.07.2012, URL: http://www.bayern.de/Urlaub-und-Tourismus-.2552/index.htm).

Bayern bietet neben historischen Sehenswürdigkeiten, Biergärten und dem Oktoberfest vor allem international angesehene Kongresse und Messen. Mit der neuen Messe München und der NürnbergMesse befinden sich zwei der modernsten Messegelände Europas in Bayern.

Wirtschaftsgefälle innerhalb der Region

Bei all den positiven wirtschaftlichen Entwicklungen hat Bayern jedoch auch mit starken Unterschieden in der Wirtschaftskraft einzelner bayerischer Regionen zu kämpfen. Während der Großraum München als wirtschaftsstärkste Region sich einer stetig steigenden Zuwanderung erfreut, leiden beispielsweise die oberfränkischen Gebiete unter einem rückläufigem Wirtschaftswachstum, steigender Arbeitslosigkeit und Abwanderung.

Die Metropolregion Nürnberg-Fürth-Erlangen, der Raum Aschaffenburg/Würzburg/Schweinfurt sowie Regensburg zeichnen sich seit Jahren durch eine wachsende Wirtschaftskraft aus. Unter dem Leitbild der sozialen Marktwirtschaft, welchem sich auch die bayerische Wirtschaftspolitik verpflichtet sieht, besteht hier enormer Handlungsbedarf. Die soziale Verantwortung erfordert die wirtschaftlichen Unterschiede innerhalb der Freistaates Bayern zu beseitigen.

Herausforderungen für die bayerische Zukunft

Die Herausforderungen der Globalisierung, der Fachkräftemangel, steigende Rohstoffpreise sowie der Rückgang der Weltkonjunktur gehen auch an einem wirtschaftlich gut aufgestellten Bayern nicht spurlos vorüber. Um den nationalen und internationalen Status einer innovationsstarken Industrieregion mit einem soliden Wirtschaftswachstum zu erhalten, erfordert es die Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit kontinuierlich zu verbessern.

Das bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie bietet umfangreiche Fördermöglichkeiten für unterschiedliche Zielgruppen wie beispielsweise den Mittelstand und Branchen wie beispielsweise die Technologiebranche an. Mit der Clusteroffensive Bayern fördert die bayerische Regierung die Wettbewerbsfähigkeit von zahlreichen bayerischen Unternehmen in 19 Schlüsselbranchen.

Die Maßnahme den wirtschaftlichen Erfolg im Netzwerk zu erhalten und auszubauen hat in den letzten Jahren Wirkung gezeigt. Besonderes Augenmerk legt die Cluster-Initiative hierbei auf die Vernetzung mittelständischer Unternehmen, um diesen die Suche nach passenden Kooperationspartnern und Forschungseinrichtungen zu erleichtern. Letztendlich sichern bildungspolitische Maßnahmen und die Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft die Zukunft und den Erfolg der Wirtschaftsregion Bayern.

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