Baden-Württemberg Wirtschaft – Aktuelles und Grundlagenwissen

Gut 60 Jahre nach seiner Gründung ist Baden-Württemberg nicht nur das flächen- und bevölkerungsmäßig drittstärkste deutsche Bundesland, sondern es ist auch in Sachen Wirtschaft eines der Wichtigsten.

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Baden-Württemberg – Wirtschaft mit Tradition und Innovation

Gegründet aus den Ländern Württemberg-Baden, Baden und Württemberg-Hohenzollern ist ein geschichtsträchtiges Land entstanden. Dieses vereint zweierlei in sich: die Tradition, auf die sich die Menschen berufen und die ihnen wichtig ist. Aber auch die Innovation, die sich Tag für Tag in den Wirtschaftsdaten niederschlägt.

Mit seinen mehr als zehn Millionen Einwohnern, vor allem aber mit seiner breit aufgestellten Industrie zählt Baden-Württemberg heute auch zu den wirtschaftlich bedeutendsten Regionen in Europa. Die Arbeitslosigkeit gehört zu den Niedrigsten überhaupt. Dieser Wert ist natürlich Folge einer Industrie, die insbesondere im Bereich der industriellen Hochtechnologie führend ist.

Innovation wird im Ländle großgeschrieben

Immerhin werden 4,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Ausgaben in Forschung und Entwicklung investiert. Ein Wert, der europaweit seinesgleichen sucht. Doch es ist letztlich die breit aufgestellte Industriestruktur, die sich als Mix aus großen Unternehmen, aus kleinen und privat betriebenen mittelständischen Firmen und einer trotz des Strukturwandels funktionierenden Landwirtschaft präsentiert und so für prosperierende Zeiten auch in einer Phase der technischen Umwälzung behauptet.

Mit seinem produzierenden Gewerbe kann Baden-Württemberg inzwischen auf mehr als 8.600 Unternehmen verweisen, in denen mehr als 1,2 Millionen Arbeit und Brot finden. Immerhin können damit mehr als ein Drittel aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten einen Job finden. Generell gibt es mit der Maschinenbauindustrie, mit dem Fahrzeugbau sowie mit der Produktion von Metallwaren drei wichtige Standbeine im produzierenden Gewerbe.

Mit Firmen wie Trumpf oder Heidelberger Druckmaschinen, mit Liebherr und Putzmeister sind die Maschinenbauer seit Jahrzehnten mit renommierten Firmen vertreten. Doch die Daimler AG, Porsche, Robert Bosch GmbH, Audi, Smart und Iveco, aber auch ZF Friedrichshafen und Luk sorgen dafür, dass das Land zu Recht von sich behaupten darf, Zentrum der deutschen Automobilindustrie zu sein. Die Wieland-Werke in Ulm gehören darüber hinaus zu jenen Unternehmen der metallerzeugenden Industrie, die heute nicht mehr wegzudenken sind.

Baden-Württemberg lebt von seiner wirtschaftlichen Vielfalt

Der Schwarzwald Region ist wiederum geprägt von einer seit jeher sehr bedeutenden Feinmechanik. Zunächst galten Uhrenhersteller, später Unterhaltungselektroniker als wichtige Arbeitgeber. Junghans und Kienzle, Saba und Dual sind nur einige der renommierten Firmen. Das produzierende Gewerbe umfasst aber auch die Textilindustrie, die mit Hugo Boss, Trigema und Steiff über Unternehmen verfügt, die weit über die Grenzen der Bundesrepublik hinaus bekannt und geachtet sind.

Auch die Medien und Verlage fühlen sich hier zu Hause

Ein wichtiger Wirtschaftszweig stellt in dem Bundesland auch die Medienwirtschaft dar. Rund 50 Zeitungsverlage stellen Tag für Tag etwa 220 verschiedene Blätter her, die eine Auflage von gut zwei Millionen Exemplaren zählen. Dies ist umso mehr bemerkenswert, weil sich gerade im Mediensektor enorme Konzentrationsbestrebungen abzeichnen. Darüber hinaus gibt es in Baden-Württemberg mehr als 500 Verlage.

Das Verlagswesen, zu dem überregional tätige Häuser ebenso gehören wie kleine regional und lokal tätige Heimatverlage, kann auf jährlich mehr als 10.000 produzierte Neuerscheinungen verweisen. Ob Ernst Klett, Holtzbrinck oder der Burda-Verlag: Sie alle sorgen als Verlage dafür, dass es weit über Baden-Württemberg eine publizistische Vielfalt gibt, die ansonsten ihresgleichen sucht.

Bibliotheken bilden das Rückgrat des Wissens

Schließlich sorgen auch die mehr als 800 Bibliotheken des Landes mit einem Gesamtbestand von nahezu 16 Millionen verschiedener Medien dafür, dass Leser und Hörer, aber auch Zuschauer garantiert auf ihre Kosten kommen. Neben den Printmedien gibt es in Baden-Württemberg noch einen Sektor des privaten Hörfunks, der sich mit seinen Programmen ganz unterschiedlich präsentiert. Er umfasst heute 13 lokale Sender, aber mit bigFM auch einen überregional tätigen Sender. Außerdem kann das Land auf ein Dutzend nicht kommerziell betriebener Sender verweisen.

Touristen lieben die Landschaft, die Kultur und die Eigenarten

Der Tourismus in Baden-Württemberg ist so etwas wie ein Lebenselixier im Land. Das liegt nicht nur daran, dass mit dem Schwarzwald und dem Bodensee bis zur Alpenkette außergewöhnlich schöne und attraktive Regionen Jahr für Jahr Gäste aus aller Welt in den Südwesten Deutschlands locken. Es liegt auch daran, dass das Fremdenverkehrswesen pro Jahr mehr als 40 Millionen Übernachtungen zählt und damit natürlich wichtige Umsätze für die Region generiert, aber auch Arbeitsplätze sichert.

Heute sind in dem Bundesland rund 200.000 Menschen im Tourismus beschäftigt, dazu kommen noch einmal mehr als 8.000 Auszubildende. Neben den landschaftlich schönen Regionen wie dem Bodensee, dem Allgäu und dem Schwarzwald sind es vor allem die außergewöhnlichen und faszinierenden Städte wie Heidelberg, Freiburg im Breisgau, aber auch Tübingen, die für einen regen Besucherstrom sorgen. Und natürlich ist Baden-Baden mit seiner über die Region hinaus bekannten und geschätzten Spielbank ein echter Publikumsmagnet.

Dass viele Besucher ihren Aufenthalt auch dafür nutzen, um bei der sprichwörtlichen schwäbischen Gemütlichkeit eine der vielen Gaststätten mit ihren regionalen Köstlichkeiten besuchen, ist längst kein Geheimnis mehr. Und inzwischen ist die Gastronomie sogar so etwas wie das Aushängeschild des Landes geworden. Hier drückt sich die kulturelle Eigenart des Landes in einer ganz besonderen Form aus.

Straßen und Schienen sind die modernen Lebensadern

Angesichts der Vielschichtigkeit der Regionen, der Entfernungen und der zu transportierenden Güter spielt der Verkehr in Baden-Württemberg eine wichtige Rolle. Das dichte Netz an Autobahnen sorgt zum einen dafür, dass der Straßenverkehr über die A5 und die A7 problemlos abgewickelt werden kann. Mehr als 1.000 Kilometer an Autobahnen und mehr als 4.400 Kilometer an Bundesstraßen bieten der Wirtschaft für ihre Tätigkeit hervorragende Bedingungen.

Doch auch die mehr als 3.400 Kilometer Bahnstrecke mit 6.400 Kilometer verlegten Gleisen machen klar, dass Baden-Württemberg für den Schienenverkehr von immenser Bedeutung ist. Das Bahnprojekt Stuttgart 21 gilt für die Einen als der Beginn einer neuen Zukunftsära, für die anderen als überdimensioniert und verzichtbar.

Nach einem Volksentscheid ist jedoch sicher, dass der Bahnhof auf mehreren Ebene errichtet und eine Anbindung an den Airport Stuttgart erhalten wird. Schließlich spielt die Schifffahrt noch eine wichtige Rolle. Denn über den Rhein als Bundeswasserstraße und mehrere Häfen wird sichergestellt, dass auch große Mengen an Warenwirtschaftsgütern schnell und umweltfreundlich transportiert werden können.

Die Landwirtschaft behauptet aufrecht ihren Stand

Mit einer Land- und Forstwirtschaft, die sich in Zeiten eines massiven Umbruchs behaupten kann, will Baden-Württemberg zusätzlich punkten. Aufgrund der besonderen klimatischen Bedingungen des Rheintals, des Bodensees sowie des Neckartals werden in jenen Regionen viel Obst, Gemüse und ein weit über die Region hinaus geschätzter Wein angebaut.

In den Grünlandregionen wie dem Allgäu und dem Schwarzwald, aber auch im Schwäbisch-Fränkischen Wald, dominieren dagegen Futterbaubetriebe mit einer Haltung von Milchvieh und Rindern. Allein sie machen fast 40 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe in dem Bundesland aus.

Zwar ist auch Baden-Württemberg von dem bundesweiten Trend nicht verschont, dass in der Landwirtschaft die Zahl der Betriebe deutlich zurückgeht. Doch mit dem Versuch, zunehmend mehr Nebenerwerbslandwirte zu unterstützen, soll auch dieser Wirtschaftszweig gestärkt werden.

Neue Unternehmen und Technologien kommen hinzu

Die Landesregierung von Baden-Württemberg setzt neben der Förderung bestehender und etablierter Unternehmen wie Daimler oder SAP auch auf eine intensive Ansiedlungspolitik. Das Ziel ist klar: Baden-Württemberg soll Heimat neuer Firmen werden. Dabei gilt die Konzentration auf eine nachhaltige Mobilität sowie auf eine Wirtschaft, die sich den Prinzipien von Energieeffizienz und Umweltverträglichkeit verpflichtet sieht, als wesentliche Eckpfeiler des Handlungskonzepts.

Baden-Württemberg will dabei insbesondere den Mittelstand stärken, um in den Bereichen Handel und Gastronomie, im Handwerk und bei den freien Berufen neue Akzente zu setzen. Mit der Green IT hat sich das Land einem besonderen Projekt verschrieben. Es beinhaltet den Anspruch, modern und zukunftsgewandt, aber auch nachhaltig und ökologisch zu handeln und damit die Grundlagen für eine moderne Technologiegesellschaft auszubauen.

Dass dabei eine sogenannte Leuchtturmpolitik betrieben wird, ist Teil dieses Konzepts. Immer da, wo sich Wachstumspotenziale ergeben, siedeln sich Unternehmen an. Dass es derzeit in Baden-Württemberg 103 wirtschaftliche und 127 Cluster-Initiativen gibt, ist Ausdruck dieser Bemühungen. Bemühungen, die von sichtbarem Erfolg gekrönt sind und das Land wirtschaftlich immer weiter voran bringen.

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